Fragen und AntwortenWie kann ich einen GSE mit geringem Aufwand tunen?
Hartmut antwortete vor 13 Jahren

In einem anderen Thread habe ich diese Frage schon mal gestellt und aufgrund der PNs denke ich, daß für dieses Thema ein eigener Thread aufgemacht werden soll.
In diesem Forum sind meiner Meinung-Erfahrung nach (ich bin seit Beginn dabei) viele technische und elektronische Laien, die den Erkenntnissen und Umbauten der „Freaks“ gar nicht mehr folgen können – oder möchten. Die meisten wollen eigentlich nur Tips, wie man den Werks-Atmos optimal einstellt – und wenn dieser dann optimal läuft, sich die Frage stellt:

„Was kann ich tun, um noch ein bißchen mehr aus dem Atmos rausholen, damit ich Holz spare?“

Also, welche Maßnahmen bringen mehr Holzausbeute, ohne die Abgaswerte zu verschlechtern (die geförderten HVG werden jetzt ja alle 2 Jahre gemessen)- und ohne viel Geld in Elektronik, usw. zu investieren (ich denke, das Maximale sollte 300 € sein)?

Viele Grüße aus dem Spessart

Joachim



54 Antworten
Gust antwortete vor 13 Jahren

Hallo Joachim,

Die nachfolgend beschriebenen Maßnahmen kosten keine 50 Euro und bringen auch bei nicht elektronisch aufgemotzten Kesseln eine niedrigere Abgastemperatur (bei gleicher Leistung) und damit mehr Wirkungsgrad.
Wirbler

Gruß
Gust

sebest antwortete vor 13 Jahren

…da stellt sich zuerst die frage wie hoch die energieausbeute im derzeitigen zustand ist.
zu ermitteln anhand eines wärmemengenzählers und einer personenwaage oder um eine ungefähre aussage zutreffen könnte man die heizung für einen „abbrand“ abschalten und feststellen wieviel energie im puffer landet.
liegt man so um die 90% ist alles im grünen bereich,bei weniger könnte man sich langsam an ein wenig „tunning“ herantasten.

Spessarter antwortete vor 13 Jahren
sebest:
…da stellt sich zuerst die frage wie hoch die energieausbeute im derzeitigen zustand ist.
zu ermitteln anhand eines wärmemengenzählers und einer personenwaage oder um eine ungefähre aussage zutreffen könnte man die heizung für einen „abbrand“ abschalten und feststellen wieviel energie im puffer landet.
liegt man so um die 90% ist alles im grünen bereich,bei weniger könnte man sich langsam an ein wenig „tunning“ herantasten.

Hier gehts nicht um meinen Kessel sondern um alle GSE Kessel !
Wir gehen einfach davon aus, daß die Kessel optimal eingestellt sind (und da kommt kein Werks-Atmos über 85 % Wirkungsgrad (Holzausbeute) während des kompletten Abbrandes !)

Grüße
Joachim

HartlBe antwortete vor 13 Jahren
sebest:
liegt man so um die 90% ist alles im grünen bereich,bei weniger könnte man sich langsam an ein wenig „tunning“ herantasten.

Spessarter:
Wir gehen einfach davon aus, daß die Kessel optimal eingestellt sind (und da kommt kein Werks-Atmos über 85 % Wirkungsgrad (Holzausbeute) während des kompletten Abbrandes !)

Bei Wirkungsgrad-Angaben ist immer die Frage von welchem Wirkungsgrad reden wir??? Wie wurde die %-Zahl ermittelt???

– Feuerungstechnischer Wirkungsgrad – den misst der KAminkehrer rein aus den Abgasen…
– Kesselwirkungsgrad über dem Heizwert – Wärmemengenzähler, Holzwaage und WikiPedia-HEizwert-Tabelle als Grundlage
– Kesselwirkungsgrad über dem Brennwert – der wäre physikalisch gesehen der richtige..

Spessarter antwortete vor 13 Jahren

Dann gehen wir mal davon aus, daß der Kesselwirkungsgrad (Brennwert)optimal ist (keine Diskussionen wie hoch der bei dem und demjenigen ist !) und den wollen wir mit „Tuning“ verbessern. Das ist ein Thema für die Heizer, die sich mit Ihren Kessel gut auskennen und optimal eingestellt haben, so daß nichts mehr am Werkskessel rauszuholen ist.

Es geht in diesem Thread einfach nur um dieses eine Thema:

Was kann ich tun, um die Holzausbeute beim GSE zu verbessern und maximal 300 € dafür auszugeben.

Ich hoffe, daß mich jetzt jeder verstanden hat, worum es mir -und vielen anderen geht !

Grüße
Joachim

Monty antwortete vor 13 Jahren

Hallo Spessarter,

Drehzahlsteller für den Lüfter. Spart viel Holz.

Anheizen, volle drehzahl, Primär ganz auf.
Bei über 150° AGT, Primär zu, drehzahl auf MIN.
Sekundär auf Werkseinstellung.
Danach eventuell noch Feinheiten.

Gruß Monty

alfons antwortete vor 13 Jahren
Monty antwortete vor 13 Jahren

Hallo alfons,

Warum morgens früh?
Hatt mit dem Verbrauch nichts zu tun.
Ich heize lieber abends spät, dann brauche ich weniger für die HZG und habe mehr für die Puffer.

Gruß Monty

Feueresel antwortete vor 13 Jahren
Spessarter:

sebest:
…da stellt sich zuerst die frage wie hoch die energieausbeute im derzeitigen zustand ist.
zu ermitteln anhand eines wärmemengenzählers und einer personenwaage oder um eine ungefähre aussage zutreffen könnte man die heizung für einen „abbrand“ abschalten und feststellen wieviel energie im puffer landet.
liegt man so um die 90% ist alles im grünen bereich,bei weniger könnte man sich langsam an ein wenig „tunning“ herantasten.

Hier gehts nicht um meinen Kessel sondern um alle GSE Kessel !
Wir gehen einfach davon aus, daß die Kessel optimal eingestellt sind (und da kommt kein Werks-Atmos über 85 % Wirkungsgrad (Holzausbeute) während des kompletten Abbrandes !)

