Fragen und Antwortenrichtige Vergasung?
HKruse antwortete vor 11 Jahren

Hallo Atmosfans,
ich denke das mein GSE 30 Atmos erst nach 1 Stunde in die Vergasung übergeht. Liegt wahrscheinlich an meiner anheizmethode. Aber diese ist für mich sehr unkompliziert. Hier meine Anheizmethode:Gebläse wird gestartet, Asche wird vom Vortag entnommen, anheizklappe geöffnet. zwei Bretter oder dachlatten neben die Düse legen,ca 5-7 zerknüllte Zeitungs-Blätter auf die Düse legen. Zugehaktes Anmachholz über die zerknüllerten Zeitungs- Blätter legen, darauf eine Schicht weichholzbretter 50cm lang und den füllraum mit buchenholz 50cm lang vollfüllen. Da mein füllraum 55cm lang ist habe ich nach vorn noch 5cm Platz. Da lege ich noch 3 zerknüllerten Zeitungs- Blätter hinein und Stelle feingehaktes anmachholz senkrecht in den 5cm Zwischenraum. Zuletzt 3 zerknüllerte Zeitungs- Blätter die ich gleich oben an der oben geöffneten Tür anzünde, die Flamme wird durch das Gebläse nach unten gezogen die untere Tür wird geschlossen und nach einer Minute kann ich die Anheizklappe schließen da das Holz knistert. Die obere Tür lehne ich nur an so das sie nicht ganz geschossen ist.
Das dauert ca 15-20 Minuten und meine abgastemperatur ist bei 180 grad(gemessen im rauchabzugsrohr). 
Nun schließe ich auch die obere Tür. Die kesseltemperatur steigt langsam ca nach einer Stunde hat sie 80-85 Grad erreicht und bleibt so bis zum abbrannt. Meine abgastempetatur schwankt zwischen 190 und 220 Grad. Belimo schließt auch nach dem kesseltemperatur auf 80grad ist und es ist ein pfeifen zu hören.
Primärluft habe ich auf 8mm und sekundärluft auf 4mm.
Beim Anheizen (ersten 20 minuten qualmt es schwach), nachdem ich die obere Tür geschlossen habe qualmt es stärker bis nach ca 1 Stunde es gar nicht mehr qualmt(es ist bestimmt der Zeitpunkt wo mein Atmos nun so vergast es es sein sollte)
Ist was an dieser anheizmethode auszusetzen? Habe auch schon andere Anheizmethoden ausprobiert dies ist bis jetzt die beste. Über Antworten würde ich mich freuen, aber auf dummmache kann ich verzichten. Danke euch in vorraus 



9 Antworten
BaschiLe antwortete vor 11 Jahren

Genau so mache ich es mit meinem 25er lang auch.
Hast genau so beschrieben, wie es bei mit der Fall ist.

Wenn ich den Ofen anzünde, vergast wirklich nichts, bis zu einem gestimmten Zeitpunkt. Bis dahin kommt auch nur dunkler Rauch aus dem Kamin.
Wenn ich aber die obere Türe einen Spalt aufmache, vergast der Ofen schlagartig und aus dem Kamin kommt sofort weißer Rauch, ich vermute das es Wasserdampf ist.

An was liegt denn das?

Ocheis antwortete vor 11 Jahren

Hallo ihr beiden,

ich habe die letzten Wochen viel getestet, mal hat was geklappt mal nicht. Eins habe ich herausgefunden. Wenn was nicht funktioniert hat, probiere ich es nicht wochenlang weiter, auch wenn es in deinen / euren Augen unkompliziert wirkt.

Anheizmethoden gibt es im Forum viele. Die meisten funktionieren, jeder wird seinen Favoriten finden. Es gibt aber einige, wo die Brennflamme nach wenigen Sekunden zündet und wenn dann die Luftströme richtig eingestellt sind, wird auch der Abbrand qualmfrei vorstatten gehen.

