Fragen und AntwortenBrauche Hilfe welcher Holzvergaser
igh5555 antwortete vor 11 Jahren

Hallo,

ich bin neu im Forum und bräuchte ein paar Expertentips.
Wir haben uns ein Haus gekauft 135 qm Wohnfläche und möchten die Nachtspeicherheizung gegen einen Scheitholzvergaser als Alleinheizung austauschen. Laut Energieausweis hat das Haus einen Energiebedarf von 226,9 kwh (qm x a). Außer einer Dachbodendämmung sind in naher Zukunft keine weiteren Maßnahmen geplant. Platz für 2x 1500 l Pufferspeicher ist vorhanden. Welchen Kessel könnt ihr empfehlen? Wie finde ich einen Heizungsbauer in meiner Nähe, der Atmos verbaut? Habe schon ein paar Firmen kontaktiert aber ohne Erfolg.
Freue mich auf Antworten und schon einmal vielen Dank!

Gruß Kathi



11 Antworten
burns635csi antwortete vor 11 Jahren

Hallo Kathi, kann es sein das du dich mit deinen „226,9 kwh“ um eine stelle im Komma geirrt hast?

Ich denke es sind wohl 22,69 kwh?

Ich denke das du mit einem (DC25gse oder DC30gse) und 1500-2000 Liter Puffer gut beraten bist.

Wer dir die Anlage aufstellt, kann ich dir nicht sagen. Hab unser Haus mit Holzvergaser so übernommen.
Aber da wissen die anderen bestimmt mehr

Liebe Grüße Klaus

Kessel 1: Atmos dc30gse CO Messung
Kessel 2: Agt 100Grad Lambdacheck Prim/Sekluft gesteuert über Gust Luftwaage anti Hohlbrandplatte
Regelung: BRT GEREGELT
Puffervolumen: 2000L+500L
burns635csi antwortete vor 11 Jahren
Kessel 1: Atmos dc30gse CO Messung
Kessel 2: Agt 100Grad Lambdacheck Prim/Sekluft gesteuert über Gust Luftwaage anti Hohlbrandplatte
Regelung: BRT GEREGELT
Puffervolumen: 2000L+500L
burns635csi antwortete vor 11 Jahren
Kessel 1: Atmos dc30gse CO Messung
Kessel 2: Agt 100Grad Lambdacheck Prim/Sekluft gesteuert über Gust Luftwaage anti Hohlbrandplatte
Regelung: BRT GEREGELT
Puffervolumen: 2000L+500L
Tika1982 antwortete vor 11 Jahren

Nee, leider ist das mit dem Energiebedarf korrekt. Ist ein Haus von 1928.

Ocheis antwortete vor 11 Jahren

Hallo Kathi,

226kwh pro m² im Jahr passt. Das wären ca. 3000 Liter Heizöl pa, sofern der Primärenergieverbrauch nicht noch höher liegt. Kenne mich mit Nachtspeicheranlagen gar nicht aus.
Mein Verbrauch lag bei 1600 Liter und ich komme mit einem DC25GSE gut zurecht. Würde ich jetzt die Küche und das Kinderzimmer mit dem Kessel mitheizen, würde ich alle 24 Stunden eine 3/4tel Füllung benötigen.
ich habe vor 4,5 Jahren mit der Planung angefangen und zig verschiedene Foren abgeklappert. Die Planungsphase hat gute 2,5 Jahre gedauert. Solange hat die Ölheizung noch gehalten.

Viele Fehler werden bei der Planung gemacht und wichtige Dinge erst gar nicht beachtet.

1. Meist wird ein zu kleiner Kessel mit zu wenig Puffervolumen genommen. Warm bekommt man das Haus meistens, aber der Aufwand muss stimmen. Wollt ihr 2-3x innerhalb eines Tages anheizen bzw. volllegen oder weniger… Und denkt dran. Keine Nachtspeicherheizung mehr – Vergaser wäre dann die Alleinheizung.

