Fragen und AntwortenAnlagenverbesserung
juergen antwortete vor 13 Jahren

Heizung und Warmwasser
1. Vorhandene Geräte

a, Atmos DC 40 GS mit 2 x 1500 l Pufferspeicher Bj. 2000
als Grundlastheizung. Steht im Heizraum des Gewerbebaues.

b, atmosphärischer Gaskessel Buderus 45 KW Bj. 1978
als Stand-by- Gerät im Leerlauf (nur Zündflamme)
steht im Heizraum des Wohnhauses.

c, Luft- Wärmepumpe Blomberg WP 3004 E Bj. 1990
als Grundgerät für WW Bereitung. Z.Z. defekt
steht im Heizraum des Wohnhauses.

d, Solaranlage mit 4 Kollektoren, gesamt 7,1 m² auf Wohnhausdach mit Plattenwärmetauscher speist in Wärmepumpenspeicher mit Vorrang ein.

2. Verbraucher

A, Wohnhaus mit ca. 175 m² beheizter Fußbodenfläche, davon 42 m² Büro

B, Werkstatt mit ca. 80m² Fläche, ca. 300 m³ Raum, nur bei Bedarf tageweise über einen 25 KW Wärmetauscher beheizt.

C, Wasch- und Sanitäranlage mit ca. 15 m² neben Heizraum.

D, Brauchwasser für 3 Personen Haushalt im Wohnhaus.

3. Szenario

Von den Pufferspeichern wird konstant mittels Umwälzpumpe durch ein Fußbodenregister (Zweiwegeventil mit Rücklaufbeimischung) ca. 55° C warmes Wasser über eine Fernwärmeleitung in den Kreislauf des Gaskessels gepumpt. Leitungslänge ca. 25 m.

Die Pumpe wird über einen Anlegefühler am Pufferausgang bei < 45° C abgeschaltet. Bei ca. 45° C schaltet dann auch der Gasbrenner ein und übernimmt nahtlos die Heizung.
Der Speicher an der WP hängt ebenfalls am Kesselkreis und wird, wenn Sonne und WP nicht genügend WW erzeugen von diesem mit aufgeheizt.

Die FBH wird mittels einer Witterungsgeführten Regelung mit Nachtabsenkung mit der optimalen Wassertemperatur bedient. 6 der 13 Kreise sind mit Einzelraumthermostaten ausgestattet, die restlichen 7 manuell einzeln zu regeln.

Die Werkstatt wird über eine gedämmte, ca. 30 m lange ¾“ Kupferleitung, die im Dachraum verläuft und einen an der Decke montierten Gebläse -Wärmetauscher versorgt. Das WT- Thermostat schaltet auch die Pumpe die das Pufferwasser in der jeweils anstehenden Temperatur in den Kreislauf pumpt.

4. Verbesserungsmöglichkeiten?

Im Allgemeinen bin ich mit der Anlage schon zufrieden, aber es gibt ein paar Punkte wo Verbesserungen möglich erscheinen, ich aber nicht das erforderliche Wissen habe.

4.1 Die immer laufende Umwälzpumpe zum Gaskesselkreis. Es ist eine > 25 Jahre alte Grundfos UP 25/65, Stromaufnahme 50/60W die aber trotz des hohen Alters noch absolut geräuschlos läuft.

Kann man diese Pumpe nicht bedarfsgerecht steuern?
Ich weis zwar nicht wie hoch der Volumenstrom ist, aber nachdem auch bei -20° noch genügend ankommt, müsste doch die meiste Zeit ein Bruchteil der Leistung reichen. Meiner Meinung nach ist eine Drehzahlregelung einer Taktung vorzuziehen, aber wie so eine Steuerung hinkriegen?

4.2 Die Einspeisung in den Gaskesselkreis. Dadurch wird das ganze Teil ständig auf Betriebstemperatur gehalten was sicher nicht sehr wirtschaftlich ist.

Wenn ich z.B. anstatt der WP einen Puffer aufstelle in den alle 4 Wärmequellen einspeisen, hätte ich auch in der Übergangszeit den Nutzen der Solaranlage und der WP für die Heizung, Das WW könnte ich über einen internen Wärmetauscher aus dem Puffer ziehen. Das Problem ist der nicht vorhandene Platz. Ein extra Puffer müsste anstatt der WP gestellt werden, bzw. der WP Speicher müsste zum Puffer umfunktioniert werden? Ganz auf die WP will ich nicht verzichten, da diese mir im Sommer den Vorratsraum recht schön kühlt. Im Winter nutzt sie die Abstrahlungswärme aus dem Heizraum.

