Fragen und AntwortenKategorie: PelletkesselKessel schickt weniger H2O als Heizkreise brauchen
Burning antwortete vor 8 Monaten

Hallo,
ich bin neu hier im Forum und bräuchte mal Rat.

Habe mir kürzlich ein Haus gekauft, die komplette Anlage war so bereits verbaut, funktioniert aber nicht zufriedenstellend.

Erstmal die Eckdaten: Bauernhaus von 1840 im schönen Sachsen, komplett Bruchstein gemäuert ohne Wand- und Dachflächendämmung. Es besteht aus 2 Vollgeschossen + Dachgeschoss. Die Zwischendecke zwischen 2. Etage und Dachgeschoss ist mit 200’er Mineralwolle vollflächig gedämmt.
Nutzfläche von Erdgeschoss + 1. Etage ca 255m².

Erdgeschoss komplett mit Fussbodenheizung, 1. Etage mit Heizkörpern.
Im Wohnzummer (EG, also Fussbodenheizung)ist Laminat mit Trittschalldämmung verlegt, übrige Räume im EG haben Fliesenböden.

Es gibt 2 gemischte Heizkreise jeweils 1 für EG und 1.Etage.

Gefeuert wird mit einem Atmos P25 Kessel und einem A25 Brenner.
Einstellung T4 =5 und T6 = 13.

Danach kommt ein Laddomat 21/60. Welche Patrone verbaut ist muss ich noch herausfinden.
Vorlauf am Laddomat zeigt 70, Rücklauf 64 Grad.
Pumpe am Laddomat auf Strufe 3.

Jeder der beiden Heizkreise zieht allein aber schon mehr Wasservolumen weg, als der Laddomat zur Verfügung stellt. der Löwenanteil des zirkulierenden Volumens kreist schön zwischen Kessel und Laddomat.

Abgriff der Heizkreise im Puffervorlauf, Rücklauf geht auch wieder in den Pufferrücklauf. Im Kessel kommt quasi gar nichts an und die Heizkreise laufen mit Lauwarmen Wasser.

Es kommt ein Kombispeicher mit 1000L (800/200) zum Einsatz.
Eine Solaranlage mit 2 Feldern á 30 Röhrenkollektoren untersützt an sonnigen Tagen.

Im Moment habe ich aus Verzweiflung an den Mischergruppen das Ventil zwischen Mischer und Pumpe etwas geschlossen um den Volumenstrom zu drosseln.
Das Ergebnis war phänomenal: 1 Heizkreis allein läuft nun auf Wunschvorlauftemperatur (Aussentmperaturgeführt) durch und der Puff bekommt noch ein bisschen etwas ab. Das bedeutet, das ich nun gleichzeitig 1 Warme Etage UND rund 40 Grad warmes Wasser hatte.
Vorher 1 kalte, 1 lauwarme Etage + kaltes Wasser. also schon eine deutliche verbesserung.

Habe nun am Vorlaufventil des Laddomaten den Durchfluss etwas gedrosselt, Ergebnis ist eine höhe Kesseltemperatur und damit ein heißerer Vorlauf (vorher 68, jetzt 78 Grad) zum Puffer / den Heizkreisen. Ergebnis: 1 Warme Etage und gleichzeitig läd der Puffer endlich langsam voll. Vorher hatte ich einen 24/7 Betrieb des Kessel mit fast 2 to Pellets pro Monat! Letzte Änderung mit höherer Vorlauftenperatur erst heute, wie lang der Kessel nun läuft muss sich noch zeigen.

Beide Heizkreise gleichzeitig klappen aber nur während der Nachabsenkung, im Tagbetrieb ist der Bedarf an Heißwasser beider HK zusammen immer noch höher als das, was am Laddomat noch abfällt. Das heisst, nur geringe Vorlauftemperatur der HK und leerer Puffer.
Ich erreiche übrigens NIE eine genügend hohe Rücllauftemperatur, das der Laddomat in die Endphase kommt (Ventil ganz auf). Wie auch, der die HK würden selbst bei vollem Puffer noch genügend Kühels Wasser zurück zum Laddomaten schicken.

