Fragen und AntwortenGröße Pufferspeicher,
czarchris antwortete vor 13 Jahren

Hallo,

unser Haus hat 120 qm Wohnfläche, Altbau, schlecht gedämmt und wir haben in den letzten Jahren zwischen 30.000 und 34.000 kwh Gas verbraucht inkl. WW für 3 Personen.
Geplant habe ich einen Fröling 20 kw HVK mit 1500 l Pufferspeicher.
Wenn ich hier so von Euren Puffervolumen lese, erscheint mir meine Planung etwas dürftig.
Gibt es Berechnungsgrundlagen?

Meine 2. Frage bezieht sich auf das WW: macht es Sinn die Waschmachine und Spülmachine ans WW anzuschließen, wenn ich dies ebenfalls über den Puffer erwärme?

Gruß Uli



24 Antworten
Frank_Kraemer antwortete vor 13 Jahren

Hallo!
Mit den 1500 l wirst du nicht über 27 std. kommen.
Besser sind 2000 l oder noch mehr, wobei dann schon ein
20 kw kessel öffters nachgelegt werden muß.

Frank

ukp antwortete vor 13 Jahren

Hallo Frank,

ich muß noch mal nachfragen: bedeutet das, das ich bei nem Puffer von mehr als 2000 l und dem 20iger Kessel öfter nachlegen muß, damit die große Puffermenge die entsprechende Temperatur hat, um meinen Wärme-u. WW-Bedarf möglichst lange zu decken!?
Wenn ich andererseits bei den geplanten Dimensionen bliebe erreiche ich die entsprechende Puffertemperatur mit weniger Kesselfüllungen und die Pufferwärme reicht zeitlich nicht so lange!?

Gruß Uli

FPiuk antwortete vor 13 Jahren

Hallo Ulli,
beschäftige mich auch schon länger mit dem Thema Solar + HV.
Werde mir jetzt einen 30 GSE Kessel + 10 qm Solar mit Heizungunterstützung mit entsprechendem Puffer zulegen.

Werde unseren GS und WA in den Sommermonaten auch mit WW über Solar versorgen.
In den Wintermoanten werde ich die Geräte wieder ganz normal betreiben.
Beachte das Du einen Zulaufschlauch bis 90 Grad benutzt
und für den WA noch eine Elektronik zur Temp. Regelung oder eine Duscharmatur mit Temp. Regelung.
Du willst ja nicht 30 grad Wäsche mit 70 Grad heißen Wasser waschen.
Beim GS spielt das heiße Wasser keine rolle
Gruß
Franz

gonzotp antwortete vor 13 Jahren

@ukp

Faustformel/Praxiswerte–> Pro 1000m³ Gas/1000L Öl benötigt man 10 KW Holzvergaserleistung.

Bei mir, 4500L Heizölverbrauch ist es ein DC 50 GSE geworden –> paßt Perfekt.

Gruß Torsten

Rotfuchs antwortete vor 13 Jahren

Hallo,
Warmwasser und Waschvollautomat?
Ich habe unseren GS(Mi…) auch am warmen Wasser aber für die WA
schließt Mi… diese Anschlußmöglichkeit in der Betriebsanleitung aus.Der Allwaterautomat war uns damals einfach zu teuer(+50%)!Der Großteil der Waesche ist ja eh 40° oder 60° und warmes Wasser ist genug da.Ich habe über diese Möglichkeit Strom zu sparen auch schon nachgedacht.Bei 3 Kindern ist das Gerät bei uns ganz schön häufig im Einsatz!!
Wer hat damit Erfahrung und wie groß wäre die Einsparung an Elektroenergie?

koni antwortete vor 13 Jahren

Hallo,

Meine Erfahrungen dazu:

Unsere Waschmaschine läuft schon lange mit Warmwasser.
Dazu habe ich einen 3-Wege Mischer mit etwa einer Minute Laufzeit installiert. Angesteuert wird dieser mit einem Treppenhauszeitrelais auf Hutschiene montiert. Relais muß Öffner und Schließer haben. Im Ruhezustand steht der Mischer auf Kaltwasser. Eingestellt ist das Relis auf 3-4 Minuten.
Vor bedienen der Waschmaschine wird der Relaistaster betätigt, dann die Maschine gefüllt, nach etwa einer Minute hat der Mischer auf Warmwasser gedreht, nun kann der Waschvorgang beginnen. 2-3 Minuten Zeit für warmes Wasser, dann schaltet das Relais ab und für den Rest der Waschgänge steht kaltes Wasser zur verfügung.

