Fragen und AntwortenNZ Versuch und Probleme
Feueresel antwortete vor 10 Jahren

Habe heute meinen 2 Versuch gestartet.

Anfangs sehr gut gelaufen doch nach ca 1 Stunde BRT schwankend zwischen 435 und 470 bei Abgas 88.

Wenn die BRT nach oben schwankt kommt immer wieder rauch hinten aus der Belimoklappe. Pulsierender rauch mit steigender BRT.

Habe Primär schon ganz raus gezogen und mit der sek. versucht aber keine besserung

Brennraum geteilt und Förderschneken als wirbulatoren.düse verkleinert auf ca 3/5 brennt so mit lüfter sehr gut.

Woran kann es liegen?

versuch lasse ich weiter laufen

Grüße Patrick



3 Antworten
suncamel antwortete vor 10 Jahren

Bei einer verkürzung der Düse brauchst du im NZ nicht mehr viel Prim-Luft.
Primär bis auf ein minimum schließen.Sekluft fast ganz schließen.
Du hast zwar die Düse verkürzt aber die Sec-Luftbohrungen unter der Düsen-Abdeckung sind noch offen,sodas die passende Einstellung der Sec-Luft nicht ganz einfach wird.
Hast du die Düse von Vorne hin verkürzt?
Wenn du die Waagerechte Brennraumteilung drin hast,kann es auch helfen die Düse von hinten her zu verkürzen,dann ziehen die Brenngase unter den Sec-Öffnungen durch und das 02 finden so noch verwendung beim nachzünden.
Bei von vorne verkürzten Düsenschlitzen strömen die Gase vor den Sec-Bohrungen nach hinten-unten=Sec.überschuss,die Flamme kühlt sich ab,gilt so aber nur bei Waagerecht geteilter Sec-Brennkammer.
Versuchsmal mit der Originallänge der Düse.
Einfach nur abdecken und los geht´s,das ist zu einfach gedacht.
Zur Düse muss auch immer der Rest passen.
Lüfterleistung,sprich Duchzug der Gase,und der Sec-Brennkammer-Aufbau müssen zusammen passen.
Hab ich mir zu Anfang auch alles einfacher vorgestellt,von wegen
Abbrandzeiten verlängern,AGT senken,rauchfrei anzünden und nachlegen,usw.
Versuch macht klug.
Bernhard hat sich seine Erkenntnisse über Jahre angeeignet,durch versuchen,testen und umbauen.
Bernhard,was meinst denn du dazu.
Du hast doch mit der geteilten Brennkammer ne Menge Erfahrungen gesammelt?
Gruß
PS. Die Gereideschnecken bremsen den Durchzug schon erheblich.
Bei solchen extremen Bremsen hat der Naturzug es nicht leicht.

burns635csi antwortete vor 10 Jahren

Hallo Patrick, bei NZ brauchst möglichst freien zug.

Frage.
-Wie steht deine Belimoklappe im nz?
-hast du mal ohne Turbos oder es mit den originalen Turbos versucht?
– welches holz verbrennst du?

Liebe grüße Klaus

Kessel 1: Atmos dc30gse CO Messung
Kessel 2: Agt 100Grad Lambdacheck Prim/Sekluft gesteuert über Gust Luftwaage anti Hohlbrandplatte
Regelung: BRT GEREGELT
Puffervolumen: 2000L+500L
Feueresel antwortete vor 10 Jahren
suncamel:

Bernhard,was meinst denn du dazu.
Du hast doch mit der geteilten Brennkammer ne Menge Erfahrungen gesammelt?
Gruß
PS. Die Gereideschnecken bremsen den Durchzug schon erheblich.
Bei solchen extremen Bremsen hat der Naturzug es nicht leicht.

HartlBe:

winnie3pooh:
Hallo Bernhard, was für eine Brennkammertemperatur hast Du?

Hallo Jörg

seit ich die geteilte Brennkammer nutze fahre ich mit einer Brennkammer-Austrittstemperatur von 800…900°C
Wenn ich noch so heizen würde wie letzten Winter dann wär ich auch über 1000°C
Aber darin sehe ich keinen Sinn – das gibt nur MAterialbelastung – reduziert aber den CO-Wert nicht weiter
Drum hab ich die Regelung der Primärluft über der Heissgastemperatur so weit runter geschraubt dass ich mit der Brennkammer-Austrittstemperatur immer über 800° liege
Ferner den Restsauerstoff auf 2% reduziert – das erhöht noch mal die Brennkammertemperatur – somit abermals Regeltemperatur etwas runter schrauben…

damit fällt Deine Abgastemperatur noch mal deutlich und somit steigt der Wirkungsgrad des Ofens – probiers aus…

