Fragen und AntwortenÜberlegungen zur direkten Solareinbindung
spacy antwortete vor 16 Jahren

Ich ueberlege derzeit, wie ich unsere derzeitige Holzheizung (40GSE-Kessel mit 3000L Pufferspeicher) wirtschaftlich sinnvoll um eine Solaranlage erweitern kann. Dazu zunaechst erst einmal ein paar Anlagendaten:

– Bivalente Anlage Holz/Erdgas mit automatischer Umschaltung, wenn jemand ein Feuerchen macht bzw. nicht macht
– 3x1000L Puffer nach Tichelmann verschaltet
– Puffer Nr. 1 ist ein Kombispeicher mit integriertem Waermetauscher zur Erwaermung des Brauchwassers
– Leider hat der 1. Puffer jedoch *keinen* Solarwaermetauscher (wahrscheinlich der groesste Planungsfehler, den wir gemacht haben)
– die Puffer 2+3 werden bei Erdgasbetrieb von Nr. 1 getrennt. Letzerer dient dann nur noch als „Frischwasserstation“, waehrend die Gastherme an den Puffern „vorbei“ heizt

Nun zu meinen Ueberlegungen:
– ich liebaeugle mit einem Roeherenkollektor (3,xx qm)
– da wir im Gebirge wohnen (Oberharz) kommt eine Aufdachmontage nicht in Frage (das Dach hat im Winter einen gut 1m dicken Eispanzer…). Somit bleibt nur, denn Kollektor auf die gruene Wiese neben den Heizungskeller zu stellen und ihn im Winter zu demontieren. Diese Loesung macht wg. der oertlichen Gegebenheiten die Verrohrung sogar einfacher. Suedausrichtung ist sichergestellt.
– hinsichtlich der Hydraulik habe ich mir ueberlegt, im Sommer einfach Puffer 1 (der dann ja von Nr. 2+3 getrennt ist) unten anzuzapfen und das Heizungswasser in den Kollektor zu schicken. Das warme Wasser vom Kollektor soll dann retour in der Mitte des ersten Speichers eingeleitet werden, und zwar dort, wo die Gasheizung im augenblick ihr „kaltes“ Wasser fuer die Warmwasserbereitung herholt.

Der Sonnenkollektor wuerde dann praktisch wie eine Ruecklaufanhebung fuer die Gastherme funktionieren bzw. die Therme komplett deaktivieren, sobald ausreichend heisses Wasser von denn Kollis kommt.

Was ich mir von der Loesung verspreche:
– kein zusaetzliches Ausdehnungsgefaess fuer den Solarkreis
– kein Glykol im Solarkreislauf (Anlage wird im Winter entleert und demontiert)
– 1. Pufferspeicher muss nicht ersetzt werden
– nur eine Pumpe fuer den Solarkreis: Ich habe bereits ueber einen externen Plattenwaermetauscher fuer den Solarkreis nachgedacht, allerdings braucht man dann 2 Pumpen und bei der geringen Effizienz einer thermischen Solaranlage ist dass schon fast ein KO-Kriterium

Worueber ich mir den Kopf zerbreche:
– dass die Gastherme durch den Kollektor zu heisses Ruecklaufwasser bekommt. Allerdings sitzt dort auch der Sensor, welche der Gastherme „Warmwasser ausreichend heiss“ signalisiert. Und wenn dieser 80 Grad meldet, bleibt die Therme – so wie im Holzbetrieb auch – aus.
– durch das alljaehliche Montieren/Demontieren bzw. Fuellen/Entleeren des Kollektors staendig etwas sauerstoffreiches Frischwasser in den Heizkreislauf gelangt (ich schaetze mal so 20-30 Liter), was dann fuer eine verstaerkte Korrosion an Kessel, Heizkoepern und Pufferspeichern sorgen keonnte.

Sind meine Bedenken begruendet, habe ich irgendwo einen Denkfehler?



8 Antworten
ZMEISTER antwortete vor 16 Jahren

Hi, Also grundsätzlich find ich das demontieren im Winter viel zu lästig…

Ich würde an deier Stelle ein Drucklossystem bauen weil a. Sind Frostdamit das kleinere Poblem und man braucht kein Ausdehngefäss…

Bei mir gehts über PWT mit 2 Pumpen..
Du sagtest das 2 Pumpen den Exitus für die rentabilität wären die 2 Pumpen sind das kleinste Poblem…

Dafür Sparst du jede menge Kohle bei der Anschaffung…

Soche Kollys die ich hab sind recht günstig ich habe damals 700€ für 40Stk. Röhren bezahlt…
Eingefrohren sind mir die Leitungen auch schon 2 mal und es läuft trotzdem noch…

Der Pluss hat gerad die Dinger im Angebot für 699€ je Stk.
Aber die gibts auch biliger …

Sowas hier meine Ich…
Keine Werbung!
http://cgi.ebay.de/Solaranlage-Vakuumrohren-80-Liter-Warmespeicher-/120562565988?cmd=ViewItem&pt=Solaranlagen&hash=item1c1216c364

Die bauste in 2 Stunden auf,
Wenn du die über PWT mit Puffer wie ich fährst ist es nur Ratsam sie nicht ganz zu befüllen dann nur ca. 1/3
Dann bekommt man schneller höhere Temps…

MFG ZM

luschu antwortete vor 16 Jahren

Ein Plattenwärmetauscher ist eine Sinnvolle Lösung für Dein Problem und bis dort kannst Du auch mit einer Glykolflüssigkeit fahren die vom PKW das schont auch Deine Pumpe.
In den Rücklauf der Therme würde ich nicht fahren wenn es eine Brennwerttherme ist bringt Sie den größten Nutzen je kälter der Rücklauf ist. Ab temperatur x also wärmer als der Rücklauf geht die Ladepumpe an und dann schaltest Du mit einem Umschaltventil 40° für den Heizungspuffer und wenn 55° dann in den Puffer wo Du Brauchwasser machst.