Gruß Koni

daibutsu antwortete vor 13 Jahren

Bei modernen Waschmaschinen mit Flottenumwälzung und beladungsabhängiger Wasserzuteilung ist die Einsparung relativ gering, weil die Wassermenge im Hauptwaschgang häufig unter 10 l liegt und außerdem mit niedrigen Temperaturen gewaschen wird – 95 Grad Wäschen sind heute eher selten. Wenn keine großen Baumaßnahmen für die Warmwasserzuführung nötig sind und man einen alten Duschthermostat hat, mag es sich lohnen, mehr noch, wenn der Haushalt ein paar Kinder enthält. Man muss dann aber dabeibleiben, bis die Maschine das benötigte Wasser vollständig gezogen hat – das dauert bei unserer schon mal 8-10 Minuten (die Spülgänge sollten ja keinesfalls mit heißem Wasser ablaufen…), oder man baut sich mit einem alten Mischer, einem 3Wege-Zonenventil oder Magnetventilen aus einer alten Waschmaschine eine Automatik. Im Schnitt kann man pro Waschgang ca. 0,5 kWh sparen. Spareffekte verschenkt man allerdings, wenn am Boiler ein Verbrühschutz-Mischthermostat sitzt, der meist auf unter 50 Grad eingestellt ist.

Interessanter ist die Spülmaschine, obwohl die insgesamt weniger Wasser braucht. Aber hier wird das Wasser immer aufgeheizt, auch beim Klarspülen, und fast immer auf mindestens 55 Grad. Man hat also keine Probleme mit abwechselnd kalt und warm – im Gegenteil, das schont vor allem die Gläser, deren Oberflächen unter dem Temperaturwechsel bei kaltem Wasserzulauf schneller korrodieren. Die oft geäußerte Ansicht, dass eiweißhaltige Speisereste bei zu heißem Zulauf koagulieren und sich dann kaum noch entfernen lassen, ist reine Theorie und in der Praxis eine Legende. Wenn man 55 Grad heißes Wasser in den Vorspülgang laufen lässt, sind Maschine und Inhalt noch kalt, und das Wasser schafft höchstens eine Erwärmung auf 30 Grad – ideal zum Vorspülen.

dobia antwortete vor 13 Jahren

meine waschmaschine hängt ganz einfach an einer duscharmatur. beim füllen für den ersten waschgang ganz heiß, danach halbehalbe. denke mal, daß sie duch das warmwasser (mit holz und solar) auch besser spült. kostet lediglich den preisunterschied zwischen der duscharmatur und einem sowiso benötigten wasserhahn. 25-10=15EUR. wird schätzungsweise nach einem halben jahr geld sparen.
und ist so seit gestern in betrieb

@ daibutsu warum soll nicht heiß gespült werden? ich denke 30° wasser spült besser als 10°, oder nicht?

420 antwortete vor 13 Jahren

Hallo Uli,

Wie gonzotp schon geschrieben hat, kalkuliert man 10 KW pro 1.000 m³Gas. In Deinem Falle wäre 30 KW, also der 30 GSE wohl angebracht. Wenn Du Platz hast, würde ich Dir diesen Kessel mit reichlich Puffer empfehlen. Je mehr Puffer, desto höher der Komfort, aber desto mehr kann auch der Wärmeverlust (der in Wirklichkeit ja nicht ganz verloren geht, da ja häufig die Puffer im Keller sind) sein. Deshalb wäre dann eine gute Isolierung wichtig.

Bei einem größeren Kessel und ausreichend Puffer, wäre ggf. das Nachlegen nach ca. 4 bis 5 Stunden auch überflüssig. Die Kessel- und Pufferleistung würde dann auch in kalten Tagen für einen Tag reichen. Und wenn Du ggf. einmal nachlegst, hast Du dann am nächsten Tag Ruhe. Ein weiterer Grund wäre, dass die Holzlänge dann bei 50 cm liegt und Du erheblich weniger Arbeit beim Sägen, Spalten Packen und Heizen hast.

