Fragen und AntwortenKategorie: HolzvergaserNach hauskauf Besitzer eines dc50gse, hilfe
Feueresel antwortete vor 2 Monaten

Hallo zusammen,Seit 3 Wochen und durch unseren hauskauf sind wir nun Besitzer eines dc50gse der autark zu unserer Ölheizung betrieben wird. Da die alte Ölheizung für unsere 3 Häuser doch recht viel Öl verbrennt, heizen wir bereits überwiegend mit dem vergaser. Da sind 3 Pufferspeicher mit jeweils 1500l dran. Alles an überschüssiger Wärme wird in denen gespeichert. Das klappt such so wie er eingestellt ist recht gut, jedoch hab Ich im Prinzip keine Ahnung davon. Wir haben zwar jahrelang unser altes Haus mit einem Kamin geheizt. Dennoch verstehe ich den vergaser nicht wirklich.Wir verbrennen ausschließlich 50 bis 53 cm scheite trockene buche oder eiche. Unter 12 Prozent feuchte.Die Abgas Temperatur steht aber in der Regel auf 250 Grad. Sprich nach meinem Wissen geht nun viel Wärme verloren und das Holz verbrennt zügig, 3 komplette Befüllungen je Tag.Wie kann ich nun regeln wie viel Luft der Ofen zieht? Ich habe ja das thermostat 1 und 2 und jeweils regler die von min. Bis max gehen. Leider ist das Teil dort so verrußt das ich nicht sehen kann in welche Richtung was steht. Kann mir da schon mal wer helfen und vielleicht einen Mini crash Kurs geben?Danke schon mal



4 Antworten
burns635csi antwortete vor 3 Monaten

Hallo Christian, bist du zufällig im Norden Deutschlands ansässig……dann könnte ich eventuell mal vorbei schauen. Ansonsten müsstest du dich mal durchs Forum lesen und dann gezielt Fragen stellen.

Gruß Klaus

Kessel 1: Atmos dc30gse CO Messung
Kessel 2: Agt 100Grad Lambdacheck Prim/Sekluft gesteuert über Gust Luftwaage anti Hohlbrandplatte
Regelung: BRT GEREGELT
Puffervolumen: 2000L+500L
Feueresel Schrieb vor 2 Monaten

Meine Einstellung DC-50-GSE mit geänderter Brennerdüse u. Sekundärbrennkammer ganz einfach:
Kesseltemperatur 20°C:
1. Primär – Luftschieber, immer ganz aufgezogen.
2. Sekundär – Luft, in der Regel ganz zugedreht, der Zwangsdurchlass ist immer auf.
Kessel Bedienung:
Auf den Brennraumboden eine Lage schmale Holzscheite, darauf eine volle Kehrschaufel Holzschnitzel,
Lüfterdrehzahl in der Regel durchweg auf 100%.
Jetzt mit einer zusammen gedrehten Zeitungslunte von oben her die Schnitzel über dem Durchlass zur Düse anzünden. Die Flammen ziehen nach unten durch die Holzschnitzel und der 1. Scheit-holz Lage zur Brennerdüse.
Schon nach 30 bis 60 Sek. brummt die Sekundärflamme an der Brennerdüse.
Jetzt wird die nächste Scheit-holz Lage aufgelegt und es kann nochmals eine Schaufel Holzschnitzel für die Holzscheit Zwischenräume verteilt werden. Somit kommt jetzt nicht der geringste Rauch nach oben durch und man hat mindestens 10 Minuten Zeit den Kessel ganz voll aufzulegen und dass alles ohne Rauchentwicklung.
Wohlgemerkt, die Anheizklappe bleibt dabei geschlossen.
3. Gleich nach dem Kesselvolllegen wird die Kesselfeuerraumtür geschlossen, die Abgastemperatur beträgt jetzt 100°C und der untere sekundär Feuerraum fängt an zu glühen.
4. 30 Minuten nach dem anfeuern, zeigt die Kesseltemperatur 60"C, Abgastemperatur 160°C an, jetzt schließt die primär Belimo – Luftklappe, auf dass einmal optimal eingestellt Klappenspaltmaß.
5. 40 Minuten nach dem Anfeuern öffnet der Kesselkreisthermostat bei 72°C und 172°C Abgastemperatur.
6. Die Kesseltemperatur steigt weiter bis auf 88°C dabei geht die zweite primär Luftdrosselklappe auf den einmal eingestellten Anschlag von 5mm Klappenspaltmaß.
7. Da bei alledem die Einstellung der sekundär Luft unverändert bleibt, wird der Durchzug der Sekundärluft, wegen der automatischen temperaturabhängigen Drosselung der primär Luft, trotzdem automatisch sicher geregelt.
8. Zusätzlich wird der Kesselgesamtdurchsatz, zusätzlich durch das temperaturabhängige Heißgasvolumens, des im Ausgangs gedrosselten sekundär Brennraums, geregelt.
Somit erreicht mein sinnvoll gedrosselter Esel – Kessel, eine Nennleistung je nach Holzsorte, von 22 / 30 KW bei 170 / 200°C Abgastemperatur, ohne sonstige Turbulatoren 🙂 , dass ist alles…
Übrigens die Tauchhülse des Abgasthermometers, bleib durchweg frei von Anhaftungen.
Sollte wider Erwartungen, wegen zu großer Holzscheite und zu wenig Holzhackschnizel, im unteren Bereich über der Düse, die sekundär Verbrennungstemperatur, etwa 15 Minuten nach dem Kesselstart, etwas einbrechen – hilft das kurzzeitige ziehen der Anheizklappe (hinten mit starken Rückhohlfedern) sodass über der Düse, die Verbrennung angefacht wird, somit steigt beim schließen der selbigen, die sekundär Brennraumtemperatur optimal wie gewohnt, bei gut hörbarer sekundär Flamme 🙂

