Fragen und AntwortenVorstellung und Überlegungen zum Anlagenbau
Micha antwortete vor 15 Jahren

Hallo Leute,

ich bin Uwe, komme aus der Eifel Raum Simmerath / Monschau und will mir eine HV Anlage einbauen und brauche dringend euren Rat. Ich habe hier auch einige Beiträge gelesen, die mich auch verwirren und mich momentan überfordern, insbesondere nach dem Besuch des Schornis in einem Vorfeldgespräch – dazu später.

Hier der übliche Fragenkatalog:

1.Wie wird Dein Haus jetzt beheizt?:

Gasheizung mit 4000 L Tank im Garten, Vaillant VKS 11 EU /1995 mit 11,6 kw und Concorde 14,? kw Stückholzkaminofen mit Zentralheizungsanbindung über Wassertasche. 5 kw in Wohnraum und 10 kw in Zentralheizung

2.Wie groß ist Dein durchnittlicher Jahresverbrauch l/m³?:

Gas früher ca. 2000 bis 2500 L, Holz heute 15 bis 19 qm3

3.Wie groß ist die zu beheizende Wohnfläche m²?:

ca. 135 qm

4.Steht das Haus in kalter hochgelegenen Gegend,oder Flachland?:

Nordeifel, ca. 550 m Ü. Null

5.Einschätzung der Wärmedämmung des Hauses (sehr gut/gut/mittel/schlecht/ oder wird demnächst)(Fenster/Türen/Keller/Boden):

gut, da Klimaleichtblock und 60 mm Styropoor, alles BJ 1995

6.Hast Du schon eigene Vorstellungen über welchen Kessel Typ (Stückholz oder Pellet) wie viel Kw?:

HV Stückholz der GSE Serie. Habe geträumt von 30 kw, doch Schorni findet die 30 kw vollkommen ( fast ausgeflippt ) überdimensioniert. Da brauche ich Beratung von euch, ob man kleiner geht.

7.Hast Du schon bei einem HB (Heizungsbauer) Angebot machen lassen?:

Nein, ich konnte meinen Heizungsbauer, der allerdings von HV keine Ahnung hat, wieder zu diesem Projekt gewinnen. Muss dazu sagen, dass er bereits bei Einbau einer Solaranlage mit 800 L Pufferspeicher und später dem wasserführenden Kaminofen dabei war. Langsam wird es nämlich kompliziert!

8.Gedanken gemacht über das Fassungsvermögen (lt.) der dazu benötigten Puffer?:

800 L Puffer mit incl. 150 L Brauchwasser vorhanden. Es soll auf jeden Fall ein weiterer Puffer, entweder 800 oder 1000 L dazu kommen. Vonwegen Kippmaß und die darunter verbauten Leitungen!

8 a. Wie soll Die WarmWasser Bereitstellung er folgen, Wärmetauscher im Puffer; Externen WW Puffer;Externer Wärmetauscher oder anders?

Wie schon gesagt: 150 L im Solarpuffer vorhanden.
Anlage von der Fa. Sunset ( Praktiker ) mit 14,? qm Fläche. War kein guter Kauf!!!

9.Man rechnet für das Puffer Volumen ab 55 lt/Kw. Die BAFA verlangt für die GSE Kessel 55 lt/Kw. Der ideale Wert liegt bei 100 lt/Kw.

Wo jetzt keine Förderung mehr gezahlt wird, kann ich ja nehmen was ich will ( Natürlich mindestens ausreichend die 55 L/kw! ), was sich ja durchaus auch auf günstigere HV bezieht. Denke allerdings die zukünftigen Abgaswerte dürfte man mit den moderneren HV besser erreichen. Für mich auch verwirrend die Diskussion über das Thema Zunkunft: Wie geht es weiter? Bin ich da mit meinem Projekt vielleicht auf dem Holzweg und sollte es lassen?