Ihr braucht ein ausreichend großes Glutbett an der Düse. Nicht zu klein und nicht zu groß und das Holz sollte vernünftig eingeschichtet werden.
Zu klein = Nicht genügend kleines Brennmaterial. Es bildet sich am Anfang kein Holzgas. Die Flamme wird nicht heiss genug oder wird ganz abgewürgt. Feuer schwelt in der Füllkammer. Holzgas / Qualm geht unverbannt oder nur teilweise verbrannt durch die Esse.

Meist ist eher das Gegenteil der Fall. Zu großes Glutbett. Ihr zündet vernünftig an und schichtet ein. Nun bekommt das Feuer durch offene Fülltür oder AHK massiv Primärluft. Das Feuer brennt langsam nach oben, es entsteht viel Holzgas. Jetzt wird schlagartig, durch schliessen der Tür, die Primärluft reduziert und die Flamme reist ab. Qualm steigt nach oben. Bernhard aka Feueresel hat mich viel gelehrt und eins der wichtigsten Dinge: Gut Feuer braucht Zeit.

Für dich klingt deine Anzündmethode unkompliziert, aber in der Zeit wo ich den Text gelesen habe, wäre mein Ofen angezündet, eingeschichtet und auf eine BRT >750 Grad gekommen.

Ich habe meine Anzündmethode von Klaus übernommen und auf meine Gegebenheiten geändert. AHK gibt es nicht mehr. 3-4 größere Stücke Kohle auf die Düse. Darüber und daneben 2-3 Hände kleinere Kohle. 30 Sek Lötbrenner draufhalten. Knistert es, kurz warten bis Brennflamme hörbar (BRT von ca. 100-150 Grad). Gleich darauf eine Schicht 50*3*3 Holz legen und darauf eine Schicht 50*4*6. (Brt zum Zeitpunkt 300-400 Grad). Ohne Pause dann Briketts oder dickeres Holz drauf. (BRT zu dem Zeitpunkt >700 Grad). Dauer, je nach dem wie gut ich die Kohle angezündet habe 2-3 Minuten) Kurz auf die Uhr und AGT schauen und Füllraumtür schliessen. AGT meistens zwischen 50 und 60 Grad. Zigarette anzünden und solange die BRT beobachten. In einigen Fällen sinkt diese kurzfristig unterhalb des Zündpunktes von 605 Grad ab. Vermutlich sind jetzt Teile der Anzündkohle durch die Düse gefallen. In dem Fall öffne ich ganz leicht, für 5-10 Sekunden, die Füllraumtür und die BRT steigt sofort. Spätestens dann fährt der Ofen in Ruhe hoch. Nach ca 30 Minuten speist der Kessel ins System ein.

Ich lese gerade das Forum rückwärst durch. Also von 2008 an. Früher und leider auch noch heute wird afaik, viel zu viel Aufmerksamkeit der AGT gewidmet. Gerade in der Anheizphase sehe ich nichts dadurch. Mit offener AHK steigt die AHK sehr schnell an, nur was soll das bringen? Der Kessel wird dadurch nicht schneller warm. AGT von 50 Grad und eine BRT von >750 Grad bringen dem Kessel viel mehr Wärme.

Noch eine kurze Sache nur am Rande erwähnt. Ich war sehr naiv zu glauben, dass die Restfeuchtigkeit alleine für Wasserdampf zuständig ist. Schnell den Kessel auf Temperatur bringen, die 4-5 Liter Wasser müssen dann auch schnell verdampft sein. Als es noch rauchte, wieder an den Einstellungen geschraubt. Nix da.
Ich habe irgendwo im Netz eine schlaue Seite gefunden, die den Pyrolysevorgang gut beschreibt, inklusive einigen Formel zur Berechnung des Wasserdampfes. Bei 30kg Holz entstehen insgesamt über 18 Liter Wasserdampf. Der muss natürlich raus und ist gut sichtbar bei den jetzigen Temperaturen. Aber aus Fehlern lernt man.

