Fragen und AntwortenKategorie: HolzvergaserKesseltemperatur steigt schnell an, Speicher wird unten nicht richtig warm.
Frosch antwortete vor 1 Monat

Hallo in die Runde,

ich habe nun schon einige Beiträge gesucht und gelesen, aber irgendwie nicht

den Tipp für mein Problem herauslesen können.

Ich betreibe seit 2008 eine Atmoskessel, bisher hat auch alles

bis auf ein paar Kleinigkeiten die ich bisher alle selbst behoben habe funktioniert.

Seit kurzem habe ich das Problem, dass nach dem Anfeuern, ich lege

zur Zeit meistens nur 5 – 6 Scheite auf die Kesseltemperatur sehr schnell

ansteigt und der Lüfter abschaltet, teilweise sogar die TAS anfängt zu öffnen.

Nach ca. 1 Stunde ist die Kesseltemperatur bei 80° C teilweise bis 85 ° C.

Ich habe das Gefühl die Tempeartur steigt so schnell an, weil die Wärmeenergie

schneller „entsteht“, als sie in den Speicher abgeführt werden kann.

Um den Speicher mit seinen 800 Litern durchzuwärmen, baruche ich gefühlt

viel länger weil ich nur mit bedacht Holz einlegen kann und ich meine auch,

ich brauche dadurch mehr Holz.

Ich habe mittlerweile die Dichtungsschnüre an beiden Türen getauscht,

weil ich ausschließen wollte das von dort Fremdluft der Verbrennung zugeführt wird.

Dies hat leider keinen Erfolg gebracht.

Die Ladepumpe steht auf größter Leistung und fördert auch, denn die Temperatur

im oberen Bereich des Speichers entspricht ungefähr der Kesseltemperatur.

Die Rücklaufanhebung funktioniert auch, da die Mischtemperatur der Angabe

auf dem Ventil entspricht.

Zur Anlage:

Holzvergaser DC 18 s

Speicher 800 L (600/200)

TAS 85 ° C

  • Die Ladeeinheit (Foto) hat der Heizungsbauerzusammengebaut.

    Rücklaufanhebung mit ESBE TV (60° C)

    Kugelhahn als Drossel 1/2 zu (?) im Warm-Zulauf zum Mischer

    Ladepumpe WILO

Die Düse und die Kugelraumauskleidung wurden schon einmal in 2014 erneuert.

Vielen Dank schon mal für die kommenden Tipps.

Gruß Frosch



4 Antworten
Feueresel antwortete vor 1 Monat

…, mach mal den Kugelhahn zur Probe ganz auf

und kontrolliere mal ob noch Luft im System vorhanden ist.

Kessel 1: DC-50-GSE Bj. 2006 jetzt 27.02.2021 bis auf Lüfter-Kondensator noch keine original Teile erneuert, sek. Brennraum auf reduzierte Abgasrückführung optimiert (Brennraumspülung), ergibt schnellere u. höhere sek. Brennraumtemperatur bei weniger Lüfterleistung
Kessel 2: Oelkessel in Reserve nicht angeschlossen, bei 275m² u. 100m² Keller Hobby - nur mit DC-50-GSE u. 10m² Solarfläche inkl. Brauchwasser versorgt.
Regelung: Festeinstellung: Primär Luftschieber ganz auf / sek. Luft 3/4 Umd. auf / Lüfter 45% | Belimo Drossel-klappe schließt maximal bei 150°C Abgas - bis 190°C | Kettenzugklappenanschlag 5mm bei >82°C Kessel VL| <92°C / >90° K-VL Lüftertaktung = Naturzug >130° Abgas|K-Kreispumpe Stufe 1|Laddomat-Patrone >72°C öffnet
Puffervolumen: 2x1000 Puffer parallel direkt oben / unten Puffer zu Puffer ergibt sehr gute Temp. Schichtung 92/24°C | mit Solarschlange (für 5x2m² Platten) unten - | 1x800WW ..., manche Menschen benutzen ihre Intelligenz zum vereinfachen ...
Frosch antwortete vor 1 Monat

Hallo Feueresel,

danke schon mal für dein Antwort.