Grüße
Joachim

… hm, dann gibt es noch das Zeitfahren, welches Tuning lässt das Feuer am längsten Leben,
inklusive gutem Wirkungsgrad

MfG.
Bernhard, der mit dem Esel/Feuer …

Kessel 1: DC-50-GSE Bj. 2006 jetzt 03.01.2025 bis auf Lüfter-Kondensator noch keine original Teile erneuert, sek. Brennraum auf reduzierte Abgasrückführung optimiert (Brennraumspülung - Selbstregelung), ergibt schnellere u. höhere sek. Brennraumtemperatur bei weniger Gesamtverbrauch
Kessel 2: Oelkessel in Reserve nicht angeschlossen, bei 240m² u. 100m² Keller Hobby - nur mit DC-50-GSE u. 10m² Solarfläche inkl. Brauchwasser versorgt.
Regelung: Standard Festeinstellung: Primär Luftschieber ganz auf / Hartholz / Kiefer sek. Luft 2,0 Umd. auf. / Lüfter durchweg bei 45% | Belimo Drossel-klappe schließt bei >160°C | Abgas steigt 200 bis 230°C| KDT >88°C Lüfter aus | primär Kettenzugklappenanschlag schließt Anschlag 0mm bei >60°C Kessel VL| Kesselpumtentaktung in Gluthaltung-ein KDach >89,5 °C |aus < 88,5°C| = Abgas dann 150°C min / bei Lüfter an 180 bis 190°C max|bei Rest-Glut 100°C Abgas- bei Kessel Dach 85 bis 90°C = KT oben|K-Kreispumpe Stufe 1|Laddomat-Patrone >72°C öffnet
Puffervolumen: 2x1000 Puffer parallel direkt oben / unten Puffer zu Puffer ergibt sehr gute Temp. Schichtung 92/24°C | mit Solarschlange (für 5x2m² Platten) unten - | 1x800WW ..., manche Menschen benutzen ihre Intelligenz zum vereinfachen ... Wissen ist eine Holschuld !!
sebest antwortete vor 13 Jahren
Monty:
Hallo alfons,

Warum morgens früh?
Hatt mit dem Verbrauch nichts zu tun.
Ich heize lieber abends spät, dann brauche ich weniger für die HZG und habe mehr für die Puffer.

Gruß Monty

…das hatt schon etwas mit verbrauch zutun.heizt man(n)ständig auf puffer hatt man(n)auf dauer mehr verbrauch.
verpasst man dem speicher eine extra isolierung sieht das schon wieder anders aus.

Hahneko antwortete vor 13 Jahren

Spessarter,

zurück zu Deiner konkreten Frage wegen einfacher Verbesserungen (wurden teilweise oben schon genannt)

– zusätzliche Wirbulatoren seitlich
– 4. Wirbulator in den 30 GSE (serienmäßig nicht vorhanden)
– Kesseldämmung komplette Rückseite und Unterseite
– Dämmung Laddomat
– Belimo nach Abbrand zufahren
– Abgasklappe vor den Ausgang in das Rauchrohr bei zu starkem Kaminzug
– Brennraumumbau mit zwei zusätzlichen Schamottplatten
– prophylaktischer Düsenschutz
– Restwärmenutzung nach Ausbrand (wenn serienmäßige Schwerkraftzirkulation nicht möglich ist)

Das alles zusammen ist bei Eigenbau für 300 Euro zu machen und bringt schon eine ganze Menge.
Ab dann wird es schwieriger. Lambda, Drehzahlregulierung, automatische Luftregelung… das kann und will ich nicht umsetzen.

Hahneko

alfons antwortete vor 13 Jahren
alfons antwortete vor 13 Jahren
Monty antwortete vor 13 Jahren

Hallo Alfons,

So hat jeder seine eigene Art den Kessel zu betreiben.
Ich heize während der Nacht, da ich einen Wintergarten mit FB-HZG habe und gerade dieser nachts auskühlt und das Holz billiger ist als Öl.
Natürlich versuche auch ich mit einer Füllung auf lange Brennzeiten zu kommen. Momentan bin ich bei ca. 6 Std, wobei mein Ziel bei ca. 9 Std liegt.
Ich bin auch der Meinung das der Kokelbetrieb beim Nachlegen nicht das beste für die Anlage ist. Aber das kommt auf die Anlage an z.B Naturzug und ist jedem seine Sache.
Das ganze ohne LC, FT, Langzeitgluterhaltung oder irgendwelcher Abfangschaltungen, wobei man natürlich manche Erfahrungen für sich nutzen kann und auch soll.
Dafür ist unter anderem das Forum da.

Gruß Monty

Spessarter antwortete vor 13 Jahren

Hallo,

danke für Eure Tips ! Das Meiste kann ich als techn. Laie nachvollziehen.
Mittlerweile habe ich in meinen 50 GSE im hinteren Wärmetauscher gewirbelte Ketten ins Leerrohr gehängt (dadurch soll mehr Energie in den Kessel kommen und nicht durch den Kamin gejagt werden)und in die Brennkammer links und rechts gedrehte Flacheisen gelegt(bessere Verwirbelung der Abgase = mehr Energie in den Kessel).
Ich wiege mein Holz und da ich keinen Wärmemengenzähler habe,
lese ich die Temperaturdifferenz an meinen Pufferspeichern ab und berücksichtige auch den Verbrauch im Haus während des Abbrandes. Ist zwar nicht so genau wie ein WMZ, aber für eine grobe Einschätzung reichts. Bei mir haben diese Maßnahmen vielleicht so um 2 % Holzersparnis gebracht. Hat mich nichts gekostet und summiert sich auch aufs Jahr.

Was ich noch machen will aber den Sinn nicht kapiere: Was soll die Schamottplatte vor der Brennkammertür und die Platte unten in der Brennkammer bewirken ?
Längere Abgaswege ?
Wäre nett, wenn mir das einer von Euch erklären könnte.

Übrigens:
Die Maßnahme, die bei mir eine richtige Holzersparnis (ca. 15 %) gebracht hat, war der Einbau einer 3-Punkt PID Steuerung mit PT-100 Fühler im Abgasrohr. Der ungenaue Standard-Regler hat mich genervt und mit diesem System wird eine vorgebene Abgastemperatur (+/- 2°C) konstant gehalten, indem die Steuerung den Belimo und dadurch die Primärluftklappe entsprechend reguliert.
Das hat mich um die 250 Euros gekostet. Die Holzersparnis wird daher kommen, daß ein ruhiger Abbrand stattfindet (Standard regelt ja nur die Klappe auf oder zu mit einer Spreizung von 30°C). Vergleiche das mal mit einem Auto: Wenn ich immer zwischen 80 und 110 km/h fahren will und immer bei 110 vom Gas gehe und bei 80 das Gas voll durchdrücke bis ich wieder bei 110 bin, habe ich einen entsprechend höheren Verbrauch, als wenn ich mit Gefühl das Gaspedal bediene und eine Durchschnittsgeschwindigkeit fahre.

Also dieses System kann ich jedem empfehlen, der nicht gleich in LC und FT investieren will (sind bestimmt ca. 1000 Euros). Wobei ich mich frage, ob LC und FT nochmal viel Holzersparnis bei mir bringen würden. Ich schüre fast immer die gleiche Holzqualität und wenn der Ofen (Primär-und Sekundärluft + AGT) einmal optimal vom Schorni (meiner macht das !)eingestellt wurden, bleibt alles so, ohne noch weiter rumzuexperimentieren.

Ich denke, viel mehr ist für max. 300 Euros aus einem Standard-Atmos nicht herauszuholen.

Grüße aus dem verschneiten Spessart.

