Fragen und AntwortenWiederholungsmessung DC 32 GS
Ocheis antwortete vor 11 Jahren

Hallo ATMOS-Heizer,

melde mich nach langer Pause mal wieder.

Meine Anlage (Originalzustand ohne Umbauten) befindet sich jetzt in der 9. Saison. Mit Ausnahme der Düse, – 3 x mit Feuerbeton ausgebessert, 1 x mit Vermiculite-Platte (nicht empfehlenswert) – hat der Kessel bisher überhaupt keine Probleme gemacht.
Es waren noch keine Reparaturen erforderlich.

Letzte Woche fand die erste Wiederholungsmessung statt. Ich hatte vorher die Puffer ziemlich leer gezapft, um genug Reserve zu haben und 2 Tage vorher eine große Kesselreinigung gemacht.

In den Kessel habe ich extra kleingespaltenes Holz gepackt, um Hohlbrand zu vermeiden. Das Holz war entrindet.

Mit dem Anzünden wartete ich bis ca. 1 Stunde vor dem Termin. Dann bekam ich die Krise: der Kessel wollte einfach nicht in Gang kommen. Das kleiner als sonst gespaltene Holz machte zwar keinen Hohlbrand, aber rutschte so unglücklich nach, daß es sich „verhedderte“. Kurz vor Eintreffen der beiden Schornis lief er dann vernünftig und hatte Betriebstemperatur.

Nach Aufbau der neuen, 8.000.– EUR teuren Mess-Apparatur ging es los. Für die Schornis war es die 4. Kesselmessung an diesem Tag. Mess-Sonde in die Mess-Öffnung, Ansaugpatrone erneuert. Blick in die Feuerung („Alles Bestens! Sonst müssen wir bei fast allen Kunden nachlegen und schüren …“).
Nachdem das Gerät die Kondensfeuchtigkeit aus dem Mess-Schlauch geheizt und sich kalibriert hatte, begann die 15-minütige Messung, die wir mit Kaffee und Plätzchen beobachteten.

Zwischendurch wurde die Drosselklappe im Ofenrohr geöffnet. Dabei zeigte sich eine deutliche Verbesserung der Messwerte. Merke: auch wenn die Abgastemperatur dann nach oben wegläuft, ist eine geöffnete Drosselklappe für die Messung besser.

Später fiel mir ein, irgendwo (Bedienungsanleitung ?) etwas von „Kette des Feuerzugreglers auf 10 mm Öffnung einstellen“ gelesen zu haben. Merke ich mir für das nächstemal.

Nun, ich will euch nicht länger auf die Folter spannen. Der „uralte“ DC32GS ohne Elektronik hat bestanden!

Messung 2006: CO: 0,80 g/m³ Staub: 0,020 g/m³
Messung 2014: CO: 0,63 g/m³ Staub: 0,020 g/m³

Für den Kessel (Errichtung zwischen 01.01.2005 bis 22.03.2010) gilt eine Übergangsregelung bis 31.12.2024 (§ 25 BImSchV).
Dann muß er die 1. Stufe der BImSchV einhalten:

CO: 1,00 g/m³ Staub: 0,10 g/m³(Scheitholz)
CO: 0,80 g/m³ Staub: 0,06 g/m³(Holzbriketts)

Wenn er dann noch nicht durchgerostet sein sollte, kann er also unendlich weiterlaufen.

Die Schornis zeigten mir die Messwerte der 3 vorher gemessenen Kessel (alles Pelletkessel). Der ATMOS war gut dabei und sogar besser als ein sehr teurer Pellet-Kessel …

Die Ansaugpatrone im Messgerät war so sauber, daß sie sogar noch bei einem anderen Kessel wiederverwendet werden konnte. Das sei bei Scheitholzkessel so gut wie nie der Fall …

Jetzt geht´s mir besser.

Wünsche euch schöne Feiertage und keine Angst vor der Wiederholungsmessung!

Juergen_S



2 Antworten
Feuerstein antwortete vor 11 Jahren

Gratulation

ist halt immer wieder eine Erleicherung wenn mann dann amtl. hat das
der Kessel gut läuft.

Bist du sicher wegen dem Bestandsschutz? Mein Schorni hatte gesagt
das mein kessel auch die Stufe 2 bestanden hätte und hat dann noch was geredet von „nächstes Jahr werden wohl einige der alten Kessel durchfallen, die haben dann 2 Jahre Zeit entweder einen neuen Kessel
anzuschaffen oder das Holzheizen einzustellen“.

Auch von mir schöne Feiertage.

Gruß

Fred Feuerstein

Ocheis antwortete vor 11 Jahren

Hi – auch von mir Glückwunsch. Schön zu sehen das die „alten“ Kessel gut laufen.

Feuerstein:
und hat dann noch was geredet von „nächstes Jahr werden wohl einige der alten Kessel durchfallen, die haben dann 2 Jahre Zeit entweder einen neuen Kessel
anzuschaffen oder das Holzheizen einzustellen“.

Alt ist immer relativ. Kessel deren Baujahr nicht feststellbar ist oder ein Baujahr bis 94 aufweisen, müssen ab 01.01.2015 die I- Bundes-Imissionsschutz-Verordnung einhalten. Sonst Stilllegung innerhalb 2 Jahren.