Hallo
Da ich mich nach 18 Jahren von meinem alten HV (Lohberger HS-Solo Plus mit 18kw und 95 Liter Füllraum) trennen muss – die Kesselwand ist durchgerostet – bin ich auf der Suche nach einem neuen und SIMPLEN Holzvergaser, wie z.B. diesen Atmos DC15E.
Da aufgrund einer Fehlplanung kein Platz für einen großen Pufferspeicher zur Verfügung stand und steht und auch der Rauchfangdurchmesser nur 140mm beträgt, soll es ein kleiner HV werden!
Mit meinem alten HV habe ich eigentlich sehr gute Erfahrungen gemacht. Die 18kw reichten vollkomen aus, rund 220qm Wohnfläche mit einem 500 Liter großen Puffer zu beheizen. Für die besonders kalten Tage oder extremen Übergangstage steht auch ein Warmluftkachelofen zur Unterstützung bereit!
Wir mussten zwar 3 Mal am Tag nachlegen aber dafür fast nie einheizen, weil durch den Stopp/Start Betrieb des HVs die Abbrandphase und Gluthaltung lange genug gedauert haben! Versottungen gab es totz des kleinen Puffers auch keine! Verbraucht wurden ca. 18 – 20rm Eiche incl. Warmwasser für 5 Personen. Das Nachlegen passt zu unserem Tagesrhytmus!
Jetzt zu meinen Fragen:
a)
Reicht dieser DC15E als Hauptheizung überhaupt für meine Situation aus?
Wie ich in diesem Forum bereits gelesen habe, ist es ein Naturzugkessel!
Stoppt bzw. Startet dieser Naturzugkessel automatisch die Verbrennung, wenn eine bestimmte Wassertemperatur erreicht ist oder brennt nur er mit gedrosselter Flamme (schlechter Wirkungsgrad) weiter!
Oder allgemeiner formuliert wie funktioniert die Regelung?
Der Zug liegt bei unserem Schornstein, zw. 18 und 26 Pa – bei Volllast sicherlich noch mehr – deshalb werde ich auch einen Zugbegrenzer einbauen.
Dass sich kein Gebläse anbauen lässt, habe ich bereits in diesem Forum gelesen!
b)
Kann man diesen Kessel mit einem 500 Liter Puffer überhaupt sinnvoll betreiben?
Ich kann mir vorstellen, dass gerade ein Naturzugkessel besonders viel Puffer benötigt, da er sich schwer regeln lässt!
c)
Gibt es GSE Kessel auch mit weniger als 23kw?
Schon der kleinste GSE-Kessel dürfte für 500 liter Puffer eindeutig zu stark sein.
Dabei leidet der Wirkungsgrad und die Gefahr der Versottung steigt stark an.
Mit den genannten 18kw vom alten HV habe ich locker das Auslangen gefunden – deshalb würde auch ein Kessel mit nur 15kw reichen
Danke im voraus für die Antworten
Hallo sjo,
das man einen HV, auch wenn das Haus einen enormen Heizbedarf hat, nicht vernüftig mit 500L PS betreiben kann ist Dir schon klar?(ist Dir ja auch schon im Nachbarforum aufgezeigt worden).
Dir ist schon klar das die HV jetzt einer zweijährigen Messung unterliegen?
Deshalb würde ich das Augenmerk darauf legen welcher HV erfüllt die Anforderungen nach der 1.BimschV.
Was nützt Dir ein HV der die wiederkehrenden Messugen nicht erfüllt.
Dazu gibt es hier reichlich zu lesen z.B. http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2902459&r=threadview&t=3627110&pg=1
Torsten
Hallo,
dein HV ist möglicherweise aus genau dem Grund durchgerostet, weil der Kessel zu oft im Teillast vor sich hin schmorte.
Für einen 15kw Kessel sollten 850L Puffer reichen, aber 500L sind zu wenig.
Ein HV sollte immer Volllast fahren und nicht im Teillastbereich brennen.
Hallo sjo,
ich würde eine Konstruktion nicht „um den Fehler herum“ bauen.
Schwachpunkte sind der zu kleine Puffer und evt. der zu geringe Kaminquerschnitt. Daraus resultiert ein zu kleiner Kessel, zu geringer Komfort (mehrfaches Nachlegen), kein Abbrand unter Vollast > erhöhter Schadstoffausstoß, schlechter Wirkungsgrad.
Ich würde mir Gedanken darüber machen, ob es nicht doch möglich ist, einen größeren Puffer unterzubringen. Der Puffer kann durchaus auch „sehr weit“ vom Kessel entfernt stehen (Garage, Schuppen, andere Etage, …). Sogar ein kleiner Anbau wäre denkbar. Hängt natürlich sehr von den örtlichen Gegebenheiten ab.
Was den Kamin angeht, würde ich zunächst mit dem Bezirksschornsteinfegermeister sprechen. Der Abgasstutzen hat bei allen ATMOS-Kesseln bis 50 kW einen Durchmesser von 152 mm. Ob das bei 140 mm Kaminquerschnitt geht, wage ich zu bezweifeln. Verjüngungen im Abgasweg sind normalerweise unzulässig.
Je nach vorhandenem Gebäude kann es kostengünstiger sein, einen neuen Kamin ausreichenden Querschnitts hochzuziehen. Sei es massiv, als Massiv-Bausatz oder als Edelstahl-System.
Das mag sich zwar alles sehr aufwändig anhören, allerdings könnte sich der Aufwand lohnen.