10.Hast Du schon mit Deinem zuständigen Schornsteinfegermeister darüber gesprochen?:

Ja, der ist dem Porjekt nicht abgeneigt, findet aber die 30 kw Dimensionierung zu hoch.
Der Schornstein dürfte so ca. 10 m bei 1 1/2 geschossiger Bauweise sein und hat einen 160er Tonzug. Aufstellort: Keller. Der redet momentan von je einem Schieber im Ofenrohr, so dass man durchaus die Betriebsanleitung mit nur einem HV an einem Zug einhalten könnte, wenn man noch einen zweiten Ofen im Wohnzimmer hat. Aber er wollte mich noch genau informieren, was er leider noch nicht genau getan hat ( Urlaub ).
Habe ihm auch schon einmal die Betriebsanleitung GSE zum Lesen ausgedruckt. Er hat grundsätzlich keine Bedenken, meint aber, dass eine zu hohe Dimensionierung problematisch bei der Prüfung sein könnte, da der HV zu schnell in Teillast gehen würde und damit die Messwerte nicht erfüllt!

11.Willst Du Deine Heizanlage selber bauen?:

Wie schon gesagt, der Installateur, der meine Anlage bestens kennt, aber keinen HV Einbauerfahrungen hat.
Förderung !!! Was passiert da in diesem Bereich? Bin ich mit vermutlichen 30 kw überhaupt förderungsfähig, da überdimensioniert und deutlich kleinere Anlagen gefordert werden!

12.Ist die nötige Stellfläche dafür vorhanden einschließlich der Puffer/Ausdehnungsgefäß/Pumpen etc.?:

Großer Bastelkeller mit Platz.

13. Hast Du schon „genügend“ (abhängig von der Kessel Kw) Holz getrocknet auf dem Grundstück zu liegen und auch schon an die nächsten Jahre gedacht. Man rechnet im Durchschnitt 2 Jahre trocknen bzw lagern.

Da ich schon geraume Zeit mit Holz feuere ist diese Theamtik geregelt.

So, ich glaube im Moment habe ich die wichtigsten Details angegeben. Ach ja noch eins zum Schorni, der setzte die knapp 12 kw der Gasheizung mit 30 kw HV in Relation und empfand vollkommene Überdimensionierung.

Es wäre schön, wenn ihr mir mit eurem Rat beiseite stehen könntet, da ich derzeit deutlich mit der Planung überfordert bin, zumal mich da mein Installateuer im Stich läßt.

Vielen Dank erst einmal.

Gruß Uwe



18 Antworten
Dieter_R antwortete vor 15 Jahren

Hallo Uwe.

5 kw in Wohnraum und 10 kw in Zentralheizung

bzw. ca 60-70%davon, höher dürfte der Wirkungsgrad bei einem „Nicht-Vergaser “ nicht sein.

HV Stückholz der GSE Serie. Habe geträumt von 30 kw, doch Schorni findet die 30 kw vollkommen ( fast ausgeflippt ) überdimensioniert. Da brauche ich Beratung von euch, ob man kleiner geht.

Lass den Schorni flippen, unter 25KW würd ich nicht gehen. Es sei denn du willst permanent nachlegen

800 L Puffer mit incl. 150 L Brauchwasser vorhanden. Es soll auf jeden Fall ein weiterer Puffer, entweder 800 oder 1000 L dazu kommen. Vonwegen Kippmaß und die darunter verbauten Leitungen!

da würd ich dir zu 2 x 800 zusätzlich raten, dann bist du bei 2450 liter Pufferspeicher. Bei einem 30er wenn es geht noch mehr. Ist alles eine Frage des Komforts.

Er hat grundsätzlich keine Bedenken, meint aber, dass eine zu hohe Dimensionierung problematisch bei der Prüfung sein könnte, da der HV zu schnell in Teillast gehen würde und damit die Messwerte nicht erfüllt!

