Hallo zusammen,
hatte gestern Abend meine ersten negatives Erlebnis mit meinem Atmos.
Zu meiner Anlage:
Atmos DC 22 GSE
Laddomat
1500l Puffer (sollte nä. Jahr auf 2550l erweitert werden)
Holz: Überwiegend Fichte, über 3 Jahre gelagert, davon 2 Jahre unter Dach.
Der Kessel an sich hat keine Ablagerungen außer etwas Teer in der Füllkammer, das laut anderen (und deren Fotos) normal ist.
Die Brennkammer hat etwa ein Milchkaffeebraun.
Zum Brand:
Wollte gestern Abend einheizen.
Davor wurde der Kessel gereinigt (auch hintere Klappen oben u. unten und Röhren mit Turbolatoren, Rauchrohr vor ca. 3 Wochen gekehrt)
Holz wurde eingelegt und angezündet.
Nach einigen Minuten sehe ich etwas Licht zwischen der Anschlußmuffe und Kaminrohr durchscheinen.
Habe sofort einen Spiegel genommen und unten an der Reinigungsklappe in den Kamin gesehen.
Da kam Feuer aus dem Rauchrohr in den Kamin. Laut Nachbarn war oben aus dem Kamin Feuer zu sehen.
Habe sofort alles Holz aus dem Atmos genommen und den Rest gelöscht.
Nach ein paar Minuten hat es dann nur noch geglüht.
Was kann ich verändern, dass ich dieses Problem nicht mehr habe.
Bzw. wann genau entsteht der Glanzruß?
Habe mir zudem einen Kaminbesen bestellt.
Werde zur normalen Kehrung durch den Schorni den Kamin und das Rauchrohr selbst spätestens alle 2 Wochen kehren.
Viele Grüße
C.
Wenn du keine Ablagerungen unten im Kessel hast, dürfte es
kein Glanzrußproblem sein.
Lass doch mal deinen Schornie in den Kamin reingucken.
Alle 2 Wochen Schuften kann doch nicht die Lösung sein.
Gruß Manuel
hallo
läuft der atmos oft in nennlastbetrieb? wann wurde der kamin das letztemal gekehrt? glanzruss ist es denk ich nicht.
Was hing vorher an dem Kamin? Wie hoch war deine Abgastemperatur?
Hallo zusammen,
war gestern auf dem Dach solange es noch hell war.
Also der Kamin ist nicht zu. Man kann bis unten sehen.
Leider ist an den Wänden der „papiermäßige/aufgeschämte“ Rückstand.
Deshalb bleibt der Kessel noch aus bis er gekehrt ist.
Der Kamin wurde im Frühjahr das letzte mal vom Schorni gekehrt.
War zwar 2x da, aber da war der Kessel leider an.
Es hat leider jedesmal geheißen, zu warm, kann nichts machen…
Leider hat er nie angekündigt, wann er kommt und dann zu nem telefonisch ausgemachten Termin nicht erschienen.
Am Kamin war im EG ein Schwedenofen.
Zurück zum Brand:
Die Abgastemperatur habe ich gar nicht beachtet, aber kann noch nicht sehr hoch gewesen sein.
Habe gerade erst eingeheizt und als ich den Brand entdeckte sofort das Holz wieder aus dem Kessel geholt und die brennenden Stücke im Aschekübel erstickt.
Scheinbar hat da noch etwas vom letzten Abbrand geglüht und sich dann durch sie Luft vom Gebläse entzündet.
Ich glaube auch den Fehler erkannt zu haben.
Es war wahrscheinlich das An- bzw. Nachheizen.
Meine bessere Hälfte hat etwas angst vorm Feuer.
Also hat sie unten rein ein paar Anzündwürfel und die entzündet und dann Holz drauf.
Ein bisschen bei offener Tür gewartet und dann zu.
Genau so wenn die glut kurz vorm erlöschen war.
Etwas Kleinholz drauf und wenn wieder Feuer zu sehen war vollgeschichtet und Klappe zu.
Glaubt ihr auch, dass sies der Grund sein könnte und ich/wir das Anheizen umstellen müssen?
Viele Grüße
C.
Hallo Calies,
hier kannst Du mal nachlesen was schon über die Anheizmethode geschrieben wurde.
Gruß Jörg
Hier sieht man ,da war noch Harmonie im Forum!
holzsammler
Ich hab nen 50 GSE und kenn daher den 22iger nicht, aber so groß sollten die Unterschiede nicht sein.
Heisst das, sie hat unten im Brennraum Feuer gemacht?
Zum Thema Kaminbrand und Atmos hab ich hier schon viel und ausführlich geschrieben. (evt. mal suchen)
Das „brennbare“ Material stammt demnach vom „falschen“ Betrieb des Schwedenofens.
