Hallo Gemeinde,
seit 4 Heizperioden heize ich mit einem 50 GSE mit 3000 l Pufferspeicher. Die Anlage habe ich in die bestehende Ölheizung eingebunden. Bei der Abnahme hat der Kaminkehrermeister mit mir den Wirkungsgrad auf 89% Prozent otimiert.
Bin vollauf zufrieden mit dem Atmos.
Bei mir im Dorf gibt es mehrere stolze Fröling-heizer. Wenn ich mich mit denen unterhalte, staune ich nur so ! Die brauchen – angeblich- bei vergleichbarer Wohnfläche und Dämmung nur 50-70 Prozent von dem, was ich im Jahr mit dem Atmos an Holz brauche ! Das machte mich unsicher – sollte der Atmos wirklich so schlecht sein ? Also, das mußte ich überprüfen ! Und dann habe ich mir ein bißchen Arbeit gemacht und recherchiert. Und das ist mein Ergebnis:
Die 3000 l Wasser in den Pufferspeichern habe ich um 55° C erhitzt (von 43° auf 98°C)- dafür brauchte ich 66 kg Buchenholz mit 20 % Restfeuchte. Die Abbranddauer war 9 Stunden.
Dann habe ich gerechnet:
66kg Buche haben 251kW (3,8 kW/kg).
In den Puffern kam an: 192 kW.
(Um einen Liter Wasser um 1° C zu erwärmen, braucht man 0,001163 kW).
Während der 9 h Abbrandes wurden ca. 3o kW im Haus an Heizenergie verbraucht, was ja nicht in den Puffern ankommt.
Das heißt, der Atmos hat ca. 222kW aus den 251kW rausgeholt.
Das wäre ein Wirkungsgrad von ca. 88 % !
Jetzt bin ich beruhigt und schmunzel über die Fröling-Heizer, die ja nach dieser Rechnung auf einen Wirkungsgrad von 125 -176 % Prozent kommen ! Die wundersame Holzvermehrung ? 😉
Wenn ich schon beim Rechnen war, habe ich mir auch gleich mal ausgerechnet, wieviel Heizöl ein Ster Buche ersetzt – da liest man ja auch oft, daß dies 200 Liter sind !
Ein Ster Buche mit 20% Restfeuchte wiegt ca. 460 kg.
Das sind dann bei meinem Atmos effektiv 155 Liter.
Das Einzige, was ich mir nicht erklären kann:
Der Atmos hat eine Leistung von 49 kW/h. Der Abbrand war 9 Stunden: Also hätte er 441 kW verbraucht oder umgekehrt nur 5 Stunden für die 251 kW, die in ihn reingesteckt wurden, brauchen dürfen.
Eine Bitte an die Experten: überpüft mein Ergenbis auf die Richtigkeit.
Danke !
Joachim
Die Leistung hängt von den Einstellungen ab.
Und davon kannst du dann nochmal den Abgasverlust und den Kesselverlust abziehen. Dann hast du die effektive Leistung.
Aber 9 Stunden sind trotzdem lang für 66kg. Geht aber in Ordnung.
2. 89% Gesamtwirkungsgrad? Das wäre der Hammer.
Ich mache mal eine andere Rechnung auf.
66kg x 4kwh/kg sind 264kwh.
98 rad im Puffer halte ich für unmöglich, da bei spätestens 95Grad die TAS kommt oder der Lüfter aus geht.
93 Grad könnten wohl klappen.
Das sind dann 174kwh. Plus 30 vom Haus = 204kwh.
Damit schrumpft dann der Wirkungsgrad auf 77%.
Wenn der tatsächlich da liegt, ist es immer noch ein mehr als nur guter Wert. Denn die 92,5 Prozent, die Atmos angibt sind nur der feuerungstechnische Wirkungsgrad.
Den wirst du wohl kaum über den gesamten Abbrand erreichen können, da du keine automatische Luftregelung hast.
Von dem was da raus kommt müssen dann Kesselverluste, Anheizverluste usw. abgezogen werden. Aber ich kann dich beruhigen, das ist bei jedem Fröhling-Heizer auch so.
Nur geben die es nicht so gerne zu, denn die haben ja eine Lambdasonde
.
Gruß Manuel
Spessarter,
als ich den Beitrag gelesen habe, kamen mir ähnliche Gedanken wie Manter, ohne daß ich vorher seine Kommentare gesehen habe.
Also:
98 Grad im Puffer geht nicht, über 90 hatte ich noch nie, da der Lüfter vorher abschaltet.
Der Kessel kann keine Leistung von 49 KW erreicht haben. denn 49 x 9 = 441 KWH. Wo soll die Energie hin sein?