Die Ladepumpe läuft, sie hat zwar keine Kontrollöffnung wie früher aber man spürt die Vibrationen vom drehenden Motor

und am Manometer der Sicherheitsgruppe sieht man einen leichten Ausschlag des Zeigers beim Einschaltend der Pumpe.

Wenn der Kugelhahn zur Drosselung ganz geöffnet ist hört man "Luft-Geräusche" bei Betrieb der Ladepumpe.

In getrosselter Stellung hört man nach einer Weile keine Geräusche mehr.

Beim automatischen Entlüfter der Sicherheitsgruppe tritt ein wenig Luft aus, wenn man ihn mit einem Draht aufdrückt.

Der Entlüfter vor dem Zulauf in den Speicher lässt keine Luft ab, im Gegenteil er schließt nicht mehr richtig nach dem Aufdrücken.

Den Entlüftungshahn auf dem Speicher habe ich noch nicht aufbekommen. Wenn es nicht mehr so warm im Speicher ist probiere ich es nochmal.

Was mich wundert, ist das sich keine Luft in den Heizkörpern sammelt, denn der Ladekreis und der Heizkreis sind

über den Speicher verbunden. Es könnte aber mit den unterschiedlichen Anschlusshöhen zusammenhängen.

Ich habe mal meine Skizze angehangen, die ich als Energie-Elektroniker für das Verständnis der hydraulischen

Anlage angefertigt habe. 🙂

Gruß Frosch

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Frosch antwortete vor 1 Monat

Hallo,

ich habe heute weiter versucht den Fehler zu finden.

Ich habe die Ladepumpe getauscht und ein Agasthermometer installiert.

Beim Anheizen habe ich mal ein Messprotokoll erstellt:

Zeit T Kessel T Abgas T Sp Ob T Sp Un

10:00 20 25 73,1 38,6

10:10 22 190 72,9 38,6

10:20 34 230 72,1 37,9

10:30 57 250 71,4 37,6

10:35 60 255 71,4 37,5

10:40 67 260 71,8 37,5

10:45 69 270 72,9 37,5

10:50 72 240 73,6 37,4

Holz nachgelegt, da schon Lücke im Glutbett

10:55 72 320 75,2 37,2

11:00 75 300 76,4 37,4

11:05 79 290 77,2 37,3

11:07 Lüfter Aus, Kesselthermostat steht mittig des ersten schwarzen Feldes

11:45 72 210 78,9 38,3

Ich weiß nicht mehr wo ich noch nach schauen soll, denn die Pumpe war es offensichtlich auch nicht.

Vielleicht hat ja doch noch jemand eine Tipp.

Gruß Frosch

Feueresel Schrieb vor 1 Monat

…, bei deiner Anlage sieht es nach einem Hydraulischen Kurzschluss aus.
Infolge reicht der Pumpen – Ladedruck nicht mehr für den Speicher aus.
Versuche mal einen Hydraulischen – Abgleich, also zum betroffenen Heizkreis hin zu drosseln,
sodass für die Puffer etwas mehr Strömung übrig bleibt…
Im Grunde geht es darum, den anfallenden Heizenergiestrom richtig aufzuteilen.
Dazu hat in der Regel jeder Heizkörper usw. ein Drossel – Ventil also im Thermostat-Kopf oder
Rücklauf – Eckventil oder auch für sonstige Heizkreise einzeln oder zusammen gefasst …
Die Strömung sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstand.
Wenn man einen Holzstab gegen eine Geräuschquelle und
am andern Ende das Ohr, kann man auch Engpässe und sonstiges gut lokalisieren.

