Hallo,
ich bin froh das es ein so tolles Forum gibt da ich einige Probleme und Fragen zu meiner Heizung habe.
Ich hoffe Ihr könnt weiterhelfen da ich mir ein altes Haus gekauft habe (2006) mit dieser Heizung inklusive.
Zu den Daten der Heizung vom vorletzten Jahr :
1x Buderus Junomat S305 mit einem MAN Raketenbrenner 25KW
1x Festbrennstoffkessel Buderus Juno 11.1-C 24KW
Beide Heizen das Haus ca.240m² Wohnfläche
Ölverbrauch durchschnittlich 3000l/Jahr 2006/2007 2007/2008
Holzverbrauch je nach gebrauch so ca. 10 Ster
Ich hatte mich letztes Jahr dann entschlossen die Heizung mit Pufferspeicher auszurüsten.
Zu den Daten der Heizung vom letzten Jahr :
1x Buderus Junomat S305 mit einem MAN Raketenbrenner 25KW
1x Festbrennstoffkessel Buderus Juno 11.1-C 24KW
2x 1000 Liter Puffer
1x Mischer mit elektronik
1x Ladomat 21
1x 3 Wegeventil
So jetzt zu den Problem vom letzten Jahr :
??Ist der Hydraulikplan richtig ??
Am Anfang nach der Installation wurden die Puffer nicht geladen also Mischer nachgerüstet daraufhin funktionierte es.
Nun habe ich das Problem das wir jede Stunde den ofen volladen müssen da er ziemlich schnell das Holz verbrennt dafür wird aber das Haus sehr schnell warm da der ofen nach 15 min schon auf 90° ist.
Aber es dauert ca. 12 Stunden um die 2 Puffer auf 80° zu bekommen Startbedingungen der erste puffer hat oben ca 40° unten 20° und der 2 puffer hat oben wie unten 20°
Wenn die 2 Puffer 80° erreicht haben entladen sie sich in 4-6 Stunden wieder komplett auf die Startbedingungen zurück Ist das normal ?
Das bedeutet das am nächsten morgen um 6-8Uhr die puffer komplett leer waren und die ölheizung ansprang
Trotz nachtabsenkung und letzte holzfüllung um 23 uhr
Das heißt ich musste jeden Tag heizen und jede 2 Stunden holz nachlegen Winter 2008/2009
Ok das nachlegen liegt wahrscheinlich am ofen aber warum lädt er die puffer nicht schneller auf ?
Dazu muss man auch noch sagen das Haus ist Baujahr 1950 also keine Aussenwanddämmung offener Dachstuhl (Lattung + Ziegeln).
Änderung dieses Jahr Dach neu + Dämmung + obere Gschossdeckendämmung
Und ich will mir jetzt einen Atmos DC 30 oder 40 GSE zulegen.
Welchen würdet ihr mir empfehlen ?
Und wenn ich den 40 nehme muss ich dann noch die Pufferspeicher erweitern um die Förderung zu
bekommen ?
Was ist hier am sinnvollsten
Atmos 30KW 2000 Liter
Atmos 40 KW 3000 Liter
Vielen Dank schonmal im voraus
Sven
Wenn ich jetzt nichts übersehen habe, funktioniert das so.
Auch wenn das Durchschleifen des Ölers immer ungünstig = Energieverschwendung ist.
Wenn GSE dann mindestens den 40er bei deinem Verbrauch und 3000l Puffer. Mehr ist besser. 4-5000 Liter wären bei deinem Ölverbrauch eher komfortabel.
Dann auch direkt die Hydraulik ändern.
Nur kärt das nicht die Frage wo deine Energie flöten geht.
Ich gehe davon aus, das dies die Situation jetzt ist, oder tritt der Fall auf wenns kalt wird?
Wie lange brennt eine Holzfüllung?
Kannst du grob sagen wieviel Kilo du momentan insgesamt verheizt am Tag? Am Besten mal wiegen.
Ich vermute mal, das da noch mindestens 20-30kwh/h drauf gehen.
Wären am Tag 480-720kwh.
Eindeutig zuviel.