Andererseits hätte er mit 49 KW auch mehr als 66 kg Holz in den 9 Stunden verbrauchen müssen.
30 KWH in den Heizkreis? Gemessen oder geschätzt?
Ein Ster Buche mit 20% Restfeuchte wiegt keine 460 kg. Habe mal irgendwo gelesen, daß auch bei sehr gutem Aufschichten nur knapp über 400 kg ereichbar sind.
Die Schornie-Messung wird unter optimalen Bedingungen durchgeführt: Gereinigter Kessel, extra trockenes Holz, gut eingeschichtet, vorgewärmter Kessel, und ev. Luftmengen während der Messung nachgeregelt… das ist eine Momentbetrachtung, sie gilt nicht für den gesamten Abbrand. Abstrahlverluste, Leitungsverluste, Anheizen… alles nicht mit drin.
Muß Manter zustimmen. Wenn rd 75% rauskommen, wäre das Top. Ich bin davon noch ein ganzes Stück entfernt.
Wenn Fröling & Co bei 90 % liegen, dann glaube ich das nur, wenn ich es sehe bzw. selbst nachrechne.
Hahneko
Wenn Fröling & Co bei 90 % liegen, dann glaube ich das nur, wenn ich es sehe bzw. selbst nachrechne.
Das glaube ich noch nichtmal, wenn ich es sehe. Denn wäre manipuliert worden. Zumindest bei einem 50kw Kessel und
nur 3000l Puffer.
Selbst bei 94% feuerungstechnischem Wirkungsgrad dürfte es kaum möglich sein.
Es sei denn man hat einen riesigen Puffer und einen kleinen Kessel, der dann seeeehr lange brennt, der 94% ständig hält,
wenig Kesselwasserinhalt hat und dazu noch mehr als gut isoliert ist.
Gruß Manuel
Die 30 kW stimmen,weil ich einen Ölmengenmesser habe und in dieser Zeit ca. 3 liter Öl verbraucht worden wären.
Meine Thermostate zeigten wirklich 98 Grad an und der Lüfter lief noch – na ja, werden halt nicht die genauesten sein. Hauptsache die 55 Grad Erhitzung stimmt.
Auch wenn mein Atmos nur 75 % Wirkungsgrad hätte, bin ich damit zu frieden.
Wenn ich jetzt wieder rechne: Ein Fröling hat max. 15 % mehr Wirkungsgrad. Ich brauche 15 Ster im Jahr. D.h. ein Fröling-Heizer braucht ca. 2 Ster weniger als ich im Jahr !
…. und bezahlt vielleicht 8.000 € mehr für seine Anlage !
Das rechnet sich nie !
Bei der Gelegenheit: Wenn man seinen Atmos wie hier im Forum beschrieben worden ist, „frisiert“ auf welchen Wirkungsgrad kommt man dann und was kostet das ?
Grüße
Joachim
Hallo Spessarter,
auch wenn ich Dir ungern alle Illusionen raube, Dein Wirkungsgrad wird sich, meiner Erfahrung in ähnlichen Fällen nach, bei rund 60 % realem Wirkungsgrad bewegen, eher darunter.
Ohne Verbesserungen, also im Originalzustand, wären 60 eigentlich schon gut, wenn er älter ist, vermutlich schlechter, da meist die Falschluftprobleme eher zunehmen.
Die Gründe, warum Du bei Deinen Messungen über die Puffertemperatur zu erfahrungsgemäß viel zu hohen Werten kommst, sind ellenlang, und wurden hier, im HTD, im Holzvergaserforum, Motorsägenforum etc. bereits diskutiert, ich spare mir deshalb die Wiederholung.
Wenn Du Deine Werte wissen willst, führt an einem WMZ kein Weg vorbei, er ist auch die Grundvorausseetzung für jede Optimierung, ansonsten ist es reine Raterei.
Außer Du machst es wie Helmut, über Messungen von CO, Feinstaub etc., das kommt aber finanziell nicht gerade billig, aber Perfektion hat ihren Preis.
In Sachen Fröling muß ich Manuel Recht geben, Werte von 90 % sind lediglich als FTW plausibel, nicht als realer Wikrungsgrad. Ein Fröling mit 80 % liegt da eher im plausiblen Bereich, sofern Lambdasonde etc. alles korrekt funktioniert.
Das LWF gibt den Festmeter mit 558 kg Trockenmasse je Festmeter an.
1 Festmeter sind 1,4 Raummeter, bzw. Ster.
Grüße
Pflaume
Hallo Pflaume,
da muß ich dir leider jetzt mal widersprechen.
60% sind keine Hausnummer.
Es sei denn du meinst 60% = der Energieanteil, der nachher noch aus den Heizkörpern kommt und für WW gebraucht wird.
