Guten Abend,
ich betreibe seit Frühjahr 2002 einen Atmos/Ferro FH20S.
In den ersten Jahren war das Gebläse in der Brennkammer so stark, dass mir der Abbrand – insbesondere nach der Anbrandphase – zu schnell von statten ging.
Inzwischen kommt aber aus den je drei Düsen der seitlichen Lüftungslöcher der Feuerraum Seitenwände kaum noch ein Lüftchen, sodass der überwiegende Zug nur noch von den Düsen im Düsenstock erzeugt wird. Weil fast keine Luft aus den Seitenwänden kommt, ist die Verbrennung entsprechend schlecht, was die angefügte Aufnahme zeigen soll. Die Wände sind immer tiefschwarz mit Glanzruss. Früher war insbesondere die Türinnendichtung immer weiß, was auf einen sauberen Abbrand zurückzuführen ist.
Dabei sind die Abgastemperatur mit 234°C und der CO2-Gehalt mit 13,9% nicht so dramatisch schlecht. Wenn das anders wäre, hätte sich der Schornsteinfeger schon gemeldet.
Trotzdem will ich der Sache nachgehen.
Die Züge sind gereinigt. Die Paddel des Lüfterrades stehen auf 90°. Der Zugbegrenzer sowie die Primärlufteinstellung sind in Ordnung.
Vielleicht kann jemand etwas zu dem Thema sagen.
Nachdem, was Simon inzwischen in einem anderen Beitrag zum Wechsel der Keramik geschrieben hat, wird mir klar, dass es bei mir wohl auch so sein muß.
Auch bei mir haben die Seitenteile Risse.
Auch bei mir ist die Düse stark ausgefranst. Mein Kessel ging im Februar 2002 in Betrieb und seither habe ich etwa 120 Raummeter Holz verheizt.
Ich wäre aber trotzdem beruhigter, wenn mir jemand die Zusammenhänge zwischen den Rissen in den Seitenteilen und der ausgefransten Düse mit der inzwischen schlechten Verbrennung und insbesondere mit der Holzteerbildung in der Brennkammer erklären könnte. Liegt es vielleicht an den veränderten Druckverhältnissen im gesamten Lüftungssystem des Kessels?
Reicht der Druck, der durch die Risse und die ausgefranste Düse verloren geht, nicht mehr aus, um im oberen Teil des Kessels die Belüftung durch sechs Löcher in den beiden seitlichen Keramikteilen der Brennkammer aufrecht zu erhalten?
Ich möchte vor einem Austausch der Keramik eben sicherstellen, dass die schlechte aber immer noch funktionierende Keramik die Ursache für die Teerbildung in der Brennkammer ist.
Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen, Werner
Nach dem Austausch der seitlichen Keramkteile und der Düse ist die Verbrennung nur unwesentlich besser als zuvor.
Bei einer kompletten Befüllung des Brennraums (87 l) entsteht im oberen Teil der Brennraumkammer noch immer sehr viel Teer.
Weil ich auch noch den Lüftermotor gewechselt habe, ist auch diese Fehlerquelle ausgeschlossen.
Demnächst werde ich auch noch den Bereich der AHK gründlich reinigen aber so langsam habe ich alle Tipps aus dem Forum abgearbeitet, ohne dass sich etwas grundlegendes im Betrieb des Kessels geändert hat. Hm.
Krassss!!!
Wegen den Rissen tauscht Du die Keramik???(die hab ich auch).
Über die Düse kann man keine Angaben machen(keine Bilder)-aber solange die Sekundärluftöffnungen noch nicht erreicht sind–>Reparatur immer möglich.
Teer in der Brennerkammer wäre fatal.
Teer im oberen Füllraum wäre bis zu einem gewissen Grad normal.
Teerbildung hat viele Ursachen:
-feuchtes Holz
-Kesseltemperatur zu gering
-was für eine Rücklaufanhehbung???
Kann ich jetzt nicht so recht glauben.
Und das erst Recht nicht.
Sorry das ich so nerve-mehr Infos-mehr Antworten.
