flugzeug2 antwortete vor 6 Jahren

Hallo,

was haltet ihr von DRAINBACK Solarsystemen, ist das praktikabel?

mfg



23 Antworten
Hubschrauber antwortete vor 6 Jahren
commuto antwortete vor 6 Jahren
Hubschrauber:
ESBG
Kenntnisstufe 10

Beiträge: 341

» 31.07.12 23:22 «

Ich sehe bei diesen „Drain-Back“ Anlagen nicht den großen Vorteil, aber viele Nachteile!

1.) Leitungsführung sehr anspruchsvoll, alles muß rausfließen können, man glaubt kaum wie genau da gearbeitet werden muß!

2.) Solarpumpe muß relativ stark sein um die volle Anlagenhöhe zu überwinden ( und obendrein seeeehr unempfindlich gegen ein kleines Luftbläschen)!

3.) Bei Anlagen mit mehreren Verbrauchern nicht wirklich brauchbar, da sehr unterschiedliche hydraulische Verhältnisse.

4.) Sehr unterschiedliches regeltechnisches Verhalten (im Vergleich) zu einer standard Solaranlage.

5.) Der Frostschutz für eine „mittlere“ Solaranlage kostet etwa 100 bis 150 Euronen, die Zores mit einer Drainback Anlage (bis sie Funktioniert) kosten sicherlich ein Mehrfaches davon.

6.) Durch unterschiedliche Materialien und ständigem Kontakt des Wärmeträgers mit Sauerstoff ist eine wesentlich höhere Korrosionsanfälligkeit normal und entsprechende Probleme sind daher zu erwarten!

Grüße zum Nachdenken,

Hannes / ESBG

Dem stimme ich voll und ganz zu.
Wir hatte eine Anlage da ist es durch den Ständigen Sauerstoffkontakt zu Ausflockungen gekommen die den Kollektor verstopft haben. Ich Persönlich halte diese Systeme für völlig unsinnig. Die zeit der Offenen Anlagen ist seit Jahren vorbei.

Agritec antwortete vor 6 Jahren

Da seid Ihr aber völlig falsch informiert. Eine Drain-Back-Solaranlage ist das Beste was einem Nutzer passieren kann.
Irgendein Theoretiker hat einmal behauptet, die Leitungsführung sei mit einem gehörigen Aufwand verbunden, weil diese mit Gefälle verlegt werden muß. Mit welchem großen Aufwand wird dann eine Abwasserleitung verlegt. Die Vorlaufleitung ist eine Dimension größer als die Rücklaufleitung und wenn man die richtigen Vakuumröhrenkollektoren nimmt, speziell für Drain-Back-Anlagen, wird auch sämtliches Waser entleert.

Die Solarpumpe muss nicht besonders stark sein, sondern eine gewisse Förderhöhe haben. Diese gibts auch und die laufen sogar über Solarstrom.

Gerade große Anlagen sind bestens geeignet für Drain-Back und hat mit hydrauölischen Verhältnisssen nichts zu tun.
Die Regelung ist absolut einfach, da diese durch einen Strahlungssensor geregelt wird. Keine Strahlung oder keine Anforderung des Speichers, dann auch kein Wasser im Kollektor. Genauso wie bei Frost. Somit keine Dampfschäden und keine Frostschäden.

Preisgünstiger als konventionelle Anlagen und leistungsfähiger, da folgendes nicht gebraucht wird:
– Ausdehnungsgefäße
– Glykol
– Durchflussmengenregler
– Sicherheitsventile
– auto. Entlüfter
alles Dinge die bei konventionellen Anlagen erhebliche Störungen fördern.
Bei dem Einsatz eines richtigen Drain-Back-Speichers aus hochtemperaturbeständigem Polypropylen entsteht kein Rost, kein Kalk oder sonstige Korrosion und die Anlage kann nicht vergammeln. Kaum Wartung und jahrelange unkomplizierte sichere Funktion bei extrem langer Lebensdauer.
Einbindung eines ATMOS-Heizkessels optimal über Wärmetauscher.
Die zur Zeit effizienteste Anlage die es gibt und genau das was die Kunden wollen.
Das Problem ist nur, das die meisten Heizungsbauer sich nicht informieren und bauen sogenannte Zwitter-Drain-back-Anlagen ein. Man muss eben die richtigen Anlagen kennen.
Hier einige Infos http://www.agritec-solar.eu