Hat der Laddomat eine Macke oder kann der Bedarf der Heizkreise wirklich so enorm sein? Beide HK-Pumpen auf Stufe 1.
Spreizung nach mehreren Stunden 15-20K, in den ersten 4 Stunden auch gerne mal bis zu 40k (60Grad vorlauf, 20 Grad Rücklauf im Heizkörper Heizkreis).
Durch die Drosselung des Durchflusses in den Heizkreisen wird die Spreizung natürlich nicht besser aber das Haus wärmer, da der heizkreis nun permanent läuft.

Hat jemand einen Lösungsansatz oder ähnliche Probleme?

Ich möchte gern die HK aus dem Puffer speissen und auch dahin wieder zurück, so das dem Pufferladekreis nichts direkt entnommen wird. Ich befürchte nur, das es zulange dauert, bis die HK warmes Wasser bekommen, sollte der Puffer mal wieder etwas zu leer sein.
Wo die HK im Puffer anschliessen? Gleiche Höhe wie Pufferzulauf? nächste Möglichkeit wären 40cm tiefer.

Abgastemperatur am Kessel lag imer bei 150 Grad, nach der Kesseltemperaturanhebung nun bei 180 Grad. Kesseltemperatur vorher immer so 74 Grad, jetzt 83 Grad.

PS: Kesselleistung wurde auch schon mal angehoben. Geändert hat es nichts. Also wieder zurückgesetzt.

LG Stefan



19 Antworten
hagi_blau antwortete vor 1 Jahr

Hallo,

anstatt irgendwelche Ventile zu verstellen würde ich erst einmal die Brennereinstellungen überprüfen. Die Temperatur steigt zwar aber der Durchfluss wird kleiner.
Dafür musst du die Pelletmenge über 10 min messen. Also Schlauch abklemmen. Strom der Schnecke an Dauerstrom und die Pellets auffangen und wiegen. Dann hier https://atmos-zentrallager.de/pelletbrennerleistungsrechner.html die Leistung deines Brenners berechnen.
Sollte das deutlich unter den 25 kW liegen bei Atmos anrufen und dir neue Werte für T4 und T6 geben lassen oder selbst etwas an den Werten schrauben. Stelle dann aber bitte die Ventile und Pumpen wieder auf die früheren Einstellungen.

Außerdem kommt mir die Vorlauftemperatur der HK was hoch vor, aber da ist jedes Haus ja individuell. Wie wird die Vorlauftemperatur der HK gesteuert? Welche HK Kurve? Fußbodenheizungen laufen meist mit geringeren Vorlauftemperaturen.

Gruß

Firebird1987 antwortete vor 1 Jahr

Ich würde sagen der kessel hat nicht genügend Power.
Ist Dämmung unter der Fußbodenheizung oder vom Keller darunter gedämmt?
Wenn nein geht bestimmt einiges an Energie ans kühle Erdreich/Keller.

flugzeug2 antwortete vor 1 Jahr

Hi,

das Problem habe ich auch so ähnlich bei -20 Grad.
Da reicht dann die Kesselleistung nicht mehr aus.
Ich drehe dann die Pelletzufuhr hoch, D20P auf ca 25KW aber nur kurzzeitig, es ist ja glücklicherweise nicht alzulang mehr kalt.

mfg

Burning antwortete vor 1 Jahr

Ich weiß, das die Vorlauftemperatur des Fußbodenheizkreises sehr hoch ist, aufgrund des Bodenbelages im Wohnzimmer (Laminate mit Trittschalldämmung) ist diese aber zwingend notwendig. Und selbst damit bekommen wir nur mit großer Mühe Wärme in den Raum, die Wärme kommt einfach nicht an der Bodenoberfläche an.
Heizkurve der Fußbodenheizung ist 0,3 mit 16 Grad Parallelverschiebung.
Fördermenge muss ich noch messen, die Patrone im Laddomaten ist aber inzwischen bekannt, es ist die 72 Grad Patrone.
Laddomat wurde gereinigt und Patrone geprüft, tatsächliche Öffnungstemperatur lag bei 73 Grad, Laddomat war recht sauber, kein Schlamm oder Fremdstoffe. Nach der Wiederinbetriebnahme alles beim Alten.

