Fragen und AntwortenDC32GS Abgastemperatur?
DC32 antwortete vor 16 Jahren

Liebe Atmosianer,
ich habe jetzt eine ganze Weile im Forum gesucht um einen Anhaltspunkt für die optimale Abgastemp. beim DC32GS zu finden.Leider ohne Erfolg.

Frage: Wie hoch darf die Abgastemp. sein um einen möglichst hohen Wirkungsgrad zu erreichen?
Danke

(Die Bedienungsanleitung habe ich nicht zur Hand, darin habe ich es mal gelesen aber auch erfolgreich wieder vergessen.)



16 Antworten
manter antwortete vor 16 Jahren

Ich glaube 225 oder 230 Grad sind angegeben.
Probier mal je nach Reinigungszustand Temperaturen
von ca. 225 (sauber) – 250 (Reinigung nötig) Grad.

Laut Atmos sind Temperaturen über 300 Grad ungesund (250 beim GSE).

Gruß Manuel

alfons antwortete vor 16 Jahren

Hallo DC32,

225° finde ich ideal, bei 210° kommt er manchmal nicht gut im Gang.

mfg
alfons

DC32 antwortete vor 16 Jahren

Danke

Juergen_S antwortete vor 16 Jahren

Hallo DC32,

genau 220° C nach Werksangabe.

Grüße
Jürgen (der auch einen DC 32 GS betreibt)

DC32 antwortete vor 16 Jahren

Hallo Jürgen,
ich glaube von Dir habe ich mal eine Einbauanleitung für die Brennraumkeramik bekommen. Danke
Nun zum Thema: hält Dein HV die 220 Grad ab Betriebstemp. bis zum Abbrand oder hat er „Spitzen?
Zweite Frage: Wenn Du den HV mit 100% Hartholz also Eiche/Robinie/Akazie beschickst, wie ist dann die Primärluft Einstellung?
Gruß Knut

Juergen_S antwortete vor 16 Jahren

Hallo DC32,

nein, die Anleitung war nicht von mir. Zuviel der Ehre …

Die Abgastemperatur fährt zügig hoch, erreicht eine Spitze – eher ein Plateau, das über mehrere Stunden gehalten wird – und fällt dann mit dem Ausbrand ab.

Bei der Erst-Inbetriebnahme kam der Kessel nicht richtig in Gang, AT um ca. 150° C. Nach dem Rausziehen der Luftstange hatte ich plötzlich 350° C.

In den folgenden Wochen folgten Experimente mit Rein- und Rausziehen der Luftstange. Ziel: Kann man die Stange auf einen festen Wert einstellen, so daß die 220° C möglichst genau erreicht UND gehalten werden?

Ergebnis: Jein. Mein Kamin hat extremen Zug (28 x 28 cm, 16 m) und je nach Wetterlage, Ausbrandphase, Windverhältnissen usw. pendelte die Abgastemperatur schnell mal weit über die 300° C-Marke.
Also: Es war nicht möglich, eine (relativ) konstante AT zu halten.

Dann habe ich einen Zugregler in die Kaminwange eingebaut:

Seitdem brennt der Kessel sehr stabil. An der Luftstange mache ich gar nichts (!) mehr. Der Zugregler sorgt für stabilen Kaminzug und die AT stabilisiert sich zwischen ca. 220° C und 250° C.

Ich mußte anfangs lernen, daß es eine Zeit braucht, bis die optimale Verbrennung („Plateauphase“) erreicht ist und es nicht notwendig ist, diesen Vorgang durch Rausziehen der Luftstange zu beschleunigen. Und später durch Reinschieben wieder zu bremsen…

Auch mußte ich lernen, daß ein paar Grad mehr kein Grund zur Panik sind …

Zusätzlich habe ich eine Drosselklappe in das Ofenrohr eingebaut (gibt´s als Fertigteil für Kaminöfen, ist nicht so eine Fummelei wie das Teil von ATMOS).

Bei meinem ersten „Kontrollgang“ steht das Abgasthermometer meist bei 250° C, an besonders kalten Tagen auch schon mal etwas drüber. Dann mache ich die Drosselklappe komplett zu und die AT fällt (langsam), bis sie bei 220° C -230° C „wie festgenagelt“ bis zum Ende bleibt.