„Eine Ariane-Rakete war einst beim Start explodiert, weil Techniker ein Putztuch in der Treibstoffleitung vergessen hatten. Eine Qantas-Maschine mit 168 Passagieren musste am Freitag in Australien notlanden,
weil bei der Wartung ein Motor nicht geölt worden war.“
Quelle:
https://www.welt.de/vermischtes/article2802587/Flugschreiber-des-versunkenen-Airbus-geborgen.html

Feueresel Schrieb vor 1 Monat

…, nach dem ich mir eben deinen Hydraulikplan angesehen habe, bestätigt sich meine Vermutung.
Dann ist da noch der Heizkreisrücklauf, der zuerst noch einen Teil des Speicherpuffers durchquert um letztendlich zur Rücklaufanhebung zu gelangen. Somit kann der untere Abschnitt des Pufferspeichers nicht optimal ausgenutzt werden. ( Mischwasser keine Schichtung )
Auch die Heizkreispumpe und Kesselkreispump könne vom
Fluss – Widerstand her gesehen, zeitweise gegeneinander arbeiten…

Feueresel Schrieb vor 1 Monat

Übrigens die Tass sollte erst >92°C öffnen.
Dazu habe ich den Geber entsprechend am Kessel etwas aus der Hülse gezogen und
mittels der zugehörigen Klemmschraube fixiert 😉

Frosch antwortete vor 1 Monat

Hallo Feueresel,
puh, jetzt wirds aber hydraulisch…
Also die TAS ist übrigens eine die mit 98 ° C markiert ist, die Zahl steht auf dem Kopf daher die 86 😉
Hydraulischer Abgleich.
Die Anlage läuft eigentlich seit 2008 so wie sie gebaut wurde.
Das einzige was sich aktuell geändert hat, ist ein neuer Mischermotor für den Heizkreis.
Weil durch einen Defekt einer der beiden Mikroschalter der Mischer so stehen geblieben ist,
dass die volle Speichertemperatur durch den Heizkreis lief.
Gruß Frosch

Feueresel Schrieb vor 1 Monat

Hallo Frosch,

betrachten wir mal den Heizkreis inkl. Mischer und Heizkreispumpe.

Die modernen Pumpen werden in ihre Leistung, nach der sich ergebenden Druckdifferenz,
in der Pumpenleistung gesteuert, automatisch hoch und runter gefahren.
Also hoher Widerstand (Drossel) geringe Leistungsaufnahme.
Im Gegensatz geringer Widerstand hohe Leistung hohe Wassertransportmenge.
Jetzt nehmen wir noch die Heizkreisvorlauftemperatur dazu.
Also bei niederer VL – Temperatur braucht es eine höhere Pumpenleistung
und bei hoher VL – braucht es weniger Pumpenleistung, um die gleiche angeforderte Heizenergie zu transportieren.
Somit ergeben sich recht unterschiedliche Heizwassermengen.
Diese unterschiedlichen Mengenleistungen können anderseits im Gesamtsystem,
wie Kesselkreispumpe und Führung der Strömung (Widerstände) vielseitige Effekte auslösen –
also schon anhand der automatisch geregelten Heizkreisvorlauftemperatur.

Meine Pufferanbindung zum Heizkessel, ist über T-Stücke erfolgt und
so die Flussleistung jeweils, genau dort, gesplittet.
Um die von dir aufgezeigten Effekte zu kompensieren.
Die Puffer bekommen nur soviel Strömung wie zum laden / entladen erforderlich ist,
somit ist der PUFFER entkoppelt !!! Das Restsystem fährt seine eigene Strategie 🙂
Soweit die Theorie, bei mir jedenfalls in der Praxis, ergeben sich somit null Probleme.

Gruß Bernhard

Feueresel Schrieb vor 1 Monat

Übrigens bei der Tass, kann man über das Kabillar – Eintauchelement (tiefe) etwas tricksen / anpassen 😉
Manchesmal ist nicht immer drinn was drauf steht 🙁