Das gibt sich aber nach kurzer Zeit bei richtigem Atmos Betrieb.
Dennoch hätte es nicht zum durchzünden kommen sollen.
Eine Kehrbürste kann man auch leicht selbst bauen, auf jeden Fall sollte die Esse vor erneutem Betrieb gekehrt werden, da liegst du schon richtig. Alle 2 Wochen musst du aber nicht auf das Dach, da findest du sicher deinen Ryhtmus.
@winnie3pooh
Danke für den Link.
Habe mir schon ein paar dieser Methoden angesehen.
Werden das ändern…
@Rick
nein, hat nicht unten in der Anheizklappe Feuer gemacht sondern oben im Füllraum.
Quasi über der Düse.
Es wurde wie gesagt oben im Füllraum Holz rein gelegt. Da drauf dann die Anzündwürfel.
Diese angezündet und dann Gebläse an und in meinen Augen zu früh weiteres Holz drauf.
Einige male darf ich mich da nicht ausnehmen. Wenn du in der früh in die Arbeit musst, hast du öfter mal nicht die Geduld die eigentlich nötig wäre und machst den Ofen zu schnell voll.
Da glaube ich lag das eigentliche Problem.
Viele Grüße
C.
So wie du das schreibst, ist das eigentlich keine Ursache für den Kaminbrand. Zu frühes Nachlegen, wenn es den so etwas gibt, führt nicht zum Kaminbrand, jedenfalls nicht direkt.
Wenn kein ausreichendes Glutbett vorhanden ist, findet allenfalls keine anständige Vergasung statt, das wiederum könnte auf Dauer zur Versottung führen.
Bei meiner Anzündmethode ist der Füllraum, meistens, bis oben hin voll und das macht keine Probleme. Die Anzündmethoden hier erneut durchzukauen ist aber wirklich nicht notwendig, da findet man mit der Suche sicher ausreichend, einige Methoden stehen auch in der Atmospedia.
Hatte auch schon mal einen heftigen Kaminbrand. War allerdings mit dem Vorgänger vom Atmos, einem alten Gußgliederkessel in Verbindung mit zu feuchtem Holz. Der Glanzruß (ist ja nichts anderes wie Holzteer) geht bei einer bestimmten Temperatur auf wie Bauschaum und macht dir den Kamin dicht. Ich habs ganz schnell bemerkt durch den blauen Dunst in der Bude. Ich raus vors Haus und nach oben geschaut – dunkelbraune Rauchwolken aus dem Kamin. Ofen ausgeräumt, rauf aufs Dach und den Hammerkopf von einem Vorschlaghammer in den kamin geworfen. Wieder runter in den Keller und den Hammerkopf sowie zwei Eimer brennenden Ruß aus der Reinigungsklappe geschaufelt. Ich wieder raus, ein Bick aufs Dach – jetzt dunkelschwarze Rauchwolken
Nach etwa 15 min schlugen die ersten roten Flammen aus dem Kaminkopf. Auch hüpften immer mal ein paar brennende Rußstücke aus dem Kamin und rollten dann brennend das Dach hinunter. Zum Glück war feuchtes Wetter. Nach weiteren 20 min erstrahlte auf dem Schornstein eine etwa 1,5 m hohe und leuchtend blaue Flamme, kerzengerde trotz Wind
. Die klingt dann wie ein Schweißbrenner.
Hinterher sah der Kamin aus wie frisch gemauert, keine Spur mehr von Glanzruß. Jetzt finde ich Atmos sei Dank nach dem kehren nur noch feine weiße Flugasche
rauf aufs Dach und den Hammerkopf von einem Vorschlaghammer in den kamin geworfen
das war wohl das beste, was du in der situation machen konntest. er darf halt nur nicht stecken bleiben…
grüße
dobia
Wir hatten auch schn mal einen Kaminbrand, der Atmos war falsch eingestellt, und die Nachbarn meldeten sich bei uns mit der Frage ob es normal sei, das bei uns Flammen aus dem Schornstein kämen. Der Schorni, den wir dann schnell angerufen haben, meinte, keine Panik, nix reinigt den Schlot besser als ein ordentlicher Brand, macht alle Luken auf, das es sauber abbrennen kann. Ob der Kessel an ist oder aus wenn er oder sein Geselle zum Kehren kommen interessiert die nicht die Bohne, die kehren einfach. Meisst bemerke ich das gar nicht wenn die da sind, die kennen sich hier eh aus. Ich seh hinterher nur den Eimer mit Kaminasche den sie rausgekehrt haben. Ankündigen tun die sich auch nur so ungefähr.
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