Das der Brenner nicht auf voller Leistung läuft ist bekannt, er müsste mit irgendwas um 9-10 KW laufen.
Die Leistung wurde Testweise für 1 Woche auf volle Leistung angehoben, mit ernüchternden Resultaten. Im wesentlichen hatte sich nichts geändert, nur das die Kesseltemperatur und Abgastemperatur deutlich Anstiegen und der Pelletsverbrauch sich fast vervierfachte.
Beide Heizkreise gleichzeitig im Tagbetrieb war nicht drin, 1 Heizkreis allein brauchte das gesamte Heiswasser vom Kessel auf um Solltemperatur zu erreichen. Bei beiden HK gleichzeitig schaffte keiner der beiden seine Solltemperatur. Für den Puffer blieb auch bei nur 1 HK im Tagbetrieb kein Wasser übrig, er blieb kalt.
Daraufhin wurde die Leistung wieder reduziert.

Habe testweise mal die Patrone aus dem Laddomat entfernt und das obere Ventil ganz geschlossen gelassen (wie im Handbuch unter entlüftung beschrieben).
Die Auswirkung war gigantisch: beide Heizkreise erreichten parallel zueinander Solltemperatur und der Puffer wurde gleichzeitig auch noch geladen. Die Ventile, welche zur drosselung missbraucht wurden, waren bei dem Versuch voll geöffnet.
Das zeigte eindeutig, das die aktuelle Kesselleistung ausreicht. Einziger Haken: Rücklauf zum Kessel zu kalt. Der Laddomat wurde nach 2 stündigen Betrieb wieder zurück gebaut. Ergebnis: beide Etagen wurden spürbar warm und Warmwasser hab’s obendrein. Genial.

Nach der Rückrüstung trat der alte Zustand wieder ein.

Mit der Drosselung der Heizkreise schaffe ich nun gleichzeitig 1 Heizkreis in Tagbetrieb und 1 zweiten im Nachtbetrieb und gleichzeitige Pufferladung. Haus ist relativ warm. Nschteil: durch die drosselung ist die Spreizung der HK brachial, Heizkörper sind nur oben heißt, bis Mitte lauwarm, untere Hälfte bleibt fast kalt.
Bei der FBH merkt man das nur ein Teil des Fußbodens erwärmt wird, der Rest bleibt kalt.
Dennoch wird das Haus einigermaßen warm. Ohne drosselung ist die ganze Hütte kalt.
Irgendwie muss ich mehr Wasser durch die Rücklaufanhebung zum Puffer/den Heizkreisen bekommen, dann läuft alles. Nur wie stell ich das an. Am Laddomat lässt sich nichts einstellen, wieviel Wasser er durchlässt bzw. wieviel er zurück zum Kessel jagt.

Könnte eine 78‘er Patrone helfen? Dadurch steigt die Vorlauftemperatur zum Puffer ja an und die Heizkreise müssen weniger heisses Wasser zumischen, dann bleibt doch sicher etwas mehr übrig.

Wie läuft das bei euch, schafft ihr es, während beide Heizkreise mit Tagtemperatur laufen, den Puffer vollständig aufzuladen? Wenn ja, wo sind eure HK angeschlossen, am Puffer direkt oder am Puffervorlauf?

Firebird1987 antwortete vor 1 Jahr

Warum sollte eine andere Patrone etwas bringen?
Wenn die Erhöhung der Kesselleistung nur die Kesseltemperatur in die Höhe trieb wird eine andere Patrone au nix bringen.
Auf welcher Stufe steht denn die Pumpe vom Laddomat?
Wenn du die Kesselleistung erhöhst und es steigt nur die Kesseltemp ist das ein Indiz dafür das die Kesselpumpe zu wenig fördert bzw. die Verohrung vielleicht einen zu geringen Durchmesser hat um die Leistung loszuwerden.

