Fragen und AntwortenAbgasfahne
Monty antwortete vor 16 Jahren

Hallo,
mich würde interessieren wie man an der Abgasfahne erkennt
wann der Kessel als Vergaser arbeitet.

Gruss



29 Antworten
juergen antwortete vor 16 Jahren

Ich würde meinen, so kann man es nicht sehen wie Du fragst.
Eins stimmt, wenn man aus dem Schornstein nichts mehr qualmen sieht, dann kann man davon ausgehen, dass der Kessel richtig eingestellt ist und auch vergast!
Der Kessel vergast, wenn Du im Kessel nicht das Geräusch von einem Küchenherd etc hörst, sondern es sich anhört als wäre ein Gasbrenner an.
Deshalb kann es sein das beim anheizen eine leichte Fahne oben sichtbar ist. Diese müßte aber nach kurzer Zeit (Abgastemp ab 50°) weg sein.

holzsammler antwortete vor 16 Jahren
Ich würde meinen, so kann man es nicht sehen wie Du fragst.
Eins stimmt, wenn man aus dem Schornstein nichts mehr qualmen sieht, dann kann man davon ausgehen, dass der Kessel richtig eingestellt ist und auch vergast!
Der Kessel vergast, wenn Du im Kessel nicht das Geräusch von einem Küchenherd etc hörst, sondern es sich anhört als wäre ein Gasbrenner an.
Deshalb kann es sein das beim anheizen eine leichte Fahne oben sichtbar ist. Diese müßte aber nach kurzer Zeit (Abgastemp ab 50°) weg sein.

Gruß Jürgen

Einer der was davon versteht,Experte,schon lange im Geschäft!!!!!!!
holzsammler

franz1955 antwortete vor 16 Jahren

hollo jürgen

Bei 50° ist die Abgasfahne noch lange nicht weck den da must du einen Niedertemperaturkessel betreiben ,oder du hast deinen Schornstein noch nie bei 50° beobachtet???????:
Franz

manter antwortete vor 16 Jahren

Doch Franz, das geht tatsächlich.

Hier mal die Methode, die bei mir am Besten klappt.
Ich lege erst mal 3 kleine Scheite über die Düse, Kantenlänge so 5cm. Daneben 2 Scheite mit etwa 8cm.
Obendrüber dann Späne und 4 Eierkartons, darauf 3 Seiten zeitung. Obendrüber dann nochmal 3 kleinere Scheite.

Jetzt lüfter an, AHK ist zu. Jetzt zünde ich. Nach ca. 30 Sekunden lege ich den Kessel bis oben hin voll und schließe die Tür bis auf ca. 3 cm.
Wenn ich dann hoch gucken gehe ist normalerweise kein Rauch zu sehen.
Wieder unten angekommen ist dann der Rest O2 bei etwa 8 – 9% angekommen (trotz geöffneter Sekundärluft) und der Kessel vergast munter vor sich hin.

Kurze Zeit später schließe ich die Obere Tür und gehe.
Die Abgastemperatur ist dann bei 150 Grad. Innerhalb von weiteren 15 Minuten ist sie dann normalerweise bei 190 Grad, Rest O2 bei 5-6% und der Kesselvorlauf bei über 80 Grad.

Benutze mal die Suche, da stehen noch mehr sehr gute Methoden.
Scheinbar funktioniert bei jedem eine andere am Besten.
Einfach mal ein bischen experimentieren.

Gruß Manuel

juergen antwortete vor 16 Jahren
franz1955:
hollo jürgen

Bei 50° ist die Abgasfahne noch lange nicht weck den da must du einen Niedertemperaturkessel betreiben ,oder du hast deinen Schornstein noch nie bei 50° beobachtet???????:
Franz

Als ich mein erstes Lambada Messgerät „BenOmeter“ hatte habe ich viel experimentiert und das alles mit bildern (Messgerätanzeige und Schornsteinbild [qualm]) belegt.
Was Du schreibst dem ist nicht so.

franz1955 antwortete vor 16 Jahren

Hallo Manuel

Ich habe heute zweimal so Angeheizt wie du es beschrieben hast Buchenholz 10-15° Feuchtigkeit a 50 Kg 100 kg 6500 liter Pufferspeicher 5 Stück Schichtspeicher von oben nach unten.
Micha hat mir den tipp gegeben mit unten anheizen habe in 5 Minuenden den kessel auf 150 ° Abgastemperatur bei Rest wärme von kessel 40-50°.Habe einen 50 GSE brauche noch bar gute Anregungen für den Lambda check habe einen Belimo stetiger bei der Primehrluft bringt aber nichts.

Gruß Franz

manter antwortete vor 16 Jahren

Hast du denn auch einen Sekundärluftbelimo?