Wenn die Dimensionierung des Kessels und die Größe des Pufferspeichers aufeinander abgestimmt sind, gibt es für den Kessel keinen Grund in Teillast zu gehen.

Bei 1800 Liter Puffer und einem 30er Kessel (deine Konstellation) hat er nicht unrecht. Wenn du die WÄrme nicht mehr in die Puffer kriegst, weil diese voll sind, schaltet der Kessel das Gebläse ab (Solltemperatur wird über den Kesseltermostat 1 eingestellt)und erst dann wieder ein, wenn die Kesseltemperatur wegen verbrauchter Energie wieder zurückgeht.

Generell; Holzvegaser werden anders als Gas- oder Öler dimensioniert, eher größer, da du Brennstoff nachlegen musst und nicht aus Vorratsbehältern saugen kannst-

ich würde dir zum 25er odergar zum 30er raten

HopeThisHelps

Dieter

Volli antwortete vor 15 Jahren

Hallo Uwe,

mal vorneweg, warum willst du eigentlich noch einen HV?

zu einigen Fragen:

-Förderung für HV gibt es nicht mehr, Vorteil du hast freie Auswahl
-ein HV und ein Ofen am gleichen Zug geht nicht da die Abgase vom HV wegen dem Gebläse durch den Ofen ins Wohnzimmer gelangen können
-ein 160er Zug ist grenzwertig weil der Atmos einen 180er Anschluss hat und der eigentlich nicht reduziert werden darf.
Das entscheidet in letzter Instanz aber immer dein Schorni. Funktionieren tut es und wenn es dem schwarzen Mann Recht ist soll es dir auch Recht sein
-die HV Größe hängt bei einem Vollastkessel wie dem Atmos von der vorhandenen Puffergröße ab. 30 KW sind nicht zu viel wenn eine Kesselfüllung in den Puffer passt. 2000l sollten es min. sein, das ist auch eine Komfortfrage. Mehr Speicher ist bequemer.
-12KW Gas laufen den ganzen Tag, der HV läuft nur ein paar Stunden und muss dabei noch die Puffer füllen. Doppelt so groß wie die Gasheizung ist völlig normal.
-wenn ein Monteur ohne HV Erfahrung den Kessel installieren soll musst Du dich umso mehr schlau machen sonst kommt es unweigerlich zu Fehlern. Das ist ganz wichtig!

Volli antwortete vor 15 Jahren

Oh, Oh, wer langsam schreibt bleibt immer zweiter .

Micha antwortete vor 15 Jahren

Hallo Uwe,
Dieter und Volker haben ja schon einiges gesagt, da möchte ich mich aber auch nochmal einklinken:

Kurze Verständnisfrage: Du heizt heute komplett ohne Gas mit dem Kaminofen oder hast du neben deinen 15-19 rm Holz auch noch Gasverbrauch?

Dein Wärmeverbrauch ist nicht sonderlich hoch, trotzdem würde ich dir zum 30er Kessel raten. Ganz einfach wegen den 50cm Scheiten. Das spart sehr viel Arbeit.
Die Sache mit der Kamin-Doppelnutzung wird problematisch werden, da der GSE ein Gebläsekessel ist.

2000l Puffer sind beim 30er absolut unteres Minimum. Würde eher zu 2500-3000l tendieren. Hängt aber auch davon ab, wie weit du dein Wasser in der Heizung abkühlen kannst (ob da 25 oder 50°C in die Puffer zurückkommen). Unbedingt solltest du Puffer mit Solarwärmetauscher kaufen, um die vorhande Anlage gut einbinden zu können (so dass sie auch im Winter noch was bringt).

Die Messungen machen mir eigentlich keinen allzu großen Bauchschmerzen (außer dass sie Geld kosten). Ich denke man wird auch zukünftig die Abgaswerte mit dem GSE noch schaffen. Wenn alle Stricke reißen muss man eben über die Nachrüstung von Lambdacheck o.ä. nachdenken.