Gruß Manuel
Wenn die 2 Puffer 80° erreicht haben entladen sie sich in 4-6 Stunden wieder komplett auf die Startbedingungen zurück Ist das normal ?
In einem 1000L Puffer kannst du bei 80° ca. 50Kwh verwertbare Energie speichern = 100kwh bei 2000L
Wenn dein 24kw Kessel brennt und mit 14kwh die Heizung versorgt, können noch 10kwh in den Puffer gehen, gibt zum füllen ~10Std, 70% Wirkungsgrad dann noch etwas länger.
Wenn du 14kw/h entnimmst ergibt das in 7 Std 98kwh= leer. Da es Abends/ Nachts kälter ist, werden es wohl mehr wie 14kw/h sein und so wäre der Puffer früher leer.
Es wäre möglich …..
Wie gut sind die Heizungsrohre und der Puffer isoliert?
Wie groß ist der Füllraum? um 24kw/h zu erzeugen brauchst du grob gerechnet ~8kg Holz wieviel kg legst du nach?
es passt ungefähr bei Minusgraden, bei 10° Plus wäre was faul.
Gruß Erwin
Hallo,
vielleicht sollte auch mal ein Hydraulikabgleich
an den Heizkörpern gemacht werden ich denke dort kann mann auch ne menge energie einsparen so war es bei mir
hier habe ich den beitrag von Hannes/ESBG gefunden. Echt eine tolle sache dieser aufsatz. Hannes Danke nochmal dafür.
MfG Manuel
ESBG:
Danke für die Lorbeeren, aber ein sogenannter „hydraulischer Abgleich einzelner Heizkreise“ ist eigentlich eine relativ einfache Sache nur mit sehr vieeel Zeitaufwand verbunden!
Grundsätzlich wird eine Heizungsanlage so ausgelegt dass z.B. der jeweilige Verbraucher eine Spreizung von 15 -20°C hat.
Wenn man nun einen Radiator hernimmt dann geht das warme VL-Wasser oben mit z.B. 50°C hinein und die Wassermenge soll so groß (oder eher klein) sein, dass unten am Rücklauf nur mehr 35°C herauskommen.
Als Beispiel: ein Radiator mit einer Leistung von 1500 W bei 20° Raumtemperatur benötigt mit den obigen Werten 116 L Wasser pro Stunde um seine leistung zu erreichen.
Man kann grob überschlägig pro 100 W mit einer Spreizung von 15° mit etwa 7,75 L Wasser /h rechnen.
Bei einer Gesamtheizleistung von etwa 15 kW für eine durchschnittliche Hütte sind das rund 1200 L/h als Gesamtumlaufmenge um diese Heizleistung zu erreichen.
Die Standardpumpe für derartige Heizkreise ist eine Grundfos UPS25-40 welche 3-stufig schaltbar ist und auf Stufe 1 genau diese Menge bei etwa 1,3 m Fürderhöhe bietet.
(Bei Wilo ist es die 25/4)
Wenn nun die Heizkörper OHNE hydr.Abgleich betrieben werden dann kriegt der erste im Netz z.B. gleich anstelle seiner im zustehenden 116 L das doppelte und der letzte kriegt gar nichts.
Dann kommt der Heizi und stellt die Pumpe auf Stufe 3 diese bringt dann etwa 2000 L/h bei etwa 2,2 m Förderhöhe.
Der Endeffekt ist dass nun auch der letzte HK warm wird aber die Spreizung zwischen VL und RL auf die Hälfte schrumpft und es in den Heizkörpern rauscht.
Mit dieser Maßnahme steigt nun die RL Temperatur an und der Puffer wird wesentlich schlechter genutzt, von einer „thermischen Schichtung“ ist keine Rede mehr.
Um aus diesem Dilemma rauszukommen muß man nun einen Verbraucher nach dem anderen in seiner Durchflußleistung schrittweise reduzieren und auch die Pumpenleistung entsprechend anpassen.
Als erstes sollte man sich seine Heizkörper auflisten und einmal die Gesamtleistung ermitteln, als nächster Schritt die Wassermenge pro Heizkörper ermitteln (siehe oben ca 7,75 L/h pro 100 W mit 15° Spreizung) damit hat man die Gesamtwassermenge welche pro h umzuwälzen ist.