Anmerkung/meine Beobachtungen zur Kesselleistung:
Einig User würden ihre Kessel in der gleichen KW-Größe wieder kaufen. Andere würden eine Nr. größer kaufen. Und es gibt auch unter den Usern einige, die zwei Nummern größer kaufen würden. Bis jetzt habe ich von keinem gelesen, dass er seinen Kessel zu groß gekauft hat!

Eine Frage wäre natürlich noch. Planst Du eine Fußbodenheizung und/oder Solar auf Dauer mit ein? Wenn ja, ist mehr Puffervolumen nicht verkehrt.

Grüße
Franz

juergen antwortete vor 13 Jahren

das mit dem Kessel stimmt, sber eins wurde eben noch vergessen: Es gibt einige der User die sagen, wir haben zwar x tausend lt Puffer aber es reicht doch nicht wir werden noch einen dazu setzen. je mehr Puffer mit guter Isolierung ist von Vorteil.
Und noch eins erwähnte Franz mit dem nachlegen des Kessels. Es ist so mit dem Holz beim Anheizen erreicht man zwar die Kesseltemp von 80-90° aber damit sind die Puffer noch nicht voll . Man muß schon je nach Holzart 1-2 x nachlegen um die Puffer auf die 85-95° oben und 75-90° unten voll zu bekommen.
Wenn man dann Fußbodenheizung mit ca 35° hat, liegt man natürlich längere Zeit im grünen Bereich der zur Verfügung stehenden Wärme als bei normalen Heizkörpern.

daibutsu antwortete vor 13 Jahren
dobia:

@ daibutsu warum soll nicht heiß gespült werden? ich denke 30° wasser spült besser als 10°, oder nicht?

Naja, 30 Grad heißt bei mir noch nicht heiß…

Aber empfindliche Wäsche wie Wolle würde ich in den Spülgängen nicht mit erhöhter Temp. durchnudeln – das erhöht unnötig die Gefahr des Verfilzens. Da ist es umso besser, je kälter das Wasser ist.

dobia antwortete vor 13 Jahren

@ ukp:

deine anlage hätte die größenordnung wie meine, auch altbau. ich muß im winter ca. 10 std heizen. und habe dann am nächsten tag von 6 – 12 die bude aus den puffern warm.

420 antwortete vor 13 Jahren

@ dobia

ich muß im winter ca. 10 std heizen. und habe dann am nächsten tag von 6 – 12 die bude aus den puffern warm.

Wenn man jetzt einen 40 KW Kessel mit ausreichen Puffer nehmen würde, müßte mann ggf. nur einmal heizen – nur einmal voll legen. Und geanu das meine ich mit Komfort.

yussuf antwortete vor 13 Jahren

Ich habe versucht mich in da sThema Puffergrösse einzulesen. Mir scheint, das es früher Vorschrift war, mindestens 25 L pro KW Kesselleistung zu haben. Heute wird eher 50, besser aber 70 Liter pro KW empfohlen. Was meint ihr? Gibt es dazu im Netz was interesanntes zu lesen? Formeln, Fausregeln?
Unser Heizungsbauer meint, ein zu grosser Puffer wäre Quatsch, weil der Kessel den gar nicht voll bekommt, aber das wiederrum halte ich für Quatsch. Zur Zeit reicht eine Kesselladung um den Puffer zu füllen, hätte ich einen doppelt so grossen Puffer könnte ich nach dem ersten einen Folgekessel machen, was effektiver ist, weil ich den Kessel nicht anfeuern muss und auf Temperatur bringen muss. Ich hätte dann einen deutlich grösseren Spielraum, bis ich dan nächste mal einen Kessel verfeuere.

daibutsu antwortete vor 13 Jahren
yussuf:

Unser Heizungsbauer meint, ein zu grosser Puffer wäre Quatsch, weil der Kessel den gar nicht voll bekommt, aber das wiederrum halte ich für Quatsch. Zur Zeit reicht eine Kesselladung um den Puffer zu füllen, hätte ich einen doppelt so grossen Puffer könnte ich nach dem ersten einen Folgekessel machen, was effektiver ist, weil ich den Kessel nicht anfeuern muss und auf Temperatur bringen muss. Ich hätte dann einen deutlich grösseren Spielraum, bis ich dan nächste mal einen Kessel verfeuere.