Bei guter Planung deinerseits sehe ich keine größeren Probleme mit dem Heizungsbauer auf dich zukommen.

Soweit erstmal, konkreteres bei Bedarf 🙂

Michael

Ellern antwortete vor 15 Jahren
Volli:
Hallo Uwe,

-ein 160er Zug ist grenzwertig weil der Atmos einen 180er Anschluss hat und der eigentlich nicht reduziert werden darf.

Der Atmos hat zwar einen 152er Anschluß, aber der 160er ist, wie Volli schon schrieb, sehr grenzwertig. Das sollte man aber vorher mal berechnnen lassen.
Hier
kann man sich das Berechnungsprogramm ALADIN runterladen. Dise Demoversion erlaubt ein paar kostenlose Berechnungen.

Gruß
Michael

Dieter_R antwortete vor 15 Jahren

Guten Morgen.

-ein 160er Zug ist grenzwertig weil der Atmos einen 180er Anschluss hat und der eigentlich nicht reduziert werden darf.

Weder hat der Atmos nen 180er Anschluss (er hat nen 152) noch ist der Durchmesser problematisch.

Die von Atmos vorgegebenen Zugwerte sind sowieso viel zu hoch; ich habe mich 2 Jahre damit rum geschlagen, mein Ofen ist ständig völlig entgleist, bis ich den Zug auf ungefähr 12 Pa reduziert habe. Seitdem läuft er wie am Schnürchen. Entscheidend ist die Höhe. Einige aus dem Forum betreiben ihren 30er respektive 50er GSE mit einem 180er Durchmesser um 6,5 m Höhe.

HopeThisHelps

Dieter

Volli antwortete vor 15 Jahren

Hallo,

ja stimmt hab mich vertan. 152mm Anschluss am Atmos ist richtig. Ich war in Gedanken beim Thread von MarkusFricke der auf 140mm reduzieren wollte.

Trotzdem nochmal die Frage: Warum willst du einen HV?

Hahneko antwortete vor 15 Jahren
Schichtarbeiter:

Für mich auch verwirrend die Diskussion über das Thema Zunkunft: Wie geht es weiter? Bin ich da mit meinem Projekt vielleicht auf dem Holzweg und sollte es lassen?
Gruß Uwe

Uwe,

diese Diskussion ist in die Zukunft gerichtet. Wenn Du Jetzt einen Kessel kaufst, der die jetzt geltenden Abgasgrenzen einhält, dann wird Dir diesen Kessel so schnell niemand stilllegen können. Auch heute fahren noch ein paar tausend Trabbis…
Aber die Frage, wozu Holzvergaser, wenn schon ein wassergeführter Ofen da ist, bleibt allerdings.

Folgendes zur Ergänzung:
Bei mir hängt der DC30GSE am selben Zug wie der Kachelofen, Schornie hatte nichts dagegen. Wenn Deiner auf gegenseitige Verriegelung besteht, dann mußt/kannst Du damit leben.

Dimensionierung: Ich beheize 350 qm mit dem 30er, aber da arbeitet der Kessel bei entsprechender Kälte auch fast den ganzen Tag durchgehend. Bei Dir reicht locker der 25er, aber mit dem 30er ist das Holzmachen viel einfacher.

Puffer: 30 x 55 = 1650 l Mindestgröße. Also würde bei Dir noch ein Zusatzpuffer mit 800 oder 1000 l ausreichen.
In den 30GSE passen etwa 25 kg Holz, also 100 KWH x 80 % Wirkungsgrad = 80 KWH.
1.600 l von 30 auf 80 Grad = 1,6 x 50 x 1,16 = 93 KHW.

Das bedeutet, diese Puffergröße nimmt einen Abbrand locker auf, zumal ja meist auch zeitgleich Wärme entnommen wird. Aber wenn der Puffer nicht leer ist, dann kann es kritisch werden. Und komfortabel ist es auch nicht.

