Fragen und AntwortenDimensionierung HV-System
HKruse antwortete vor 12 Jahren

Hallo erstmal,
bin neu hier im Forum und plane die Anschaffung/Umstellung auf einen HV.

Momentane Situation:

Objektdaten:
3-stöckiges Haus mit ca 250qm Wohnfläche (ca 100m³ umbauter Raum)
Baujahr 1997, keine Außendämmung.

Vorhandene Wärmeerzeugung:
Momentan ist ein Ölbrenner (Baujahr 1995) installiert und auf 20kw Leistung eingestellt.
Weiterhin ist auf 2 Stockwerken (je 100m²) jeweils ein Kaminofen(jeweils zentrale Lage bei offenem Wohnraum + Deckenventilator um Wärme zu verteilen) in den Wohnzimmern verbaut (jeweils ca. 9kw Heizleistung).

Die beiden Wohneinheiten(je 100m²) werden momentan ausschließlich über die verbauten Kaminöfen geheizt

Erfahrungsberichte/Heizverhalten:
Selbst bei dem langen, kalten Winter 2012/2013 konnte durchs befeuern + 3-4 mal nachlegen Temperaturen von 25C°C und höher schnell erreicht und gehalten werden, wobei die Heizkörper lediglich auf Frostschutz standen und somit aus waren.
Gefühlsmäßig ist die Dämmung sehr gut. (Im Winter warm/ Sommer schön kühl )
Die Ölheizung wird momentan eigentlich nur fürs Aufbereiten des WW genutzt sowie für den Frostschutz + gelegentliches aufheizen im Partyraum im Kellerbereich (ca 50m²)

Brennstoffverbrauch/Jahr (langer Winter 2012/2013:
Öl: ca. 1000 Liter
Holz: ca. 15 Ster

Zahlreiche Heizungsbauer schlagen viele verschiedene HV-Dimensionen vor, wobei es mir scheint, dass sie im Bereich HV nicht wirklich so viel Ahnung haben sondern mir eher einen neuen Ölbrenner verkaufen wollen, da kein Gasanschluss vorhanden ist.

Evtl. Könnt ihr mir ja helfen einen HV zu dimensionieren.

Baulich bedingt kann ich „leider nur“ entweder 3x 1000l oder 4x 1000l Pufferspeicher verwenden, wobei ich mir da nicht sicher bin bzw. keine Erfahrungen habe inwiefern sich die Wärmeverluste auswirken.
Momentan schwanke ich zwischen GSE 30, GSE 40 oder GSX 50
wobei mir nicht ganz klar ist, warum der GSX 50, welcher scheinbar nur Vorteile gegenüber den Anderen hat, viel günstiger ist.

Ein relativ hoher Heizkompfort in Verbindung mit tragbaren Verlusten an den Pufferspeichern wäre wünschenswert.



2 Antworten
Bart9995P antwortete vor 12 Jahren

Also Komfort braucht eins Puffervolumen und einen Kessel der einen großen Füllraum hat.

Daher GSX 50 ( ich meine der kriegt keine Bafa Förderung, daher billiger ) und 4.000 Liter Puffer. Damit hast du Komfort.

Ach und die Ölheizung würde ich als Backup lassen. Ich selber hatte schon einmal den Fall, das keiner heizen konnte da Krank oder auf Arbeit und die Ölheizung hat automatisch dann alles erwärmt.

HKruse antwortete vor 12 Jahren

Hallo Janis,

wir haben 2009 unsere 2100L Puffer um 2000 L erweitert und den 40gse eingebaut,
ich würde heute den GSX nehmen(wg Füllraumgröße u Preis).

Unseren 40er habe ich auf ca 8std Laufzeit „gedrosselt“,
der GSX könnte über 10std (ca 6kg Holz/h) laufen.
Wenn du 4000 L stellen kannst, bau sie ein,
ich würde nicht auf diese 1000L“Brennerpause“ verzichten.

Für unsere ca 240m2 habe ich letzten Winter 3,5kg Holz/std maximal gebraucht(fast zwei gse40-Füllungen),
der Kessel kann dann mit einem Start über 30 std laufen.
Diese „Nachlegeterminplanung“ ist mit dem GSX-Füllraum einfacher.

Beim GSX sind die Füllraumseiten ohne Keramik, die Düse ist bei den 40er und 50ern gleich,
der Brennraum ist vom 25gse bis 60gsx identisch,
50gse und 50gsx haben die Sekundärluft von vorn, das ist einfacher einzustellen und gegebenenfalls „aufzurüsten“(LC).

Gruß Heinrich

Kessel 1: ( 2009.40gse ) > eta (30)20 2024
Kessel 2: (1987.öl) > thermia soleWP 2023
Regelung: (2009< LambdaCheck--BRT > Lüfterdimmer) >ist gut + brauchbar<
Puffervolumen: 3100 L