Wir verbrennen hauptsächlich Buche und Eiche, es waren auch schon einige Raummeter Birke, Ahorn und Nadelholz dabei. Im ersten Jahr hatten wir durch eine Rodung sehr viel Nadelholz, da mußte ich die Stange etwas rausziehen.

Wie die richtige Einstellung bei Hartholz ist, kann ich Dir nicht sagen, weil das von den örtlichen Verhältnissen (Kamin) abhängig ist.

Werksangabe:

Stange bis zum Anschlag reinschieben; dann rausziehen:
bei Hartholz 6-10 mm
bei Weichholz 10-20 mm

Aber:
Einfacher ist es, den Kessel brennen zu lassen, das Abgasthermometer zu beobachten und danach die Stange zu verstellen. Wichtig: die Reaktion erfolgt erst nach Minuten.

Grüße
Jürgen_S

Volli antwortete vor 16 Jahren

Hallo Jürgen,

auch wenn ich die Frage nicht gestellt habe will ich dir für diesen tollen, übersichtlichen und sehr hilfreichen Beitrag danken.

So wünschte ich mir alle Beiträge. Sachlich die Frage beantwortend, übersichtlich und lesbar geschrieben.

Dieser Beitrag sollte in die ATMOSpedia ich weiss nur nicht wie.
Die GS Typen kommen dort leider etwas zu kurz.

Grüsse

Volker

holzsammler antwortete vor 16 Jahren

Mit meinem DC25Gs habe Ich im Normalfall 250°.
Aber an sehr kalten Tagen können es schon mal 300-320° werden.

Werksangabe:

Stange bis zum Anschlag reinschieben; dann rausziehen:
bei Hartholz 6-10 mm
bei Weichholz 10-20 mm

Habe konstand auf 10mm eingestellt,da Ich mit 4-5 Stck Kiefer anheize und obendarauf Buche ,Eiche kommt auch manchmal noch ein Stck Lärche mit dazwischen.
Aber alles 5-6 Jahre abgelagert.
Bin nach jeder Probiererei auf 10mm zurückgekommen.
holzsammler

manter antwortete vor 16 Jahren

Hallo Volker, einfach in die Pedia gehen,
rechts oben bei neuer Beitrag für die Pedia
auf Liste drücken.

Dann neues Thema wählen.

Ich kann es auch rein kopieren, sagt mir dann nur bitte, wie ich den Beitrag nennen soll.

Gruß Manuel

Juergen_S antwortete vor 16 Jahren

Hallo,

@ Volker
Danke!

Volker schrieb:
„Die GS Typen kommen dort leider etwas zu kurz.“

Ja, das ist mir auch aufgefallen. Vor 4 Jahren war das noch anders. Liegt wohl auch an der BAFA-Förderung, bei der die GS-Typen ausgenommen sind.

Jetzt scheint es hier nur noch GSE-Heizer zu geben, die nichts anderes im Sinn haben, als ihre Kessel mit Flex, Schweißgerät, Sensoren und PC-Steuerungen möglichst weit vom Originalzustand wegzubringen.

Neulinge werden verschreckt, weil sie meinen, einen GSE kann man ohne Umbauten nicht betreiben.

Als GS-Heizer traut man sich da kaum noch, was zu schreiben.

Dafür erfaßt mich im Stillen manchmal Freude (GSE-Heizer: nicht böse sein! ), wenn ich von diesem ganzen Belimo-Gefummel lese. Hab ich nicht, brauch ich nicht, will ich nicht. Dafür nehme ich auch mal dumme Bemerkungen in Kauf.
Der GS-Kessel läuft eben und ist sehr anspruchslos.

Holzsammler schrieb:
„Bin nach jeder Probiererei auf 10mm zurückgekommen.“

Genau. Das bestätigt, daß es eine allgemeine Einstellung der Luftstange nicht gibt, weil jeder andere Zugbedingungen hat.
Es kommt darauf an, das mit Blick aufs Abgasthermometer auszuprobieren.

Grüße
Jürgen_S

Volli antwortete vor 16 Jahren

Danke Manuel für den Tipp.