Bei 150 Grad Abgastemperatur müßte der Kessel bereits voll vergasen. Warum dann noch eine Fahne da ist, kann ich mir nicht erklären.

Vielleicht verlinkt auch nochmal jemand Dieter_R`s Anheizvideo.
Der hat zwar soweit es mir in Erinnerung ist eine leicht andere Methode, aber auch die funktioniert hervorragend.
Man kann da schön sehen, wie nach dem volllegen kein Rauch vorhanden ist.

Und nochwas: Bist du sicher, dass es sich nicht um Wasserdampf handelt? Wenn es bei mir 3 Tage lang in den Schornstein regnet, dann qualmt es auch erst mal 2 Stunden bis der trocken ist. Dann ist alles weg.
Je nachdem wie kalt es ist, qualmt es natürlich auch durchgehend.

Gruß Manuel

Kaffenberger antwortete vor 16 Jahren

Das mit der Fahne kann sein wenn die Primärluft zu weit offen ist.

Bei mir ist sie 5 mm geöffnet.

juergen antwortete vor 16 Jahren

Mein anheizen GSE 30:
Dünnes Holz (Halbierte Obst/Gemüse Stiege) auf Düse – angezündetes Stck Zeitung drauf – die nächste halbierte Stiege – und dann Holz voll schichten bis oben. Untere Tür zu – AHK zu – nur die obere Tür ein Spalt auf. Die prim und sec Luft voll auf. Ich habe 11 m hohen Schornstein mit ZBG.
Nach 2-max 5 min ist die Abgastemp auf ca 50-70° – obere Tür zu. Der Kessel fängt an zu vergasen – typische Geräusch.
Ach so bis dahin sieht man oben am Schornstein eine leichte graue Wolke und wenn Tür zu ist nichts mehr, oder man muß genau hinsehen das man eine leichtes Wölkschen sieht aber nicht mehr lange. In der ersten Zeit haben die Nachbarn gesagt was ist mit euch ihr heizt doch garnicht….Sie riechen nur das jemand mit Holz heizt. Das bin ich aber nicht alleine in unserer Ecke. Auch beim den anderen sieht man sein anheizen nur kurze Zeit.
Wenn die Abgastemp dann über 150° kommt schiebe ich prim Luft voll zu und sehe auch an der sec das sie langsam steigt und schiebe sie dann auch zu (1-2 mm auf) bis sie auf ca 7 % steht. Dies im moment noch manuell, die Technik liegt schon da Belimo etc.

franz1955 antwortete vor 16 Jahren

Hallo Jürgen

Danke für deine Ausführungen komme immer ein stück weiter man lehrt nie aus und vielen dank für die Anregungen werde weider berichte abgeben wenn alles besten kalbt.

Danke franz

mfkpat antwortete vor 16 Jahren

@ Jürgen

heize in etwa mit der gleichen Methode an wie du aber nach 3-5 min liegt meine Abgastemp. schon bei ca. 150 Grad (Digitalthermometer). Mache dann den Füllraum voll und nach spätestens 10 min ist die Abgastemp bei 200 Grad.
Hab bis heute leider noch keinen anderen Kessel gehört, aber das Vergasungsgeräusch empfinde ich als sehr leise.

gonzotp antwortete vor 16 Jahren

@franz1955

Habe einen 50 GSE brauche noch bar gute Anregungen für den Lambda check habe einen Belimo stetiger bei der Primehrluft bringt aber nichts.

Du suchst Arbeit für Dein LC, dann zieh Dir(ist nicht negativ gemeint)dies rein.

Atmos Optimierung Seite 11

Gerade beim 50er geht es relativ einfach.

Gruß Torsten

Matze antwortete vor 16 Jahren

Anheizmethoden gibt es viele, ich mache es seit 5 Jahren nach der sogenannten Rentschmethode:

ein Blatt Zeitung als Lunte gedreht und durch die Düse geschoben, obendrauf dann ei bis zwei Blatt Zeitungspapier zerknüllt und eine Hand voll Holzspäne oder Leisten, dann den Kessel vollgepackt, unten eher kleinstückige Scheite und dann nach oben gleichmäßige Scheite, wenn möglich wenig Luft dazwischen.
Dann AHK geöffnet, obere Tür zu unten auf, Gebläse an und die Lunte von unten angezündet.
Feuer zieht nach oben, wenn Abgastemp ca 80°C erreicht hat (nach ca. 2 Minuten)
AHK zu Türe unten zu das typische Vergasungsgeräusch setzt ein. nach 15 min ist Kessel auf Betriebstemperatur und füllt den Puffer.
Leichte Weißgraue Rauchfahne nur solange die AHK offen ist.
keine Rauchentwicklung im Heizraum, für mich absolut optimal.