Joachim

HartlBe antwortete vor 13 Jahren
Spessarter:
Was ich noch machen will aber den Sinn nicht kapiere: Was soll die Schamottplatte vor der Brennkammertür und die Platte unten in der Brennkammer bewirken ?
Längere Abgaswege ?
Wäre nett, wenn mir das einer von Euch erklären könnte.

Hallo Joachim,

das ist ganz einfach

OHNE die Schamottplatten ist es nicht möglich den Restsauerstoff so weit zu senken wie mit den Platten…
Und jeder Liter Luft der zu viel durch den Ofen zischt zieht mir Wärme durch den Kamin hinaus UND kühlt die Flamme.

mach mal Deine Brennkammer-Türe auf und schau rein wie kurz der kürzeste Weg von der Düse zum Heissgaswärmetauscher links und rechts ist. Gas geht möglichst kurze Wege. Die Ausbrandzeit für dieses Gas auf dem kürzesten Weg ist natürlich auch zeitlich gesehen besonders kurz. Durch den Einbau der Platten wird der Weg von der Düse bis zum HEissgaswärmetauscher länger – das Gas hat länger Zeit um sauber zu verbrennen UND es wird auch stärker verwirbelt. Den Haupt-Effekt erzielst Du schon mit der stehenden Platte nahe der Brennraumtür. Diese verlängert den Ausbrandweg im HEISSEN SCHAMOTTIERTEN Bereich schon beträchtlich und sie sorgt für eine starke Verwirbelung im Bereich des Türchens.

Warum interessiert mich das, was bringt das?

Je länger das Verbrennende Gas in HEISSER Umgebung ist
UND um so besser die Durchmischung des Gases
um so kleiner kann ich den Luftüberschuss nehmen.
Umso heisser brennt die Flamme
und um so kühler werden die Abgase.
Damit steigt der Wirkungsgrad erheblich

Wenn Du ein Kohlenmonoxid-Messgerät nimmst und den CO-Gehalt über dem Restsuaerstoff aufträgst dann bekommst Du eine Kurve wie ein V
Wenn Du zu viel Sekundärluft gibst – sprich der Restsauerstoff ist hoch dann wird der Gasdurchsatz bei gleicher Energiemenge größer. Damit kühlt die Überschussluft die Falmme unnötig aus. Die Verbrennungsqualität sinkt langsam ab
Wenn Du zu wenig Sekundärluft gibst – sprich sehr wenig oder gar kein Restsauerstoff mehr vorhanden – dann ist die Verbrennung unvollständig. Unverbrannte Holzgase (vor allem Kohlenmonoxid) entweichen unverbrannt durch den KAmin
Das Optimum ist genau im Kohlenmonoxid-Minimum zu suchen
Je besser der Ofen in seiner Brennraumgeometrie konstruiert ist desto kleiner ist der CO-Gehalt im Minimum und desto kleiner ist auch der nötige Restsauerstoff

Dieses Optimum kannst Du am leichtesten mittels eines CO-Messgerätes und der Restsauerstoff-Anzeige der Lamda-Regelung herausfinden
Sprich den Restsauerstoff so lange verringern bis der CO-Wert steigt
dann den Wert etwas höher wählen so dass die Regelschwankungen (siehe Restsauerstoff-Anzeige am Ofen) immer oberhalb dieses Knicks in der Kurve bleiben
Damit ist dann Deine Verbrennung optimal und somit auch sehr heiss. Meinen ATMOS GSX 50 mit modifizierter Brennkammer fahre ich mit 2% Restsauerstoff. Damit bleibt der CO-Wert den ganzen Abbrand über unter 50ppm

Da bei kleinem Restsauerstoff-Wert weniger Gasdurchsatz durch den Abgaswärmetauscher zischt steigt die Effektivität des Ofens und die Abgastemperatur fällt bei gleicher Primärluftmenge

Um den Wirkungsgrad eines Lamda-Geregelten Holzvergasers zu optimieren ist es also sinnvoll die ideale Restsauerstoff-Menge anhand des CO-Wertes zu ermitteln
Anschließend die Abgastemperatur so weit senken bis der CO-Wert wieder zu steigen beginnt
Dies ist dann vom Wirkungsgrad her betrachtet der ideale Betriebspunkt des Ofens

Bernhard

Spessarter antwortete vor 13 Jahren

Hallo Bernhard,

„Danke“ für Deine ausführliche Erklärung – denke ich weiss jetzt, wieso die Platten sinnvoll sind – und ich werde diese einbauen. Mangels Meßgeräten wird dann mein Schorni mit seinen Meßgeräten die Sekundärluft (und event. Primärluft und AGT) nach Deiner Anleitung optimieren. Und ich denke, das wars dann mit meinem „Tuning“.
Bin jetzt bei einem Brennstoffwirkungsgrad von durchgehend
ca. 85 %.
Eine Düsenschutzplatte werde ich auch noch aus Schamott einbauen. Der Preis (ca. 25 €/kg) für Thermostahl ist ja der Wahnsinn !

Grüße
Joachim

HartlBe antwortete vor 13 Jahren
Spessarter:

Bin jetzt bei einem Brennstoffwirkungsgrad von durchgehend
ca. 85 %.

Dann läuft Dein Ofen schon SEHR gut für einen ohne Lamda-Sonde

Bernhard

Spessarter antwortete vor 13 Jahren

Bin auch zufrieden mit der Ausbeute aus einem fast originalen Atmos – vielleicht kitzle ich dem 50 GSE ja noch mehr mit den Platten im Brennraum raus ! Dann wäre für 300 € das maximal Machbare an Holzeinsparung wahrscheinlich rausgeholt.
Alle weitere Investionen stehen für mich dann nicht mehr in einem kaufmännischen Kosten-Nutzen Verhältnis.

Grüße
Joachim

Dieter_R antwortete vor 13 Jahren

Hallo HartBe.

Deine Ausführungen klingen überzeugend.

Hast du die Leistungssteigerung auch mal mit einem Wärmemengenzähler gemessen??

Danke dir

Dieter

HartlBe antwortete vor 13 Jahren
Dieter_R:
Hast du die Leistungssteigerung auch mal mit einem Wärmemengenzähler gemessen??