Ich habe mich weiterentwickelt und tatsächlich den Beitrag eingestellt. Hat garnich weh getan .

Da ist er.

Grundeistellung der Luftstange der GS-Modelle

Grüsse

Volker

Monty antwortete vor 16 Jahren

Hallo Jürgen_S,

Ich als GSE Heizer gebe Dir im Prinzip Recht.
Am Anfang heizte ich mit Werkseinstellung. Verbrannte aber 50 kg Buche, und das bei einem 25er Kessel, für eine Pufferfüllung mit HZG unterstützung. Mittlerweile regele ich die Drehzahl meines lüfters und komme noch auf 30 kg pro Abbrand. Ich denke das ist etwas Spielerei wert.
Neulinge sollten den Kessel so bedienen wie es in der Anleitung steht und wenn sie später wollen können Sie immer noch optimieren. Anregungen gibts im Forum genug.
Das ist auch gut so.

alfons antwortete vor 16 Jahren

Bei mir sind in die Luftstange 2 gesägte Kerben. Ich denke mann muss mit die Einstellungen immer zwischen diese 2 Kerben bleiben (Min – Max). Min = gans eingeschoben = Hartholz = 5mm. Max = Weichholz = 5 + 15mm = 20mm. In die Bedienungsanleitung spricht mann nicht von diese 2 Kerben. Wer weiss es genau?
mfg
alfons

dobia antwortete vor 16 Jahren
Juergen_S:

Jetzt scheint es hier nur noch GSE-Heizer zu geben, die nichts anderes im Sinn haben, als ihre Kessel mit Flex, Schweißgerät, Sensoren und PC-Steuerungen möglichst weit vom Originalzustand wegzubringen.

muß man nicht, aber man kann. (das machen aber auch GS-bezitzer).

Juergen_S:

Neulinge werden verschreckt, weil sie meinen, einen GSE kann man ohne Umbauten nicht betreiben.

da gebe ich dir recht, is vielleicht ne frage des verständnisses oder der forenunterteilung (normaler betrieb oder optimierung). allerdings bietet der atmos auch eine gute basis für umbauten.

Juergen_S:

Als GS-Heizer traut man sich da kaum noch, was zu schreiben.

ich scheine da wohl die ausnahme zu sein

Juergen_S:

Der GS-Kessel läuft eben und ist sehr anspruchslos.

prinzipiell ja, es gibt aber auch ausnahmen. ich glaube aber nicht, daß es beim GSE so viel anders ist.

grüße
dobia

holzsammler antwortete vor 16 Jahren
Bei mir sind in die Luftstange 2 gesägte Kerben. Ich denke mann muss mit die Einstellungen immer zwischen diese 2 Kerben bleiben (Min – Max). Min = gans eingeschoben = Hartholz = 5mm. Max = Weichholz = 5 + 15mm = 20mm. In die Bedienungsanleitung spricht mann nicht von diese 2 Kerben. Wer weiss es genau?
mfg

Hallo Alfons
Bei mir sind diese beiden Kerben durch mich entstanden ,selbst eingesägt.
Einmal bei 10mm und und die andere bei 6mm.
Aber Wie schon geschrieben verstelle Ich nicht mehr,bin immer wieder auf 10mm zurückgekommen ob Hart oder Weichholz unten zum anzünden liegen bei mir immer 3-4 Stck weichholz,dann meistens Hartholz,nur beim nachlegen nur auf den Rest Glut Hartholz.
Habe schon viel Probiert ( gespielt ) bin meistens am Ausgangspunkt wieder angekommen.
Das einzige was Ich behalten habe sind die Sparpumpen und den Belimo welcher nach Abbrand die Sekundärluftklappe verschließt.
holzsammler

DC32 antwortete vor 16 Jahren

Vielen Dank an Euch,

sorry Jürgen ich habe Dich mit Günther verwechselt.Der hat mir mal eine Beschreibung für den Keramikwechsel geschrieben, die dann auch wie Deine Antwort im Atmospedia landete.

Meine Frage ist hiermit beantwortet.

Ich bin froh mir endlich nach sieben Jahren Atmosbetrieb ein Abgasthermometer eingebaut zu haben. So ein Ding sollte zur Grundausstattung gehören.
Super Forum.
Gruß Knut