Denn mehr als 124 kwh kriege ich garantiert aus einem Abbrand in die Puffer. Ein WMZ ist zwar nicht vorhanden, aber meine Thermometer gehen sehr genau und jeder Puffer hat 6 Stück.
Siehe Dieter_R. Der hat nen WMZ.
Aber da schafft auch ein Fröling keine 80%.
@ Spessarter: Gib dem Fröling 5-10% mehr. Alles andere ist nicht realistisch. Wenn du dir ne Lambda nachrüstest max. 5%.
Läuft die auch noch automatisch, geht der Unterschied gegen 0.
Gruß Manuel
hallo miteinander
bei solchen diskussionen muss man sich vorher immer über die begriffe einig sein, da gebe ich manter recht.
wenn man gleichzeitg 3 begriffe in den raum wirft ,kommt es immer zu widersprüchen.
1. feuerungstechnischer wirkungsgrad- bezeichnet den wirkungsgrad nach abzug des abgasverlustes (die Differenz zwischen dem Wärmeinhalt des Abgases und der Verbrennungsluft, bezogen auf den Heizwert des Brennstoffes)
2. kesselwirkungsgrad- bezeichnet das verhältnis von feuerungswärmeleistung zur nennwärmeleistung
feuerungswärmeleistung- der auf den unteren Heizwert bezogene Wärmeinhalt des Brennstoffs, der einer Feuerungsanlage im Dauerbetrieb je Zeiteinheit zugeführt werden kann
nennheizleistung- die höchste von der Feuerungsanlage im Dauerbetrieb nutzbar abgegebene Wärmemenge je Zeiteinheit
3. jahresnutzungsgrad- bezeichnet das Verhältnis der von einer Feuerungsanlage nutzbar abgegebenen Wärmemenge (Heizwärme) zu dem der Feuerungsanlage mit dem Brennstoff zugeführten Wärmeinhalt (Feuerungswärme), bezogen auf eine Heizperiode mit festgelegter Wärmebedarfshäufigkeitsverteilung
z.B. haben mindest-vorlauftemp. eines heizsystems( 80/60,50/40, 32/28) einfluss auf den nutzungsgrad, die ww-bereitung( mit steigender personenzahl sinkt der nutzungsgrad),die witterung in bezug auf die hysterse (öl-kessel läuft länger oder holzkessel wird ständig nachgelegt)
Bsp: Öl-konstanttemperaturkessel 60% jahresnutzunggrad
Öl-NT kessel 70%
Brennwert 85%
und noch ein schlechtes Bsp. aus eigener erfahrung öl-brennwert mit konstant-temp. auf mischer gefahren 70%
PS: übrigens bieten mittlerweile viele schorni-betriebe einen umfassenden heizung-check an, einfach mal euren schorni fragen. fregen kostet ja nichts – werbung aus-
ich hab einen Fröhling .. mit dem ich auch sehr zufrieden bin
aber Holz braucht der auch … wie jeder andere Kessel
Hallo,
also ich habe an meinem Kessel bisher Wirkungsgrade bis ca. 77% erreicht. Gemeint ist damit die Wärmemenge die auch wirklich in die Puffer gegangen ist (Wärmemengenzähler). Dabei spielt der Aufheizvorgang des Kessels aber eine ganz erhebliche Rolle. Mit 1000l mehr Puffer ließe sich der Wert sicherlich über 80% bringen. Mehr als 2000l und einige Tricks mit dem Kombispeicher sind aber nicht drin.
Grüße, Michael
Hallo.
Halte ich, wie viele andere auch, für nicht ganz realistisch. Mehr als 92 2-93° müsste nicht in die Puffer kriegen, da arbeitet der Atmos schon am Auslöser der TAS. Gut möglich, dass die Kesseltemperatur 98° anzeigt, dies entspricht aber nicht der reellen Wärme des Wassers im Kessel, die Schüler für den Kesselthermostat sind in einer Tauchhülse obenan Kessel, da wird sich wohl Wärme sammeln. Ich habe meine Anzeige schon einmal auf 102° Kesseltemperatur gebracht, der Vorlauf war trotzdem nicht wärmer als 92°, nicht im Kessel gemessen, sondern im Vorlauf.
Wenn Fröling & Co bei 90 % liegen, dann glaube ich das nur, wenn ich es sehe bzw. selbst nachrechne.
auch wenn ich Dir ungern alle Illusionen raube, Dein Wirkungsgrad wird sich, meiner Erfahrung in ähnlichen Fällen nach, bei rund 60 % realem Wirkungsgrad bewegen, eher darunter.