Hallo Dieter

freilich

verwende immer schon einen Wärmemengenzähler
und hab mich von letztes Jahr mit 2,7kWh/kg im November auf nun 4,1kWh/kg Buchenholz hoch gearbeitet. Darin sind ALLE Verbesserungen inkludiert – nicht nur die am Ofen – sondern auch die durch meine „solare Holztrocknung“ (Fussbodenheizung im Holzlagerraum die von Mai bis Oktober mit 55° läuft um den solaren Sommer-Überschuss sinnvoll zu nutzen).
Verheize je Abbrand etwa 300kg Holz um den 20.000Liter Puffer in den oberen 15000Litern wieder über 70° zu bringen.
Die 4,1kWh/kg basieren auf den letzten 265,6kg Buchenholz, die 2,7kWh/kg vom November 2011 basieren auf einem Abbrand von 332kg
Damals war das Holz feuchter – heute hab ich 7,1% Feuchte – gemessen über das Trocknen der Hobelspähne von einem dicken Holzscheit
Wir haben einen Grundofen – den heize ich ein mal am Tag in der Früh ein und er bleibt den ganzen Tag warm…
Mittags hab ich dann die Asche&Restglut im vorderen Brennkammerbereich raus gekehrt und ein 22g Papiersäckchen mit Hobelspähnen rein gestellt – gesamt 248g. Nach zwei Stunden hab ich zum ersten mal gewogen 233g. Am Abend dann noch mal gewogen 233g.
Sprich ich wusste jetzt ist alles Wasser draussen.
233g-22g = 211g Trockensubstanz der Hobelspähne
248g-233g = 15g Wasser
15g/211g = 0,0711 = 7,1% Wassergehalt bezogen auf die Trockenmasse

Leider hab ich keine exakten Feuchtewerte von 2o11 sonst könnt ich mir die Wirkungsgradsteigerung des Ofens ausrechnen. Aber was solls … ich bin mit meinem ATMOS GSX50 nun HOCH zufrieden – das funktioniert wunderbar und 4,1kWh/kg – davon hätt ich letzen Winter nicht dran zu denken gewagt – das freut mich schon wirklich
aber mit geringem Aufwand – wie hier im Thread das Thema hat das dann natürlich nichts mehr zu tun… ganz im Gegenteil… ich hab gemacht was ich konnte

Bernhard

Maja antwortete vor 13 Jahren

Womit regelt Ihr die Lüfterdrehzahl? Bei einem Motor mit Anlaufkondensator ist das ja wohl garnicht so einfach, oder?

Gruß
Maja

Spessarter antwortete vor 13 Jahren
Maja:
Womit regelt Ihr die Lüfterdrehzahl? Bei einem Motor mit Anlaufkondensator ist das ja wohl garnicht so einfach, oder?

Gruß
Maja

Hallo Maja,
verwende doch bitte einfach die Such-Funktion im Forum und dann wirst Du viele Antworten auf die Frage finden…

Grüße
Joachim

Maja antwortete vor 13 Jahren
Spessarter:

Hallo Maja,
verwende doch bitte einfach die Such-Funktion im Forum und dann wirst Du viele Antworten auf die Frage finden…

Natürlich! Das ich da nicht selbst drauf gekommen bin! Danke Joachim.

Spessarter antwortete vor 13 Jahren
Maja:

Spessarter:

Hallo Maja,
verwende doch bitte einfach die Such-Funktion im Forum und dann wirst Du viele Antworten auf die Frage finden…

Natürlich! Das ich da nicht selbst drauf gekommen bin! Danke Joachim.

Hallo Maja,

es tut mir leid, wenn Du jetzt beleidigt bist !

Aber das muß ich jetzt mal loswerden:

Es dürfte mittlerweile allgemein bekannt sein, daß dieses Forum unter Speichermangel leidet – und daß bei jedem neuen Beitrag ein alter gelöscht wird !
Somit geht wertvolles Wissen verloren, wenn Leute Fragen stellen, die schon x-mal in einem anderen Thread beantwortet wurden. Außerdem finde ich, daß dies „Zeit-„Diebe gegenüber
den Fachleuten sind, die dann trotzdem zum x.-mal diese Frage beantworten.
Zudem ist mir aufgefallen, daß bei fast allen Threads es irgendwann überhaupt nicht mehr um das Ursprungsthema des Fragestellers geht. Oder was hat Deine Frage mit meinem Ursprungsthema zu tun ?

Nix für ungut !

Grüße

Joachim

Maja antwortete vor 13 Jahren
Spessarter:
Oder was hat Deine Frage mit meinem Ursprungsthema zu tun ?

Tja. Wenn Du das nicht gemerkt hast, dann erkläre ich Dir das mal:
Der Hintergrund der Frage war, wie man mit einfachen Mitteln die Lüfterdrehzahl regeln kann um Holz zu sparen. Ohne LC oder UVR, mit geringem Aufwand eben.

Aber egal. Dann will ich mal nicht weiter stören in Deinem Thread.

Gruß
Maja

joe75 antwortete vor 13 Jahren

ich hätte da eine Frage, mir leuchtet nicht ein was der Wirbler im unterem Brennraum bringen soll, denn dort ist ja kein Wärmetauscher?

Viele Grüße aus Schwaben

Joe75

Monty antwortete vor 13 Jahren

Hallo Maja,

Ich habe mir einen Dimmer von einem Maicolüfter besorgt und eingebaut. damit kann ich den Lüfer regeln.

Gruß Monty

HartlBe antwortete vor 13 Jahren
joe75:
ich hätte da eine Frage, mir leuchtet nicht ein was der Wirbler im unterem Brennraum bringen soll, denn dort ist ja kein Wärmetauscher?

Jedes Sauerstoff Molekül muss seinen Kohlenstoff oder Wasserstoff finden und mit dem reagieren.
Wenn ich mit wenig Sauerstoffüberschuss fahren will dann muss ich dafür sorgen dass die wenigen überzähligen Sauerstoff-Moleküle auch an den Ort kommen wo sie einen Reaktionspartner finden.
Ist wie beim Kuchen backen
Wenn man einen trockenen Teig macht dann muss man viel länger kneten dass sich das Mehl schön mit dem Fett und den Eiern verbindet als wenn man einen nassen Teig macht
Denn was hilft mir viel Sauerstoff an einer Stelle wo kein Kohlenstoff mehr zu finden ist.. nichts
Es muss alles gut vermischt sein um gut reagieren zu können

Denn wenn ich es nicht zusätzlich vermische dann muss ich eben mehr Restsauerstoff zugeben um auf gute CO-Werte im Abgas zu kommen. Somit hab ich aber wieder mehr Luft (Stickstoff…) die ich als blinder Passagier durch die Flamme schleuse und die mir dann die Flamme kühlen und die Wärmetauscher belasten ohne einen Effekt in der chemischen Reaktion die ja die Energie bringt zu bewirken.

Bernhard

Maja antwortete vor 13 Jahren
Monty:
Hallo Maja,

Ich habe mir einen Dimmer von einem Maicolüfter besorgt und eingebaut. damit kann ich den Lüfer regeln.

Gruß Monty

Das ist dann mal eine Antwort die zielführend ist.
Geht doch.

MfG
Maja

Hahneko antwortete vor 13 Jahren
Spessarter:

Ich wiege mein Holz und da ich keinen Wärmemengenzähler habe,
lese ich die Temperaturdifferenz an meinen Pufferspeichern ab und berücksichtige auch den Verbrauch im Haus während des Abbrandes. Ist zwar nicht so genau wie ein WMZ, aber für eine grobe Einschätzung reichts. Bei mir haben diese Maßnahmen vielleicht so um 2 % Holzersparnis gebracht.

Spessarter,
eine Messung ohne WMZ kannst Du vergessen, das ist einfach zu ungenau. Und dann irgendwie eine Aussage im Bereich von 2% zu treffen halte ich für sehr gewagt.
Hast Du die Kesselrückseite inzwischen gedämmt?