Noch etwas: Mein 30 GSE hat lt. Wärmemengenzähler noch nie 75% Wirkungsgrad überschritten, und über 25 KW Leistung bin ich auch noch nicht rausgekommen. Verheize allerdings nur Fichte und sonstiges Weichholz.

Hahneko

Schichtarbeiter antwortete vor 15 Jahren

Vielen Dank Leute,

das gefällt mir so an diesem Forum. Eine Diskussion mit Rat und Hilfe.

Thema: Warum noch einen HV wenn es schon einen
wasserführenden Kamin gibt?

Auch wenn der Wirkungsgrad der 10 kw heizungsseitig nur 60 oder 70 % betragen, so musste ich schon beim Heizen feststellen, dass da tatsächlich eine Einspeisung erfolgt. Habe den Ofen allerdings auch zunächst nur als „Jugend forscht“ angesehen und war über das Einspeisungsergebnis erstaunt. Doch eins bleibt festzustellen, es muss jemanden geben, der alle 20 Minuten etwas reinwirft! Wenn dies überwiegend bis ausschließlich die Frau im Wohnzimmer ( getrennte Glotzen! ) zur besten und nur zur besten TV Zeit macht, dann kommen nur sehr wenige Stunden Abbrand zusammen. Zusätzlich zeigen sich die 5 kw in den Raum als äußerst effektiv, so dass hier die Meckerstufe der Frau deutlich erhöht. Den höchsten Level der Meckerstufe erreichte meine Frau letztendlich mit der Erkenntnis der deutlichen Staub – und Rauchbelastung sowie eines deutlich erkennbaren Renovierungsbedarfs nach nur 2 Jahren.
Alles zusammen ist ausschlaggebend für den Einbau eines HV. Wenngleich ich feststellen konnte, dass der Ofen tatsächlich bei ständiger Befüllung die Gasheizung ersetzen konnte.

Thema: Gasverbrauch

Ja, sofern nicht mit Holz geheizt wird und der nur mäßige Solaranlageneintrag nichts bringt, dann wird der Temperaturabfall auf ca. 46 Grad mit 5 Grad Heizaufschlag ausgeglichen.
Also läuft die Heizung immer noch mit, wenngleich nur minimal.

Thema: Warum die zusätzlich Puffer mit Solarwärmetauschern?

Meine Anlage arbeitet mehr schlecht als recht und ein Ertrag ist im Winter oder Übergangszeit zu keinem Zeitpunkt zu erkennen. Hatte da an ganz normale Behälter gedacht, die bei Bedarf zu – oder abschaltbar sind. Wobei ich mir den Kreislauf gerade kompliziert vorstelle. Der Hydraulikplan ist auch so eine Sache, da brauche ich ganz gewiss kompetenten Rat.

Gruß, Uwe

Micha antwortete vor 15 Jahren

Hallo Uwe,
nochmal kurz zu den Puffern:

Du hast, wenn ich es richtig verstanden habe momentan einen Kombispeicher. Wenn dein Wasser nicht allzu kalkhaltig ist, dann würde ich an deiner Stelle aller Puffer in Reihe schalten. Der Kombispeicher wäre dann der erste (=heißeste) in der Reihe, da du ja immer warmes Brauchwasser haben willst. Ein heißer Puffer spricht allerdings gegen eine effiziente Solaranlage, die kann bei hohen Temperaturen einfach nicht richtig. Deshalb sollte der Solarertrag möglichst auch in den anderen Puffern (die i.d.R. kälter sind) eingelagert werden können. Das erhöht die Effektivität ungemein.
Das ganze kannst du dir so vorstellen:
Die Solartauscher aller 3 Puffer (ich nehme jetzt einfach mal 3 Puffer an) werden in Reihe geschaltet. Also Kombispeicher->Puffer2->Puffer3. Dazu dann 2 Umschaltventile. Sind die Puffer 1 und 2 zu warm, geht es nur auf den letzten Wärmetauscher, ist Puffer 1 warm, 2 und 3 sind kalt, dann geht es durch Wärmetauscher 2 und 3. Ist alles kalt, dann geht es durch alle 3 Wärmetauscher.
Der Aufpreis für den Wärmetauscher ist auch nicht gar so hoch. Wobei Umschaltventile und Regelung dann nochmal ein paar Euro kosten. Schichtrohre und so Zeug im Puffer brauchst du alles nicht. Die Isolierung bestellst du besser auch nicht mit (ist in 99% der Fälle billiger und grottenschlechter Weichschaum). Hier lohnt sich Eigenleistung, indem du die Puffer ordentlich mit Mineralwolle einpackst (ist auch billiger als die fertige Isolierung).