Torsten
Hallo Torsten,
die Düse hatte 8 Heizperioden hinter sich und wurde während dieser Zeit nicht geschützt, wie beispielsweise von Woodstoker empfohlen. Die Düse war deshalb bis in die Sekundärluftöffnungen ausgefranst. Eine Reparatur war nicht mehr möglich. Ein Ausbau der Düse ohne Beschädigung der keramischen Seitenteile der Füllraumkammer (Du hast Recht: nicht Brennkammer) erschien und erscheint mir nicht möglich.
[Teer im oberen Füllraum wäre bis zu einem gewissen Grad normal.)
Ich habe ja den Vergleich aus den vergangenen Heizperioden. Die Teerbildung war in den vergangenen Jahren nur dann hoch, wenn ich den Kessel mal versehentlich überladen hatte, sodass die Gebläsestillstandszeiten länger wurden.
Das Holz ist abgelagert. Restfeuchte etwa 15-20%.
Ich fahre mit voller Kesseltemperatur, d.h. 85-90°C.
Rücklaufanhebung: Honeywell Braukmann FR124, auf 90°C eingestellt.
Sekundärlüftungsbolzen: bis Anschlag rein und wieder 6mm heraus, wie es der Hersteller empfohlen hat.
Warum ein nicht mehr voll funktionsfähiger Lüfter keine Fehlerquelle sein soll, ist mir nicht klar. Ein zweiter Lüftermotor bedeutet Plan B. Das Problem: auch Plan B bringt keine Lösung.
Lüfterrad gereinigt.
Lüfterdichtung (Sibralpapier) ausgetauscht.
Kaminzug in Ordnung.
Die Ursache ist wahrscheinlich klein aber die Auswirkungen relativ groß. Der Betrieb der Anlage ist im Moment zumindest nicht optimal, was auch aus Umweltschutzgründen nicht zufriedenstellend sein kann. Auch deshalb will ich an der Sache dran bleiben und würde mich über weiter Meinungen und Hinweise freuen.
Gruß, Werner
Werner,
Ist das nicht ein Feuerzugregler, kann man nicht als RLA verwenden.
Kessel 2: Buderus G105U,17kw Öl,WWB 300 ltr.
Regelung: RLA Centra Mischer ZG 32
Puffervolumen: Gruß Manfred
Hallo Manfred,
ok, der Feuerzugregler ist auf 90°C eingestellt.
RLA. Handelt es sich hierbei vielleicht um das Drei-Wege-Mischventil, das direkt hinter der Kesselpumpe installiert ist?
Hallo Manfred,
die Rücklaufanhebung wurde von meinem Installateur als RTS25 bezeichnet. In einem Ersatzteilkatalog von Atmos wird das Thermoregelventil als TV 25 bezeichnet.
Für mich ist aber schwer vorstellbar, dass die übermässige Teerbildung mit einer Fehlfunktion der Rücklaufanhebung zusammenhängen soll.
Ehr vorstellbar sind irgend welche Undichtigkeiten, z.B. an der Anheizklappe, die dazu führen, dass in der Füllvorratskammer der Abbrand nicht nach unten führt sondern auch nach oben.
Was mich auf jeden Fall stört, ist die Tatsache, dass im Bereich der je drei Luftöffnungen der seitlichen Keramikteile in der Füllraumkammer praktisch keine Luftbewegung zu verzeichnen ist. Wenn das Gebläse in Betrieb ist und ich ein Feuerzeug vor eine dieser Luftöffnungen halte, zieht das Feuer des Feuerzeugs in Richtung Luftöffnung. Es wird also nicht etwa ausgeblasen. Ist das die normale Richtung des Luftzugs? Lt. Atmosprospekt sollte die Luft aus den Luftöffnungen der keramischen Seitenteile doch eigentlich Richtung Düse gehen?