Wie gesagt funzt das bei mir schon 5 Jahre so.

Wie es für jeden am besten ist muß jeder für sich rausfinden.
Kommt ja auch auf den Standort und die Gegebenheiten an.

Gruß Matze

juergen antwortete vor 16 Jahren

Ja jeder hat seine eigene Anheizmethode.
Unser Sohn drei Dörfer weiter auch GSE 30 heizt so ähnlich an wie Matze Lunte von unten aber auf der Düse liegt ein Stck von diesen weißen Anbrenn Beschleuniger danach Holz etc und AHK auf. Er heizt jeden Abend wenn er nach hause kommt (gegen 20 Uhr)eine Holzladung wegen WW und Heizung. Die Puffertemp (2000 lt) bekommt er 60-70°.
Er macht die AHK zwischen 50 und 70° zu, stellt den Rauchgasthermostat ein wenig Uhrzeiger und das war seine Arbeit an dem Tag an der Heizung.

disab antwortete vor 16 Jahren

Die erste Heizsaison beginnt und jetzt kommen dann die Fragen…

Ich habe bisher an meiner DC18SR kaum Probleme gehabt. Aber seit etwa einer Woche passiert folgendes:

Beim Anfeuern (mit Birke 2Jahre alt) hat es dann nicht aufgehört zu Qualmen. (Heller, fast weißer Rauch). Nach etwa 1,5 Stunde war dann nichts mehr zu sehen. Sonst war immer schon nach etwa 10 Minuten kein Qualm zu erkennen. Das gleiche passierte beim Nachlegen wieder.

Als Abgastemperatur hatte ich ca. 220-230 Grad und auf dem Kessel selber waren 84Grad (VL84 RL77). (eigenlich so, wie es sein sollte)
Dann habe ich angefangen, nach der Ursache zu suchen.
Düse freigeräumt –> nichts
Primätluft weniger –> nichts
Abgastemperatur hochgetrieben (bis 320Grad) –> nichts

Was kann ich tun???

vor einer Weile hatte ich mal am Schornsteinkopf (gemauerter Zug, ca 8m wirksame Höhe, im Kaltbereich mit Wolle eingewickelt) die Abgastemperatur gemessen –> 80Grad bei 180 Grad Abgastemperatur am Ofen (ca 2Stunden in Betrieb). Da waren draußen aber ca 8 Grad plus.

was kann ich noch tun??

Dirk

holzwurm99 antwortete vor 16 Jahren

Hallo,
habe denn selben HV wie du, und ich habe ganz ganz selten Qulm an Schornsteinkopf maximal beim Anheitzen sonst sehe ich nichts.

PS
ich würde mir da nicht so viel denn Kopf drüber zubrechen

winnie3pooh antwortete vor 16 Jahren

Hallo Dirk,

das gleiche Problem habe ich auch immer mal wieder bei meiner S Klasse. Bei mir tritt das nur bei Birkenholz auf! Bei Kiefer, Buche, Eiche usw. habe ich weniger, oder keine Probleme.

Gruß Jörg

disab antwortete vor 16 Jahren

Danke an euch,

heute hatte ich beim Feuern (das gleiche Holz wie immer) nach ca 10 Minuten keinen Rauch mehr!
habe mir warscheinlich wirklich umsonst sorgen gemacht.

habe bammel, das mein alter Schornstein vielleicht versotten könnte. Der Schornsteinfeger hat mir mächtig Angst gemacht wegen Versotten und Glanzruß und Schornsteinbrand, usw.
Das Sanieren wollte ich aber erst einmal vor mir her schieben oder wegfallen lassen…

Dirk

manter antwortete vor 16 Jahren

Wenns bei mir 2 Tage in den Schornstein regnet rauchts auch
knapp 2 Stunden.
Sonst nie. Wird bei dir genauso Wasserdampf sein.
Und nicht vergessen, bei den aktuellen Temperaturen wirds vermutlich durchrauchen.

Gruß Manuel

disab antwortete vor 16 Jahren

Das mit dem Wassedampf muß stimmen.
zur Zeit lauft der Ofen etwa 8-9 Stunden am Tag. Nach etwa 5 Stunden ist dann nichts mehr zu sehen.

danke an euch und ein schönes Weihnachtsfest

Dirk

Stefan_H antwortete vor 16 Jahren

Hallo Heizer

Ich habe mal eine Frage an euch !
Wie kann ich feststellen das mein DS 30 GSE vergast und auf Volllast läuft !

