Fragen und AntwortenKategorie: PelletkesselAtmos ohne Kundendienst?
Firebird1987 antwortete vor 3 Monaten

Liebes Forum!

Meine brandneue Atmos-Pelletheizung (P40) macht leider Probleme und der offizielle Atmos Kundendienst (in Österreich) weigert sich zu kommen. Der Atmos Support in Tschechien meint dazu, dass Atmos Kessel baut und verkauft und es nicht deren Problem ist, wenn der Kundendienst in Österreich nicht kommt. Klingt komisch – ist aber so.

Vielleicht hat ja hier im Forum jemand eine Idee, wie man in Österreich eine Atmos-Heizanlage betreiben kann, wenn es keinen Kundendienst gibt?

Die Geschichte dazu geht folgendermaßen: Wenn man sich in Österreich für Atmos interessiert, liest man auf der Atmos-Homepage, man muß unbedingt den Generalvertrieb für Österreich kontaktieren (Neuhofer Heiztechnik GmbH), nur so erhält man Garantie, Gewährleistung und Support.

Gesagt, getan, Generalvertrieb für Österreich kontaktiert, der plante und installierte mir eine Atmos-Heizanlage (P40 Kessel mit A45 Brenner, Laddomat, Druckluftreinigung, 1000L Schichtpufferspeicher, Frischwassermodul). So weit – so einfach – Neuhofer Heiztechnik GmbH ist der Generalvertrieb für Atmos in Österreich, macht den Kundendienst für Atmos in Österreich und ist gleichzeitig der Heizungsbauer meiner Atmos-Heizanlage.

Nun gibt es diverse Probleme: Vorlauf schwankt pro Heizzyklus zwischen 70°C und 30°C, Anlagendruck schwankt zwischen 1,5Bar und 1Bar, 65°C Rücklaufanhebung wird trotz Laddomat nicht erreicht, Schichtung im Pufferspeicher bricht zusammen, Umwälzpumpe Heizkreis schaltet sich manchmal einfach aus.

Da denke ich mir als Kunde dann, dass ist eine brandneue Anlage, funktioniert aber nicht richtig, dass muß sich ein Fachmann ansehen. Neuhofer Heiztechnik GmbH (mein Heizungsbauer und offizieller Kundendienst für Atmos in Österreich) erklärt mir, er kommt nicht, das ist ihm zu weit weg und was ich ihm an Problemen schildere, erfinde ich alles und er hört sich das gar nicht an.

Also eher schwierige Kommunikation mit dem Atmos-Kundendienst in Österreich. Daraufhin kontaktiere ich den Atmos-Support in Tschechien und frage dort, wie das funktionieren soll mit Atmos, wenn ich keinen Kundendienst in Österreich bekomme (nicht nur dieses Problem – auch in Zukunft, Service, Wartung, etc.), weil der einfach nicht kommt.

Original Antwort von Atmos: „…ich habe Ihnen schon geschrieben. Wie schauts mit Atmos in Österreich aus. Bitte mit Firma Neuhofer abklären.“

Hat vielleicht hier im Forum jemand eine Idee, wie man, ohne den Rechtsweg beschreiten zu müssen, eine Atmos-Heizanlage betreiben kann? Mir gefällt das schlichte Konzept von den Atmos-Anlagen immer noch, aber der „Support“ kann ja nur ein Scherz sein.

Vielen Dank für´s lesen und vielleicht Lösungsideen!

Schöne Grüße

Heinz



11 Antworten
fujisan antwortete vor 3 Monaten

Hallo Heinz,

Sofort zum Anwalt! Das liegt ja nicht an deinem Kessel sondern an deinem Heizungsbauer! Wenn es ihnen vorher nicht zu weit war, dann ist das deren Pech. Da scheint ja mehr faul zu sein (Druckausgleichsbehälter, Laddomat und Heizkreis). Laß einen Heizungsbauer aus der Region drüber schauen und mahn die Gewährleistung an. Die haben deine komplette Verrohrung, Hydraulik und Inbetriebnahme, inklusive Fachunternehmererklärung, gemacht? Also, in Deutschland haben die da schlechte Karten.

Gruß

Heinz Willmann antwortete vor 3 Monaten

Hallo Fujisan!