Das siehst Du richtig. Natürlich macht es wenig Sinn, an ein 15-kW-Kesselchen 20.000 Liter Puffer dranzuhängen. 70 – 120 l pro kW sind sinnvoll. 2, höchstens 3x Nachlegen sind ok, wenn der Kessel mit einer Ladung nicht mehr als rund 4 Stunden brennt, sonst muss man nur wegen dem Kessel nachts raus… Allerdings gilt: Je weniger Anheizvorgänge ein Kessel mitmachen muss, desto länger hält er.

Mrjoss antwortete vor 13 Jahren
daibutsu:

Das siehst Du richtig. Natürlich macht es wenig Sinn, an ein 15-kW-Kesselchen 20.000 Liter Puffer dranzuhängen. 70 – 120 l pro kW sind sinnvoll. 2, höchstens 3x Nachlegen sind ok, wenn der Kessel mit einer Ladung nicht mehr als rund 4 Stunden brennt, sonst muss man nur wegen dem Kessel nachts raus… Allerdings gilt: Je weniger Anheizvorgänge ein Kessel mitmachen muss, desto länger hält er.

Hi

Würdet ihr diese Rechnung auch für Pelletanlagen empfehlen ?

Das würde bedeuten das ich bei einem 20 KW Pelletkessel mind. 1400 Liter bräuchte ?

LG Benni

daibutsu antwortete vor 13 Jahren
Mrjoss:

Würdet ihr diese Rechnung auch für Pelletanlagen empfehlen ?

Nein. Bei Pelletkesseln wird der Abbrand leistungsmäßig gesteuert, deshalb sind die Verhältnisse da anders – weit ähnlicher einem Öl- oder Gaskessel denn einem Holzvergaser.

Mrjoss antwortete vor 13 Jahren

Moin

Und wieviel Puffer würdet ihr da empfehlen ? (20 Kw )

Denn Sinn macht es ja auch beim Pelletbrenner ! ( Brennerstarts usw. )

LG Benni

holzwurm99 antwortete vor 13 Jahren

Hallo,
ich selbst habe 1600 Liter Puffer etwas wenig, geh auf 2000 Liter Puffer da bist du auf der sicheren Seite.

Thomas_1 antwortete vor 13 Jahren

Ganz schlechter Tipp, mach das auf keinen Fall!

Für einen Pelletbrenner reichen auch 800 Liter locker aus. Weils für den Puffer ja noch 500€ Förderung extra gibt, kriegste den fast für lau.

juergen antwortete vor 13 Jahren

Hallo Heiko hier geht es um Pellet Heizung und nicht um HVK.

modellbauwaze antwortete vor 13 Jahren

Die korrekte Pufferauslegung errechnet sich wie folgt:

Kesselleistung in kW x Faktor 13,5 x Abbranddauer in Std

Beispiel:

20 kW x 13,5 x 4,0 Stunden= 1080 Liter

atmosDS antwortete vor 13 Jahren

Gibt es in Netz irgendwo ein gute Dokumentation wie und welchen Pufferspeicher, Schichtspeicher man wann und mit welchem Volumen arbeitet?
ds

Kessel 1: Atmos D20P
Puffervolumen: 1000l
czarchris antwortete vor 13 Jahren

Hallo Daibutsu,
ich wohne in Frankreich am Genfer See. Würde gerne meine Heizungsanlage erneuern. Kennst Du jemanden der mir gegen Bezahlung bei der Installation der Anlage hilft?
christophczarnetzki@yahoo.fr

Meine Vorstellung: Holzvergaser 40 KW, 3 x 1000 liter Wasserspeicher, Oel als Notheizung

Wohnfläche ca. 250m2, Altbau, aber gut isoliert.