Anbei zwei Fotos:
a) Vergleich Düse neu/alt
b) Einbau der neuen Düse und Keramik
Gruß, Werner
Meine Anlagekomponenten:
Therm. Solaranlage (Flachkollektor) 4,4m2 – Buderus Logano G115 Öl – Atmos DC20GS/Ferro FH20S – 800 l-Puffer sowie 300 l Solarspeicher
Moin McGyver,
Echt krass Deine Düse, aber nach 8 Heizperioden ohne Schutz-die darf dass–>und dann noch die Seitenteile-kann schon sein.
Ich behaupte einmal-läuft oder läuft nicht-wenn er läuft, dann Lüfterrad überprüfen–>haste gemacht.
Wenn die RLA mit zu niedriger Temperatur arbeitet–>Kesseltemperatur geht runter–>Teerbildung
Scheint auch flach zu fallen, da KT 85-90°C.
Ich glaube das ist nicht so einfach. Du hast ein Saugzuggebläse-bei geschlossener Tür wird Luft durch die Öffnungen gesaugt nicht gedrückt–>bei geöffneter Tür wird da wohl nichts mehr gesaugt.
Das kann durchaus sein. Vermehrte Teerbildung an der Anheizklappe bzw. am Wärmetauscher vorhanden?
Was mir noch dazu einfällt-Abgasrohr zum Schornstein bzw. Schornstein frei-da gab es schon die dollsten Sachen.
Gruß Torsten
Werner,
wenn du genau wissen willst ob deine Luftlöcher frei sind, dann stelle mal eine kleine Kerze vor dem Prim Luftloch.Flamme soll direkt vorm Loch brennen.
Füllraum schließen und Gebläse einschalten, müßte normal die Flamme ausgehen.
Dann schau mal was passiert.
Kessel 2: Buderus G105U,17kw Öl,WWB 300 ltr.
Regelung: RLA Centra Mischer ZG 32
Puffervolumen: Gruß Manfred
Hallo Torsten und Manfred,
mit Euren Hinweisen habe ich neuen Mut geschöpft, die Anlage doch noch mit „Bordmitteln“ ertüchtigen zu können.
Rücklauftemperaturanhebung und Kerzentest
]Rücklauftemperaturanhebung
Ich habe irgend wann den Druck am Rad oberhalb des Dreiwegemischventils verstellt, weil die Kesselkreispumpe einen permanenten grellen Pfeifton abgegeben hatte.
Möglicherweise habe ich damit die Rücklauftemperatur derart negativ verändert, sodaß genau das passiert ist, was nicht passieren soll: Kondensierung der Luft an den Wänden im oberen Bereich der Füllraumkammer.
Das Dreiwegemischventil verteilt also das Wasser in einem bestimmten Verhältnis (je nach Druckvorgabe?) in die HV-RLA, den Pufferspeicher sowie in den Buderusölkessel, über den bzw. dessen Logamatic die Wärme zu den Heizkörpern des Hauses bzw. zur Brauchwassererwärmung gelangt. Mir ist nicht klar, was ich mit einer Druckveränderung erreiche. Was bewirkt ein höherer, was ein niedrigerer Druck an der Einstellung oberhalb des Dreiwegemischventils?
Anderes Thema: die Anheizklappe ist nochmals gereinigt worden, der Wärmetauscher wurde erst im September gereinigt.
Die AHK schließt recht fest.
Anderes Thema: Abgasrohr und Schornstein habe ich soeben nochmals gereinigt.
Füllraumtür: auf Dichtigkeit überprüft – ok.
Kerzentest:
Die Kerze habe ich etwa 55mm vor eines der Primärlöcher gestellt. Angezündet. Tür geschlossen. Gebläse eingeschaltet. Nach 10 Sekunden geöffnet: die Flamme war erloschen. Test wiederholt. Das gleiche Ergebnis.
Morgen will ich die Anlage wieder in Betrieb nehmen.
Bis dahin vielen Dank für Eure Hinweise, Gruß, Werner
Hallo Torsten, hallo Manfred,
anbei ein Link zum Foto RLA.