4.3 Der WW Kreislauf für die Werkstattheizung. Eine niedrigere Temperatur, ähnlich wie zum Wohnhaus wäre sicher sinnvoller, aber installationsmäßig recht aufwendig und auch nicht ganz billig. Dreiwegemischer und Regelung.
Sicher ist, dass ich im nächsten Frühjahr was mache, aber was am sinnvollsten zuerst?

Schließlich zieht eine Aktion eine andere nach sich und am Ende überrollen mich die Kosten.
Ein Außenstehender hat vielleicht ganz andere Ideen und beurteilt das Ganze objektiver.
Wer immer einen Vorschlag hat, möge sich melden. Ich bin für alles offen und dankbar für Anregungen
der alte Gaul



6 Antworten
juergen antwortete vor 13 Jahren

herzlich Willkommen. Ich mußte Deinen großen Hausaufgaben Bereich erst einmal ein wenig auseinander ziehen damit man besseren Überblick hat.

ich picke mir mal einiges heraus.
Pkt 4 geht mir genau so in meinem alten (stillgelegten) Gaskessel läuft noch die Heizkreispumpe im Augenblick nochaber nicht mehr lange. Drehzahlsteuerung ist eine teure Sache. Pumpe läuft nur Stufe 1. Ich nehme eine Schaltuhr und werde sie nachst witterungsbedingt total abschalten. hier im Forum ist schon darüber geschrieben worden Vor- Nachteile.

Pkt. 1a und 4.2 Zündflamme verbraucht auch. benötigst Du wenn dann HVK läuft noch den Gaskessel doch nur als Not.. Dann köntest Du den manuell durch Ventile abschotten.

Einstein81 antwortete vor 13 Jahren

zu 4.3
es gibt ganz simple 3wegemischer mit einem anlegefühler. Dann sitzt da son thermostat ahnlich wie bei einem Heizkörper an dem du die wunschtemp einstellen kannst.

zu 4.1
ist es nicht möglich die pumpe im Gaskessel so anzuklemmen das sie nur läüft wenn auch die Flamme heizt ? eventuell mit einem Nachlaufregler noch die restwärme abtransportieren.

zu 4.2

Das fällt doch weg wenn die Pumpe von 4.1 nicht mehr läuft…

alter_gaul antwortete vor 13 Jahren

Ich glaube, ich habe das missverständlich erklärt.
Den Gaskessel brauche ich (noch) der speist den Heizkreis des Wohnbereiches. Die Heizungsanlage ist noch original so wie vor Einbau des HV. Die Ladepumpe fördert das Pufferwasser in den Kesselkreis der Heizung. Das war die einfachste Anbindung in die vorhandene Anlage. Die Pumpe des Gaskessels läuft nur, wenn der Brauchwasserspeicher durch die Solaranlage bzw. Wärmepumpe nicht genügend aufgeladen wird und der Kesselkreis die Ladung übernimmt. Also eher selten. Die Pumpe vom HV Speicher über die Fernwärmeleitung zum Kesselkreis des Wohnhauses ist m.E. der Energiefresser da sie praktisch rund um die Uhr läuft. Muss, da der Kesselkreis ja keinen Speicher oder Puffer darstellt. Der Vorschlag von Einstein für den Werkstattkreis scheint mir recht gut, werde das geich mal prüfen.

juergen antwortete vor 13 Jahren

Meinst Du nicht das Du mit einem HVK alles beheizen könntest und Gas wie schon erwähnt als Not… „da steht“?
Oder sind diese Räumlich weit auseinander? Wir haben auch User die zwischen Kessel + Puffer + Zugang ins Haus lange Strecken überwinden müssen.

alter_gaul antwortete vor 13 Jahren

Es geht nicht um die weiten Strecken, vielmehr darum, dass ich nie weis ob ich zum Heizen da bin oder nicht. Das ist größtenteils berufsbedingt, zum Teil auch Bequemlichkeit. Jetzt springt automatisch der Gaskessel an wenn der Speicher leer ist und das ist schon sehr beruhigend wenn du 100 km entfernt bist und nicht unbedingt nach Hause hetzen mußt. Im Prinzip heize ich alles mit dem HVK, Gas springt pro Saison so 3 bis 8 mal ein. Das ist nicht viel aber doch zu oft um das Haus auskühlen zu lassen.

juergen antwortete vor 13 Jahren

alles klar warum der Gaskessel seine Daseinsberechtigung haben muß