Grüße
hallo miteinander
kleiner hinweis:
mindestpuffervolumen nach neuer BimschV mind. 12l/liter füllraum und 55l je KW bei volllastkesseln !!
sind diese werte nicht gegeben, ist der kessel im teillastbetrieb zu messen.
Hallo und danke für die schnellen Antworten!
@gonztop
Ja, das mit dem Pufferspeicher habe ich jetzt geschnallt!
Zu meiner „Verteidigung“ muss ich erwähnen, dass es vor 18 Jahren tatsächlich noch nicht so wichtig war – ein Puffer war zwar gut und sinnvoll aber es geht auch ohne Puffer!
Ich habe mir damals den HS-Solo auch ohne Pufferbetrieb bei jemanden angesehen!
Ja aber so ist es – die Zeiten ändern sich!
Ich wohne in Niederösterreich – der Ofen wurde eigentlich immer alle 2 Jahre „überprüft“
Das ist für mich nichts Neues!
Beanstandet wurde dabei nie etwas – die Heizflächen waren zwar etwas vom Glanzruß überzogen aber das dürfte sich im normalen Bereich befunden haben – der Schornstein war immer in Ordnung.
Wie es nun in Zukunft mit den Messungen aussehen wird, wenn man einen neuen Kessel haben möchte, werde ich nächste Woche erfahren – dann kommt nämlich der Rauchfangkehrer!
Wahrscheinlich muss ich dann, so wie von Hartmut erwähnt, unbedingt ausreichend Puffer unterbringen.
Einen Hoffnungsschimmer gibt es aber den traue ich noch nicht auszusprechen. Ich muss noch meine Frau umstimmen….
@Juergen_S:
Ich habe im Forum auch schon einiges über diesen DC15 gefunden!
Ich denke damit werde ich tatsächlich Probleme mit den Messungen bekommen.
Außerdem bin ich auf einen neuen kleinen echten HV Vigas mit 16 kw hingewiesen worden!
Der ist für einen Rauchrohrdurchmesser von 140mm geeignet!! (obwohl der Anschluss 159mm hat)
Eine Verjüngung von 150mm auf 140mm habe ich bei meinem alten Kessel schon gehabt – das genehmigte der Rauchfangkehrer. Der Vigas hat allerdings 159mm Durchmesser. Naja in einer Woche bin ich klüger…
@“Klaus_S“:
Das war ja eigentlich das „Tolle“ am HS-Solo plus. Es gab keinen Teillastbetrieb, wie bei den heutigen modernen Kesseln. Der Kessel lief entweder im Vollastbetrieb oder er war ausgeschaltet! Dabei war ständig Holz im Füllraum. Man konnte Nachlegen, wann immer man Zeit oder Lust hatte.
Natürlich war der Startanlauf in Bezug auf die Verbrennung nicht optimal und auch die Stoppphase war nicht „digital“ möglich – er brannte immer noch ein wenig nach und beruhigte sich erst langsam. Aber dafür war der Kessel immer heiß und kühlte nie aus! Während der Abbrandphase gab es somit mehrere Stopp/Start Phasen.
Aber die Zeiten ändern sich! Mit den großen Puffern lässt sich natürlich eine bessere Verbrennung erreichen!
Eine Frage habe ich aber doch dazu:
Einheizen, 5-7 Stunden volle Power (öfters Nachlegen bei großen Puffern) und anschließende Abkühlung für viele Stunden und dann wieder Einheizen mit voller Power, muss doch jeden Ofen zusetzen?
Oder sind diese HV dafür konstruiert?
Das wäre auch interessant: wie lange hält ein Atmos oder Vigas HV?
Ich habe eigentlich schon auf rund 25 Jahre für den HS-Solo gehofft.
Teuer genug war er ja (so zw. 70.000 – 80.000 Schilling glaube ich)!
Noch eine Frage:
Hat jemand einen Tipp zur Verhinderung von Verpuffungen?
Damit hat mich nämlich mein alter Kessel ziemlich geärgert – selten mit Eiche und extrem stark mit Birke!
Danke und Grüße
Einheizen, 5-7 Stunden volle Power (öfters Nachlegen bei großen Puffern) und anschließende Abkühlung für viele Stunden und dann wieder Einheizen mit voller Power, muss doch jeden Ofen zusetzen?
Oder sind diese HV dafür konstruiert?
Genau so hält ein HV am Längsten.
Ich habe eigentlich schon auf rund 25 Jahre für den HS-Solo gehofft.
Teuer genug war er ja (so zw. 70.000 – 80.000 Schilling glaube ich)!
Schwer zu sagen. Zwischen 3 und 30 Jahren schätze ich mal. hier im Forum sind einige Atmos, die fast 10 Jahre auf dem Buckel haben. Denen sieht man das nicht an. Richtige Betriebsweise vorausgesetzt.
Hat jemand einen Tipp zur Verhinderung von Verpuffungen?
Damit hat mich nämlich mein alter Kessel ziemlich geärgert – selten mit Eiche und extrem stark mit Birke!
Keine Ahnung, war bei mir noch nie ein Thema. Wenn der HV richtig eingestellt ist, sollte da nichts verpuffen.
Gruß Manuel
Da kommt Freude auf…
Mein 50gse wenn ich so richtig weiterbetreibe hält er locker 30 jahre..
Kessel 2: Buderus G105U,17kw Öl,WWB 300 ltr.
Regelung: RLA Centra Mischer ZG 32
Puffervolumen: Gruß Manfred
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