Danke für Deine Antwort! Schön sich einmal mit jemanden darüber austauschen zu können. Du hast natürlich recht, der Anwalt wird sich nicht vermeiden lassen. Aber wie soll das in Zukunft weitergehen? Mein Problem ist eher die Reaktion von Atmos.

Der Heizungsbauer ist gleichzeitig die Generalvertretung von Atmos in Österreich. Das ist die selbe Firma. Ich hatte also AUSSCHLIESSLICH mit Atmos-Personen zu tun und nun muß ich klagen und jemanden suchen der nichts mit Atmos zu tun hat um die Probleme in den Griff zu bekommen?

Der Atmos-Generalvertreter für Österreich erklärt mir:"…ja, er war jetzt beim Anwalt, es stimmt, die Heizanlage wurde von ihm nicht Normgerecht gebaut, da kann ich ihm klagen, aber wenn ich das mache, brauch ich gar nicht mehr anrufen, dann gibt es keinen Kundendienst mehr für mich und er ist der einzige in ganz Österreich"

Ich wüsste zwar nicht woran ich den Unterschied erkennen sollte (kein Kundendienst mehr für mich), Kundendienst bekomme ich jetzt auch schon nicht, aber die Drohung ist klar.

Der Atmos-Support in Tschechien erklärt mir:" …hat nichts mit Funktion von Atmosprodukt zu tun. Die Sache ist zwischen Ihnen und Firma Neuhofer." Mittlerweile gibt es vom Support in Tschechien (der deutschsprechende Herr Sajdl) auf Mails keine Antwort mehr.

Zusammengefasst: Der Generalvertreter für Atmos in Österreich droht mir mit Entzug des Kundendienstes (den es jetzt auch schon nicht gibt), wenn ich die fehlerhafte Heizanlage, die er gebaut hat, beanstande und Atmos in Tschechien meint dazu "nicht unser Problem" und antwortet auf Schreiben auch nicht mehr.

Wie soll das mit Atmos funktionieren? Kennst Du vielleicht einen seriösen Gesprächspartner bei Atmos, mit dem man sich, über das zweifelhafte Vergnügen "Atmoskunde in Österreich" zu sein, unterhalten könnte?

Schöne Grüße

Heinz

fujisan antwortete vor 3 Monaten

Hallo Heinz,

"Der Atmos-Generalvertreter für Österreich erklärt mir:"…ja, er war jetzt beim Anwalt, es stimmt, die Heizanlage wurde von ihm nicht Normgerecht gebaut, da kann ich ihm klagen, aber wenn ich das mache, brauch ich gar nicht mehr anrufen, dann gibt es keinen Kundendienst mehr für mich und er ist der einzige in ganz Österreich" "

Du brauchst eine mängelfreie Heizung und wenn Du das hier nicht mit dem Anwalt machst, bekommst Du die nicht. Wenn deine Hydraulik nicht passt, weil da Teile fehlen, macht dir da auch kein Heizungsbauer etwas. Ich verstehe das gar nicht, ich kenne das in Deutschland mit Atmos nicht. Ich habe meinen Kessel von Atmos und auch die Erstinbetriebnahme. Mehr brauchst Du aber auch gar nicht von Atmos. Der Rest steht in der Bedienungsanleitung (Jahresreinigung usw.) und hier auf der Seite findest Du auch alles nötige um die Pelletförderung richtig einzustellen. Meine Heizungsanlage habe ich zusammen mit meinem Heizungsbauer zusammengebaut. Der hat mir dann den Kessl angeschlossen. Da ist er aus der Gewährleistung für den Kessel draußen. Und Atmos hat den in Betrieb genommen. Auf dieser Seite gibt es doch Hydraulikschemas, die funktionieren. Kann man zwar verbessern aber die tun es. Welches Schema hast Du denn?

Wenn deine Anlage läuft, kann es da höchstens irgendwo mal undicht werden und das macht dir ein regionaler Heizungsbauer. Daher solltest Du die jetzt nicht aus der Gewährleistung lassen. Weil, wenn da etwas nicht normgerecht ist, langt dir da auch kein anderer hin.

Also nochmal. Laß da keine Zeit verstreichen. Auf diesen "Kundendienst" kannst Du verzichten. Was die Zukunft betrifft wäre mir da eher nicht bange. Wenn Du Probleme hast wird dir hier von Michael geholfen und bei einem Garantiefall muß dein Heizungsbauer ran.

https://atmos-zentrallager.de/hydraulikplane.html

wie sieht es da bei dir aus?

