Fragen und AntwortenKategorie: KohlevergaserBeratung Atmos KC25 Hydraulikplan
Olaf62 antwortete vor 5 Jahren

Hallo

Hier erst mal meine aktuelle Situation:
Vorhanden ist ein altes Bauernhaus Baujahr um 1800
Kaum gedämmt (neue Fenster vorhanden)
Sanierung 2014-….
Heizung mit Heizkörpern ca. 1985 eingebaut
Kessel Aktuell 21KW kein Puffer
300l Trinkwasserspeicher

Ziel:
Kessel Atmos KC25S
1000l-2000l Puffer (ich weiß zu wenig)
600l Puffer in Nachbarhhaus (als "Überlauf") Rohrleitungen vorhanden
Wärmepumpe zur Grundwärmeerzeugung nach Abschluß Sanierung
2 Heizkreise (FußbodenHeizung/ WandheizunG und Heizkörper)
evtl. Solarthermie

In der Übergangszeit während der Sanierung soll der Atmos die benötigte Wärme für das ganze Haus liefern.
Danch soll ist er nur zum Zuheizen gedacht.
Ich möcht auch Kohle verheizen können da ich Holz zukaufen mus und mein Ökobewustsein nicht für die zusätzliche Arbeit mit Holz ausreicht.

Aktueller Verbraúch des Hauses: 6t Kohle + Geschätzt 5 – 10 Festmeter Holz (und früh ist es trotzdem kalt)

Aktuell ist die Anlage folgendermaßen geplant (Verbesserungen erwüncht):
Atmos mit Ladomat
Pufferspeicher und vorhandener Trinkwasserspeicher
von dort wird auf Heizkreise verteilt.

Steuerung:
Das große Fragezeichen.
Ich möchte eine die alles Steuern kann.
und Ethernetanschlu(LAN) hat.
Was haltet ihr von der:
[Steuerung](http://www.sorel.de/de/produkte/heiztechnik/xhcc/ )

ich habe auch kein Problem einen PC als Steuerung hinzustellen falls jemand eine gute Steuerung dafür weiß.

Bitte um Tipps und Hilfe.

Ps. zu den Kosten wer billig kauft, kauft zweimal daher sind die erstmal Nebensache.



8 Antworten
jostom antwortete vor 5 Jahren

Die Sorel-Steuerung hatte ich mir auch mal überlegt, aber dann die Finger davon gelassen, weil sie in einigen Punkten nicht flexibel genug einstellbar ist. Für alle Sorel-Steuerungen gibt es Simulationen, die muss man freischalten. Man bekommt aber den Schlüssel kostenlos über den Kundenservice.
Die Speicherladung war es vor allem, die für mich das Aus für die XHCC gebracht hat.
Ich bin jetzt bei der HC von Resol gelandet, die lässt sich auch noch erweitern, bietet ab Werk Datenlogging auf SD-Karte und über ein Modul kann man sie problemlos ein eine LAN einbinden.

Thomas

Bart9995P antwortete vor 5 Jahren

Also bei dem Verbrauch würde ich zum KC 35 tendieren!
Denn ein großer Kessel bringt Komfort und der Atmos KC 25 hat nur als Spitzenleistung 25KW…

Dauerleistung eher 16-18 je nach Brennstoff und Glut-Stocklei.

Laddomat NEIN, besser eine Mischer – RLA.

Pufferspeicher lieber 2.000-3.000 Liter, das bringt den Komfort an erster Stelle!
Trinkwasserspeicher, würde ich überdenken. FriWa ist da eher interressant! Solarthermie bei vorhandener Wärmepumpe eher nein. Dann lieber Photovoltaik für den Sommer!

Mein KC geht dieses Jahr in die 3. Heizsaison und das sind meine Erfahrungen die ich damit gemacht hab.
Insgesamt würder ich den Kessel wieder kaufen, aber beim Einbau kleine Veränderungen machen.

1. Auf einen Sockel stellen da man hinter den KEssel kriechen muss um den WT von Asche zu befreien und es insgesamt angenehmer ist wenn der Kessel 30 cm höher steht.

2. Laddomat NEIN, dafür Mischer-RLA.

3. Mehr Pufferspeicher. 1600L beim KC 25 ist etwas wenig.

Einstein4711 antwortete vor 5 Jahren

Danke für die Antworten

Zum Thema Trinkwasser irgendwie mus ich es Ja war kriegen und da erscheint es mir das leichteste den Alten Speicher (ca. 7 Jahre) weiter zu nutzen Alternativ wären dann noch ein Pufferspeicher mit intergrieten Speicher.
Der Trinkwasserspeicher wird im Sommer von einer schon vorhandenen Solaranlage auf dem Nachbarhaus beheizt. Wenn dort der 600l Puffer voll ist.