Realistisch ist ein Wert irgendwo zwischen 78 % und 84 %, wenn folgende Voraussetzungen stimmen
Ofen gereinigt
Holz passend, unter 17 % Restfeuchte, fünfziger Scheitlänge
Hartholzbriketts, Restfeuchte um die 5 %
Rest Sauerstoff optimal eingestellt
Abgastemperatur konstant um die 215°, geregelten Lüftersteuerung oder Primärluft-Belimo
Dann erreiche ich diese Werte problemlos. Das Holz wird vor jedem Einfüllen gewogen und genau aufgelistet. Der Stand auf dem Wärmemengenzähler wird vor dem Abbrand in einer Tabelle erfasst. Der Zuwachs auf dem Wärmemengenzähler wird am anderen Tag erfasst. Anhand des Gewichts des Holz und Etiketts und der erreichten Energie-Ausbeute lässt sich der Wirkungsgrad einfach errechnen.
Ich habe folgende Parameter für die Berechnung des Wirkungsgrads:
Holz = 3,8 kWh/kg
Briketts= 5 kWh/kg
Es werden 8 kWh für die Erhitzung der Anlage abgezogen.
Ich habe im Sommer noch mal Heizöl nachgefüllt, habe dazumal ungefähr 0,56 € pro Liter bezahlt. So lässt sich momentan durch den Vergleich der Kosten sagen, dass man mit einem Wirkungsgrad über 85 % ungefähr 38 Prozent Kosten eingespart, bei einem Wirkungsgrad um die 77 % sind immerhin noch 28 %. Dabei bin ich von einem Wirkungsgrad des Öl-Brenners von 95 % ausgegangen.
Zu dem Gewicht von Buchenholz:
Laut Quelle aus dem Internet hat ein Festmeter Buchenholz, Restfeuchte unter 18 %, ein Gewicht von 755 kg. Das ergibt ein Gewicht pro Raummeter von 528 kg, man geht von einem Verhältnis Festmeter/Raummeter 100/70 aus.
Hier der Link:
Was sagt Ihr zu den Zahlen?
Macht’s gut
Dieter
Hallo Dieter,
ich sehe, dass unsere Zahlen doch recht ähnlich aussehen.
Wenn ich bedenke, dass ich einen Heizwert von 4,1 oder 4,2 kWh/kg Holz gerechnet habe und die 8kW auch nicht abziehe, sondern einfach das messe, was auch im Puffer ankommt, stehe ich wohl nicht wirklich schlechter da.
Ich konnte übrigens keine allzu großen Unterschiede zwischen sauberem und verdrecktem Ofen feststellen. Ich habe allerdings auch nicht dauernd gemessen und die Messwerte schwankten auch öfter mal. Wobei das mit der Genauigkeit beim Wiegen schon das erste Problem ist. Die Waage ist nicht unbedingt optimal geeignet.
Die spärlich funktionierende Restwärmenutzung dürfte das nächste Problem sein. Der Durchfluss ist so klein, dass ich bezweifle ob der Wärmemengenzähler überhaupt richtig zählt.
Ziel sind über 80% bei meiner Anlage, bin gespannt ob das klappt.
Zu den Raumgewichten von Buche kann ich nichts sagen, hab ich nicht. Insgesamt schaffe ich es aber selten diese Tabellenwerte zu erreichen. Zumindest wenn ich das auf das Füllraumvolumen des Kessels umrechne und dann sehe welche Masse ich dort unterbekomme, dann passt das nicht wirklich zusammen.
Grüße, Michael
Hallo Micha,
Ich hab’s dreimal kontrolliert, der gereinigte Ofen hat einen ungefähr 2-3-prozentigen besseren Wirkungsgrad, macht den Braten also nicht fett, wie wir Schweizer so schön sagen.
Ich denke, alles ab 75 % Wirkungsgrad ist in Ordnung, für mich Optimierungs-Fanatiker allerdings immer noch eine schöne Spielwiese, meinen Verbesserungsdrang auszuleben.
Machen wir doch mal ein Rechenbeispiel:
40 Kg Buchenbriketts mit 90 bzw.75% Wirkungsgrad nach der bestehenden Formel:
((40 x 5 kWh/kg) -8 kWh), davon 90 % ergibt 172 kWh, bei Wirkungsgrad 90 %
((40 x 5 kWh/kg) -8 kWh), davon 75 % ergibt 144 kWh, bei Wirkungsgrad 75 %
Differenz: 31 kWh, in Hartholzbriketts umgerechnet: ungefähr 6 kg.
Kosten für 6 kg Hartholzbriketts:
Einkauf oder 2 Monaten, 10 t, 155 € pro Tonne inklusive Mehrwertsteuer, angeliefert.