Alle,

die Aussage von HartlBe, er hole mit supertrockenem Holz gut 4 kwh aus einem kg Buche heraus, hat mich nicht ruhen lassen.
Wie an anderer Stelle geschrieben, kam ich nur auf 3,2 kwh, allerdings mit sehr altem, teilweise angemoderten Fichtenholz (trocken war es zumindest). Jetzt habe ich anderes Holz verwendet, und zwar gut getrocknete Kiefer, die auch noch etwas kleinstückiger gespalten ist.

Ergebnis nach 12 Messungen:
1023 kwh mit 271 kg Holz = 3,77 kwh/kg!

Da halte ich für einen ungeregelten Kessel für ein sehr gutes Ergebnis, zumal ich durchschnittlich nur rd 23 kg pro Abbrand verfeuert habe. Da sind die Anheizverluste natürlich größer als mit Dauerfeuer und einem 15.000 l Puffer.

Die zusätzlichen seitlichen Rauchgasbremsen werde ich noch einbauen, aber dann ist Ende. Das bißchen, was mit Lambda und Co noch zu holen sein möge, das steht in keinem Verhältnis zu den Kosten.

Hahneko

HartlBe antwortete vor 13 Jahren
Hahneko:
Ergebnis nach 12 Messungen:
1023 kwh mit 271 kg Holz = 3,77 kwh/kg!

Ich gratuliere…. – SUPER Ergebnis

Hahneko:
Die zusätzlichen seitlichen Rauchgasbremsen werde ich noch einbauen, aber dann ist Ende. Das bißchen, was mit Lambda und Co noch zu holen sein möge, das steht in keinem Verhältnis zu den Kosten.

Da geb ich Dir vollkommen Recht – wenn man das betriebswirtschaftlich rechnet

Ich werd nun wie so viele andere auch das Forum wechsel
hier der Link zum Neuen Forum …KLICK…

Spessarter antwortete vor 13 Jahren
Hahneko:

Spessarter:

Ich wiege mein Holz und da ich keinen Wärmemengenzähler habe,
lese ich die Temperaturdifferenz an meinen Pufferspeichern ab und berücksichtige auch den Verbrauch im Haus während des Abbrandes. Ist zwar nicht so genau wie ein WMZ, aber für eine grobe Einschätzung reichts. Bei mir haben diese Maßnahmen vielleicht so um 2 % Holzersparnis gebracht.

Spessarter,
eine Messung ohne WMZ kannst Du vergessen, das ist einfach zu ungenau. Und dann irgendwie eine Aussage im Bereich von 2% zu treffen halte ich für sehr gewagt.
Hast Du die Kesselrückseite inzwischen gedämmt?

Hallo Hahneko,

ich weiss, dass das nur ne grobe Schätzung ist. Gerne hätte ich einen WMZ – aber den nachträglich einzubauen, ist doch eine größere Aktion ?

Dämme werde ich den Atmos nicht – der steht bei mir im Keller neben dem Hobby-Raum und wärmt den schön und auch das darüber liegende Wohnzimmer. Die Energie bleibt also im Haus.

Grüße

Joachim

Hahneko antwortete vor 13 Jahren
Spessarter:

Gerne hätte ich einen WMZ – aber den nachträglich einzubauen, ist doch eine größere Aktion ?

Spessarter,

nun ja, so viel Aktion ist es nicht. Rücklauf trennen, WMZ mit zwei Verschraubungen dazwischen setzen, Vorlauftemperaturfühler an geeignete Stelle setzen (Leitung zum Puffer), fertig.

Spessarter:

Dämmen werde ich den Atmos nicht – der steht bei mir im Keller neben dem Hobby-Raum und wärmt den schön und auch das darüber liegende Wohnzimmer. Die Energie bleibt also im Haus.

Bei diesen Gegebenheiten kann die Dämmung natürlich unterbleiben.

Hahneko

Spessarter antwortete vor 13 Jahren

Na, dann werde ich mal meinen Heizungsbauer fragen, was der für die Aktion will.
Joachim

Hahneko antwortete vor 13 Jahren

Spessarter,

besorge Dir einen gebrauchten WMZ mit abgelaufener Eichung, der kostet nur ein paar Euro. Neuteil ist zu teuer (mind. 100 Euro) und muß nicht sein. Wenn Du jemanden hast, der zwei Lötnippel einlöten kann, dann braucht es dafür keinen Heizungsbauer.

Hahneko

Gust antwortete vor 13 Jahren

Wenn die Eichfrist bei einem WMZ nach 6 Jahren abgelaufen ist, hält die eingebaute Batterie in der Regel noch ca. 3-4 Jahre. Die Batterie kann man mit ein wenig Geschick und einem Lötkolben wechseln, man muss dazu aber eine „Ersatzstromquelle“ während des Einbaues anlegen, damit keine Daten verloren gehen. Unterbricht man beim Einbau die Spannung, kann man den Zähler entsorgen.

Für den Vorlauf- Messfühler würde ich einen Original- Kugelhahn mit Fühleraufnahme bzw. eine vom Hersteller zugelassene Tauchhülse nach Herstellervorschrift einbauen.
Mit Anlegefühler wäre das Messergebnis viel zu ungenau. Also noch 2 Nippel zusätzlich…

Gruß Gust

Spessarter antwortete vor 13 Jahren

Hallo,

ich habe im Wärmetauscher in die spiralförmigen Abgasbremsen Ketten gehängt, wie es hier ja schon Einige gemacht haben.
Aber bei meinem 50 GSE kan ich keine bessere Holzausbeute feststellen (habe die AGT variiert, aber Primär-und Sekündärluft nicht verändert). Vielleicht nutzen die Ketten nur was bei den kleineren Typen ?
Kann mir da einer von Euch eine Erklärung gegen ?

Danke !

Grüße
Joachim

Waker10 antwortete vor 13 Jahren

Hallo Spessarter,

ich habe auch Ketten in meinen 25 GSE eingehängt. Ich habe die Erfahrung gemacht das sich meine Kesselwassertemperatur erhöht hat (abgelesen am oberen Thermometer des Laddomaten). Damit nicht die TAS anspringt habe ich das Kesselwassertermometer auf 4 Uhr gestellt sodas der Lüfter bei 91°C abschaltet und bei ca. 85°C wieder einschaltet. Dadurch velängert sich bei mir die Abbrandzeit. Die AGT hat sich nicht großartig verändert, die liegt so bei ca. 210°C (+/- 10°).

Die Experten sind übrigens ins andere Forum gewechselt, Leider! Den Link findest du in dem einen oder anderen Beitrag in der Signatur!

Gruß Andreas

HartlBe antwortete vor 13 Jahren

Wie ich die Heissgaskanäle sinnvoller nutzen???