Ich hatte die Anlage heute wieder in Betrieb genommen. Die gestern veränderte (vermutlich erhöhte) Druckeinstellung hat dazu geführt, dass der Kessel heute wiederholt seine maximale Temperatur von 90°C überschritten hatten. Deshalb kam es häufiger als zuletzt zu Gebläsestillstandszeiten. Gleichzeitig kam es im Betrieb nicht mehr zu einem Abfall der Kesseltemperatur auf < 80°C, sodass die Kesselkreislaufpumpe nicht ausgestiegen ist. Dies passierte zuvor wohl aus dem Grund, um den Kessel nicht auszukühlen (Minderung des Korrosionsrisikos).
Das Ganze ist wohl auf die erhöhte Rücklauftemperaturhochhaltung zurück zu führen. Damit erhielt das Kesselwasser eine andere „Basistemperatur“ sodaß die Temperaturspanne bis zum Erreichen der maximalen Kesseltemperatur geringer war.
Ob damit das Problem (Teerbildung in der Füllraumkammer) gelöst ist, kann ich noch nicht sagen. Jedenfalls kam es heute zu keiner zusätzlichen Teerbildung in der Füllraumkammer.
Vermutlich stimmt die Überschrift, die ich eingangs diesem Thread gab, nicht. Es liegt höchst wahrscheinlich nicht am fehlenden Zug in der Brennkammer!
Gruß, Werner
Moin Werner
Das darf eigentlicht nicht sein-der Lüfter soll durchlaufen.
Vermehrte Teerbildung bekommt man meistens durch eine zu geringe Rücklauftemperatur oder durch Teillastbetrieb(Lüfter läuft nicht durch z.B. Wärme wird nicht weg geschaft).
Beim Atmos würde ich sagen-verstellt mal dies oder das.
Aber der Ferro hat ja eine völlig andere Steuerung-da bin ich raus.
Deine RLA ist ja ein TV 60°Cund damit sollte man im normalen Betrieb eigentlich keine 85-90°C Kesseltemperatur bekommen.
Aber was soll das Ventil über dem TV, das sieht noch so neu aus-war das schon immer drin??
Das ist für mich so eine Art Strangulierventil.
So etwas habe ich im Zusammenhang mit einer RLA noch nicht gesehen. Ich schätze einmal das Du an diesem Ventil auch gedreht hast?
Torsten
falls das ventil an der rla fest sitzt, hast du keine rla mehr.
vielleicht mal zudrehen und wieder öffnen.
gruß heri
Hallo Torsten,
ich vermute immer noch, dass Du mir insbesondere mit der RLA den entscheidenden Tipp gegeben hast. Wegen der hohen Durchschnittstagestemperaturen von gestern und heute heize ich allerdings für kurze Zeit mit Öl. Lies bitte weiter.
hallo Henri,
ja, ich muss mich in den nächsten Tagen an das Zusammenspiel von Dreiwege-Thermoventil, dem Ventil darüber und der Kesselkreispumpe heran tasten. Dazu gehört auch, den Druck am Ventil zu verändern und dann zu schauen, was passiert.
Das Ventil über der RLA hatte ich – wie oben bereits geschrieben – irgend wann verstellt.
Das Ventil ist seit 2002 (von Anfang an) so eingebaut. Ich habe diesen Teil der Anlage vor der Fotoaufnahme gereinigt.
Deshalb sieht es so neu aus. Die Anlage ist 2002 von einem Ferro-Techniker abgenommen und in Betrieb gesetzt worden.
Die Ferro-Betriebsanleitung ist in vielen Punkten zu dünn. Des Weiteren kenne ich auch keinen regionalen Heizungsbauer, der sich mit HV-Kesseln, insbesondere mit Atmos/Ferro-Kesseln auskennt. 2002 war meine Anlage der erste HV-Kessel im Bezirk unseres Schornis (Saarland, Landkreis Saarlouis). Es sind zwar seither welche hinzu gekommen aber nicht von Atmos oder Ferro.
Die Gebläsestillstandszeiten hatte ich schon immer, was sicherlich auch am häufigen Teillastbetrieb liegt. Die nachträgliche Dachisolierung führte dazu, dass der gesamte Wärmebedarf des Hauses reduziert wurde. Trotzdem war Teerbildung selten, die Verbrennung zumeist sehr sauber.