Burning antwortete vor 1 Jahr

Die Pumpe am Laddomat steht auf 3, also volle Leistung.
Auf die Idee mit dem Durchmesser bin ich auch gekommen, nachdem ich mir die Laddomat Anleitung nochmal genau durchgelesen habe. Da steht zwar Cu28 drin aber nur bei 2x2m (Vor+Rücklauf) mit insgesamt 6 Winkeln. Ich habe 2x4m mit insgesamt 11 Winkeln. Das könnte also eine Fehlerquelle sein. Werde eine Neuverrohrung mit Cu35 anstreben, wenn es das Wetter zulässt.

maik2216 antwortete vor 1 Jahr

Hi, es kann sein das die Trittschalldämmung unter dem Laminat und über der Fußbodenheizung, als Wärmeblockade wirkt.

Feueresel antwortete vor 1 Jahr
Burning:
Hallo,
ich bin neu hier im Forum und bräuchte mal Rat.

Habe mir kürzlich ein Haus gekauft, die komplette Anlage war so bereits verbaut, funktioniert aber nicht zufriedenstellend.

Erstmal die Eckdaten: Bauernhaus von 1840 im schönen Sachsen, komplett Bruchstein gemäuert ohne Wand- und Dachflächendämmung. Es besteht aus 2 Vollgeschossen + Dachgeschoss. Die Zwischendecke zwischen 2. Etage und Dachgeschoss ist mit 200’er Mineralwolle vollflächig gedämmt.
Nutzfläche von Erdgeschoss + 1. Etage ca 255m².

LG Stefan

Hallo Stefan,
so ein Gemäuer hat vor und nach Teile,
wenn dass mal ausgekühlt (abgefahren) ist, kann man die gewünscht Raum – Temperatur nur schwer wieder ein hohlen.
Da muss dein P25 bei 151°C Abgastemperatur – dann 24KW Leistung, rund um die Uhr nachrennen.
Also laut Datenblatt:
Vorgeschriebene minimale Rücklauftemperatur in °C 65
Vorgeschriebene Betriebstemperatur des Kessels in °C 80-90

Die 151°C Abgastemperatur, bei 24KW Kesselleistung.

Also die 24 KW die Stunde, müssen bei Kälte vorrangig eingeteilt werden.
Bei solchen Häusern, spielte sich im Winter, das Leben vorrangig um die Heizzentrale ab.

Gruß Bernhard

Kessel 1: DC-50-GSE Bj. 2006 jetzt 11.12.2018 bis auf Lüfter-Kondensator noch keine original Teile erneuert !
Kessel 2: moderner Oelkessel in Reserve nicht angeschlossen, bei 275m² u. 100m² Keller Hobby - nur mit DC-50-GSE u. 10m² Solarfläche inkl. Brauchwasser versorgt.
Regelung: Nur über Kesselkreisvorlauftemperatur u. Belimo- Abgastemp. primär Luft - Kettenzugklappe min. 5mm >80°C bis 90°C|Lüfter 60%, >90°C Lüfter aus| sekundär 3/4 Umd. auf - REGELT]/[INDIREKT- auf primär!! Abgas max 190°C
Puffervolumen: 2x1000 Puffer parallel direkt oben/unten Puffer zu Puffer I mit Solarschlange (für 5x2m² Platten) unten - sehr gute Temp. Schichtung | 1x800WW
hagi_blau antwortete vor 1 Jahr

@ Feueresel: kannst du mir mal Bitte den Zusammenhang zwischen Abgastemperatur und Kesselleistung erklären?

@ stefan: was ich eigenartig finde, dass es ohne Patrone und geschlossener Rücklaufanhebung funktioniert. Hast du Mal getestet was ohne Patrone und offener Rücklaufanhebung passiert?