Gruß

Heinz Willmann antwortete vor 3 Monaten

Hallo Fujisan!

Da hast Du recht, den Heizungsbauer-Generalvertreter muß ich klagen. Nur glaube ich nicht, dass von dem noch eine Richtigstellung der Anlage kommt und da auch von Atmos-Seite keine Hilfestellung zu erwarten ist, muß ich jetzt herausfinden, wie die Anlage richtig zusammengebaut gehört (sonst baut mir ein Nicht-Atmos-Heizungsbauer erst recht wieder irgendetwas zusammen).

Es gibt ein paar Punkte die mir aufgefallen sind und mich würde (falls Du Zeit hast) interessieren, wie kritisch Du dies für den Anlagenbetrieb siehst.

Muss vorrausschicken, dass ich mich zum ersten Mal mit einer Heizanlage beschäftige (war bis vor kurzem Stadtkind mit Fernwärme). Die Fehler (was die Heizung macht, bzw. nicht macht) habe ich ja schon weiter oben beschrieben. Was mir bislang an Ungereimtheiten aufgefallen ist, kommt großteils aus der Installationsanleitung vom Laddomat von der Firma Termoventiler.

Termoventiler gibt an als maximale Länge Pufferspeicheranbindung für ein 28er Rohr, vier Meter Rohr (2 Vor- und 2 Rücklauf) und maximal 6 Bögen.

Mein Heizungsbauer hat den Pufferspeicher mit 28er Rohr mit 14,5 Meter Länge und 20 Bögen angebunden.

Dann gibt Termoventiler an, der Kreislauf Vorlauf-Laddomat-Rücklauf sollte mindestens eine Dimension größer als der Rest der Verrohrung ausgelegt sein. Wurde bei mir auch mit dem selben 28er Rohr gebaut.

Weiters meint Termoventiler, die Länge des Pufferspeicherkreislaufs sollte 65% der Gesamtrohrlänge nicht überschreiten. Ist bei mir weit mehr als 90% von der Gesamtrohrlänge.

Dann wurde bei mir ein 150 Liter MAG verbaut, wobei ich heute Bedenken habe, dass dies ausreicht. Ca. 400m2 (zwei Heizkreise) zu beheizende Fläche (Altbau) mit Flachheizkörper plus 1000 Liter Pufferspeicher und für eine künftige Solarunterstützung (Warmwasser Sommerbetrieb) sollte eigentlich auch noch "Luft nach oben" sein.

Die beiden Heizkreise wurden (so wie am Schema 1.Hydraulik) vor dem Pufferspeicher abgegriffen, werden also nicht aus dem Pufferspeicher gespeist. Davon rät Termoventiler auch ab, weil die meinen es könnte dazu führen, dass der Kessel dadurch ständig warmgehalten wird. Kommt mir bei meiner Anlage auch so vor, denn die Laddomatpumpe (wird ja über Kesselsensor gesteuert – Rauchrohrsensor gibt es leider keinen) läuft fast ständig durch, schaltet nur kurz vor einem neuen Heizzyklus aus – dann fällt auch die Kesseltemperatur von durchgehend 60°C auf 30°C.

Danke auf jeden Fall für Deine Hilfe! Fürchte ich muß mich in diese Materie einarbeiten, sonst steht man als Atmos-Kunde auf verlorenem Posten.

Schöne Grüße

Heinz

fujisan antwortete vor 3 Monaten

Hallo Heinz,

ich komme erst am Sonntag dazu.

Gruß

Firebird1987 antwortete vor 3 Monaten

Also mein Hydraulikschema ist genauso aufgebaut wie bei dir allerdings mit weniger Länge (aber auch mehr als 2m) und weniger Bögen.

Bei mir lief am Anfang alles normal und irgendwann hatte ich auch solche Probleme.

Ich vermute du hast das selbe Problem, bei dir beläd deer Kessel über den Rücklauf den Puffer.

Dann passiert folgendes, deine Kesseltemperatur dümpelt vor sich hin weil die Rücklaufanhebung umgangen wird, folglich wird auch die Schichtung im Speicher zerstört.

Das mit der Heizkreispumpe geht aus, kann ich mir nur erklären das die Puffertemp unter der Solltemperatur für den Heizungsvorlauf liegt.

Ich würde solange das mit dem Installationsbetrieb nicht geklärt ist nichts an der Anlage verändern.

