Fragen und AntwortenPrüfung bestanden mit Pr.luft 33, Sek.luft 37mmm
fritz235 antwortete vor 15 Jahren

Der Schornsteinfeger hat unseren DC 30 GSE jetzt beste Abgaswerte bescheinigt. Wir haben die Abgasprüfung bestanden. Allerdings war zuerst viel zu wenig Sauerstoff im Abgas. Er wunderte sich schon daß der Ofen überhaupt brennt. Erst nachdem die Sekundärluft 37 mm und die Primärluft 33 mm geöffnet wurde hat es gepaßt. Was meint ihr dazu? Ich habe in die Füllraumtür eine Silikondichtung reingemacht. Vielleicht ist die zu dicht und von Atmos wird schon einkalkuliert daß da Luft in die Füllraumkammer kommt?
Liebe Grüße
Holzliebling



17 Antworten
PIRTY85 antwortete vor 15 Jahren

Welche Art und Qualität von Holz?

Und wie ich es deute, war wohl vorher die Prim. ganz zu?

Dieter_R antwortete vor 15 Jahren

Hallo Holzliebling.

Wenn ich den Kessel ungeregelt mit der Lufteinstellung wie du sie beschreibst betreibe, fängt er nach 30m Min an zu tanzen und toben.

Fazit für mich: es gibt keine Standarteinstellung für den Kessel, dazu sind wichtig arameter zu individuell und zu einflussreich.

Ich gratuliere dir und wünsche einen entspannten Betrieb:-))

Dieter

Holzliebling antwortete vor 15 Jahren

Also ich habe mit Buche geheizt und vorher soweit es ging die Rinde abgemacht. Die Primärluft war vorher so 1-2 mm geöffnet.
Gewummert hat er vorher schon und tuts jetzt auch noch immer mal wieder.Ich weiß jetzt auch nicht, ob ich die Einstellung so lassen soll oder wieder etwas reduzieren.
Liebe Grüße
Holzliebling

Spornrad antwortete vor 15 Jahren

Hallo Holzliebling,
ohne Restsauerstoff Messung im Abgas ist das mit dem Einstellen halt recht schwierig. Wichtig wäre da die Lambda Sonde, weil man dann den Restsauerstoff direkt sehen kann. Das ist schon sehr hilfreich auch wenn man nicht zusätzlich noch eine automatische Regelung einbaut. Kann ich nur empfehlen

Postmann antwortete vor 15 Jahren

Der Atmoskessel ist eine Rakete.Die Einstellung ist bei jeder Kesselgröße anders.die- Großen-(48kw) sind weicher und laufen runder.Aber die -Düse-muß immer sauber sein ,dann kein Bubbern und Fauchen.MFG postmann

manter antwortete vor 15 Jahren

Könntest du uns mal die Werte geben, sobald du den Bescheid hast?

Gruß Manuel

Holzliebling antwortete vor 15 Jahren

Hier die Werte der Messung:
Staubgehalt im Abgas 0,01 g/m3
Kohlenmonoxid im Abgas 0,03 g/m3
jeweils bezogen auf Sauerstoffgehalt im Abgas in Vol.% 13,00

Wärmeträgertemp. 80 Grad Celcius
Abgastemp. 254 Grad Celcius
Sauerstoff 4,3 %

Ich überlege mir auch gerade ob ich eine Lambda-Regelung einbauen soll. Ich stelle mir halt vor daß durch die ständige Anpassung der Luftzufuhr die Verbrennung optimiert wird was weniger Verbrauch bedeutet und ich hoffe, daß das Wummern dann auch entgültig weg ist. Nur selber einbauen traue ich mir nicht zu. Da müßte es eine Firma geben.
Liebe Grüße
Holzliebling

manter antwortete vor 15 Jahren

Wie ich es mir gedacht habe. Die Primärluft ist zu hoch.

Die Abgastemperatur sollte bei 190 – 200 Grad liegen und der Rest O2 bei ca. 6-7 Prozent.

Man hätte zuerst die Abgastemperatur über die Primärluft regeln müssen und dann die Sekundärluft für den Rest O2 anpassen.

Hast du ein Abgasthermometer? Wenn nicht ist guter Rat teuer.
Du mußt halt die Primärluft von Anfang an auf das richtige Maß reduzieren.
Über 250 Grad sind auf Dauer schädlich und der Abgasverlust ist damit natürlich auch recht hoch.

Vielleicht meldet sich ja noch jemand dazu.

Gruß Manuel

manter antwortete vor 15 Jahren

Noch zur Regelung:

Ein einfacher LC (oder für 19 Euro mehr oder so mit Abgastemp.-Messung) zur Kontrolle und ein Abgasthermometer (zusammen etwa 300 Euro) reichen da auch.
Einmal richtig von Hand eingeregelt, ändert sich da nicht mehr so viel.
In der Anheiz- und Ausbrandphse ist eine Regelung natürlich von Vorteil, aber ein muß ist sowas nicht. Es geht auch ohne.
Ich bin froh mit meiner Regelung, aber wenn man es nicht selbst bauen kann ist das nicht so gut.