Ergibt bei 6 Kilogramm einen Kostenanteil von 0,93 €. Das macht monatlich 27 €, da muss ich schon ein paar Monate heizen, um einen Lambdacheck, eine Primärluftsteuerung oder sonst was zu refinanzieren; denn auch mit dem Einsatz der Beiden haben wir sehr wahrscheinlich nicht durchgehend den Wirkungsgrad von 90 %
Warum tue ich es trotzdem? Aus Hobby, und auch um zu sehen was tatsächlich mit dem Ofen möglich ist. Geld verdienen oder einsparen kann man in einem gewissen Rahmen, siehe Rechnung oben.
Trotzdem, es macht halt Spaß
Dieter
Hallo Hartmut,
Deinen Ausführungen kann ich so nicht zustimmen. Der FTW ist definiert jeweils nach DIN etc. siehe meinen Beitrag in http://www.atmos-forum.de/atmos_forum.htm und wird nach den jeweiligen Vorgaben berechnet.
Der Kesselwirkungsgrad ist für die Forumsbenutzer hier völlig uninteressant und nur für Theoretiker von Belang, wer betreibt denn hier seinen HVK 168 Stunden in der Woche?
Für den Jahresnutzungsgrad gilt imho das Gleiche.
Welchen Sinn soll die Berechnung des Jahresnutzungsgrades für einen Forumsteilnehmer hier haben?
Die meisten sind ja schon (zeitlich oder mangels Interesse etc.) überfordert vor jeder Feuerung das Holz zu wiegen, einen WMZ einzubauen, und diesen jedes Mal abzulesen, gescheige denn die umfangreichen Unterlagen über ein ganzes Jahr zusammenzustellen, die zur Berechnung des Jahresnutzungsgrades erforderlich wären.
Und selbst wenn jemand dies tun würde, welchen Sinn hätte dies?
Wozu also diese Begriffe, die nur ablenken?
Es gibt doch für den Praktiker nur eine interessante Zahl, das ist der reale Wirkungsgrad je Abbrand, sinnvollerweise der Schnitt aus 10 Abbränden, denn je nachdem, wieviel Holzkohle vom vorherigen Abbrand übrig blieb, wird bei einem einzigen Abbrand das Ergebnis verfälscht, so kam ich schon auf über 100 %, bei 10 Abbränden mittelt sich das wieder heraus. Und die Berechnung dessen ist lächerlich einfach, ohne zweites Polynom, ohne eine (mehr oder wenige stimmige) Konstante etc., einfach kg Holz x Energiegehalt des Holzes/kg und kwh des WMZ ins Verhältnis setzen, fertig.
Wenn ich nun Änderungen (ob am Kessel, bei meinen Heizgewohnheiten etc.) durchführe, kann ich sofort sehen, hat dieses einen Einfluß, oder nicht.
Dazu benötige ich noch nicht mal einen Schornie
@ Dieter
Schade, daß Du nicht mehr in der Schweiz wohnst, ich wollte schon immer einen Atmos sehen, der ohne Lufttrennung, Lambdacheck, verstopfen von Falschluft und sonstigen Änderungen auf einen gemessenen, realen Wirkungsgrad von deutlich über 2,5 kwh/kg Holz kommt.
Grüße
Pflaume
Hallo Joachim,
zu deiner Aussage:
Ich brauche 15 Ster im Jahr. D.h. ein Fröling-Heizer braucht ca. 2 Ster weniger als ich im Jahr !
Mich würde interessieren, wieviel zu beheizende Fläche Du denn mit einem 50 KW Atmos denn heizt. Wenn man den Verbrauch ansieht, dann hätte ja theoretisch auch ein 15 KW HV gereicht.
Ich selbst heize ca. 400 qm mit 35 KW, 3600ltr Puffer und 200 ltr. Füllraum im HV.
Der Jahresverbrauch lt. Jahr war ca 34 RM Birke und Fichte.
MfG Alfred.
Hallo atmos Gemeinte
Ihr seit euch nicht mal einig wie viel Kilo ein Ster Buch hat.
Für uns ist doch wichtig wie viel holz kann man nach jeder Verbesserung einsparen nicht jetzt liege ich bei 89° Wirkungsgrad?????
Alle im Forum fangen an Nachzurechnen und jeder bekommt ein anderes Resultat, das hilft doch keinen sondern das End mutigt nur und derjenige ist sehr Endeuscht über seinen erfolg.
Habe seid 4 Wochen auch einen 50gse atmos in Betrieb genommen mit 6000 l Pufferspeicher ich zeichne meine ganzen Werte Grafisch auf mit einer UVR1611 und dazu habe ich noch einen Lambbda Check.Die Anheiz fase ca.1Std kessel tem.30-35°im Kessel Brenndauer 3.5 Std. Puffer unten 45° Pf oben 48° danach Pf oben 72° unten 68°.Ich hoffe ich habe mich sachlich benommen und keine beleidigt den mir reicht eine Abmahnung an sonst werde ich das Forum Nicht mehr betreten.