rullePoelser antwortete vor 6 Jahren

Agritec antwortete vor 6 Jahren

Agritec antwortete vor 6 Jahren

Wie Ihr immer in Deutschland so denkt ist manchmal rätselhaft. Ihr habt ja mehr Verbände, Prüfinstitutionen und Zertifizierungsstellen und Beamte als vernünftige Handwerker. Das wird nichts auf Dauer. Und der das behauptet ist natürlich. wie kann es anders auch sein, vom TÜV.
Viele Endkunden die mal im Fernsehen beim zappen zwischen Dschungelcamp und DSDS 2 Minuten bei einer Ratgebersendung Technik hängen bleiben, glauben das auch wenn einModerator das erzählt.
Weil die alle platzen, werden Vakuumröhrenkollektoren vorweigend in kalten Gebieten in Kanada und Amerika eingebaut. Und zwar Chinesische Heat-Pipes. Die haben nämlich keine Probleme damit. Warum sollen die Kanadier auch deutsche Kollektoren nehmen, wenn die laut der ganzen Schlaumeier schon in Deutschland bei Frost platzen.
Ihr Deutschen seid in 2 Disziplinen Dauerweltmeister: Im Selber-an-pinkeln und Oberlehrertum

Agritec antwortete vor 6 Jahren

Das ist ja schon heftig. Gehe mal davon aus, das dies VRK mit U-Rohren waren.(richtig sieht man, wenn man das Bild vergrößert)
In den Röhren stand Wasser, deshalb ist auch das Wärmeleitblech aus Aluminium zerfressen (unterhalb ganz deutschlich zu sehen)
Wenn dann kein Vakuum mehr in den Röhren vorhanden ist, zerplatzen die selbstverstandlich bei Frost.
Grund: Entweder haben die Kollektoren durch Dämmung Feuchtigkeit gezogen und diese ist in die Röhren abgetropft weil die Röhren oberhalb nicht verschlossen waren oder die wasserführenden Teile waren undicht.

Agritec antwortete vor 6 Jahren

Die stehen schon seit Jahren in Kanada. Was macht man eigentlich in Germany immer falsch, das nichts funktioniert?

blitzer antwortete vor 6 Jahren

Hallo,

habe beim Autofahren in einem Ort gesehen das man die Röhren senkrecht an die Hauswand geschraubt hat. Vorallem sie waren durch den Dachüberstand gegen Schnee,Regen usw. geschützt, es ist auch auf Südausrichtung geachtet worden. Selbst im Hochsommer würde ich mal annehmen das der Dachüberstand mit samt Dachrinne keinen Schatten auf die Röhren wirft weil auf genügend Abstand zwischen beiden geachtet worden ist. Jetzt frage ich mich nur reicht die Energieausbeute im Sommer weil ja nun die Sonne nicht in einen optimalen Winkel auf die Röhren trifft. Andersherum könnte ich mir vorstellen das im Winter wenn dann die Sonne scheint und durch den niedrigen Sonnenstand und sich durch den Dachüberstand bei Schneefall nichts festsetzt, so kann sich die Sache wiederum positiv auswirken oder? Liege ich da richtig?

Mfg. G.B.

Agritec antwortete vor 6 Jahren

Hallo Blitzer,
da hast Du vollkommen recht. Im Sommer wird allgemein weniger Energie gebraucht als im Winter. Das reicht immer für warmes Wasser, wenn die anlage richtig ausgelegt wurde.
Nun haben die Röhrenkollektoren auch den Vorteil, daß die Einstrahlung auf Röhren trifft die im Grunde genommen einen Einstrahlwinkel von 360° haben, also anders (positiver) reagieren als Flachkollektoren.
Im Winter ist die Stellung optimal, wenn die meiste Energie gebraucht wird. Vakuumröhrenkollektoren an der Hauswand kann auch architektonisch positve Aspekte haben, wenn sie richtig installiert werden.

Grüße Agritec

blitzer antwortete vor 6 Jahren

hallo,

aber wie ist es mit Schneebällen die nun mal Kinder gerne werfen, wie sieht da die Haltbarkeit aus? Was können die Röhren ab was äußerlich Einwirkung betrifft.

Mfg. G.B.

Agritec antwortete vor 6 Jahren

Die Röhren sind auch gegen Hagelschlag getestet. Meist wird dies mit Stahlkugeln (20 mm Duchmesser) gestestet, die von ca. 60 cm Höhe auf die Röhren fallen gelassen werden.
Da müßter Schneebälle schon eine gewisse Härte aufweisen.