2. Die benötigte Holzmenge wird meistens völlig unterschätzt. Simple Rechnung. 3000 Liter Öl entsprechen ca. 20m³ Buchenholz.
Bin mir nicht sicher wie viel 1m³ Buche wiegt. Gehe jetzt von 500kg aus, natürlich anhängig wie gestapelt wird. Bei 500kg wären es 4kwh*500kg*75% Gesamtwirkungsgrad des Vergasers.
Jetzt rechne das ganze x3. Einfach ausgedrückt. Könnt ihr 60-70m³ Holz bei euch auf dem Grundstück lagern und wo bekommt ihr das Zeugs her. Preis, Arbeitsaufwand etc…
Alternativ kann man natürlich Holzbriketts nehmen. Bei eurem Verbrauch lohnt sich schon eine ganze LKW Ladung. Wird dadurch billiger, aber gelagert werden muss die Masse trotzdem.

3. Ist immer jemand da zum feuern? Alternativen wenn ihr im Winter mal längere Zeit nicht da seid? Denkt dran. Auch in 10 Jahren muss jemand das Holz buckeln…
Lust alle 2 Wochen den Kessel sauber zu machen? Bei mehrmaligen Abbränden am Tag sicherlich öfters…

4. Warmwasser ist auch ein Thema. Wie wollt ihr euer Brauchwasser erwärmen? Auch mit dem Vergaser oder elektrische Boiler? Wenn Vergaser ohne Solar…Ihr müsste dann auch im Sommer anheizen. Nicht jeden Tag, aber alle 4-5 Tage bestimmt.

5. Gesamttechnische Voraussetzung. Ist euer Schornstein überhaupt geeignet? Der erste Weg bei der Planung geht zum Bezirksschornsteinfeger. Dieser wird euch helfen. Bei mir würde ein Kessel >30kW nicht zugelassen werden.
Genügend Platz im Heizraum? Ihr müsst bestimmte Mindestmaße bei Vergaser einhalten. Puffer brauchen Platz und wenn es geht auch ein Ecke für Brennstoff. Oder halt täglich die Menge Holz in den Keller transportieren. Auch bei -20 Grad oder Sturm mit Platzregen.

6. Kesselwahl. Atmos gilt als Skoda. Man muss den Kessel erst einmal kennenlernen. Das dauert…Ohne Hintergrundwissen und lernbereitschaft wird es meistens nichts. Wer sich nicht mit dem Kessel beschäftigen möchte, sollte eher eine andere Preisklasse anpeilen. Eta, Fröling oder HDG nur als Beispiel genannt.

Spricht irgendein Punkt gegen euch, rate ich euch zu einem anderen Heizsystem. Habt ihr aber Spaß mit Holz und wollt von den Öl/Strom/Gas Multis unabhängig sein, dann immer zu.

Nicht jeder Heizungsbauer kennt sich mit Vergasern aus. Viele winken ab. Die sich auskennen, möchten euch natürlich ihre Hausmarke verkaufen und diese liegt meistens im höheren Preissegment.
Alternativ gibt es auch Firmen, die einen bundesweiten Installationsservice anbieten. Logic-Therm ist eine Firma, die Atmos anbietet, diesen auch hochrüstet, so dass er mit der Premiumklasse mithält und auch vor Ort installiert. Nein ich arbeite da nicht, aber das Firmenkonzept hat mich überzeugt. Logic Therm Leistungen

Grüße Tobias

AUDI67 antwortete vor 11 Jahren

Moin

Ich kann dir zu einem KC raten endweder 35 oder 45.

Die haben den Vorteil das sie Allersfresser sind, Braunkohle,

Holz, Pellet und Holzbriket.

Ich habe hier so um 100qm +/- den KC35S und 3000l Puffer.

Und wir könnten noch mehr qm beheitzen, kein Thema ist noch Luft

drin.

PS: Und du bist nicht immer auf Holz angewiesen.

Aber mal sehen was die anderen so schreiben.

Tika1982 antwortete vor 11 Jahren

@Tobias
Danke schon Mal für deine ausführliche Antwort.
Noch ein bißchen was zu unseren Vorstellungen und Rahmenbedingungen:

1) Uns ist es wichtig im Winter mindestens 8-10 h mit einer Füllung auszukommen, da wir beide berufstätig sind.

2) Pro Winter planen wir mit etwa 25m +-. Platz genug haben wir (2130 qm), Holz bekommen wir recht günstig (umgerechnet ca. 23 € für den Raummeter. Festmeterpreis kenne ich nicht.

3) die Arbeit schreckt meinen Mann nicht, da er schon sein Leben lang mit seinem Papa Holz macht. Notfalls hätten wir auch Jemanden zum anfeuern aber wir planen in den nächsten Jahren keine großen Winterurlaube, da unsere Kinder noch sehr klein sind und wir eher im Sommer verreisen.