Warum dauert das Anheiezen bei dir so lange?
Wie heizt du an?
1 Sunde ist da sehr lang.
Gruß Manuel
Hallo Franz,
als Süddeutscher liegen mir natürlich die Angaben vom LWF mehr, auch wenn meine bisherigen Kontakte mit Hessenforst alle mehr als nur zu meiner Zufriedenheit ausfielen, aber ich sehe da auch nicht wirkliche Differenzen:
Das LWF gibt den Festmeter mit 558 kg Trockenmasse je Festmeter an.
1 Festmeter sind 1,4 Raummeter, bzw. Ster.
Laut Quelle aus dem Internet hat ein Festmeter Buchenholz, Restfeuchte unter 18 %, ein Gewicht von 755 kg. Das ergibt ein Gewicht pro Raummeter von 528 kg, man geht von einem Verhältnis Festmeter/Raummeter 100/70 aus.
Hier der Link:
Eine Gewichtsschwankung von 5 % in der TM sind bei einem natürlichen Material normal, je nachdem, ob mehr belastetes Holz, oder mehr Stammholz in dem Raummeter stecken, wie gerade das Holz ist, etc.
Deshalb macht es auch Sinn, das Holz vorher zu wiegen, denn 2 Ster, Raummeter, Schüttmeter, von 2 verschiedenen Personen, haben erfahrungsgemäß unterschiedliches Gewicht, selbst bei gleicher Holzfeuchtigkeit (die ja zum TM noch dazuzurechnen ist beim Gewicht eines realen Festmeters, wer verheizt schon TM?).
Grüße
Pflaume
PS: Du siehst, selbst der Begriff Anheizphase ist zu definieren. Was verstehst Du denn darunter? Die Zeit, bis der HVK einspeist (liegt bei mir bei einer Viertelstunde), oder die Zeit, bis der HVK von der Trocknung, Holzvergasung, auf die Vergasung von Holzkohle umstellt? Oder…?
Hallo Manter
Ich meinte die AUFHEIZ FASSE von 30-85° habe mich verschrieben.
Wenn der Offen Ausgekühlt ist geht es sehr lange bis zur Vergasung.
Hallo Franz,
diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Die erste Kesselfüllung kann man vom Wirkungsgrad her total vergessen. Da scheint einfach die Vergasung noch nicht auf der Reihe zu sein. Denn die 8kWh die einige hier als Wert zum Aufheizen ansetzen passen da hinten und vorne nicht. Das sind eher 15-20kWh.
Ich sehe auch wie unterschiedlich viel Holz in den Kessel passt, obwohl es scheinbar das gleiche Holzsortiment ist. Deshalb hilft da wirklich nur genau zu wiegen.
Hat deine UVR auch einen Durchflussmesser am Atmos?
Grüße, Michael
Ja Franz, da hatte ich dich schon richtig verstanden.
Nur komme ich von 25 Grad auf 85 innerhalb von 20 – 30min.
Wie heizt du an? Falls du es noch nach der Atmosmethode machst,
guck mal in die Suche. Da stehen viele gute Methoden.
Gruß Manuel
Bei mir 50 gse dauert die Anheizphase von 38 Grad bis zu Betriebstemperatur 90 Grad PV ca 20 bis 25 Minuten.
Anzündmethode von oben.
Kessel 2: Buderus G105U,17kw Öl,WWB 300 ltr.
Regelung: RLA Centra Mischer ZG 32
Puffervolumen: Gruß Manfred
Hallo Alfred,
ich beheize ca. 130 m² Wohnfläche. Da hätte wirklich ein kleinerer Kessel genügt. Aber auf Anraten von Hr. M. Rentsch habe ich den Großen genommen, weil er mich damals – aufgrund der staatlichen Förderung – genau das gleiche gekostet hat, wie der kleinere. Bin aber froh, daß ich auf ihn gehört habe.
Sonst würde der Abbrand ja noch länger dauern.
Mit meinen 3000 Litern Puffer muß ich bei Minustemperaturen nur ca. alle 2 Tage die Puffer heizen. Momentan alle 3 Tage. Das nenne ich Komfort !
Das stimmt auch mit meinen Berechnungen überein.
Da ich einen Ölmengenzähler habe, weiß ich, daß ich mit der Ölheizung ca. 6,7 Liter Heizöl am Tag bei den jetzigen Temperaturen verbrauche (habe mal eine Woche nur die Ölheizung laufen lassen). Wenn die Puffer hochgeheizt sind habe ich ca. 190 kW Energie zur Verfügung bis ich sie wieder hochfahren muß. 190 kW entsprechen ca. 19 Liter Heizöl.