Der Schorni reinigt seit 2002 drei mal jährlich und beanstandete den Kamin noch nicht.
Ferro hat angeboten, einen Techniker zu schicken. Das würde allein ca. 500,-€ Anfahrt kosten. Das ist keine Option.
Gruß, Werner
Hallo McGyver,
Bei Deiner RLA sollte links der VL dran sein, rechts gehts zum RL Kessel und oben kommts vom Puffer.
Stimmt das so?
Das Überdruckventil würde ich ganz öffnen.
Schau mal in den Postleitzahlen nach und Du wirst staunen wieviel Saarländer es mit Atmos gibt.
Hallo Monty,
stimmt so. Ich habe das Ventil jetzt komplett geöffnet. Morgen früh feuere ich an.
Saarländer. Kirkel-Neuhäusel kenne ich gut.
Gruß, Werner
Hallo McGyver,
In Kirkel ist ein Atmos und ich wohne in Altstadt.
Könnte auch sein dass das Ventil wie ein Druckminderer aufgebaut ist. Wenn du einen Druckminderer ganz aufdrehst (entlastet)geht nichts mehr durch und damit (bei dir) kein Kaltes Wasser vom Puffer.
Gruß
Roland
Hallo Stihl064,
Mit voll aufdrehen meine ich, in die Stellung stellen, in der der größte DURCHFLUSS vorhanden ist.
Der Kessel sollte das schaffen.
Ich habe in den vergangenen Tagen mehrere Varianten mit dem Strangregulierventil sowie mit dem Dreiwegemischventil ESBE TV 60 probiert und schließlich auch noch die Kesselkreispumpe getauscht.
Alles bei reduzierter Holz-Füllung (Füllraum).
Das Ergebnis der Verbrennung ist immer das Folgende:
1. Feuerzugregler auf 80°C eingestellt.
2. Strangregulierventil (Druckminderer): Druckerhöhung (Scala 0,3 bar).
3. Erhöhter Druck auf das ESBE TV60-Dreiwege-Mischventil und damit auf die Kesselkreispumpe.
4. Kesselkreispumpe beginnt grell zu pfeifen.
5. Kesselkreispumpe kann höchstens mit Stufe 2 weiterbetrieben werden. Stufe 3: extrem grelles Pfeifen.
6. Funktionsminderung der Kesselkreispumpe – Rücklaufanhebung deshalb zu schwach.
7. Wasserumschlagsmenge im Kessel ist zu gering.
8. Strangregulierventil zurückgestellt (Scala 0,1 bar).
9. Kesseltemperatur steigt.
10. Kesselkreispumpe scheint auszufallen – keine Zirkulation spürbar.
11. Saugzuggebläse steigt aus.
12. Kesseltemperatur steigt weiter.
13. Thermische Ablaufsicherung löst bei einer Kesseltemperatur von 110°C aus.
14. Kesselkreispumpe mit separater Stromversorgung in Gang gesetzt.
15. Kesseltemperatur fällt nur langsam.
16. Thermische Ablaufsicherung stellt den Betrieb ein.
17. Kesseltemperatur pendelt sich auf hohem Niveau > 90° ein.
18. Saugzuggebläse steigt wieder ein.
19. Nach dem Abbrand: extrem starke Teerbildung in der Füllraumkammer
Nachdem auch der Tausch der Kesselkreispumpe keine Besserung gebracht hat, bleibt nur noch der Tausch des ESBE TV 60.
Wahrscheinlich werde ich die Anlage zuvor noch einmal ohne Kesselschutz, d.h. ohne das „Innenleben“ des ESBE TV 60 betreiben, um sicher zu gehen, dass dieses Teil die Kesselzirkulation behindert.
In der vergangenen Heizperiode funktionierte der HV zwar nicht mehr optimal (wegen der abgenutzten Düse) aber ich hatte keine Probleme im Vergleich zur aktuellen Situation.