LG. Bernhard
Ach so, wegen der Steuerung der zweiten Kesselleistungswassertemperaturabhängigen primär Kettenluftzugklappe – Kesselkreispumpe bei meiner Hydraulik immer auf Leistungsstufe 1 😉 🙂

Feueresel antwortete vor 2 Monaten

hi, 😉 🙂

Kessel 1: DC-50-GSE Bj. 2006 jetzt 11.12.2018 bis auf Lüfter-Kondensator noch keine original Teile erneuert !
Kessel 2: moderner Oelkessel in Reserve nicht angeschlossen, bei 275m² u. 100m² Keller Hobby - nur mit DC-50-GSE u. 10m² Solarfläche inkl. Brauchwasser versorgt.
Regelung: Nur über Kesselkreisvorlauftemperatur u. Belimo- Abgastemp. primär Luft - Kettenzugklappe min. 5mm >80°C bis 90°C|Lüfter 60%, >90°C Lüfter aus| sekundär 3/4 Umd. auf - REGELT]/[INDIREKT- auf primär!! Abgas max 190°C
Puffervolumen: 2x1000 Puffer parallel direkt oben/unten Puffer zu Puffer I mit Solarschlange (für 5x2m² Platten) unten - sehr gute Temp. Schichtung | 1x800WW
burns635csi antwortete vor 2 Monaten

Hallo Feueresel, seit wann fährst du deine AGT wieder bei 190 Grad?

Früher bist du Mal bei gut 100 Grad gewesen……dann hast du auf 140 Grad erhöht (weil dein Schornstein sonst feucht wird)……….und jetzt wieder 190 Grad?

weshalb dieses jetzt?

Liebe Grüße Klaus

Kessel 1: Atmos dc30gse CO Messung
Kessel 2: Agt 100Grad Lambdacheck Prim/Sekluft gesteuert über Gust Luftwaage anti Hohlbrandplatte
Regelung: BRT GEREGELT
Puffervolumen: 2000L+500L
Feueresel Schrieb vor 2 Monaten