Gruß Lutz

Ein kleines Ausdehnungsgefäß muß schon sein den Rest machen ein Thermostat und zwei Differenztemperaturschalter

manter antwortete vor 16 Jahren

Und leider ist Tichelmann auch nicht optimal für die Geschichte. Besonders mit dem Kombispeicher. Bei einer friwa sähe das anders auch.

Evtl. macht es da Sinn den Kombi in Reihe zu den 2 anderen zu hängen. Die kannst du dann bei Tischelmann lassen. Im Sommer lädst du dann erst den 1. Puffer von oben. Im Winter kannst du mittig und unten in die 2 hinteren Speicher einspeisen.

Gruß Manuel

MaxMueller antwortete vor 16 Jahren

Danke erst einmal fuer die Vorschlaege und Anregungen.

Die Tichelmannschaltung ist insofern kein Problem, da der Kombipuffer im Sommer hydraulisch von Nr. 2+3 getrennt ist. Und im Winter wird die Solaranlage – soviel ist sicher – oft komplett im Schnee verschwinden.

Wirtschaftlich stellt sich die Sache so dar, dass die 3qm-Anlage max. 750 Euro Material kosten darf. Aber wirklich incl. allem! Dafuer spielt die erforderliche Arbeitszeit keine Rolle.

Ueber einen Plattenwaermetauscher habe ich auch schon nachgedacht. Nur befuerchte ich, dass die zweite Pumpe das Budget sprengt. Andererseits, wenn man bei der alljaehrlichen Montage/Demontage dann doch versehentlich mal ein Rohr des Kollis beschaedigt…gruebel. OK, also doch Waermetauscher und Glykolkreislauf.

Nun nochmal zur Idee der Ruecklaufanhebung. Klar, warmes Ruecklaufwasser in der Brennwerttherme verringert deren Wirkungsgrad. Aber wie viel ist dass wirklich?

Das Problem hier oben im Nordstau des Harzes besteht darin, dass Tage mit eidel Sonnenschein nicht gerade haeufig sind. (Der Brocken hat z.B. statistisch nur 56 nebelfreie Tage/Jahr). Hier auf 600 Meter ist es zwar nicht ganz so schlimm, aber im gefuehlten Schnitt gibt es auch nur jeden 3. Tag Sonne. Wie warm wird denn das Wasser sein, welches die Kollis an einem bewoelkten Tag bei 16 Grad Aussentemperatur abgeben? 20 Grad, 30 Grad?

Der untere Teil der Puffer hat im Sommer vielleicht 8-9 Grad. Wenn ich den ueber den Sommer dank solarer Unterstuetrzung auf 25 Grad halten kann, duerften m.E. die Speicherverluste merklich sinken? Und sollte es richtig war werden, dann kann ich ja tatsaechlich auch oben in den Puffer hinein fahren und die Therme komplett ausser Dienst setzen.

Was den aktuellen Brennwertnutzen bei der Warmwasserbereitung betrifft, duerfte dass im Moment auch nicht so dolle sein. Die Therme holt bei der Warmwasserbereitung das Ruecklaufwasser aus der Speichermitte – die so um die 40-50 Grad hat.

ZMEISTER antwortete vor 16 Jahren

Gut gut aber 750 € Wir wohl eher eng…

Weil 2 Kollys mit min. 20 Röhren das schon kosten..
Steuerung rund 160€
Rohre ect schnell 250€

Du bist schneller an 1250 Material wie du kucken kannst…

luschu antwortete vor 16 Jahren

Hallo Max

Bei diesem engen Budget macht die Umschaltung auf einen anderen Puffer keinen Sinn Du müßtest versuchen mit der Zirkulationspumpe und einer ordentlichen Steuerung gleich nur Brauchwasser durch den Wärmetauscher zu jagen. Und garnicht erst Heizkreiswasser das ganze mit Temperaturdifferenzschaltern dann sollte es was werden.

Schönes Wochenende Lutz

klaena antwortete vor 16 Jahren

Bei dem Budget wird nicht viel machbar sein. MAG Pumpenstation Regelung und Frostschutz kosten ja schon soviel. Da bleibt gar kein Geld mehr für Kollektoren übrig.
Wenn du aber nur Warmwasser machen willst und im Gebirge bist vergiss auch ganz schnell die Röhren Kollies die braucht kein Mensch um im Sommer Wasser warm zu machen. Maximal die billigsten Falchkollektoren und selbst das wird fast noch zu teuer.
Bei dem Budget mußt du dir aber noch was ganz anderes einfallen lassen müssen.

Einen günstigen PWT, zwei gebrauchte ungeregelte Pumpen von Ebay. Eine sehr günstige Solarregelung die die beiden Pumpen regeln kann. zwei KFE Hähne zum füllen und entlüften der Solarseite. Verrohrung im Haus mit Kunststoffrohr,nach außen nur Schlauch. Als Kollektor einfache Kunststoff Poolkollektoren. So könntest du preislich hinkommen.
Gruß Klaena

spacy antwortete vor 16 Jahren

bei Nebel oder Wolken bringen nur Röhren etwas an Leistung, den ganzen Rest kann man doch knicken. Und das Budget ist zu klein und die Lage ungünstig, wenn wirklich so viel Nebel ist, ist fraglich, ob sich das jemals rechnet.