Da bei ATMOS die Brennkammertüre ja leider nicht so hoch ist wie die Heissgasganäle dahinter und da es oben breiter ist als unten ist mir keine strukturierte Form eingefallen die ich zum Reinigen wieder aus den Kanälen raus bekäme
Bin heute zum Lagerhaus gefahren und hab mir 15Meter einer 8mm Kette gekauft (eine ganze Rolle). Diese mit dem Bolzenschneider in zwei Teile geteilt
Meine gedrehten Flacheisen aus den Heissgaskanälen rausgenommen und statt dessen die Ketten hinein
Die 7,5m 8mm Kette passten ziemlich genau in einen Heissgaskanal hinein – musste den letzten Meter richtig reinwürgen – ging aber…
Hab natürlich gleich einheizen müssen um zu sehen wie das läuft – und siehe da…
Das hat zur Folge dass die Temperatur vor den Wärmetauschern bei gleicher Leistung um 50°C gegenüber meinen „Flacheisen-Turbulatoren“ gefallen ist
Sprich die Ketten sind die VIEL bessere Lösung als meine gedrehten Flacheisen vorher

Hab die Ketten einfach mittels Gewindestange und einer großen Beilagscheibe drauf aufgespießt und dann ganz hinter in den Heissgaskanal gezogen und hinten wieder „ausgehakt“.
Das so lange bis der Raum voll war und auch mit nachdrücken nichts mehr rein ging
Die 8mm Ketten da diese sicherlich länger halten als die dünneren und zudem nicht so dicht liegen
Vorteil von der ganzen „Konstruktion“ ist dass der ganze Kettenberg glüht und durch das viele relativ dicke Eisen ein gute Wärmeleitung zu den kühlen Kesselwänden gegeben ist.
Ferner ist der gesamte Raum gut ausgefüllt und das Heissgas kann nicht einfach irgendwo ungenutzt durch…

Bernhard

Maja antwortete vor 13 Jahren

Hast Du da keine Bedenken das dir die Kettenglieder da mal so richtig aneinander kleben und du die Kette nicht mehr raus bekommst?
Hat mal jemand die tatsächliche Temperatur in den seitlichen Abgaswegen gemessen?

Gruß
Maja

HartlBe antwortete vor 13 Jahren
Maja:
Hast Du da keine Bedenken das dir die Kettenglieder da mal so richtig aneinander kleben und du die Kette nicht mehr raus bekommst?

Mittlerweile sind 50Betriebsstunden rum
die Ketten arbeiten wunderbar
vorne geht das Heißgas mit 850°C in die Heißgaskanäle rein
hinten kommt es mit nur 250° wieder raus
sprich meine Rechnung ist aufgegangen
die Effektivität des Heißgaskühers ist massiv besser geworden

Probleme gab es keine

Die Ketten sind leicht angestaubt aber kein Ansatz von Verstopfung zu sehen
Aus diesem Grund hab ich mich auch für eine kurzgliedrige 8mm Kette entschieden
Kurzgliedrig um die Eisendichte und damit die thermische Leitfähigkeit zu erhöhen, 8mm und nicht kleiner um die thermische Leitfähigkeit zu erhöhen und um genügend grob zu sein so dass sie sich nicht mit Aschestaub zusetzt.
Der gesamte Raum ist bis ins letzte Eck mit Ketten vollgestopft dass das HEissgas durch die Kette durch muss und nicht dran vorbei kann.
Durch die gute thermische Leitfähigkeit des Kettenberges verbessert sich die Effektivität des Kühlers an der Aussenwand des Heissgaskanales beträchtlich und
so fällt die Heissgastemperatur auf dieser kurzen Strecke von 850° auf 250°
Im November 2011 waren bei mir hier noch 450°C „normal“. Jetzt sind es nur mehr 250° – das erhöht natürlich die Effektivität des Ofens erheblich.

Bernhard

Feueresel antwortete vor 13 Jahren
HartlBe:

Maja:
Hast Du da keine Bedenken das dir die Kettenglieder da mal so richtig aneinander kleben und du die Kette nicht mehr raus bekommst?

Mittlerweile sind 50Betriebsstunden rum
die Ketten arbeiten wunderbar
vorne geht das Heißgas mit 850°C in die Heißgaskanäle rein
hinten kommt es mit nur 250° wieder raus
sprich meine Rechnung ist aufgegangen
die Effektivität des Heißgaskühers ist massiv besser geworden

Probleme gab es keine

Die Ketten sind leicht angestaubt aber kein Ansatz von Verstopfung zu sehen
Aus diesem Grund hab ich mich auch für eine kurzgliedrige 8mm Kette entschieden
Kurzgliedrig um die Eisendichte und damit die thermische Leitfähigkeit zu erhöhen, 8mm und nicht kleiner um die thermische Leitfähigkeit zu erhöhen und um genügend grob zu sein so dass sie sich nicht mit Aschestaub zusetzt.
Der gesamte Raum ist bis ins letzte Eck mit Ketten vollgestopft dass das HEissgas durch die Kette durch muss und nicht dran vorbei kann.
Durch die gute thermische Leitfähigkeit des Kettenberges verbessert sich die Effektivität des Kühlers an der Aussenwand des Heissgaskanales beträchtlich und
so fällt die Heissgastemperatur auf dieser kurzen Strecke von 850° auf 250°
Im November 2011 waren bei mir hier noch 450°C „normal“. Jetzt sind es nur mehr 250° – das erhöht natürlich die Effektivität des Ofens erheblich.

Bernhard

…,
und da die Ketten auch als Abgasbremse wirken muß man das auch gegenrechnen.,
je langsamer die Abgase durchwandern desto kühler werden sie nach einer bestimmten Wegstrecke.

Dann gibt es in der Regel bei nicht hochlegiertem Stahl, noch die Gefahr des verzundern ‚ s,
anderseits fahren wir ja mit einem sehr niederen Restsauerstoffgehalt.

Jetzt bleibt die Frage, fährst Du noch mit gleicher Lüfter/Drehzahl und wie hoch ist jetzt
die Kesselleistung, immer noch 20KW und die Abgastemperatur am Ofenrohr/Kamin ?