Ergibt dann in Summe bei mir
Brennkammer-Austrittstemperatur 800…900°C
Heissgas-Temperatur 340°C
Abgastemperatur 80…90°C
Restsauerstoff 2%
CO-Gehalt 10…100ppm
Effizienz 3,9kWh/kg Buchenholz
Leistung 25kW im Gasbrand, 10kW bei Gluterhaltung
Wasserdurchsatz 1700Liter/Stunde
Volauf-Temperatur 75° geregelt mittels variabler Rücklauftemperatur über Esbe 5MG

die Kombination bringts
– geteilte Brennkammer (langer heisser Ausbrandweg)
– niedriger Restsauerstoff
– gedrehte Flacheisen im Heissgaskanal links und rechts (damit bessere Ausnutzung des HEissgas-Wärmetauschers)
– Förderschnecken im Abgaskühler – damit maximale Ausnutzung des Wärmetauschers
– niedriger Gasdurchsatz (nur so viel dass Brennkammertemperatur im idealen Bereich 800…900°C)
– Umschaltung auf Gluterhaltung wenn Sekundärluft mehr als 20Minuten geschlossen – d.h. minimale Gebläsedrehzahl – damit hat Holzkohle schön Zeit zu glühen
– Vor Anzünden Vorwärmung des Kesselwassers auf 70°C
– 3h Nach Ausbrand Restwärmenutzung des KEsselwassers – dadurch Auskühlung auf etwa 35°
– und nicht zu vergessen – Trocknung des Brennholzes mittels Solarüberschuss im Sommer

Bernhard

Ich denke der GSX ist bei Naturzug zickig, besonders bei den langen Brennraumwegen
bei der geteilten Brennkammeranordnung.
Außerdem ist diese wartungsintensiver schon wegen der anfallenden Asche auf dem Zwischendeck.
Ich würde Dir mal meine jetzige Brennkammeranordnung zum testen empfehlen.
Das sind jetzt insgesamt nur 8 Schamotteplatten und ein Ziegel eingebaut.
Gehe erst mal mit der Quer Düsenblende nach hinten über die Brennerdüse.

Bei meinem KEssel hab ich eine Schamotteplatte direkt vorne von unten passend, in die
obere Öffnung zwischen den Halbschalen – Seitenteile, von den unten eingelegten Ziegel her gegen die Düsenöffnung mittels längs stehenden Schamotte – Plattenabschnitt dazwischen geklemmt.

Bei dieser Weiterentwicklung zur Querstromdüse, ist die zugehörige 90° quer zur Düse angeordnete Düsenblende, wieder vorne zum Düsenanfang gebracht.
Durch verschieben der Bodenabdeckplatten über der originalen Düse zur Blende,
kann man die Blendenöffnung einstellen.
Den frei werdenden Bodenplatz hinten und vorne einfach mit Asche bei füllen
Später kann man die sekundär Restasche einfach mit dem originalen Asche Schieber nach vorne auf eine Blechkehrschaufel ziehen.
Auf dem jetzt entstandenen flachen primär Raumboden braucht man die Asche in der Regel nur alle 14 Tage in gesinterter Plattenform mittels Mauerkelle entfernen.
Probieren geht über Studieren.

MfG. Bernhard

Kessel 1: DC-50-GSE Bj. 2006 jetzt 03.01.2025 bis auf Lüfter-Kondensator noch keine original Teile erneuert, sek. Brennraum auf reduzierte Abgasrückführung optimiert (Brennraumspülung - Selbstregelung), ergibt schnellere u. höhere sek. Brennraumtemperatur bei weniger Gesamtverbrauch
Kessel 2: Oelkessel in Reserve nicht angeschlossen, bei 240m² u. 100m² Keller Hobby - nur mit DC-50-GSE u. 10m² Solarfläche inkl. Brauchwasser versorgt.
Regelung: Standard Festeinstellung: Primär Luftschieber ganz auf / Hartholz / Kiefer sek. Luft 2,0 Umd. auf. / Lüfter durchweg bei 45% | Belimo Drossel-klappe schließt bei >160°C | Abgas steigt 200 bis 230°C| KDT >88°C Lüfter aus | primär Kettenzugklappenanschlag schließt Anschlag 0mm bei >60°C Kessel VL| Kesselpumtentaktung in Gluthaltung-ein KDach >89,5 °C |aus < 88,5°C| = Abgas dann 150°C min / bei Lüfter an 180 bis 190°C max|bei Rest-Glut 100°C Abgas- bei Kessel Dach 85 bis 90°C = KT oben|K-Kreispumpe Stufe 1|Laddomat-Patrone >72°C öffnet
Puffervolumen: 2x1000 Puffer parallel direkt oben / unten Puffer zu Puffer ergibt sehr gute Temp. Schichtung 92/24°C | mit Solarschlange (für 5x2m² Platten) unten - | 1x800WW ..., manche Menschen benutzen ihre Intelligenz zum vereinfachen ... Wissen ist eine Holschuld !!