Hallo burns635csi, schon einige Jahre. Um den Kessel sauber mit einer Abgastemperatur von 100C° zu fahren sind entsprechende Turbulatoren im Wärmetauscher erforderlich und diese sind später in der Restglut Phase für den Naturzug, nur hinderlich. Außerdem nimmt mein Kamin durch 2 Wohngeschosse zusätzlich Keller u. Dachboden die Abgastemperatur gut auf und wirkt so als Abwärme-speicher 🙂
Mein Ziel war und ist das Ganze so einfach und effizient wie möglich zu gestalten.
Für die geänderten Brennräume werden oben nur noch 1 u. 1/2 Platte zum abdecken der Düse gebraucht.
Im relativ kleinen Fenster zur Brennerdüse liegt noch längs ein Plattenstreifen zum teilen u. zur besseren Wirbelbildung quer nach hinten durch die alte ausgelutschte Brennerdüse. 😉 🙂
Für den unteren Brennraum nur 5 halbe Platten u. ein ganzer Ziegel. 2 der halben Platten stehen jetzt in liegender V Form, stand-sicher auf dem Ziegel, als oberen sekundär Brennraumabschluss 😉 🙂
Die Asche ist gelegentlich sehr einfach oben mit einer Schaufel und unten dem originalen Schieber zu entfernen.
Der Hauptaschenanteil bleibt eh erst mal auf dem oberen fast geschlossenen Brennraumboden komprimiert u. verbacken liegen. Der Boden hinten unter dem Wärmetauscher wird nur noch alle 2 Monate von oben mit dem Saugrohr des Industriestaubsaugers grob abgesaugt. Die hintere Wärmetauscherrohre selbst, alle 8 bis 14 Tage mit der Bürste durchgezogen. Ach so und habe heute morgen noch mal die Zeit Kessel 20°C anfeuern über der Düse nach 10 Minuten und dabei eine Abgastemperatur von 100°C gemessen, deshalb werde ich diesen Wert von 80°C in meinem Vorbericht auf 100°C korrigieren.
Meine immer noch 1. u. 13 Jahre alte Brennerdüse, entspricht im Verschleiß schon lange nicht mehr dem Original, aber das konnte ich mit einfachen Mitteln mehr als kompensieren… 🙂 Der 2. Reserveölkessel ist schon lange eingemottet, da ich mich auf meinen Atmos verlassen kann. Im Notfall geht der über die Anheizklappe auch ohne Strom und meine Hydraulik auch mit Schwerkraft zu den Heizkörpern.
Die Verbrennung ist dann halt wie früher, bei einem Durchbranntkessel, nicht so sauber, je nach Heizer…

Liebe Grüße Bernhard

Feueresel antwortete vor 2 Monaten

hi, 😉 🙂 gesetzt um meinen Kommentar besser sichtbar zu machen, wegen der Verbesserungswürdigen Forumsbedinung…. die ein gewisses eigenleben entwickelt :(**** der Entwickler sollte mal selbst versuchen in diesem Feld zu schreiben und Abschnittsweise umzustellen… zu Fehlerkorrektur…:( 🙁 🙁

Kessel 1: DC-50-GSE Bj. 2006 jetzt 11.12.2018 bis auf Lüfter-Kondensator noch keine original Teile erneuert !
Kessel 2: moderner Oelkessel in Reserve nicht angeschlossen, bei 275m² u. 100m² Keller Hobby - nur mit DC-50-GSE u. 10m² Solarfläche inkl. Brauchwasser versorgt.
Regelung: Nur über Kesselkreisvorlauftemperatur u. Belimo- Abgastemp. primär Luft - Kettenzugklappe min. 5mm >80°C bis 90°C|Lüfter 60%, >90°C Lüfter aus| sekundär 3/4 Umd. auf - REGELT]/[INDIREKT- auf primär!! Abgas max 190°C
Puffervolumen: 2x1000 Puffer parallel direkt oben/unten Puffer zu Puffer I mit Solarschlange (für 5x2m² Platten) unten - sehr gute Temp. Schichtung | 1x800WW
Feueresel Schrieb vor 2 Monaten

Ach so und jetzt hätte ich noch einen plus Punkt.
Mein Kessel kann auch optimierte Lüftertaktung, erreicht der Kessel an seinem Thermometer 88°C, schaltet der Lüfter von 100% Leistung ab und die Gasflamme an der Brennerdüse brennt durchweg lustig weiter, fällt die Anzeige auf 84°C springt der Lüfter wieder mit 100% Leistung an (Abgastemperatur dann 130°C), dass passiert in der Regel erst wenn die Glut im Brennraum oben auf dem Brennstoffvorrat angekommen ist und gegen das Brennraumdach strahlt und so die obere Kesseltemperatur noch etwas anhebt.
Also man kann mit dem Kesseltemperaturthermostat Schalter ruhig etwas spielen und so die Lüftertaktzeiten
unschädlich verändern. Das funktioniert auch deshalb gut, derweil die Kesselkreispumpenleistung immer auf Stufe 1 eingestellt ist.

LG. Bernhard