Gruß Tobias

burns635csi antwortete vor 11 Jahren

Hallo, ja so wie tobias es beschrieben hat funktioniert es sehr gut.
Jedoch ist bei mir die Anheizklappe noch in funktion, ist natürlich geschmackssache und hat natürlich vor und nachteile.

Vorteil ist das man ohne große rauchentwicklung holz nachlegen kann.

Nachteil ständiges reinigen(gründlich) zwingend erforderlich

Viel Spaß beim ausprobieren

Kessel 1: Atmos dc30gse CO Messung
Kessel 2: Agt 100Grad Lambdacheck Prim/Sekluft gesteuert über Gust Luftwaage anti Hohlbrandplatte
Regelung: BRT GEREGELT
Puffervolumen: 2000L+500L
Harzaxel antwortete vor 11 Jahren

danke für deine ausführliche antwort ocheis,
das glutbett ist doch sehr wichtig, habe heute auch nicht gleich vollgefüllt sondern ein klenes glutbett hergestellt(aber ohne gas) nach 20 minuten warten habe ich dann den brennraum vollgefüllt. ergebniss war deutlich besser als vorher, doch beim vollfüllen qualmt es ein wenig durch die obere tür trotz das ich die anheizklappe geöffnet hatte. idee wie es nicht so in den raum qualmt?
du hast auch von Betriebstemperatur 750 grad geschrieben wo misst du die denn?
gruß harzaxel

Ocheis antwortete vor 11 Jahren

Hallo,

tja die liebe Anheizklappe. Also im Handbuch steht irgendwas von AHK ziehen, 10-20 Sekunden warten. Füllraumtür leicht öffnen und fertig.
Was Atmos in der Beschreibung vergessen hat…Sobald die AHK offen steht, bricht die Vergaserflame ab, das Holz brennt nach oben, Teer kann in den WT Bereich und ggf ist der gesamte Abbrand versaut.
Was du heute getestet hast, habe ich die komplette letzte Saison durchgezogen. Erst wenig Holz, dann irgendwann AHK öffnen, schnell das Holz nachlegen, stop nachlegen ist das falsche Wort, eher reinschmeissen, ggf. leichte Verbrennungen an den Fingern weil die Flammen schnell hochschlagen. Sieht man gut oberhalb der Füllraumtür. Ziemlich schwarz bei mir.

Mal hat es geklappt, meistens nicht. Anfang dieser Saison wollte ich mir den ganzen Stress nicht mehr antun und ich habe mich eingelesen. Gleich am Anfang fand ich dieses Video von Dieter. Anheizmethode von Dieter
Den Link findet man auch in Atmosspedia mit anderen Anheizmethoden.
Damit fing ein umdenken an. Es hat bei mir gedauert, das Hintergrundwissen ist nicht gerade wenig, aber nun funktioniert der Kessel.

Zurück zum Thema. Solange deine Füllung noch Holzgas produziert. Also Co2, Co, Methan, Ethylen und Wasserstoff, solange wird dir immer etwas Qualm aus der Fülltür beim öffnen kommen. Egal wie lange die AHK schon offen steht.
Möchtest du nachlegen, bzw. erst einmal volllegen, dann warte bis nur noch ein Glutbett vorhanden ist. Erkennt man nach einigen testen prima an der AGT oder BRT.
Hast du nur noch ein Glutbett, brauchst du nicht einmal mehr die AHK offnen.
Thema BRT – Brennraumtemperatur, nicht Betriebstemperatur.
Gemessen wird diese mit einem Fühler Typ-K. Diese Fühler sind für Temperaturen bis 1200 Grad zugelassen. Gemessen wird in der unteren Kammer – Brennkammer.
Gib mal in die Suche: BRT ein. Gleich auf der ersten Seite findest du 7-8 Beiträge die sehr interessant sind. Dort findest du auch Fotos, alle Temperaturen, Tipps und Tricks.
Erst durch diese Messung konnte ich meinen Kessel einigermaßen vernünftig einstellen.