Grüße, Michael

Dieter_R antwortete vor 15 Jahren

Guten Morgen Micha.

Die Solartauscher aller 3 Puffer (ich nehme jetzt einfach mal 3 Puffer an) werden in Reihe geschaltet. Also Kombispeicher->Puffer2->Puffer3. Dazu dann 2 Umschaltventile. Sind die Puffer 1 und 2 zu warm, geht es nur auf den letzten Wärmetauscher, ist Puffer 1 warm, 2 und 3 sind kalt, dann geht es durch Wärmetauscher 2 und 3. Ist alles kalt, dann geht es durch alle 3 Wärmetauscher.

Gute Idee.

Du brauchst aber 4 Umschaltventile, weil ein Befüllen der Kombi-Pufferspeicher im Parallelbetrieb nicht effizient genug ist; mit 2 Ventilen kannst du aber nur parallel befüllen; für den Serienbetrieb musst du Rücklauf 1 zu Vorlauf 2 und Rücklauf 2 zu Vorlauf drei ebenfalls absperren können.

Im Parallelbetrieb kriegst du bei mäßigem Solarertrag alle 3 Solar-Tauschbehälter auf vielleicht 40°, speist du aber in Serie, kriegst du den 1. Tauscher vielleicht auf 70°. Und hast somit genug Wärme für WW.

Des Weiteren muss man berücksichtigen, dass dann auch die Warmwasserentnahme mittels Umschaltventile geregelt werden muss, ansonsten muss man mit einer Pumpe und einer Regelung einen eventuell abgekühlten 1. Kombi-Solar-WWpufer mit dem noch heißen Wasser aus Solartauscher 2 und/oder 3 versorgen….

Wie wäre es mit folgender Idee: du pumpst den überschüssigen Ertrag (Bevor die Solaranlage abschaltet, weil der Kombispeicher bereits heiß genug ist und die Solaranlage keine Wärme mehr abgeben kann) mit einer zusätzlichen Pumpe, an einer mittels zweier Umschaltventile und einem Vorlauf-Rücklaufrohrbypass am Vorlauf montiert, den Überschuss in Puffer Nummer 2?

Dann müssen Puffer 2 und 3 dann auch keine Kombipuffer sein; mit dem gesparten Geld hast du schon die Pumpe in der Bucht geschossen.

Ich sitz gerade in München fest, muss heute auf so ne langweilige Tagung.

Wenn ich am Sonntag im Zug nach Hause sitz,werd ich mal was zeichnen.

Bil denne

Dieter

Micha antwortete vor 15 Jahren

Moin Dieter,

das hab ich jetzt nur begrenzt verstanden, bzw. reden wir denke ich teilweise aneinander vorbei.
Für 3 Puffer brauche ich nur 2 Umschaltventile, insgesamt gibt es dann 3 Schaltvarianten:

1. Alle Wärmetauscher in Reihe. Also gehts in den WT von Puffer 1 rein, der Ausgang davon in den WT von Puffer 2, dessen Ausgang in den WT von Puffer 3.