Ich schliesse deshalb darauf, dass der hydraulische Abgleich aller Heizkörper des Hauses in Verbindung mit dem Einbau einer Hocheffizienzpumpe Auswirkungen auf die Hydraulik der HV-Anlage hat. Wahrscheinlich war schon zuvor die Installation nicht optimal doch erst die jetzige hydraulische Veränderung brachte den Gau.
Mir kommt es so vor als würden die Pumpen gegen einander arbeiten.
Gestern war ein Heizungsbaumeister bei mir im Keller und mir schien als ob er sich für mein Problem interessieren würde.
Ansonsten bin ich gezwungen mit Öl zu heizen.
Gruß, Werner
Aber der Ferro hat ja eine völlig andere Steuerung-da bin ich raus.
Das bezweifele ich erheblich. Die eigentliche Kesselsteuerung ist wie bei Atmos/Rentsch. Ferro macht nix an den KEsseln.
Yussuf-Du lebst auch noch???(da tun sich doch parallelen zu Hartmut auf).
Am Kessel macht Ferro nichts-aber die Steuerung???
Ich habe zwei Drehknöppe(so langsam ja nicht mehr)–>Ferro?–>ich bin immer noch raus!
Torsten
Was macht Deine Gastrominie???(Du hast wohl gerade keine Schicht)
Richtig ist, das Ferro sein Geschäft mit Heizungssteuerungen macht. Dazu wird ein normaler Kessel mit der normalen zweidrehknöpfesteuerung mit Computer aufgerüstet. Der steuert alles, ausser irgendwas am Kessel selbst.
Hallo Werner!
Beim Lesen der ganzen Geschichte sind mir zwei Sachen aufgefallen:
1. Du schreibst am 11.11.10, daß der Wärmetauscher erst im September gereinigt wurde. Ich mache meinen Wärmetauscher jede Woche sauber. Bei einem Ölkessel rechnet man bei 1mm Ruß mit ca. 5% Energieverlust. Warum sollte das bei einem Holzkessel anders sein?
2. Das Ventil über dem ESBE TV 60 (Foto) scheint ein Überströmventil zu sein. Im normalen Heizkreis verbindet es Vor- u. Rücklauf u. begrenzt den Förderdruck von ungeregelten Heizungspumpen, um Strömungs- u. Pfeifgeräusche zu vermeiden. Was das Ventil zur Rücklauftemperaturanhebung beitragen kann, ist mir rätselhaft!
Gruß Kerni.
Hallo Kerni,
zu
1. Ja. Du hast Recht! Ich muß den Wärmetauscher öfter reinigen.
zu
2. Das Ventil über dem ESBE TV 60 (Foto) scheint ein Überströmventil zu sein. Im normalen Heizkreis verbindet es Vor- u. Rücklauf u. begrenzt den Förderdruck von ungeregelten Heizungspumpen, um Strömungs- u. Pfeifgeräusche zu vermeiden. Was das Ventil zur Rücklauftemperaturanhebung beitragen kann, ist mir rätselhaft!
Wir haben am 6.12. folgende Veränderungen vorgenommen:
a) Verbindung HV-Kesselvorlauf-Strangregulierventil-Dreiwegemischventil (erneuert) – Kesselkreispumpe – HV-Rücklauf.
Anmerkung: zuvor waren zwei der drei Anschlüsse am Dreiwegemischventil Verbindungen vom (zum)Pufferspeicher. Kein direkter Anschluß am HV-Kesselvorlauf.
Mir ist es rätselhaft, weshalb das 8 Jahre lang funktionieren konnte!
b) Einbau einer automatischen Entlüftung über dem Pufferspeicher.
Nach der erneuten Inbetriebnahme passierte Folgendes: Die Kesselkreispumpe schaltete sich zu, lief aber wegen des „zugedrehten“ Strangregulierventils defacto im Leerlauf.
Die Kesseltemperatur überstieg die 90°C-Marke. Das Gebläse schaltete sich ab.
Nach dem Öffnen des Strangregulierventils erhielt die Kesselkreispumpe Wasserzulauf. Die Zirkulation im Kessel wurde begonnen. Das Dreiwegemischventil mischte Vorlaufwasser des HV-Kessels und Vorlaufwasser des Pufferspeichers.