Grüße Agritec

flugzeug2 antwortete vor 6 Jahren

Hallo,

ich hatte hier die Diskussion angefangen und aber lange nicht reingesehen.
Mitlerweile habe ich die Drainbackanlage fertig gebaut, war aber leider erst im November fertig.
Ich habe sie nur einmal gestestet obs grundsätzlich funktioniert, es hat funktiuoniert.
Jetzt im Frühjahr wenn die ersten brauchbaren Sonnenstrahlen da sind werde ich alles einstellen und die Anlage in Betrieb nehmen.
Ich werde dann weiter berichten.

mfg

Agritec antwortete vor 6 Jahren

Hallo Flugzeug 2

ist ja fantastisch. Selbstverständlich wird eine Drain-Back-Anlage funktionieren. Wäre gut wenn Du die Hydraulik hier einstellen könntest und weitere Berichte. Wünsche Dir bald richtigen Sonnenschein in Deutschland und hohe Erträge.

Gruß
Agritec

Schraubermark antwortete vor 6 Jahren

Hallo Agritec,

Ich möchte dieses Jahr auch meine Anlage um Solarthermie erweitern. Da ich z.Zeit nur einen kleinen Puffer habe mit 500 Litern (Kann ich auch aus Platzgründen nicht erweitern) bin ich jetzt auch auf Drain Back Anlagen gekommen. Ich habe auch die Besonderheit das ich gerne direkt auf die Hauswand montieren würde. Leicht „aufgeständert“ mit ca 75 Grad (Optische Gründe / Nachbarschaft etc./ Aurichtung genau Süden). Um eine Förderung zu bekommen würde ich mit meiner jetzigen Anlage im Sommer immer in die Stagnation wandern (Wegen der goßen Kollektorfläche). Durch das Drain Back System würde ich das umgehen und könnte durch die größere Kollektorfläche im Winter auch sogar etwas nutzen haben. Ist echt eine gute Alternative..Dazu kommt rechts noch ein PV Modul ran…damit versorge ich die Solarpumpenstaion..

Agritec antwortete vor 6 Jahren

na, na, so ist es nun mal nicht. Wo ist das denn ausgegraben.
Die Firma bedient wohl nicht den ganzen Weltmarkt oder?

Agritec

Schraubermark antwortete vor 6 Jahren
Agritec:
na, na, so ist es nun mal nicht. Wo ist das denn ausgegraben.
Die Firma bedient wohl nicht den ganzen Weltmarkt oder?

Agritec

Auszug aus http://www.solarthermie.net

„Wann wird der Kollektor entleert?

Der Solarkollektor wird entleert, wenn der Wärmespeicher keine weitere Wärme mehr aufnehmen kann, er also die maximal vorgesehene Menge an Wärmeenergie bereits gespeichert hat. Das ist dann der Fall, wenn der Kollektor aufgrund günstiger Wetterbedingungen mehr Wärme als erforderlich erzeugt. In diesem Fall erhitzt sich das Wasser im Kreislauf der Anlage, da die Wärme nicht mehr über den Wärmetauscher im Speicher abgegeben werden kann. Wird die definierte maximale Temperatur überschritten, pumpt die Solarpumpe das Wasser aus dem Kollektor.“

Also keine Dampfbildung/Stagnation oder Ausflocken etc…

Agritec antwortete vor 6 Jahren

genauso ist es. da kann nichts ausflocken

Agritec

Agritec antwortete vor 6 Jahren

Der vorherigige Bericht war falsch, bezog sich auf die Bilder von Hubschrauber
Agritec

Hopferl antwortete vor 6 Jahren

Vielleicht bin ich zu blöd, aber könntest Du zu den beiden Bildern ein Minimum an Erklärung einstellen!

Denn daß in einer VRK Anlage gleich 6 Röhren (und noch dazu direkt nebeneinander) einen gleichartig aussehenden Schaden haben ist wohl sehr unverständlich.

Was macht übrigens der WeiLang auf dem kleineren Bild mit den Röhren im Feuer?? TESTEN ob außen warm werden!!

Grüße
Hopferl (vulgo Hannes / ESBG)

flugzeug2 antwortete vor 6 Jahren

Hallo,

ich habe die DrainBack Anlage jetzt seit ca 10 Tagen ohne Probleme in Betrieb.
Zur Zeit optimiere ich noch die Steuerung.
Ich habe eine RESOL DeltaSol BX.
Kennt sich jemand damit aus?

Übrigens ein neuer Kollege bei uns hat eine DrainBack Anl. schon seit 10 Jahren in Betrieb mit Flachkollektoren.

mfg