Fragen und AntwortenSolarkollektoren -Bauart
ESBG antwortete vor 17 Jahren

Hallo Solarnutzer,

ich bin dabei mir eine Solaranlage, > 9 m2, Flachkollektoren, zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung zu bauen.

Dazu habe ich eine Frage:
Bei den Flachkollektoren gibt es nach meinen Wissenstand zwei verschiedene Bauarten, was die Durchströmung betrifft:

a) sogenannte Harfenabsorber und
b) Mäander-Absorber

Ich möchte nun 4 bis 6 Kollis in Reihe schalten.
Bei Harfenabsorbern wird der Wärmeträger in den ersten Kollektor links oben oben hinein und rechts oben wieder herausgeführt, dann beim nächsten links oben hinein, rechts oben wieder heraus us.w.

Bei dem Mäander sind die Kollis alle jeweils unten und oben mit einander verbunden. Beim ersten ist der Anschluß links oben blind, links unten geht der Wärmeträger hinein. Beim letzten ist der Anschlußlinks rechts unten blind und der Wärmeträger geht rechts oben hinaus.

Die meisten der angebotenen Kollis, auch namhafte wie Wagner, sind Harfenabsorber.
Beim Mäander ergibt sich aber durch den beidseitigen Anschluß automatisch ein „Tichelmann“. Daraus sollte sich eine geringere Strömungsgeschwindigkeit und weniger Widerstand ergeben.

Wer von euch hat Erfahrungen mit „Mäandern“, und ist meine Vermutung mit dem Widerstand so richtig?

Nach jetzigen Kenntnisstand werde ich mich für die (teueren)
Mäander entscheiden.

Gruß
fraheibu



4 Antworten
holzwurm99 antwortete vor 17 Jahren

Hallo,
warum die teuren nehmen, ich selbst habe auch welche wo ich darauf geachtet habe das ich Förerung bekommen habe das war der Punkt bei mir, habe selbst 11qm und bin Recht zu friden mit der Ausbeute einen WMZ habe ich nicht verbaut denn so genau wolte ich es dann nicht wissen.

fraheibu antwortete vor 17 Jahren

Hallo ,

vielleicht mache ich mir zu viele Gedanken was die Hydraulik bei den Kollektoren betrifft.

– bei Mäander sollte sich eine geringere Durchströmungsgeschwindigkeit einstellen, dadurch ergibt sich in den Absorberrohren mehr laminare Strömung, was wiederum einen schlechten Wärmeübergang zur Folge haben könnte ???

Vielleicht gibt es ja User die z.B. Kollektoren in Mäanderbauform von Thermosolar oder Solarbayer (Premium Plus-Pakete) verbaut haben,

oder User die sich bewusst für Harfenabsorber entschieden haben.

In Bayern gibt es ein Sprichwort:

„s`Glump kost auch Geld“ was man durchaus mit „…investiere sinnvoll…“ überetzen kann.

420 antwortete vor 17 Jahren

Hallo fraheibu,

zu viele Gedanken machst Du Dir mit Sicherheit nicht. Man lernt ja auch dadurch und eine Investition soll auch wohl überlegt sein.

Bei mir gingen meine Gedanken recht lange zu DrainBack. Prinzipiell ist es recht gut und bei drucklosen Puffer kann man sich den WT sparen. Bei mir ist es immer noch nicht ganz abgetan. Und dort ist das Harfenprinzip recht tödlich.

Grüße

Franz

ESBG antwortete vor 17 Jahren

Kollektoren mit Harfenanschluss (besonders die welche 4 Anschlüsse haben) werden meist unten angefahren und oben diagonal gegenüber geht der VL raus, ob jetzt von links nach rechts oder umgekehrt ist dabei egal!

Theoretisch hört sich dass ja gut an, aber praktisch spielt die Hydraulik da nicht besonders gut mit, da ja sowohl oben wie auch unten ein durchgehendes Sammelrohr ist.
Die Kollektordurchströmung ist dabei sehr ungleichmäßig und sehr stark von der Durchflußmenge abhängig, bei geringer Menge ist die Durchströmung noch halbwegs passabel allerdings sind da nur maximal 4 bis 5 Kollis in Reihe zu schalten.
Sobald man die Durchflussmenge erhöht schneidet der Volumenstrom jeweils einen Teil am Anfang oben und am Ende unten von der Durchströmung ab, dies kann man mit einem billigen Infrarotthermometer ganz bequem messen (als vergleichende Messung, nicht als absolute)

Die Kollektoren von Gasokol (www.gasokol.at) aus Grein Österreich haben eine sehr gute Hydraulik, dabei geht der RL oben links in den Kolli hinein und sofort an die Unterseite des Absorbers (mit CU-22) und von dort über 8 oder 10 dünne Röhrchen am Absorberblech nach oben in das obere Sammelrohr und von dort in den nächsten Kollektor mit gleicher Anordnung!
Dies bewirkt eine sehr intensive und gleichmäßige Durchströmung aller Kollektoren (max 10 in Serie zulässig).

Bei größeren Kollektorfeldern sollte man sowieso diese entsprechend aufteilen und nach Tichelmann verschalten, am besten noch einen TACO-Setter in den jeweiligen Rücklauf zum Durchflussfeinabgleich einsetzen!