Gruß Tobias

suncamel antwortete vor 11 Jahren

Grüß Dich
Ein paar Tip’s,versuch’s mal.
Lass das meiste der Asche im Füllraum,nur dem Bereich der vor und hinter der Düse lieget die Asche entnehmen.
Ohne Asche schießt Dir die Primärluft auf dem glatten Füllraumboden unter dem Glühtbett durch.
Die Asche hilft der Primärluft weiter oben auf die Gluht gelangen.

Zünde den Ofen mal mit Kleinkram AUF der ersten Lage Holz an.
Zu Anfang kann es passieren das Dein Gluhtbett nach unten zur Düse hin verbraucht wird ohne das die erste Schicht Holz auf der Gluht soweit angebrannt ist,das es selbst zum Gluhtbett werden kann.
Ergebnis:Holz schwelt,Gas kann nicht zünden,weil kein Gluhtbett mehr vorhanden.
Holzgas zündet bei etwa 600°,um die zu erreichen muss es vorher durch die Gluh ziehen um sich auf Zündtemperatur aufzuheizen.
Kein Gluhtbett mehr,keine Zündung-dunkler Rauch.
Nach einer Stunde wird die erste Schicht Holz dann soweit glühen
und sich gesetzt haben,sodas der Ofen dann zündet und dann sauber verbrennt
AHK zu,KLeinkram-Kleinholz,AUF einer Lage Scheite ca.6cmx6cm
anzünden und dann den Ofen vollegen.
Erste Lage,nicht zu grobe,gaspalltene Scheite auflegen,möglichst dicht packen,dann zündet er besser weil so keine ungenutzte Primärluft
zur Düse gelangen kann.
Nach oben hin gröbere Stücke.
Tür zu und Geduld haben.
Es sollte nach 5min eine Vergaserflamme zu hören sein.
Viel Glück

BaschiLe antwortete vor 11 Jahren

Ich denke, das ich meinen Fehler gefunden habe.
Ich habe bestimmt zu große Scheite unten hingelegt.

Was benutzt ihr denn alle zum BRT messen, gibt es da Tipps.

Muss mir unbedingt einen besorgen

suncamel antwortete vor 11 Jahren
BaschiLe:
Ich denke, das ich meinen Fehler gefunden habe.
Ich habe bestimmt zu große Scheite unten hingelegt.

Was benutzt ihr denn alle zum BRT messen, gibt es da Tipps.

Muss mir unbedingt einen besorgen

Grüß Dich
hiermit mache ich es:NR. E..y 3.2.1. meins 61446432001 -Fühler
400716900565-Fühler
271716208426-Messgerät
151301652804 Messgerät
Bericht:ATMOS einstellen über BRT-Temperaturfühler.
Gruß
Carsten

HKruse antwortete vor 11 Jahren

nabend,

ich hab einen xmt612, das ist ein Regler/Schalter mit TypK-Fühler, drei Ausgänge (ssr, Wechsler, Schalter)
und 20-25€ für die Drehzahlregelung

der „zeigt“ die Temperatur vor der seitlichen Abgasbremse,
und „bewegt“ mit dem ssrAusgang einen 0-10v.Stellmotor(primLuft)
schaltet/wechselt zusätzlich die Lüfterdrehzahl.

der
„“A-senco Multi-Temperaturregler TR-50 1 Sensoreingang, 3 Ausgänge““
wird das auch „können“….fehlt noch der Mantelthermofühler-TypK

Gruß Heinrich

Kessel 1: ( 2009.40gse ) > eta (30)20 2024
Kessel 2: (1987.öl) > thermia soleWP 2023
Regelung: (2009< LambdaCheck--BRT > Lüfterdimmer) >ist gut + brauchbar<
Puffervolumen: 3100 L