Fragen und AntwortenAtmos DC22GSE richtig einstellen
Feueresel antwortete vor 14 Jahren

Hallo,

ich habe einen Atmos DC22GSE in Betrieb und bin mit den ganzen Einstellungen noch nicht ganz sicher.

Leider waren die Arbeiten des HB nicht zu meiner Zufriedenheit und so kam es zu kleinen Auseinandersetzungen. Das Problem dabei ist, dass ich dadurch den Kessel nie richtig erklärt bekommen habe und somit auch bei den Einstellungen immer auf mich selbst gestellt bin. Natürlich habe ich eine Betriebsanleitung bekommen, aber ohne eine Erklärung der ganzen Fachbegriffe sind die Einstellungen leider für mich nicht komplett nachzuvollziehen.

Nun zu meinen Fragen. Der Kessel ist mit einem 1000 Liter Pufferspeicher verbunden und für das Brauchwasser sind nochmal 400 Liter in den Kreislauf eingebunden. Wir hätten gerne eine noch größere Wassermenge für den Pufferspeicher gehabt, aber leider ist uns der Platz ausgegangen, so dass wir nur auf 1000 Liter zurückgreifen können….

Ich gehe mal davon aus, dass sowohl die Primär-, als auch die Sekundärluft von unserem HB noch richtig eingestellt wurde und deshalb beziehen sich meine Frage ausschließlich auf die Einstellungen an der Front.

Die Frage ist einfach, wie sich der Kessel während dem Betrieb verhalten muss. Also zu welchem Zeitpunkt die Ladepumpe laufen muss, zu welchem Zeitpunkt der Lüfter anspringen muss oder eben nicht usw.

Ich habe aktuell den rechten Drehregler (Kesselthermostat) auf Max stehen (keine Ahnung ob das richtig ist) und den Rauchgasthermostat (linker Drehlregler) etwa auf 13 Uhr stehen. Das bedeutet, ich erreiche laut Anzeige im inneren des Kessels etwa eine Temperatur von 85 bis 90 Grad. Ist diese Temperatur bzw Einstellung schon mal richtig oder ist das komplett falsch. Denn der Lüfter läuft bei dieser Einstellung fast ununterbrochen während dem Betrieb.

Vielleicht kann mir hier ja mal jemand ein paar Tipps geben oder zumindest mir sagen ob ich schon etwas komplett falsch mache.

Vielen vielen Dank schon mal 🙂



3 Antworten
stefan_mg antwortete vor 14 Jahren

Hallo tkkg,

das klingt doch alles schon einmal gut. Dass der Lüfter dauerhaft läuft, liegt daran, dass das Kesselthermostat auf ‚max‘ steht, denn es ist die einzige Funktion, die daran hängt. Bei niedrigerer Stellung schaltet es ab und der Kessel läuft nur noch im Naturzug, wodurch die Leistung reduziert wird. Das Rauchgasthermostat schaltet unterhalb seiner Schwelle Pumpe und Lüfter ab. Es sollte nicht zu hoch eingestellt sein, weil sonst die Nachwärme die Temperatur des Kessels erneut bei abgeschalteter Pumpe hochtreiben kann, was dann gegf. die Thermische Ablaufsicherung auslöst. Das ist zwar nicht schlimm, aber auch nicht sinnvoll.

Grüße Stefan

tkkg23 antwortete vor 14 Jahren

vielen Dank für das Feedback

Nun habe ich meine Einstellungen während der letzten Stunden noch weiter versucht zu optimieren. Es sieht nun so aus, dass die Klappe, welche vom HONEYWEL gesteuert wird, bei einer Temperatur von 80°C komplett geschlossen ist (noch ca. 4-6mm, wie in der Anleitung beschrieben).

Danach habe ich über das Rauchgasthermostat 2 die Schließung der Drosselklappe eingestellt. Also diesen „Belimo-Stellantrieb“.

So nun habe ich inzwischen eine recht konstante Abgastemperatur von 200°C. Un das Thermometer am Kessel zeigt mir eine Temperatur von rund 80°C an. Hoffe mal, dass diese Werte nun in Ordnung sind oder?

Jetzt ist einfach die Frage, was ich mit den beiden Stangen der Primär bzw. Sekundärluft mache. Leider verstehe ich nicht ganz, nach welchen Kriterien ich diese einstellen muss. Oder soll ich daran besser nichts mehr machen? Habe aktuell die Primärluft bei etwa 6 mm stehen und die Sekundärluft bei etwa 13 mm. Aber ob das stimmt weiß ich leider nicht.

Falls mir jemand hier nochmal helfen könnte, wäre ich dafür sehr dankbar.

Achso und so wie ich das verstehe, ist der Dauerbetrieb des Lüfters in Ordnung bzw. dieser soll sogar nach Möglichkeit während dem normalen Brennvorgang immer laufen?

Feueresel antwortete vor 14 Jahren

@tkkg23,

der Sekundärluftschieber regelt das Gas / Sauerstoffverhältnis an der Düse,
so aus dem Ärmel würde ich sagen den unteren Schieber noch weiter rein schieben
so das die Gasflamme gut zu hören ist.
Es heißt zwar man solle die untere Tür während des Betriebs nicht öffnen,
aber für eine sehr kurze Kontrolle sehe ich das nicht so eng;
wenn da noch einige kleine glühende Restholzkohlestückchen zu sehen sind müsste die Einstellung
im großen und ganzen stimmen
Zu fiele Stückchen zu fett/ – überhaupt keine – zu mager – bedeutet zuviel Sekundärluft.

Der Esel —,

Kessel 1: DC-50-GSE Bj. 2006 jetzt 03.01.2025 bis auf Lüfter-Kondensator noch keine original Teile erneuert, sek. Brennraum auf reduzierte Abgasrückführung optimiert (Brennraumspülung - Selbstregelung), ergibt schnellere u. höhere sek. Brennraumtemperatur bei weniger Gesamtverbrauch
Kessel 2: Oelkessel in Reserve nicht angeschlossen, bei 240m² u. 100m² Keller Hobby - nur mit DC-50-GSE u. 10m² Solarfläche inkl. Brauchwasser versorgt.
Regelung: Standard Festeinstellung: Primär Luftschieber ganz auf / Hartholz / Kiefer sek. Luft 2,0 Umd. auf. / Lüfter durchweg bei 45% | Belimo Drossel-klappe schließt bei >160°C | Abgas steigt 200 bis 230°C| KDT >88°C Lüfter aus | primär Kettenzugklappenanschlag schließt Anschlag 0mm bei >60°C Kessel VL| Kesselpumtentaktung in Gluthaltung-ein KDach >89,5 °C |aus < 88,5°C| = Abgas dann 150°C min / bei Lüfter an 180 bis 190°C max|bei Rest-Glut 100°C Abgas- bei Kessel Dach 85 bis 90°C = KT oben|K-Kreispumpe Stufe 1|Laddomat-Patrone >72°C öffnet
Puffervolumen: 2x1000 Puffer parallel direkt oben / unten Puffer zu Puffer ergibt sehr gute Temp. Schichtung 92/24°C | mit Solarschlange (für 5x2m² Platten) unten - | 1x800WW ..., manche Menschen benutzen ihre Intelligenz zum vereinfachen ... Wissen ist eine Holschuld !!