Dann gibt man noch etwa 10-20% für die Rohrwiderstände dazu und vergleicht in einem Pumpendiagremm etwa mit welcher Stufe welche Pumpe die erforderliche Mengenleistung erbringt.
Nachdem man die Pumpe auf diese Drehzahlstufe eingestellt hat und eine gleichmäßige Vorlauftemperatur möglich ist, fängt man an bei den Heizkörpern die RL Verschraubung schrittweise einzudrosseln.
Die Heizkörperventile (oder auch die Thermostatköpfe) müssen bei diesen Arbeiten auf VOLL AUF bzw. maximale Temperatur gestellt werden!!
Ein Thermometer mit Kabelfühler (Innen / Aussenthermometer)ist dabei eine große Hilfe, den Aussenfühler klebt man in eine hözerne Wäscheklammer und zwickt diese an das RL-Rohr des Heizkörpers, so sieht man nach relativ kurzer Zeit welche Temperatur der RL hat.
Die gemeinsame VL-Temperatur ist ja für alle HK gleich und kann meist bei der Pumpengruppe abgelesen werden!
Also die Eintrittstemperatur oben am Heizkörper ist z.B. 50°C und unten kommt der RL mit z.B. 45° raus dann heisst das die Menge durch diesen Heizkörper ist wesentlich zu hoch.
Nachdem man den ersten HK so eingestellt hat zum nächsten und so weiter bis zum letzten, bitte besonders zu beachten die Reihenfolge sollte von der Pumpe weg gehen, also der nächste zur Pumpe als erster der entfernteste als letzter!
Nachdem man diese Runde einmal gemacht hat fängt man wieder von vorne an, meist muß man das Ganze 3x machen dann hat man für diesen Kreis eine halbwegs passende Abstimmung.
Ganz wichtig ist dass man nachdemman alle HK so eingestellt hat sich auf dem Einstellblatt (wo man vorher die Wassermenge ermittelt hat) aufnotiert wieviele Umdrehungen das RL-Ventil entweder AUF oder Zugedreht wurde (vom Anschlag)
Das ist ja nun ein richtiger Aufsatz geworden, bei Unklarheiten bitte mehrmals lesen und Nachdenken!!
MfG Hannes / esbg
Hallo,
und was macht man,wenn man an den alten Wellenheizkörpern keine RL-Ventile hat?
Kann man die optimale Spreizung auch über die Thermostate einregeln?
Die Vorlauftemperatur wird bei mir durch eine Witterungs gesteuerte Regelung verändert.
Gruß Rolf
Hallo Rolf,
die Einstellung über die Rücklaufverschraubung ist die ältere Variante die aber auch gut funktioniert.
Die neuere Lösung ist eine Voreinstellung der Heizkörperventile unter den Thermostatköpfen.
Ob das bei deinen Thermostaten geht musst du selbst raus finden.
Wenn man die Thermostatköpfe abschraubt ist an den Ventilen darunter meist ein Einstellring o.ä. zu sehen.
Haben deine Heizkörperventile keine Voreinstellmöglichkeit musst du dich mal schlau machen ob Ventileinsätze mit Voreinstellung erhältlich sind. Das kostet nicht so viel bringt aber einiges.
Grüsse
Volker
es passt ungefähr bei Minusgraden, bei 10° Plus wäre was faul.
Genau deswegen hab ich so genau gefragt. Irgendwie klingt das, als wäre es die aktuelle Situation.
Wir hatten hier Vorgestern gut 25 Grad.
Wer da heizen muß, wohnt im Kühlschrank.
Gruß Manuel
Hallo,
von Heimeier gibt es ein kostenloses Programm “ easyplan“
damit kann man die Einstellung seiner Thermostatventile
ausrechnen, sofern man einstellbare Ventile hat.
Es gibt wohl sogar ein Gerät von Heimeier, um die verstellbaren Innenteile des Ventil´s ohne Wasser ablassen zu tauschen.
Bei mir hat das sehr gut funktioniert.
Gruß Peter
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