Der entscheidende Fehler, der jetzt auftrat, war, dass geschätzte 90% der vom HV erzeugten Energie über den Vorlauf in den Pufferspeicher gefahren wurden und nur etwa 10% im Buderus-Ölkessel ankamen. Die Folge war natürlich: wenn der Buderus-Ölkessel keine Energie geliefert bekommt, kann er auch keine weiterverteilen.
Ok dachte ich. Dann entlade ich eben zeitgleich den Pufferspeicher während der Beladephase.
Auch das funktionierte nicht. Die Energie kam nicht im Ölkessel an.
Gut dachte ich: ich setzte die Pufferspeicherentladepumpe in umgekehrter Richtung ein. Nein! Dann drückt sie in den Vorlauf des Ölkessels.
Ich werde die nächsten Schritte also wieder mit meinem Heizungsbauer absprechen müssen. Nein, nicht mit dem, der die Anlage gebaut hat!
Sicher scheint mir, dass wir eine – bisher nicht vorhandene – saubere hydraulische Trennung zwischen Pufferspeicherbe- und -entladung herstellen müssen.
Im Moment führen zwei Leitungen zum Pufferspeicher aber nur eine Leitung davon weg (zwei mal Rücklauf, ein mal Vorlauf).
Zugleich müssen wir erreichen, daß ein höherer Teil des HV-Vorlaufs in den Ölkessel gefahren wird und nicht in den Pufferspeicher. Dies müssen wir wohl ebenfalls mit einem Mischventil regeln. Ein herkömmliches T-Stück – wie im Moment vorhanden – kann keine Steuerungsfunktion übernehmen.
Was mir des Weiteren Sorgen macht ist die Tatsache, dass noch immer keine saubere Verbrennung stattfindet. Noch immer bildet sich in der Vorratskammer sehr viel Glanzruß.
Wie immer würde ich mich über Eure Zuschriften freuen,
Gruß, Werner
So, ich bin mir jetzt ganz sicher, dass in der RLA ein Überströmventil verbaut wurde, das ist natürlich vollkommener Quatsch!
Zusammen mit der Tatsache, dass der vorhandene Ölkessel dazu mißbraucht wird, das im HV erhitzte Heizungswasser weiter zu leiten u. zu diesem Zweck ständig auf Temp. gehalten wird (vorsätzliche Energieverschwendung), ergibt das Ganze einen Sinn. Nämlich Schwachsinn! Der Planer bzw. Installateur der Anlage war ein Idiot! Nach 8 Jahren ist da natürlich nichts mehr zu holen.
Tipp: Am besten mal einen Hydraulikplan der Gesamtanlage ins Forum stellen u. das Überströmventil erst mal bis 1 zurück drehen!
Hallo Kerni,
Ich hatte die Anlage heute bei komplett geöffnetem Strangregulierventil (Überströmventil) in Betrieb.
Zeitweise wurde eine (Öl)Kesseltemperatur von 54°C und damit eine Vorlauftemperatur in die Heizkörper von knapp
50°C erreicht, was heute ausreichend war, um das Haus auf Temperatur zu halten.
Die Brauchwasseraufbereitung funktionierte ebenfalls.
Nachdem sich die Kesselkreispumpe abgeschaltet hatte (Kessel-temperatur < 80°C) schaltete ich die Pufferspeicherentladepumpe manuell zu und erreichte im Ölkessel ein maximale Temperatur von 61°C.
Das Ganze ist natürlich eine völlig inakzeptabele Lösung.
Ich versuche ein Hydraulikschema vom Ist-Zustand zu erstellen. Aber wie bekomme ich dieses Schema (Dokument) dann hier ins Forum? Über welchen Dienstleister?
Gruß, Werner
Die Zeichnung muss erst mal mit einem Scanner in den Computer kopiert werden. Der weitere Ablauf sollte dann wie bei einem Bild funktionieren. Dieses Verfahren ist in der Atmos-Maske (auf dem Bildschirm links)unter Bilderupload beschrieben.
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