2. Der erste Speicher wird weggeschalten. Es geht in den WT von Puffer 2 und davon dann in den WT von Puffer 3.

3. Es geht nur durch den WT von Puffer 3.

Ich will auch keine 2 Kombispeicher. Warmwasser gibts nur im ersten Speicher, der Rest sind reine Heizungswasserpuffer, aber eben mit Solarwärmetauscher unten drin.

Wenn das Warmwasser im Kombispeicher leer ist, dann hat man tatsächlich ein kleines Problem. Die Frage ist wie oft das passieren wird.

Grundsätzlich muss man sagen, dass der Kombispeicher keine sonderlich gute Lösung ist. Aber er ist ja nunmal bereits vorhanden und hat viel Geld gekostet.
Ist bei unserer Anlage nicht anders, nur haben wir leider keine Solartauscher in den Puffern.
Deshalb arbeitet das Ganze da etwas anders. Der Kombispeicher läuft parallel zu den Puffern. Überschüssige Solarerträge werden in die Puffer gepumpt. Schön ist das allerdings nicht, man pumpt viel Wasser im Kreis, hat Verwirbelungen und viele Verluste. Aber in unserem Fall ging es eben dann nicht mehr anders.

Ich versuche mal einen Link einzufügen, da habe ich meine Anlage mal vorgestellt. Da müsste man auch einen Hydraulikplan finden denke ich.
Meine Heizungsanlage

Grüße, Michael

Edit: Hydraulikplan gibts da scheinbar doch nicht, zumindest aber eine Beschreibung.

Schichtarbeiter antwortete vor 15 Jahren

Also ich muss schon sagen, dass die Sache mit dem Einspeisen von Solarerträgen in die Puffer, wenn es denn so kommt und auch die anderen Varianten mit Mischern ganz schön kompliziert ist! Da braucht man doch bestimmt eine Regelzentrale mit den verschiedensten Fühlern usw.. Gibt es da so etwas? Und eure Überlegungen sind dahingehend, dass meine Solaranlage Leistung bringt. Da bin ich allerdings anderer Meinung – die ist gar nicht so effektiv, wie ihr glaubt. Ich sehe allerdings ein, dass sie nicht mehr funktionieren kann, wenn der HV Leistung in den Solarpuffer bringt. Sollte man den Solarpuffer vielleicht gar nicht mehr als solchen benutzen?
Ich muss euch Respekt zollen, eure Überlegungen sind schon klasse und lassen mich Probleme erkennen, über die ich nie nachgedacht hätte.

Gruß, Uwe

Micha antwortete vor 15 Jahren

Hallo Uwe,
was genau sind das denn für Kollektoren? Ich finde auf Anhieb im Internet die Sunset BWK 90/1 und BWK 90/2. Die scheinen auf den ersten Blick aber nichtmal so schlecht zu sein.
Vielleicht ist das ja eine günstige Gelegenheit deine Solaranlage mal etwas auf Vordermann zu bringen.
Zumindest wäre es denke ich sehr lohnend wenn du uns da mal so viele Daten wie möglich gibst (Kollektoren, Speicher, Regelung, Dachneigung, Dachausrichtung, usw.). Vielleicht kommt man dann der Sache ja auf den Grund.
Danach würde ich auch entscheiden was in Sachen Regelung etc. sinnvoll ist.
Was machst du denn beruflich? PC-Kenntnisse, Handwerkliche Kenntnisse?

Grüße, Michael

claus_kriews antwortete vor 15 Jahren

Hallo Schichtarbeiter,

empfehle dir einen DC30 GSE und mindestens 2000 ltr. Pufferspeicher- man will ja kein Kesselsklave werden und dauernd nachlegen müssen.

