Fragen und AntwortenPufferspeicher entladen sich sehr schnell
Bart9995P antwortete vor 12 Jahren

Hallo liebe Holzvergaser-Nutzer.

Ist ja nicht gerade Heizsaison, trotzdem habe ich auch ein Problem mit meiner neuen Anlage.
Ich besitze einen Atmos KC45 Kessel mit 3000l Pufferspeicher (3x1000Litern parallel geschaltet).
Nun zu meinem Problem. Ich heize die Pufferspeicher innerhalb 4-5 Stunden auf ca. 80° bis 85° auf. Diesbzgl. habe ich eigentlich keine Probleme.
Nun habe ich aber folgenden Effekt. Am nächsten Morgen ist der Atmos exakt auf Pufferspeichertemperatur (z.B. 75°). Dieses kann ich nur verhindern wenn ich im Vorlauf einen Absperrhahn betätige. Dann kühlt der Ofen schnell ab so wie ich es mir eigentlich vorstelle.
Nun zum nächsten Problem. Die Ölheizung ist angebunden über zwei Versorgungsleitungen am Pufferspeicher. Ist der Kessel in der Ölheizung zu kalt, zieht sich die Ölheizung bei genügend Temperatur im Pufferspeicher dort Energie über eine Pumpe ab. Diese wird über ein Anlegethermostat am Pufferspeicher freigegeben. Nun sind diese beiden Versorgungsleitungen eigentlich immer heiß. Dieses führt dazu, dass 3.000Liter Pufferspeicher innerhalb 48 Stunden von ca. 80° auf 50° runtergekühlt sind. Und das nur für Warmwasser?
Scheint so, als wenn das Wasser überall in den Leitungen zirkuliert bis jegliche Wärme in den Leitungen verpufft ist. Hat dazu irgendjemand eine Idee?

Anlage:

Atmos KC45 mit Laddomat 21-100 – Patrone 72°
3x 1000 Liter Pufferspeicher, parallel geschaltet
Ölkessel ist angebunden über 2 Leitungen und übernimmt die Regelung des Heizkreises. Vorlauf ganz oben am Pufferspeicher angeschlossen mit Pumpe im Vorlauf. Rücklauf ganz unten angeschlossen mit T-Stück parallel zum Holzvergaser und Mini Thermosyphon.
Der Holzkessel-Vorlauf ist unter dem Vorlauf Oelkessel am Pufferspeicher angeschlossen.

Viele Grüße
Nervous



8 Antworten
heri antwortete vor 12 Jahren

hallo nervous

wenn der ölkessel ständig die temperatur halten will, zieht der immer wieder wasser aus den puffern und mischt es, somit geht wärme verloren. auch wenn warmwasser aufbereitet wird, wird viel volumen aus den puffern heiß entnommmen und unten in den kälteren bereich gedrückt und vermischt sich.
die puffer kühlen schnell ab, da vermischt wird, aber die wärme nicht wirklich genutzt wird.
ich würde versuchen die schaltung so zu machen, dass der öler kalt bleibt bis energie in den heizkreisen oder für ww benötigt wird.
eventuell die durchflussmenge begrenzen.

gruß heri

manter antwortete vor 12 Jahren

Mach Fotos und gib uns falls möglich einen genauen Hydraulikplan, damit wir das besser beurteilen können.

Gruß Manuel

nervous antwortete vor 12 Jahren

Hallo,

das mit dem Volumenstrom begrenzene finde ich schon mal eine gute Idee. Vielleicht zieht die Pumpe einfach viel zu stark das Wasser aus dem Kessel. Dennoch befürchte ich eine Art Eigenzirkulation, ohne das vielleicht die Pumpe damit etwas zu tun hat. Wenn ich die Holzheizung befeuere und die Puffer irgendwann auf 80 Grad sind, hat die Oelheizung nach kurzer Zeit auch 80 Grad.
Das macht eigentlich gar keinen Sinn, da die Oelheizung-Steuerung eigentlich nur bis 60 Grad den Kessel aufheizen soll und dann ist Schluss. Demzufolge vermute ich halt ein ständiges Zirkulieren in den Leitungen obwohl dieses gar nicht erwünscht ist. Leider haben wir bei der Entnahmeleitung am Pufferspeicher für die Oelheizung keinen Thermosyphon gelötet. Ich vermute hier das Problem.
Hat nun noch jemand eine Idee, warum die Wassertasche der Holzheizung auch ständig Pufferspeichertemperatur hat? Das sollte doch der Laddomat verhindern, oder?

Einen Hydraulikplan muss ich noch zeichnen. Reiche ich schnellstens nach.

Danke und Grüße
Nervous

Bart9995P antwortete vor 12 Jahren

Das mit dem warmen Kessel hatte ich auch.

Im Laddomat die Schwerkraftzirkulation außer Betrieb nehmen, dann ist der Kessel Kalt!

Zudem sieht es mir nach mächtiger Zirkulation aus – also da müsste ggf was in der Hydraulik geändert werden.

nervous antwortete vor 12 Jahren

Hallo,

danke für den Tipp. Das werde ich mal ausprobieren und berichten.

Viele Grüße
nervous

grisu71881 antwortete vor 12 Jahren

Habe auch meinen Öler für den Notfall an den ersten Puffer angebunden (Vorlauf oben, Rücklauf nach 2/3). Damit nichts unerwünscht zirkuliert, habe ich hinter der Umlaufpumpe eine Schwerkraftbremse installiert. Als Geber/Fühler habe ich den ehemaligen Brauchwassersensor genommen (war über, da jetzt Friwa im Einsatz). Die „Brauchwassertemperatur“ kann man dann an der Steuerung des Ölers einstellen, bei mir etwa 50°. Sollte die Puffertemperatur jetzt unter 50°C fallen, schaltet der Öler zu.
Ich habe für meine komplette Anlage keine zusätzliche Steuerung installieren müssen.

grisu71881 antwortete vor 12 Jahren

…dennoch muss ich sagen, dass sich meine Puffer auch relativ schnell entladen. Bei den jetzigen Aussentemp pro 24h gehen 20-25°C verloren. Selbstzirkulation habe ich keine (mehr). Hängt nur die Friwa und die HK dran. Werde letztere mal abschiebern und dann berichten.

Bart9995P antwortete vor 12 Jahren

Die Pufferiso mal kontrolliert und mal auf Microzirkulationen geachtet?