Interessant wäre es wenn auf den Kettengliedern, mit der Zeit,
katalytisch wirkende Strukturen wachsen würden.
An der Unterseite vom Sekundärbrennraumzwischendeck haben sich solche Mineralkristall ähnliche Strukturen schon mal angesetzt, vielleicht mache ich davon mal einen Abstrich und lege das unters Mikroskop

Der nächste Evolutionsschritt – zum selbstreinigenden Abgaskatalysator mit Pressluftspülung ? …

Wäre ja blöd wenn man das ganze Kettenpaket zum reinigen jedesmal raus holen müsste

Obwohl seit ich den oberen Brennraum geändert habe kommt kaum noch Asche nach unten
inkl. an die Seitenkanäle durch und nach dem lange überfälligen (1 Jahr ) reinigen vom Aschenfang unter dem Wärmetauscher kommt über dem Wärmetauscher nur noch etwas Staub nach oben durch…

Bernhard und sein Esel …

Kessel 1: DC-50-GSE Bj. 2006 jetzt 03.01.2025 bis auf Lüfter-Kondensator noch keine original Teile erneuert, sek. Brennraum auf reduzierte Abgasrückführung optimiert (Brennraumspülung - Selbstregelung), ergibt schnellere u. höhere sek. Brennraumtemperatur bei weniger Gesamtverbrauch
Kessel 2: Oelkessel in Reserve nicht angeschlossen, bei 240m² u. 100m² Keller Hobby - nur mit DC-50-GSE u. 10m² Solarfläche inkl. Brauchwasser versorgt.
Regelung: Standard Festeinstellung: Primär Luftschieber ganz auf / Hartholz / Kiefer sek. Luft 2,0 Umd. auf. / Lüfter durchweg bei 45% | Belimo Drossel-klappe schließt bei >160°C | Abgas steigt 200 bis 230°C| KDT >88°C Lüfter aus | primär Kettenzugklappenanschlag schließt Anschlag 0mm bei >60°C Kessel VL| Kesselpumtentaktung in Gluthaltung-ein KDach >89,5 °C |aus < 88,5°C| = Abgas dann 150°C min / bei Lüfter an 180 bis 190°C max|bei Rest-Glut 100°C Abgas- bei Kessel Dach 85 bis 90°C = KT oben|K-Kreispumpe Stufe 1|Laddomat-Patrone >72°C öffnet
Puffervolumen: 2x1000 Puffer parallel direkt oben / unten Puffer zu Puffer ergibt sehr gute Temp. Schichtung 92/24°C | mit Solarschlange (für 5x2m² Platten) unten - | 1x800WW ..., manche Menschen benutzen ihre Intelligenz zum vereinfachen ... Wissen ist eine Holschuld !!
HartlBe antwortete vor 13 Jahren
Feueresel:

…,
und da die Ketten auch als Abgasbremse wirken muß man das auch gegenrechnen.,
je langsamer die Abgase durchwandern desto kühler werden sie nach einer bestimmten Wegstrecke.

Jetzt bleibt die Frage, fährst Du noch mit gleicher Lüfter/Drehzahl und wie hoch ist jetzt
die Kesselleistung, immer noch 20KW und die Abgastemperatur am Ofenrohr/Kamin ?

Die Luftmenge und die Leistung des Kessels ist gleich geblieben, die Lüfterdrehzahl hat sich leicht erhöht
25…30kW Leistung Wasserseitig
850°C Heissgas am Türchen
240° Heissgas nach Ketten vor Wärmetauscher am hinterer unterer Reinigungsöffnung geregelt über Flammtronik
85° Abgastemperatur ins Rauchrohr
2% Restsauerstoff feregelt über Flammtronik
7% Restfeuchte im Buchenholz
ergibt 4,21 kWh/kg Buchenholz

Feueresel:
Wäre ja blöd wenn man das ganze Kettenpaket zum reinigen jedesmal raus holen müsste

Obwohl seit ich den oberen Brennraum geändert habe kommt kaum noch Asche nach unten

So ist es
in den seitlichen Kanälen findet sich seit dem Brennkammerumbau nur noch weisser feiner Staub und der setzt die 8mm Ketten nicht zu.
Die Ketten sehen aus wie in Mehl gepudert – weiter nichts
Öfter als zur Jahresrevision werd ich die Ketten nicht rausnehmen

Bernhard

Hahneko antwortete vor 13 Jahren
HartlBe:

85° Abgastemperatur ins Rauchrohr

HartlBe,

das ist ja irre! Ich liege immer so bei um die 200 Grad.
Das mit den Ketten werde ich austesten.

Die serienmäßigen Abgasbremsen hast du dann sicher ganz weggelassen, richtig?

Kannst Du bitte die exakte Kettengröße beschreiben?
Was bedeutet 8 mm?

Hahneko

HartlBe antwortete vor 13 Jahren
Hahneko:

HartlBe:

85° Abgastemperatur ins Rauchrohr

das ist ja irre! Ich liege immer so bei um die 200 Grad.
Das mit den Ketten werde ich austesten.

Tu das – freue mich über jeden gut laufenden Ofen…
Vergiss aber nicht
– die Turbulatoren hinten im Wärmetauscher (bei mir Getreideförderschnecken)
– den niedrigen Gasdurchsatz durch Leistungsreduzierung auf 25kW (halbe Nennleistung des GSX50)
– den durch die modifizierte Brennkammer möglichen niedrigen Restsauerstoff (2%).
Durch die Summe der Maßnahmen ist das möglich – sonst ginge das nicht
…KLICK…

Hahneko:
Die serienmäßigen Abgasbremsen hast du dann sicher ganz weggelassen, richtig?

Beim GSX50 sind KEINERLEI Abgasbremsen seitens ATMOS in den Heissgaskanälen drin…

Hahneko:
Kannst Du bitte die exakte Kettengröße beschreiben?
Was bedeutet 8 mm?

8mm Ketten werden aus 8mm dicken Rundsählen gebogen und geschweisst
erhältlich in jedem Lagerhaus oder Baumarkt oder im eBay
Rundstahlkette, DIN 766, 8mm, kurzgliedrig

Bernhard

Manfred antwortete vor 13 Jahren

Bernhard,

85° Abgastemperatur ins Rauchrohr

man dazu schreiben nur bei richtigen Kaminausstattung inkl. Suppebehälter

Kessel 1: DC50GSE, PS 5200 ltr, Prim.KS40-1, Sec.LC, Start.ASU Timer, WT-Reinigunghebel
Kessel 2: Buderus G105U,17kw Öl,WWB 300 ltr.
Regelung: RLA Centra Mischer ZG 32
Puffervolumen: Gruß Manfred
Hartmut antwortete vor 13 Jahren

hallo hahneko

bitte nicht vergessen das hartbe eigentlich nur mit dem viertel abgasmassenstrom des eigentlichen 50GSX fährt.

bei allen erhöhungen der kesselwiderstande im abgassystem, muss ein ausreichender auftrieb des schornsteins gegenüberstehen.

Hahneko antwortete vor 13 Jahren

Bernhard,

alles klar, verstanden.
Werde demnächst den Baumarkt besuchen.
Wenn der Kessel tatsächlich etwas in der Leistung abfallen sollte, dann spielt das keine Rolle. Wichtiger ist mir eine gute Ausbeute.

Danke für die Tipps!

Hahneko

HartlBe antwortete vor 13 Jahren
Manfred:

85° Abgastemperatur ins Rauchrohr

man dazu schreiben nur bei richtigen Kaminausstattung inkl. Suppebehälter

Mich überrascht immer wieder wie wenig Kondensat unten am Kamintürchen ankommt.
Freilich ist mein Schiedel-Kamin durch 50h Dauerfeuer schon schön durchgewärmt. Das sind in der ersten Stunde vielleicht mal ein paar huntert Milliliter – aber dann war’s das. Ab da bleibt der Kamin unten trocken…

Hartmut:
bitte nicht vergessen das hartbe eigentlich nur mit dem viertel abgasmassenstrom des eigentlichen 50GSX fährt.