Letzes Jahr habe ich die oberste Geschossdecke und einen Teil der Wände meines Hauses mit Vollwärmeschutz gedämmt.
Das spart wirklich Energie und erhöht das Wohlgefühl in den Räumen !
Aber zurück zum Thema „Atmos vs Fröling“:
Ich weiß durch Eure Beiträge, daß „Atmos“ die richtige Entscheidung war !
Wenn man den Wirkungsgrad durch „Frisieren“ auch noch erhöhen
kann, gibt er sich nichts zum High-Tech Fröling.
Grüße
Joachim
Da fällt mir noch was ein:
Um einen Wirtschaftlichkeitsvergleich zw. Atmos-Fröling zu machen, muß man auch die Unterhaltungskosten (Stromverbrauch und Verschleißteile) und die Lebensdauer heranziehen. Weiß jemand, wie das beim Atmos und Fröling aussieht ?
Falls der Fröling doppelt so lange hält und im Unterhalt billiger wäre, würde sich ja alles relativieren !
Diese Frage dürfte zum Teil aber nur theoretischer Natur sein, da die aktuellen Modelle beider Hersteller erst seit ein paar Jahren auf dem Markt sind.
Grüße
Joachim
Diese Frage dürfte zum Teil aber nur theoretischer Natur sein, da die aktuellen Modelle beider Hersteller erst seit ein paar Jahren auf dem Markt sind.
So ist es!
Es gab einmal eine Umfrage „Wessen Atmos läuft am längsten?“. Da kam aber nicht viel dabei heraus, mehr als zwei oder drei Jahre konnte keiner bieten. Und Fröling-Betreiber gibt es hier zu wenige.
Ja, die Atmos-Schamotte/Keramik-Teile geben mitunter schon recht früh den Geist auf, aber sicherlich kosten sie nur ein Bruchteil von Fröling-Teilen. Und wenn die Elektronik spinnt, dann geht es richtig ins Geld bei den High-Tech-Kesseln.
Hahneko
Sonst würde der Abbrand ja noch länger dauern.
Ausserdem passen in den 30 GSE 50er Scheite.
Beim 25er gehen nur 33er rein.
Gruß Manuel
Die erste Kesselfüllung kann man vom Wirkungsgrad her total vergessen. Da scheint einfach die Vergasung noch nicht auf der Reihe zu sein. Denn die 8kWh die einige hier als Wert zum Aufheizen ansetzen passen da hinten und vorne nicht. Das sind eher 15-20kWh.
Diese Aussage schockt mich ein wenig. Heize meinen Kessel derzeit täglich einmal an, mit ca. 15-30 kg Holz, je nach Temperatur, WW-Verbrauch und evtl. Sonnenschein.
Habe zwar dadurch geringe Anheizverluste, die ich durch herausschmeißen von allem Schamott nun allerdings reduziert habe, (das versprochene Bild bekommst Du, sobald ich mit dem Umbau fertig bin, vermutlich übermorgen) dafür aber minimierte Pufferverluste.
Bei 85° je Puffer sind die, nicht zu unterschätzen.
Grüße
Pflaume
Hallo Micha,
deiner Aussage muss ich widersprechen, ich komme bei dem 1. Abbrand auf einen Wirkungsgrad irgendwo zwischen 78 und 85 %.
Dabei hat der Kessel eine Starttemperatur zwischen 35-40°
Probleme habe ich eher beim Nachlegen; er bildet sich zu schnell zu viel Rauchgas, der Kessel hat Tendenz zu wummern.
Läuft dann eine halbe Stunde unruhig mit ständigem Abriss der Flamme, bis er sich irgendwann mal beruhigt.
Kann das vielleicht mit der Anheizmethode zusammenhängen? Wie heizt du deinen Kessel an?
Dieter
Hallo,
das sind ja mal interessante Erkenntnisse. Ich kann frühestens zu Weihnachten an der Anlage wieder forschen, bin derzeit nicht daheim.
Bei mir läuft der Kessel von ca. 20-25°C aus an, läuft ja nur alle 2 Tage. Dafür verlieren die Puffer nur sehr wenig Wärme, sind halt gut verpackt.
Anheizen derzeit:
Wenig Holz mit Kleinzeug über der Düse zünden (AHK geschlossen), anschließend schön anbrennen lassem, dann volllegen. Läuft im Normalfall absolut rauchfrei ab.
Schwierig ist sicher die Verfälschung, da der Kessel beim Nachlegen ja niemals ganz leer ist.
Werde irgendwann testweise mal versuchen den Kessel nach einem Abbrand ausgehen zu lassen und das dann messen.
