Fragen und AntwortenKategorie: PelletkesselD25P zündet Pellets sehr spät an
hs007 antwortete vor 4 Wochen

Wir haben eine D25P mit Puffer und separater Silo. Nach 2 Jahre Funktion wurde der Schlauch von der Schnecke zur Brenner brüchig und musste erneuert sein (warum ? zu viel Wärme im Schlauch). Nach dieser Eingriff hörte mann beim Ventilator wie ein Schlag (schlechte Wiedeeinbau von der „Fach“-Firma und die Anzeige vom Brenner war schlecht zu sehen. Wir haben den Ventilator ausgetauscht und die Elektronik (Display ) am Brenner auch! Jetzt zündet der Brenner sehr schwer die Pellets an, diese falle nicht mehr am Platz und häufen sich am Rande der Brennstelle. Der „Fachmann“ (Firma die vor 5 Jahre den Kessel montierte) hat keine Ideen mehr. Kann jemand uns helfen, meine Eltern haben seit Wochen keine Heizung mehr ! Danke.

P.S. Der Heizkessel befindet sich im Ausland, ich habe Fotos von der Zufall gemacht.

Dan Radu Radacina

40229 Düsseldorf



3 Antworten
hs007 antwortete vor 1 Monat

Hallo und Guten Morgen,

da ist anscheinend, bei dem trivialen Wechsel des Pelletschlauchs, viel noch kaputt gemacht worden.

(falsches/gewaltsames Aufsetzen der Schutzhaube auf den Brenner)

Der neue Pelletschlauch hat sicher jetzt möglicherweise eine andere Länge und Lage (von der Schnecke zum Knie des Brenners) und deshalb fallen die Pellets auch anders in den Brenner. Evtl. ist von der Fa. auch das Knie selbst verdreht worden.

Jetzt bedecken die Pellets aus der Startmenge nicht mehr die Glühspiralen, weil sie ebbend anders in den Brenner fallen und die Startmenge wahrscheinlich eh vorher schon sehr knapp bemessen war.

Deshalb – wenn noch möglich – den Schlauch vielleicht wieder noch etwas anders verlegen, damit die Pellets nicht so viel Schwung eim Reinfallen haben und nur am Schalenrand landen.

Dann die Pelletschnecke mal an normale Steckdose hängen und so lange mit Dauerstrom fördern lassen, bis die Glühspiralen ordentlich bedeckt sind -> die Zeit dafür stoppen, ggf. 2-3 Sekunden Sicherheitsaufschlag dazu, und im Brenner-Menü unter T1 einstellen.

Viele Grüße

Heiko

radu_radacina antwortete vor 4 Wochen

Hallo, Heiko,

vielen Dank für die Ratschläge, war alles so wie du geschrieben hast. Leider verkaufen Firmen in Ausland Anlagen und vergessen jemandem zu schulen, diese Anlagen richtig zu montieren, bzw. zu warten.

Noch zwei Fragen, bitte:

1) wie sollen wir den Ventilator stellen (Programmierung der Öffnung): auf 1/3, 2/3 usw…?

2) wir haben einen Schornstein gebaut, ca 7 m hoch. Ich vermute dass sein Durchmesser auch nicht richtig ist, welcher Durchmesser wird für diesr Kessel passen?

Ich habe Fotos von der Anlage wie diese steht, könnte ich dir schicken.

Danke nochmals!

Daniel aus Düsseldorf

hs007 antwortete vor 4 Wochen

Hallo Daniel,

1) Ventilator-Öffnung mal anhand Beispiel:

  • im Handbuch zum Kessel steht z. B. für meinen P21 eine Tabelle mit 3 möglichen Konstellationen: 10-12 KW Leistung 18 mm Öffnung vom Schieber, 15-16 KW 37 mm und 19-20 KW 43 mm

    (Vorsicht, gilt für P21 und jetzt nur aus der Erinnerung)

    -> die Milimeter werden zwischen der größten Rundung vom Schieber und gegenüberliegender größter Rundung vom Ventilatorgehäuse gemessen und entsprechend eingestellt; bei mir halt mit den gewählten/bewährten 15-16 KW die 37 mm

  • dazu kommen dann noch die T4- und T6-Werte/Parameter für die gewünschte Leistung -> vorab die Fördermenge der Schnecke über Dauerstrom ermitteln, die nötigen T4/T6 z. B. über das Online-Tool auf der Atmos-Zentrallager-Seite (unter "Zubehör") ermitteln und im Brennermenü eingeben

    PS: Da jede Schnecke anders fördert, muss man das immer tun und bei mir halt aktuell T4 3,5 Sekunden und T6 16,5 Sekunden -> sind ganz andere Werte als in der Tabelle vom Handbuch, weil meine Schneck halt auch mehr pro Sekunde fördert

Damit hat man dann aber halt schon mal eine Basis und über Messegerät vom Heizungsbauer oder Lambdacheck (benutze ich) oder Flammenlänge im Betrieb (lt. Handbuch, ist aber doch nicht wirklich genau) geht es dann an die Feinjustierung.

2) Schornstein:

  • na ja, die Länge sagt in dem Fall noch nicht alles 😉 … 7 m können funktionieren … müssen es aber nicht (hatte mal einen Bekannten hier mit 6 m Schornstein, 16 cm Durchmesser und trotzdem ging ohne Rauchabsauger gar nix)
  • eigentlich muss der Schornsteinfeger ja vor dem Einbau vom Kessel und Schornstein eine Berechnung machen, ob der geforderte Mindestzug vom Kessel (mein P21 z. B. 18 Pa) erreicht wird und sichergestellt ist -> ist das nicht erfolgt?

    -> vor Ort spielen ja auch die baulichen Bedingungen eine Rolle, also wo steht Kessel und Schornstein, Temperaturen im Keller, Zuluftöffnung nach außen, Raumvolumen etc.

  • generell darf/soll sich auf dem Weg der Abgase auch der Durchmesser nicht verjüngen, also vom Anschluss des Rauchrohrs am Kessel und zum Schornstein; bei mir z. B. P21 15 cm Durchmesser am Rauchrohrflansch des Kessel -> Schornsteindurchmesser 16 cm und Länge 13 m gegeben und damit feinster Zug

OK und verständlich, auch ohne Deine Bilder?

Viele Grüße und schönes Wochenende

Heiko

radu_radacina Schrieb vor 4 Wochen

Hallo, Heiko,
irgendwie funktioniert es mit den Fotos nicht. Kann ich dir diese (ca. 10 Stk, ganze Anlage mit Zubehör…) anders übermitteln ?

Grüße,
Daniel

hs007 Schrieb vor 3 Wochen

Hallo Daniel,

habe Dir hier im Forum eine PN geschickt.

Viele Grüße

Heiko