Die mögliche Lösung des Problems wäre unten am Laddomat den Sicherungsring der Schwerkraftbremse einzusetzen. Damit verhinderst du das er über den Rücklauf läd.

Heinz Willmann antwortete vor 3 Monaten

Hallo Firebird1987!

Danke für Deine Antwort! Mit dem "der Kessel belädt den Puffer über den Rücklauf" hast Du vermutlich Recht. Mir ist aufgefallen, es kommt darauf an, ob "das Haus Wärme fordert" oder nicht. Wenn keine (oder wenig) Energie vom Haus abgefragt wird, dann funktioniert die Pufferschichtung meistens, wenn aber Temperatur gefordert wird von den Heizkörpern (dafür war die Heizung eigentlich gedacht;), dann passiert glaube ich, genau das was du schilderst. Zumindest ist dann das Rücklaufrohr vom Pufferspeicher genauso heiß wie das Vorlaufrohr am Speicher und die Schichtung bricht komplett zusammen.

Nun verstehe ich wenigstens warum die 65°C Rücklauf nicht erreicht werden.

Was meinst Du, warum wird die Rücklaufanhebung umgangen?

1.) Zu lange und unterdimensionierte Pufferanbindung?

oder

2.) Vorlauf-Laddomat-Rücklauf wurde so wie Rest der Anlage nur mit 28er Rohr angeschlossen (Termoventiler meint mindestens eine Dimension größer als Rest)?

oder

3.) Heizkörper wurden vor Pufferspeicher abgegriffen (nicht aus Pufferspeicher – hydraulische Trennung)?

oder alle drei Punkte zusammen?

Das Problem ist, ich kann (wie Du sagst) solange nichts daran ändern, bis das mit dem Installationsbetrieb geklärt ist. Da es mit dem keine Gesprächsbasis gibt, geht es nur mit klagen und dementsprechend viel Zeit. Nur, um den Anwalt einmal die Problematik schildern zu können, sollte ich rausfinden, woran es scheitert.

Vielen Dank und schöne Grüße!

Heinz

Firebird1987 antwortete vor 3 Monaten

Ich bin kein Hydraulikexperte, bei mir ist auch mit 28er Rohr verrohrt.

Iich würde die Schwerkraftbremse mit dem beiliegenden Sicherungsring fixieren und alles sollte laufen. An was es letztendlich liegt kann ich dir nicht sagen. Je nach hydraulischem Widerstand kann es schon sein das der Rücklauf der Heizkörper das Wasser aus dem Rücklauf vom Kessel zum Puffer "mitnimmt". Daher vermutlich der Hinweis von Thermoventiler das diese Konstellation Probleme bereiten kann. Die langen Anbindungsrohre und Bögen wirken da vielleivht noch mit.

Den Sicherungsring einzusetzen wäre keine große Sache und jederzeit rückbaubar und zu 99% würde danach alles laufen.

Firebird1987 antwortete vor 3 Monaten

Ich habe eben mal geschaut beim Laddomat ist 28er Rohr durchaus zulässig bis zu einer Kesselleistung von 45kw.

Wenn du mir deine Mailadresse zukommen lässt würde ich dir was zur besseren Erklärung schicken.

Heinz Willmann antwortete vor 3 Monaten

Hallo Firebird1987!

Das mit dem Sicherungsring klingt gut, nur muß ich zuerst sehen wo ich so etwas herbekomme. Habe zwar für einen Laddomat bezahlt und wenn Du sagst, der Ring liegt bei, habe ich dafür sicher auch bezahlt, nur leider hat der tolle Heizungsbauer/Generalvertreter alles was er nicht verbaut hat einfach mitgenommen (original Brennerbleche, original Modul vom Druckluftkitumbau mitgenommen und anscheinend auch diesen Sicherungsring).

Das mit dem 28er Rohr würde mich interessieren – habe bei Termoventiler nur gelesen 28er Rohr bis maximal 4 Meter plus 6 Bögen.

Meine Mailadresse:

mailaccount ät tmo punkt at

Danke für Deine Hilfe!

Schöne Grüße

Heinz

Firebird1987 antwortete vor 3 Monaten

Ob der überhaupt weis das der Sicherungsring unten in der Isolierung klemmt wage ich zu bezweifeln.

Ja gut natürlich unter berücksichtigung der Rohrlänge.