Gruß Stefan

kernkraft64 antwortete vor 16 Jahren

Tach Leute!
Hier mal ein bisschen Aufklärung zum Holzvergasungsprozeß: Jede thermische Nutzung von Holz läuft als Vergasungsprozeß ab. Das war schon in der Steinzeit, am offenen Lagerfeuer so. Dazu ist eine hohe Temp. notwendig, die im Ofen durch ein Glutbett gewährleistet wird. Je höher die Temp., desto mehr Holzgas entsteht. Bei einem Waldbrand kann es passieren, daß Bäume regelrecht explodieren, weil sich durch die Hitze viel Gas gebildet hat. Man sieht dann auch, daß die Flammen vom Holz abgekoppelt sind, sich meterhoch über den Bäumen befinden, weil durch den enormen Auftrieb (Feuersturm) das Gas in die Höhe gerissen wird.
Ein Holzvergaserkessel verfügt über eine spezielle Brenn-kammer,in die das Gas zusammen mit frischer Sekundärluft geleitet wird. Der darin enthaltene Sauerstoff bewirkt, daß das Holzgas annähernd vollständig verbrennt. Gegenüber einem normalen Kessel, in dem das Abgas gleich in den Abgaswärme-tauscher gelangt, ist der Wirkungsgrad viel größer.
Fazit: Wird Holz verbrannt, funktioniert auch die Vergasung.
Die Abgasfahne zeigt dabei an, ob nur Holz verbrannt oder ob eine Müllverbrennungsanlage betrieben wird. Bei trockenem Holz ist nur eine leichte Fahne erkennbar, so wie bei Öl- oder Gasheizungen. Je mehr Feuchtigkeit im Holz oder der Verbrennungsluft enthalten ist, desto mehr weißer Rauch ent-steht. Besonders auffällig ist das an nasskalten Tagen, die Umgebungsluft ist dann mit Feuchtigkeit gesättigt u. kann die Feuchte des Abgases kaum aufnehmen. Es entsteht eine relativ große Rauchsäule, die, wenn sie weiß ist, nur auf Wasser-dampf hindeutet. Graue oder schwarze Abgase können entstehen, wenn viel Asche enthalten ist (verbrennen von Sägemehl), der Verbrennungsprozeß gestört ist (Hohl-,Schwelbrand),sodaß viel Kohlenstoff im Abgas ist oder Müll (Kunststoffe etc.) verbrannt wird.
M.f.G. Kerni

disab antwortete vor 16 Jahren

Hallo Kerni,

Danke für die super gute Erklärung.

Dirk

Stefan_H antwortete vor 16 Jahren

Super Erklärung!!!

Danke

Gruß Stefan

Monty antwortete vor 16 Jahren

Hallo Leute,

Ich hatte das Glück am Sonntagabend meine beiden Rauchfahnen zu sehen.
Einmal Öler und HV.
Rein Optisch für mich kein Unterschied, beide hellgrau.

holzwurm99 antwortete vor 16 Jahren

Ich hatte das Glück am Sonntagabend meine beiden Rauchfahnen zu sehen.
Einmal Öler und HV.
Rein Optisch für mich kein Unterschied, beide hellgrau.

Hallo Monty,
frage mich mal wann mein Ölkessel das letzte mal lieft ist schon ne ganze Zeit her, bin Recht froh übr die Anschaffung des HV.

holzsammler antwortete vor 16 Jahren

Hallo kernkraft64
Danke ,man glaubt garnicht ,wie man das mit einfachen Worten erklären kann.

Hallo holzwurm 99

Einmal Öler und HV

Läuft denn beides bei dir mit einmal?
holzsammler

holzwurm99 antwortete vor 16 Jahren

Läuft denn beides bei dir mit einmal?

Hallo holzsammler,
warum wenn ich meinen Wärmebedarf mit Holz machen kann, weshalb solte ich da Öl verschwenden kämme nie auf die Idee.

Monty antwortete vor 16 Jahren

Hallo Holzsammler,
Hallo holzwurm99,

An dem Sonntag habe ich erst nachmittags den HV angeheizt.
Während der Woche, ich gehöre noch zum arbeitenden Volk, wird der HV erst gegen 16.30 Uhr angeheizt. Bis dahin läuft der Öler. Nach dem ersten Abbrand darf ich dann nicht mehr so viel Holz auflegen sonst komme ich in die Nachtstunden. Puffer über 80°, Kessel geht in Teillast.
Einerseits ist es schade das ich nicht mehr Puffervolumen habe, andererseits fehlt mir die Zeit den Kessel länger zu betreiben. Ich bin keine Nachteule.
Theoretisch wäre für mich am besten:
03.00 Uhr anheizen, Ofen volllegen.
06.00 Uhr das 2. mal volllegen, Kessel geht in Teillast weil Puffer voll und hält bis Nachmittags je nach Abnahme.
Leider schlafe ich zu gerne.