Mein Plan war 1/2 Trinkwasserspeicher hochheizen.
Gleichzeitig Puffer heizen.
wenn Trinkwasser warm nur Puffer wenn Puffer voll.
Rest Trinkwasserspeicher.
Dann Puffer im Nachbarhaus.

Zum Thema Steuerung ja die von Sorel kam mir auf den 2. Blick auch etwas unflexibel vor.
Die von Resol macht mir da schon einen besseren Eindruck wenn auch wahrscheilich etwas schwieriger zu programieren. (und wird es wahrscheilch auch werden)

Mischer RLA? Ja da hat man mehr Auswahl bei der Rücklauftemperatur braucht aber wieder eine Steuerung. aber das sollte die Resol ja können.

zum Thema Solar da schon beides auf den Nachbarhaus vorhanden ist (Solarthemie und Photovoltaik) kenn ich die Vor- und Nachteile wenn man Wärme oder Strom kraucht ist keiner da. Die wird auch von mir mitgenutzt.
Deshalb mein Plan wärend der Baumaßnahmen 2 Rohre für Solar auf den Boden Legen wenn sie nicht gebraucht werden hab ich halt ein Paar € zuviel verbaut. Aber wenn ich sie mal nutzen will bin ich flexiebel.

Zum Theme Pufferspeicher alles nur ne Frage wieviel Platz ich Freiräumen will. Mehr wie 1000l passen nicht neben die Heizung oder durch die Türen Wenn ich 2 Speicher nehme werden ca. 8m Rohrleitung zwischen Kessel und Puffer sein. Zudem wollte ich den Anschluß für weitere Puffer vorsehen.

35 KW halte ich mit Wärmepumpe Später für zu groß. (obwohl 1x Heizen Puffer voll und Wärmpumpe braucht nix mehr machen hatt auch seinen Reiz) naja da muß ich noch mal überlegen.

Bart9995P antwortete vor 5 Jahren

Also wenn du schon Solarthermie und Photovoltaik hast kannst du den jetzigen Speicher weiter verwenden. Da hier dann keine großartige Effizienz vorhanden sein muss da du sicherlich Wärme und Strom in ausreichender Menge im Sommer hast.

Ich dachte auch 25KW reichen locker! Bei unter 15 Kw Heizlast… aber es war nicht gerade ein Komfort am Pufferspeicher und Kessel leicht zu sparen.

Du wirst froh sein keinen Laddomat zu nehmen! Die Steuerung ist recht simpel.
Das kann man sogar mit einem einfachen Temperaturregler machen den man in der EBA..Bucht für weniger als 20€ kriegt.

Einstein4711 antwortete vor 5 Jahren

noch mal zum Thema Nachbarhaus:
das ist das Wohnhaus meiner Eltern
10m² Solarthermie
7KW Photovoltaik
Ölheizung (Wärmepumpe geplant)
600l Puffer mit Trinkwasserwärmetauscher
Es existiert Eine Leitung von vom Solaranlage zu uns ins Haus zum Trinkwasser erwärmen.
In Sommer reicht das Warmwasser für beide Häuser.

Aus dem Grund den Speicher weiter nutzen.
Im Sommer kommt das warme Wasser zu uns durch die vorhandene Leitung zu uns.
Falls hier zu viel gefeuert wird geht das Wasser rüber und die Heizung kocht nicht.

Platz ist für max 2 1000l Pufferspeicher.
Das ist auch das maximum was durch die Tür geht und von der Höhe passt.

Steuerung wird es wohl die werden.
dazu nur die LAN box und vieleicht eine Erweiterung

zum Thema Rücklaufanhebung:
1. Variante
Pumpe läuft auf minimum Drehzahl
Mischer öffnet bei 85 bis 90° Vorlauf
sobald Rücklauf unter eine bestimmte Temperatur sinkt dreht Pumpe hoch
das Ganze wird so geregelt das der Vorlauf Ständig 85-90° hat.
2. Variante
Pumpe läuft auf max.
Mischer regelt so das der Vorlauf zwischen 85 und 90° bleibt
(das sollte leichter zu Steuern sein)
Vorteil dieser Varianten man hat immer optimale Temperaturen um den Puffer aufzuladen.

hatt noch einer einen Tipp wie ich die Puffer und Heizung Anschliessen soll. Ich werde mal meine Gedanken zum Hydraulikpan aufzumalen. Hatt jemand ein Programm mit dem das schnell geht.