Gruß Manuel

Holzliebling antwortete vor 15 Jahren

Ein Abgasthermometer habe ich. Das zeigt immer so um die 220 Grad an. Es ist aber nicht geeicht. Ich werde mal jetzt die Primärluft etwas reduzieren und prüfen wie die Abgasthemperatur runter geht. Was soll ich denn mit der Sekundärluft machen? Bei 37 mm stehen lassen? Zu was benötige ich denn den Restsauerstoffgehalt und wie kann ich den verändern?
Zur Zeit benötigen wir ziemlich viel Holz. Das hängt wohl auch mit der Luftzufuhr zusammen.
Liebe Grüße
Mathias(Holzliebling)

manter antwortete vor 15 Jahren

Die Sekundärluft mußt du mit verringern, da sich die Druckverhältnisse der gemeinsamen Luftzuführung mit verändern.

Mehr Sekundärluft = mehr Rest-O2.

Am Besten würde dir da mal ein 30 GSE Heizer ein paar Werte geben.

Früher bei mir am 40er:

4mm Prim.
14mm Sek.

AGT 185 Grad

Könnte auch bei dir klappen.

Werte für Buchenholz.
Bei Fichte mehr Prim.

Gruß Manuel

cuedog antwortete vor 15 Jahren
manter:

Mehr Sekundärluft = mehr Rest-O2.

Gruß Manuel

Nicht unbedingt. Ich habe die Erfahrung gemacht seit ich den Lambdacheck habe und es schön beobachten kann, das zwar der Rest-O2 sich erstmal erhöht wenn ich primär weiter öffne,aber wenn sich die Geschichte eingepegelt und erstmal mehr Holz brennt(mehr Holzgas freigesetzt wird) ich die sekundär auch erhöhen muss.

manter antwortete vor 15 Jahren

Etwas Zeit zum einpendeln muß man dem Feuer immer lassen.

Also hast du so gesehen bei einer Erhöhung der Primärluft nach einer gewissen Zeit weniger Rest O2 und erhöhst daher die Sekundärluft anschließend auch.

Bedeutet also nichts anderes als
mehr Sekundärluft = mehr Rest-O2.

Oder hast du dich verschrieben und meinst wenn du die Sekundärluft erhöhst? Aber das kann dann unmöglich sein.

Gruß Manuel

cuedog antwortete vor 15 Jahren
manter:
Etwas Zeit zum einpendeln muß man dem feuer immer lassen.

Also hast du so gesehen bei einer Erhöhung der Primärluft nach einer gewissen Zeit weniger Rest O2 und erhöhst daher die Sekundärluft anschließend auch.

Bedeutet also nichts anderes als
mehr Sekundärluft = mehr Rest-O2.

Oder hast du dich verschrieben und meinst wenn du die Sekundärluft erhöhst? Aber das kann dann unmöglich sein.

Gruß Manuel

Nee passt schon so,anderum gehts ja garnicht.

Hatte mich weiter oben verlesen bzw primär und sekundär im Gedanken verwechselt.

sorry

manter antwortete vor 15 Jahren

Kein Ding, wer hat sich nicht schon mal vertippt oder verlesen.

Hab z.B. mal schnell noch mein „kleines“ Feuer korrigiert.

Gruß Manuel

Holzliebling antwortete vor 15 Jahren

Also wenn ich das richtig verstanden habe sollte ich ein Gerät kaufen welches den Restsauerstoff mißt(LC). Bedeutet das dann, daß ich bei jedem Abbrand manuell erst Primärluft wegen Abgasthemperatur und dann Sekundärluft wegen Restsauerstoffmenge einstellen muß? Oder reicht es wenn ich es einmal mache (solange sich die Holzart nicht ändert?
Jetzt habe ich mal die Sekundärluft bei 10 mm und die Primärluft bei 20 mm eingestellt. Zur Zeit verbrenne ich Mischholz.
Mathias

fritz235 antwortete vor 15 Jahren

Hallo Mathias

Ich hab den 40er von 2005 bis Februar 2010 auch mit grösstenteils festen Einstellungen und dem Abgasthermometer immer im Blick betrieben, aber halt erst nach Inbetriebnahme des LC gemerkt, dass diese über lange Zeit halt doch nicht so top waren.
Es gibt einen sehr geradlinigen Weg mit dem LC zu einer festen Einstellung abhängig vom Feuerholz zu finden (und dies hat dann nichts mit dem Schornie Meßergebnis als Kurzzeitbetrachtung zu tun) und dann den Kessel zu betreiben.
Die Steuerung der Sekundärluft die der LC ermöglicht ist dann halt ein weiterer Schritt, welcher sich bei mir im Holzverbrauch bemerkbar gemacht hat.

Grüsse aus dem frostigen Frankenwald: aktuell – 17°
Fritz235

DC 40 GSE seit Oktober 2005, 3000L Puffer, FT mit Secundär-Linearbelimo LH230ASR, Luftrennung nach Kaffenberger, Primär-Drehbelimo LM230ASR, ungedämmter Altbau 250m2 beheizte Fläche, Thermovar mit 80° Einsatz, 7,50m Schornstein 20x20cm, Zugluftbegrenzer, AHK stillgelegt, 8. Wirbulator, Holzart z.Zt. Fichte 15-8% Feuchte, bis Halbstämme 25cm Durchmesser und Viertelstämme 30cm