4) unser Brauchwasser soll auch mit dem Vergaser erhitzt werden.

5) Schornstein muss noch abgeklärt werden aber eine Sanierung ist unumgänglich laut Heizungsbauer.

6) guter Einwand. Für mich ist das alles Neuland aber ich möchte es auch verstehen lernen.

Freue mich auf weitere Antworten 🙂

Ocheis antwortete vor 11 Jahren

Hallo Kathi,

das ganze klingt doch ziemlich gut. Nur kurz angeschnitten da wenig Zeit.
Pauschal dachte ich gestern an einen DC30GSE. Die Berechnungen passen. Nachlesen kannst du hier: Grobdimensionierung Kessel und Puffer

8-10h pro Füllung ist zu kurz gedacht. Ihr wollt ja nicht zu Heizsklaven mutieren. 24h mit einer Füllung wäre perfekt.
Ein HV erzeugt beim Abbrand idealerweise weit mehr Leistung als euer Haus benötigt. Alle weitere Wärme soll in den Puffer. Abbrandzeit 5-7 Stunden. Restliche Zeit muss der Puffer die Heizungsanlage versorgen.

Warmwasser mit dem Vergaser ist natürlich kein Problem. Es gibt 2 Möglichkeiten. Ein Hygiene-Speicher mit einem Brauchwassermischventil oder ein normaler Puffer mit einer Frischwasserstation. Beides hat Vor und Nachteile.

Glaubt nicht alles was ein Heizungsbauer sagt. Euer Schornsteinfeger hat das erste und das letzte Wort. Ich betreibe den Kessel auch nicht mit einem Edelsteinschornstein und bin unterhalb der Mindestwerte aus dem Atmoskatalog. Schornie meinte gibt keine Probleme und gab auch keine Probleme.

Hier noch etwas Futter zum Wochenende. Soll euch ja nicht langweilig werden. Einsteiger Anleitung

Und wenn ihr schon im Vorfeld Holz schlagt. Gleich 50cm Stücke. Kein 33er Spielzeugholz.

Grüße und schönes Wochenende
Tobias

HKruse antwortete vor 11 Jahren

nabend Kathi,

unsere Hütte hat einen ähnlichen „Gesamtwärmebearf“,
in ÖL waren das 3500-4000 L, in Holz verbrauchen wir etwa 25 Meter.
(4100 L Puffer- gse40- LC- Brennraumtempregler)

2012/13 habe ich 80-90 kg pro Tag verbraucht, in der „härtesten“ Woche,
das sind zwei „Ladungen“ im 40-50gse-Füllraum.

bei ner „neuinstallation“ hätte ich ca 5000 L Puffer plus GSX
der gsx würde, wie unser 40er, mit 20-25kw/h laufen.

Gruß Heinrich

Kessel 1: ( 2009.40gse ) > eta (30)20 2024
Kessel 2: (1987.öl) > thermia soleWP 2023
Regelung: (2009< LambdaCheck--BRT > Lüfterdimmer) >ist gut + brauchbar<
Puffervolumen: 3100 L
Christian1621 antwortete vor 11 Jahren

Ich hab einen ähnlichen Verbrauch, also ca. 3000 Liter Öl im Jahr. An normalen Tagen mit etwa 0 Grad brauche ich um die 15 Liter Öl am Tag. Das entspricht 35-40kg Holz. Ich habe den DC25GSE und wenn ich morgens anfeuer und nach ca. 3 Stunden nochmal die Hälfte nachlege komme ich bis zum nächsten Morgen hin. Ich denke aber, mit 50er Scheiten oder Briketts und komplett voll legen wäre eine Füllung ausreichend. Puffer habe ich 1650.

igh5555 antwortete vor 11 Jahren

mein rat:
möglichst grosse pufferspeicher-wenn du wirklich 2×1500 reinkriegst-dann so machen

speicher mit register drinnen wählen wenn evtl. mal solar gemacht werden sooll-bringt einiges und die pufer kosten unmerklich mehr

kessel – atmos bringt das günstigste preis/leistungsverhältnis
grösse dc25-30 wählen
und unbedingt eine düsenschutzplatte reinlegen-sonst kommts zu reperaturen nach etwa 3 jahren !
lg
georg