Firebird1987 antwortete vor 1 Jahr

Naja, wenn man den Laddomat umgeht (ohne Patrone fährt) ist das Delta T am Wäremtauscher höher und es wird mehr Leistung übertragen. Die Abgastemperatur wird auch entsprechend gefallen sein und er wird im Bereich des Rücklaufs wohl auch zum Leid des Kessels den brennwerteffekt genutzt haben.

Feueresel antwortete vor 1 Jahr
hagi_blau:
@ Feueresel: kannst du mir mal Bitte den Zusammenhang zwischen Abgastemperatur und Kesselleistung erklären?

…, vereinfacht: wo nichts reinkommt – kommt auch nichts raus…

Kessel 1: DC-50-GSE Bj. 2006 jetzt 11.12.2018 bis auf Lüfter-Kondensator noch keine original Teile erneuert !
Kessel 2: moderner Oelkessel in Reserve nicht angeschlossen, bei 275m² u. 100m² Keller Hobby - nur mit DC-50-GSE u. 10m² Solarfläche inkl. Brauchwasser versorgt.
Regelung: Nur über Kesselkreisvorlauftemperatur u. Belimo- Abgastemp. primär Luft - Kettenzugklappe min. 5mm >80°C bis 90°C|Lüfter 60%, >90°C Lüfter aus| sekundär 3/4 Umd. auf - REGELT]/[INDIREKT- auf primär!! Abgas max 190°C
Puffervolumen: 2x1000 Puffer parallel direkt oben/unten Puffer zu Puffer I mit Solarschlange (für 5x2m² Platten) unten - sehr gute Temp. Schichtung | 1x800WW
Burning antwortete vor 1 Jahr
hagi_blau:

@ stefan: was ich eigenartig finde, dass es ohne Patrone und geschlossener Rücklaufanhebung funktioniert. Hast du Mal getestet was ohne Patrone und offener Rücklaufanhebung passiert?

Ja, ist auch nicht wirklich besser. Erst, wenn ich das Bypassventil schließe strömt richtig viel Wasser den weiten weg durch den Puffer.

maik2216:

Hi, es kann sein das die Trittschalldämmung unter dem Laminat und über der Fußbodenheizung, als Wärmeblockade wirkt.

Unbestritten, das ist definitiv so und die Blockade ist sogar sehr wirkungsvoll.
Nur kann ich das erst langfristig ändern.
Werde irgendwann das Laminat rausschmeißen und Fließen in Holzoptik verbauen. Da aber erst alles frisch renoviert ist und die Fließen bei der Größe der Stube auch kein Schnäppchen werden, muß das erstmal etwas warten.

Bin auch einen wichtigen Schritt weiter.
Neue Pellets! – graue Farbe, riechen sehr unangenehm chemisch, Sackware, deutsche und regionale Herstellung, DIN PLUS. Heizen deutlich besser als die alten (ebenfalls graue Farbe aber angenehmer Holzgeruch, aus BigBags nach ENplus A1, geringe Restfeuchte).
Abgastemp nun 190 Grad, jetzt scheint es besser zu funktionieren. Vorlauftemperatur nun ca. 85Grad.

Kann es sein, das die alten Pellets so scheiße waren?

Firebird1987 antwortete vor 1 Jahr

Nicht schlecht aber vielleicht waren die Pellets etwas feucht?
Das würde den Heizwert nennenswert senken, aber dann hätte die Erhöhung der Kesseleistung auch etwas bringen müssen.

Vielleicht doch ein Hydraulikproblem?

Feueresel antwortete vor 1 Jahr
Burning:

Kann es sein, das die alten Pellets so scheiße waren?

…, wurde der Brenner auf die neuen Pellets eingestellt ?