Edit: wie kann ich hier Bilder anhängen
Edit2: hier der erste Entwurf

Olaf62 antwortete vor 5 Jahren

Hallo Einstein,

zum Thema Regelung der Kesseltemperatur:
Die Kesseltemperatur lässt sich am besten über die Drehzahl der Kesselpumpe regeln. So mache ich das bei der von mir entwickelten Logic-Therm Regelung für Holzvergaserkessel auch. Die Regelung der Kesselvorlauftemperatur über die Rücklauftemperatur ist ungünstig, weil die Vorlauftemperatur erst mit sehr großer Verzögerung auf die Rücklauftemperatur reagiert. Die Totzeit der Regelstrecke ist somit sehr lang und das Ergebnis nicht zufriedenstellend. Meine ersten Versuche habe ich auch über die RL-Temperatur gemacht und bin dann umgestiegen. Anfänglich habe ich die Pumpe per Phasenanschnitt angesteuert (es gibt bei Conrad einen DC gesteuerten Dimmer als Bausatz mit 0-10V Signal).
Inzwischen verwende ich Kesselpumpen mit PWM-Ansteuerung von Wita. Die haben einen Drehzahlbereich von 20-100%. Das bietet kein anderer Hersteller und sind nicht teurer als normale Hocheffizienzpumpen. Phasenanschnitt funktioniert nur mit den klassischen Pumpen mit Kondensatormotor. Die laufen aber aufgrund zu hohem Stromverbrauchs aus.

Zum Thema Regelung von Holzvergaserkesseln gibt es unter http://www.logic-therm.de viele Informationen. Auch Hydraulikschemen sind dort zu finden.

Zur Kesselauswahl:
Seit 2010 gibt es die aktuelle Bimsch. Allerdings hat kaum ein Schornsteinfeger bislang das Messgerät, um die Rauchgasmessung mit Staubmessung durchzuführen. Die Messgeräte kommen jetzt aber auf den Markt und die Schornsteinfeger werden losziehen. Kessel mit kleinstückigem Brennstoff wie z.B. Kohle oder Holzbriketts sind ohne Lambdasonde nicht zu betreiben. Die Lufteinstellung von Primär- und Sekundärluft ist sehr diffizil und muss ständig nachgeregelt werden. Bei meinem Kessel musste ich für den Betrieb mit Holzbriketts sogar die Minimalbegrenzung der Primärluft entfernen (Kessel auseinander flexen). Ansonsten war der CO-Gehalt jenseits von gut und böse. Vergaserkessel für Scheitholz bekommt man noch am ehesten ohne Lambdasonde durch die Prüfung. Da man aber einen Kohle- oder Holzbrikettkessel bei der Prüfung auch mit dem vorgesehenen Brennstoff betreiben muss, wäre ich mit der Anschaffung eines solchen Kessels sehr vorsichtig. Deshalb rate ich dazu, eine Scheitholzkessel zu nehmen.

Inzwischen ist für die Logig-Therm Regelung auch ein Modul zur Lambdaregelung verfügbar.

Soweit ersteinmal

Grüße

Olaf

Einstein4711 antwortete vor 5 Jahren

Hallo

Bei der Logic-Therm Regelung fehlt mir der Netzwerkanschluß.
Ich möchte von meine Heizung vom Rechner aus einstellen (das stell ich mir als einfacher vor)
wir wohl die Resol Regelung werden.

Zur Kesselauswahl: ich will mich nicht auf einen Brennstoff festlegen. Wenn ich will kann ich da auch einen Pelletbrenner einbauen. Mein Schornsteinfeger hat nichst gegen denn Kessel daher werde ich den wohl nehmen ich weiß nur nicht ob 25 oder 35 kW.

Olaf62 antwortete vor 5 Jahren

Hallo Einstein,

es gibt auch Holzvergaserkessel von Atmos zur Pelletbrenner-Nachrüstung. Das ist der DC 30 SE. Alternativ gibt es die Kombikessel. Da wir dann anstelle des Ölbrenners ein Pelletbrenner montiert. Auch im Holzvergaser kann man Kohle verbrennen, Holzbriketts ebenso. Aufgrund der eigenen Erfahrungen rate ich von einem Brikettkessel ab. Die CO-Werte sind nicht einzuhalten. Ich habe viele Stunden mit meinem Rauchgasmessgerät vor dem Kessel verbracht. Mit Lambdaregelung der Primärluft (Minimalbegrenzug entfernt und bis auf 2mm geschlossen) hat der Kessel jetzt sehr gute Werte. Hat der Schornsteinfeger Erfahrung mit Kohlekesseln?
Beim Pumpendiscounter gibt es Pumpen von IMP, die auch mit 0-10V angesteuert werden können. Diese sind allerdings teuer und können nur bis 50% reduzieren.
Einen Netzwerkanschluss kann ich derzeit nicht bieten. Ein PC-Software zur Parametrierung über USB ist aber möglich.

Grüße

Olaf