Deutlich bemerkbar ist aber der Unterschied bei den Puffern. Erster Abbrand etwa 75% des ersten Puffers, zweite Ladung schafft dann den zweiten auch komplett.
Grüße, Michael
Hallo Hartmut,
Deinen Ausführungen kann ich so nicht zustimmen. Der FTW ist definiert jeweils nach DIN etc. siehe meinen Beitrag in http://www.atmos-forum.de/atmos_forum.htm und wird nach den jeweiligen Vorgaben berechnet.
Hallo Pflaume,
ja richtig, habe die definitionen nur abgeschrieben
und der FTW ist ETA=100%-QA bezogen auf den unteren heizwert
das zeigt dir nährungsweise auch der lambdacheck an!
da habe ich einen komplett anderen eindruck, das scheint hier jeden zu interessieren, denn das ist das verhältnis von eingesetzer wärmemenge zur gewonnen wärmemenge.
das machen all diejenigen, welche ihr holz wiegen und und die wärmemenge am WMZ ablesen, also viele.
Welchen Sinn soll die Berechnung des Jahresnutzungsgrades für einen Forumsteilnehmer hier haben?
Die meisten sind ja schon (zeitlich oder mangels Interesse etc.) überfordert vor jeder Feuerung das Holz zu wiegen, einen WMZ einzubauen, und diesen jedes Mal abzulesen, gescheige denn die umfangreichen Unterlagen über ein ganzes Jahr zusammenzustellen, die zur Berechnung des Jahresnutzungsgrades erforderlich wären.
Und selbst wenn jemand dies tun würde, welchen Sinn hätte dies?
richtig, dies ist schweiriger zu ermitteln, aber auch mittels heizungscheck und heizgradtageverfahren bekommt man gute werte
ich kenne jemanden, welcher sie ständig durcheinanderwirbelt
sorry
bist du dir sicher
Schade, daß Du nicht mehr in der Schweiz wohnst, ich wollte schon immer einen Atmos sehen, der ohne Lufttrennung, Lambdacheck, verstopfen von Falschluft und sonstigen Änderungen auf einen gemessenen, realen Wirkungsgrad von deutlich über 2,5 kwh/kg Holz kommt.
Grüße
Pflaume
dann hast du noch keinen 50GSE gesehen, dem fällt das noch viel einfacher.
PS: ich weiss auch nicht, welchen atmos du hast?
wenn du die infos aus dem forum anwendest, wird dir das genauso wie dieter gelingen!
und eigentlich bei 3800 views, sollte dir das jetzt schon möglich sein.
Hallo Pflaume
Hää????
Ich hab Lambdacheck, Vollmarsteuerung, die Luft getrennt, den Kessel nachisoliert, die Spalten zwischen den beiden Keramischen Halbschalen verdichtet, den Spalt zwischen hinterer Kesselwand und keramischen Halbschalen abgedichtet, vorne eine 2. Richtschnur eingedrückt, im Brennraum den hinteren Spalt mit Sibralstreifen abgedichtet, den Kessel hinten deutlich höher gestellt, uns do weiter.
reicht das?
Falls du weitere Ideen hast, bitte raus damit, ich bin jederzeit für Verbesserungen offen
wohnst du in oder in der Nähe der Schweiz?
Dieter
Realistisch ist ein Wert irgendwo zwischen 78 % und 84 %, wenn folgende Voraussetzungen stimmen
Ofen gereinigt
Holz passend, unter 17 % Restfeuchte, fünfziger Scheitlänge
Hartholzbriketts, Restfeuchte um die 5 %
Rest Sauerstoff optimal eingestellt
Abgastemperatur konstant um die 215°, geregelten Lüftersteuerung oder Primärluft-Belimo
Dann erreiche ich diese Werte problemlos.
O.K.
Hatte wohl am Ende Deines Beitrages von diesem Teil die vorletzten 3 Zeilen nicht mehr in Erinnerung.
Vermutlich weil ich vom Fragesteller ausging, der, soweit ich mich erinnere, von keinen großen Optimierungen an seinem Kessel schrieb. Und in meinen Postings ging ich deshalb davon aus, daß er weder Lambdacheck noch sonstige Optimierungen vorgenommen hat, deshalb meine Annahme von 60 % oder darunter.
Richtig, wohne unweit der Grenze.
Und ich gehe nicht von meinem Kessel aus, war imho meinen Postings zu entnehmen. Meine Abgastemperatur liegt meilenweit unter 215°, mein aktueller Wirkungsgrad leider unter den von Dir genannten Werten. Komme lt. meinem WMZ auf Werte zwischen 2,8-3,3 kwh/kg Holz, Schnitt gute 3, bei den letzten 10 Abbränden, mit jeweils im Schnitt 24 kg Holz.
Grüße
Pflaume
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