Kessel 1: DC-50-GSE Bj. 2006 jetzt 11.12.2018 bis auf Lüfter-Kondensator noch keine original Teile erneuert !
Kessel 2: moderner Oelkessel in Reserve nicht angeschlossen, bei 275m² u. 100m² Keller Hobby - nur mit DC-50-GSE u. 10m² Solarfläche inkl. Brauchwasser versorgt.
Regelung: Nur über Kesselkreisvorlauftemperatur u. Belimo- Abgastemp. primär Luft - Kettenzugklappe min. 5mm >80°C bis 90°C|Lüfter 60%, >90°C Lüfter aus| sekundär 3/4 Umd. auf - REGELT]/[INDIREKT- auf primär!! Abgas max 190°C
Puffervolumen: 2x1000 Puffer parallel direkt oben/unten Puffer zu Puffer I mit Solarschlange (für 5x2m² Platten) unten - sehr gute Temp. Schichtung | 1x800WW
Burning antwortete vor 1 Jahr

Also feucht waren die nicht, der Schorni war zur Feinstaubmessung da und hat auch den Feuchtigkeitsgehalt der Pellets gemessen, der war ziemlich gering, die waren also schön trocken.
Der Verbrauch aktuell schwankt zwischen 45 und 50kg pro Tag, vorher mit den alten Pellets weiß ich’s nicht genau, konnte rechnerisch nur den Durchschnitt auf 3 Monate ermitteln, da ich weiß wieviel Tage ich geheizt hab und wieviel Tonnen da durch gingen.
Waren knapp 45kg im Mittel. Zu der Zeit wurde aber auch häufig am Abend noch mit dem Kamin etwas nachgeholfen (keine Wasseranbindung, heizt aber das Wohnzimmer auf die bzw. über die Solltemperatur).

Ich finde den Verbrauch recht hoch, zudem auch Tagsüber einiges an Energie über Solar in den Puffer gespeist wird. Der Brenner wurde an die neuen Pellets angepasst. Leistung konnte minimal gesenkt werden um eine vergleichbare Wärmeabgabe zu erreichen.

Was ist eigentlich besser: so wenig Heizleistung das zwar alle Heizkreise bedient werden können, der Puffer aber kaum / minimal geladen wird (geringerer Verbrauch aber fast Permanent, da Puffer nicht oder nur selten voll wird) oder eine Höhere Heizleistung, das neben den Heizkreisen auch der Puffer noch geladen wird (höherer Verbrauch, aber 1 – 2 mal täglich Kesselabschaltung für 2-3 Stunden)?
Mit Besser meine ich Pelletsparender. Das es als besser gilt, das der Brenner möglichst lange durchläuft und möglichst wenig neu starten weiß ich.
Ich lese viel das Leute, mit ähnlichen Häusern (gleiche oder größere beheizte Fläche, ähnlich wenig gedämmt) deutlich weniger Pellets verbrauchen. Angeblich 25-30kg/Tag, der Spitzenreiter angeblich nur rund 75kg pro Woche!!! Sind solche Angaben realistisch? Also ich meine 30kg pro Tag, 75kg pro Woche glaube ich dem einfach nicht. Also alles bei ähnlichen Außentemperaturen wie aktuell

Firebird1987 antwortete vor 1 Jahr

Liest sich für mich irgendwie unschlüssig.

Wenn der Kessel am Tag ca. 45kg verbrennt erzeugt er ca.216kwh.
Teilt man das durch 24std komme ich auf eine Heizlast von 9kw ohne die Verluste zu berücksichtigen.
Also ist der Kessel von der Leistung her schon recht niedrig eingestellt wenn er damit 24std am Tag rumdümpelt.
So 30kg brauch ich für meine Hütte auch am Tag, mit Warmwasser.