Wie kommst Du auf ein VIERTEL Abgasmassestrom?
Ein Drittel – OK – 25 statt 50kW und 2% statt 8% Restsauerstoff
oder sind 8% für den „Normalofen“ zu wenig gerechnet???

Hartmut:
bei allen erhöhungen der kesselwiderstande im abgassystem, muss ein ausreichender auftrieb des schornsteins gegenüberstehen.

Die Erhöhung der Kesselwiderstände fängt der Saugzug-Lüfter ab – das tut dem KAmin doch nicht weh – oder?
Der Kaminzug wurde durch die niedrigen Abgastemperaturen DEUTLICH niedriger.
Nach dem Saugzuglüfter Widerstände einzubauen – davor werde ich mich hüten…

Bernhard

Hartmut antwortete vor 13 Jahren
HartlBe:

Manfred:

85° Abgastemperatur ins Rauchrohr

man dazu schreiben nur bei richtigen Kaminausstattung inkl. Suppebehälter

Mich überrascht immer wieder wie wenig Kondensat unten am Kamintürchen ankommt.
Freilich ist mein Schiedel-Kamin durch 50h Dauerfeuer schon schön durchgewärmt. Das sind in der ersten Stunde vielleicht mal ein paar huntert Milliliter – aber dann war’s das. Ab da bleibt der Kamin unten trocken…

Hartmut:
bitte nicht vergessen das hartbe eigentlich nur mit dem viertel abgasmassenstrom des eigentlichen 50GSX fährt.

Wie kommst Du auf ein VIERTEL Abgasmassestrom?
Ein Drittel – OK – 25 statt 50kW und 2% statt 8% Restsauerstoff
oder sind 8% für den „Normalofen“ zu wenig gerechnet???

Hartmut:
bei allen erhöhungen der kesselwiderstande im abgassystem, muss ein ausreichender auftrieb des schornsteins gegenüberstehen.

Die Erhöhung der Kesselwiderstände fängt der Saugzug-Lüfter ab – das tut dem KAmin doch nicht weh – oder?
Der Kaminzug wurde durch die niedrigen Abgastemperaturen DEUTLICH niedriger.
Nach dem Saugzuglüfter Widerstände einzubauen – davor werde ich mich hüten…

Bernhard

hallo bernhardt

du bewegst dich ja weit ausserhalb aller normen, da wird es immer schwierig und ob nun 1/4 oder ein 1/3 abgasmasse ist eh egal, da wir die feuchte nicht kennen.
du bewegts dich langsam in den bereich der stöchometrischen verbrennung und somit in einen sehr labilen bereich und für einen atmos schon ganz und gar.
schön wäre es, wenn du ab und zu mal darauf hinweist.
bedenke das dieses forum wieder öffentlich ist
viele werden die zusammenhänge nicht erkennen, z.b den auftriebsverlust beim anheizen, da dieser keine beharrung hat.
und nicht jeder kessel steht in einem gut belüfteten raum und nicht jeder kessel hat so größe tauscherrohre wie dein GSX.

ansonsten viel spass beim tunen

Feueresel antwortete vor 13 Jahren

Ich denke Hartmut hat bedenken das der Kessel, bei Ausfall des Lüfters, rückwärts laufen könnte;
etwa so wie ein Naturzugkessel nach den anfeuern im Sommer, wenn die Sonne aufs Dach brennt

Gruß Bernhard

Kessel 1: DC-50-GSE Bj. 2006 jetzt 03.01.2025 bis auf Lüfter-Kondensator noch keine original Teile erneuert, sek. Brennraum auf reduzierte Abgasrückführung optimiert (Brennraumspülung - Selbstregelung), ergibt schnellere u. höhere sek. Brennraumtemperatur bei weniger Gesamtverbrauch
Kessel 2: Oelkessel in Reserve nicht angeschlossen, bei 240m² u. 100m² Keller Hobby - nur mit DC-50-GSE u. 10m² Solarfläche inkl. Brauchwasser versorgt.
Regelung: Standard Festeinstellung: Primär Luftschieber ganz auf / Hartholz / Kiefer sek. Luft 2,0 Umd. auf. / Lüfter durchweg bei 45% | Belimo Drossel-klappe schließt bei >160°C | Abgas steigt 200 bis 230°C| KDT >88°C Lüfter aus | primär Kettenzugklappenanschlag schließt Anschlag 0mm bei >60°C Kessel VL| Kesselpumtentaktung in Gluthaltung-ein KDach >89,5 °C |aus < 88,5°C| = Abgas dann 150°C min / bei Lüfter an 180 bis 190°C max|bei Rest-Glut 100°C Abgas- bei Kessel Dach 85 bis 90°C = KT oben|K-Kreispumpe Stufe 1|Laddomat-Patrone >72°C öffnet
Puffervolumen: 2x1000 Puffer parallel direkt oben / unten Puffer zu Puffer ergibt sehr gute Temp. Schichtung 92/24°C | mit Solarschlange (für 5x2m² Platten) unten - | 1x800WW ..., manche Menschen benutzen ihre Intelligenz zum vereinfachen ... Wissen ist eine Holschuld !!
Hahneko antwortete vor 13 Jahren

Hartmut,

den Hinweis bzgl. Kamin habe ich verstanden.

Im Gegensatz zu Bernhard verfügt mein 30 GSE über keine automatische Regelung, von daher werde ich die Feinsteuerung sowieso nicht so gut hinbekommen. Ganz sicher werde ich die Abgastemperatur nicht auf 85 Grad runter bringen können/wollen.
Muß noch dazu sagen, mein Kamin ist ca. 11 m hoch und hat keinen Zugbegrenzer, zieht also recht gut. Der HV befindet sich im Keller, in Erdgeschoß arbeitet noch ein Kaminofen am gleichen Zug (natürlich mit dem ok meines BSM). Wennn also wirklich Kondensat im oberen Teil entstehen sollte, dann dürfte der Kaminofen dieses leicht verdampfen.

Aber ich werde vorsichtshalber ein waches Auge darauf haben. Erst mal abwarten, was die Ketten bringen…

Hahneko

Hartmut antwortete vor 13 Jahren

hallo hahneko

danke für deine rückmeldung, erleichtert es doch den mitlesenden vielleicht die zusammenänge zu erkennen.

PS: um das kondensat mach ich mir eher keine sorgen, das bringt so schnell keinen um.
nicht vergessen, mittlerweile lesen selbst kaminofenheizer in den foren und wollen ihre kaminöfen tunen, da zeigen sich in der praxis sehr sonderbare sachen, von kupferschlangen im abgasrohr über ultralange abgasrohre mit negativer höhe und abkleben von primärlufteinlässen,ohne die zusammenhänge zu verstehen.
mit jedem noch so gut gemeinten tip, sollte man sich immer bewusst sein, das man andere damit in gefahr bringt.