Im übrigen gehe mal in die Suchfunktion des Forums und schaue dir folgendes an :

Suchfunktion :

1.Hydraulik – Hier den Plan von woodstocker
2. Optimierung
3. claus_kriews

Mit freundlichen Grüssen

Claus_Kriews

Schichtarbeiter antwortete vor 15 Jahren

Hallo Mischa,

hier meine Daten:

Kollektoren: BWK 90 ( BWK = Brauchwasserkollektoren ! ), 8 Stück mit 13,6 qm
Speicher: K800/150 ( 150 = Brauchwasser ), Wärmetauscher 2,0 qm
Regelung: E1/D
Dachneigung: 30 Grad
Dachausrichtung: Süd-Ost ( Sonne zur Sommerzeit v. 9-16 Uhr )
Beruf: Staatsbediensteter
PC – Kenntnisse: nur Benutzer – aber Sohn sehr interessiert
handwerkliche Kenntnisse: sehr gut, nur ungern Elektrik

Wenn e-bay Kauf ( Überhaupt empfehelenswert? ) wie funktioniert das mit der Überprüfung, ob es der Richtige ist?

Gruß, Uwe

ZMEISTER antwortete vor 15 Jahren

Hi Uwe,
Ich komme Luftlinie ca. 30 KM weit weg von Dir her…
Ich gehe mal davon aus das du Flüssiggas verfeuerst warscheinlich auch noch schlimmerweise von Kabber GAS 🙁
Könnte ich Dir ein liedchen singen.. egal…
Also bei 2500liter FLGAS hättest du ein Jahresenergiebedarf von 18750 KWh.
Bei 180 Heiztagen wären das 104 KWh je Tag bei einem angenommenen Wirkungsgrad von 60%
wären das 104KWH *1,40=145,83 KWh also ca. 150KWh je Tag die du bereitstellen müstest.

Das wäre bei einem 30 KW Kessel 5 Stunden Brenndauer…

Das schafft der 30er GSE glaub ich mit einer Füllung…

Ein 25KW kessel würde 6 Stunden brauchen…

Die Pufferladung ist nun mal aussen vor…

Ich habe den Durchschnitt damals so für mich berechnet und kam so auf einen 20 KW (DC 18s).
Je nach Witterung und Dämmstandart schwankt dies aber stark…
Aber er ist für meine Bedürfnisse so Groß genug.

Bei -15 Grad läuft mein Kleiner aber auch 9-16 Stunden am Tag…welches aber ohne vernünftiges Tunig nicht gerade schön wäre…
Der Ablauf ist dann wie Folgt:
6.00 Anstochen von mir. 9-10 Uhr Nachlegen durch meine Freundin. Abends je nach dem nochmal eine Füllung.
Es Stellt sich immer die Frage wie oft und wie lange ist jemand zu Hause…
Ich für meinen Teil stoche lieber jeden Tag min. einmal als das ich die ganze Anlage runterziehe und dann Mühsam wieder alles auf Temperatur bringen muss…
Die Verluste beim Anheizen sowie beim Speichern von heizenergie ist deshalb nicht zu verachten!

Mein kleiner 18s wird quasi 6 Monate garnicht kalt meist starte ich mit 40 grad Kesselwasser wieder…

2-3 Brikkets zum warmhalten pro Tag sind auch nicht verkehrt…

Fals du interesse haben soltest einen Atmos mal in Natur zu sehen schreib mir ne PM…

PS der Schorni Löhr ist kein Poblem mit dem wird mann fertig 🙂

Micha antwortete vor 15 Jahren

Hallo,

also zur Leistung möchte ich noch etwas anmerken.
Der DC 30 GSE bringt denke ich nur sehr selten auch wirklich 30kW. Mehr wie 22-23kW schaffe ich eigentlich nicht.
Meist habe ich auch nur ca. 30-35kg Holzfüllung, das wären aber nur 100kWh. Ginge also nicht ohne nachlegen.
Andererseits wäre das denke ich auch nicht so sinnvoll. Brauchst schon ca. ne drittel Kesselfüllung bis die Mühle richtig läuft, der Wirkungsgrad der ersten Ladung ist somit eher bescheiden. Deshalb bitte genug Puffer und wenigstens 2 Holzfüllungen.

Micha