Burning antwortete vor 1 Jahr

Hatte ich ja im 1. Post bereits geschrieben, das die Kesselleistung bei 9-10 KW liegen müsste.
Fakt ist, das es bei höherer Kesselleistung nicht besser wird, nur die Abgastemperatur steigt ins unermessliche, ich heize die zusätzlichen KW also schön zum Schornstein raus. Die Kesseltemperatur steigt natürlich auch was zu einer höheren Vorlauftemperatur und einer geringfügigen Verbesserung des ganzen führt. Aber eine geringfügige Verbesserung und trotzdem ein halbkaltes Haus für den 4 fachen Verbrauch sind keine Option. 4 Fächer Verbrauch ist für mich OK, wenn die Hütte warm wird. Aber wie gesagt, als es einige Tage deutlich unter 0 war habe ich bei 9 KW schon 2 Tonnen pro Monat verbraucht.
Wenn sich der Verbrauch vervielfacht werde ich mir einen Gabelstapler kaufen und Pellets gleich Sattelzugweise direkt vom Hersteller einkaufen und anliefern lassen. Mein Pellethändler ist ja jetzt schon häufiger zu Gast als meine Freunde, ich muss den mal nach Mengenrabatt fragen, der reibt sich schon fleißig die Hände wenn ich anrufe. Ich sei sein bester Kunde sagt er.

Am Laddomat kommt einfach zu wenig Wasser Richtung Puffer und Heizkreise durch. Nur verstehe ich nicht warum nur ich ein solch gravierendes Problem habe. Verrohung ist möglicherweise ein Problem, ist zwar CU28, jedoch 2x4m mit etlichen Winkeln. Aber das allein kann nicht die Ursache für das ganze Problem sein, ohne Temperaturpatrone ist da ein sehr viel höherer Volumenstrom scheinbar mühelos durchgeflossen.
Ich überlege jetzt den Laddomat rau
s zu schmeißen und mir aus einem Motorgetriebenen Mischer und einer alten Heizungssteuerung selbst was zu bauen. Die Steuerung soll den „Heizkreis“, in diesen Fall den Rücklauf zum Kessel einfach mit 80 Grad beschicken. Sobald die Temperatur vom Kesssl drüber liegt mischt der dann immer weniger heißes Wasser zu und die Wassermenge, die zum Puffer strömt steigt an. Eine Art elektronisch geregelter Laddomat also. Ich denke, das funktioniert dann besser. Zudem kann ich einfacher mit der Temperatur rumprobieren, beim Laddomat müsste ich immer eins Extra Patrone kaufen und die umbauen, hier ändere ich die Temperatur einfach im Steuergerät ab.

Hatte inzwischen noch einen Heizungsbauer hier, der ist zunächst auch ratlos gewesen und rät mir nach kurzen Tests mit meiner Anlage den Laddomat durch „etwas vernünftiges“ (so seine Worte) zu ersetzen. Er sieht im Laddomat das eigentliche Problem und rät mir noch, die Heizkreise direkt aus dem Puffer und nicht dem Puffervorlauf zu speisen.
Er hat auch etwas gerechnet und meint ich bräuchte etwa 16 kW um das gesamte Haus auf Wunschtemperatur zu heizen. Das könnte passen, ohne PAtrone hab ich’s mit 9 KW geschafft aber nur in gut der Hälfte des Hauses die Heizung aufgedreht gehabt.

flugzeug2 antwortete vor 1 Jahr

Hi

es muss auch mit dem eingebauten Ladomaten funktionieren.
Ich habe ähnliche Bedingungen und es geht auch.
Die Ursache muss woandersliegen.

mfg

Burning antwortete vor 8 Monaten

Um die Sache abzuschließen:
Habe den Laddomat raus geschmissen und einen Heizkreismischer als Rücklaufanhebung missbraucht. Bis jetzt, Haizsaison ist noch sehr jung, keinerlei Probleme mehr. Beide Heizkreise können voll versorgt werden und der 1000L Puffer ist neben beiden aktiven Heizkreisen in 2,5—3 Stunden voll geladen. Pelletverbrauch liegt aktuell bei 1/2 Sack am Tag (Kessel lädt 1x am Tag den Puffer voll, der hält dann, je nach Solarertrag 15-24 Stunden bis zu nächsten Ladung).
Wie sich das bei deutlich tieferen Außentemperaturen entwickelt wird sich zeigen.
Achso, Heizkreise saugen jetzt direkt aus dem Puffer, nicht mehr aus der Ladestrecke Kessel-Puffer.