Fragen und AntwortenEntscheidung gefallen HV muß her !!
klaena antwortete vor 16 Jahren

Hallo,…
nach langer überlegung ist die Sache klar ein HV kommt ins Haus.

1.Wie wird Dein Haus jetzt beheizt?:
Gastherme 21 KW
2.Wie groß ist Dein durchnittlicher Jahresverbrauch l/m³?:
ca. 20,000 Kw/H
3.Wie groß ist die zu beheizende Wohnfläche m²?:
ca.160 qm
4.Steht das Haus in kalter hochgelegenen Gegend,oder Flachland?:
103m üNN
5.Einschätzung der Wärmedämmung des Hauses (sehr gut/gut/mittel/schlecht/ oder wird demnächst)(Fenster/Türen/Keller/Boden):
mittel
6.Hast Du schon eigene Vorstellungen über welchen Kessel Typ (Stückholz oder Pellet) wie viel Kw?:
DC30GSE
7.Hast Du schon bei einem HB (Heizungsbauer) Angebot machen lassen?:
nein

8.Gedanken gemacht über das Fassungsvermögen (lt.) der dazu benötigten Puffer?:
va.3000 l
8 a. Wie soll Die WarmWasser Bereitstellung er folgen, Wärmetauscher im Puffer; Externen WW Puffer;Externer Wärmetauscher oder anders?
Durchlauferhitzer
9.Man rechnet für das Puffer Volumen ab 55 lt/Kw. Die BAFA verlangt für die GSE Kessel 55 lt/Kw. Der ideale Wert liegt bei 100 lt/Kw.

10.Hast Du schon mit Deinem zuständigen Schornsteinfegermeister darüber gesprochen?:
nein
11.Willst Du Deine Heizanlage selber bauen?:
nein

12.Ist die nötige Stellfläche dafür vorhanden einschließlich der Puffer/Ausdehnungsgefäß/Pumpen etc.?:

Der HV soll nicht im Haus stehen/dafur baue ich im Garten neben dem Holzlager einen extra Raum.Puffer sollen in den Keller/Höhe 2,09m
13. Hast Du schon „genügend“ (abhängig von der Kessel Kw) Holz getrocknet auf dem Grundstück zu liegen und auch schon an die nächsten Jahre gedacht. Man rechnet im Durchschnitt 2 Jahre trocknen bzw lagern.
Hast Du auch dafür die nötige Lagerungsfläche für das Holz?
Wenn Du Pellet Anlage geplant hast, dann bedenke das Du dafür auch eine trockene Lagermöglichkeit hast. Sie darf nicht weit vom Kessel sein um mit einer Schnecke in den Kessel zu fördern. Sie muß aber auch gut von der Strasse erreichbar sein zwecks Anlieferung mittels Gebläseschlauch vom Lieferfahrzeug.
26m zwei jähriges Holz vorhanden /Deutz Trecker/Rückewagen/
13Tonnen Spalter und eine 6Köpfige Holzmannschaft sind da.

Meine Fragen:
Wie hoch und welchen Durchmesser sollte der Kamin haben ?

Macht es etwas aus wenn HV und Puffer nicht auf einer höhe stehen (2m höhenunterschied Keller -Garten ?

Gibt es vieleicht einen HB in meiner Umgebung der sich mit Atmos auskennt? PlZ 37688

Vielen Dank für Eure Hilfe

PS. Super Forum



19 Antworten
Hahneko antwortete vor 16 Jahren

Flambert,

Hausaufgaben vorbildlich gemacht, prima. Das erspart unnötige Rückfragen.

Konzept und Größe sollten passen (auch für komfortables Heizen).
WW mit Durchlauferhitzer? Nehme an, damit ist eine Frischwasserstation gemeint.
Kamingröße und Höhe müßte mit dem Schornie abgeklärt werden. Vorsicht: Bei den meisten Anlagen ist der Zug zu stark, der Atmos braucht nicht sehr viel.
Höhenunterschied in welche Richtung? Wenn die Puffer höher stehen als der Kessel, dann sollte es kein Problem sein. Umgekehrt wird es komplizierter, dann funktioniert die Notkühlfunktion bei Stromausfall und die Schwerkraft-Restwärmenutzung nicht, und gerade zweiteres ist dringend erforderlich, zumal der Kessel außerhalb des Gebäudes stehen soll (was eher nicht so vorteilhaft ist). Sonst gehen Dir bei jedem Abbrand fast 10 KWH Restwärme im Kessel verloren!

Hahneko

Flambert antwortete vor 16 Jahren

Hahneko,
der Vergaser sollte in den garten und somit ca 2m höher stehen als die Puffer. Ich könnte allerdings auch den Raum (Neubau für Vergaser) größer bauen und die Puffer mit unterbringen.
Ich dachte nur wegen Restwärme sei Keller vorteilhafter.

In den Keller könnte er (der HV) mit einigem Aufwand auch.
Dann brauche ich aber 9m Edelstahlkamin .
Das Abgasrohr des Atmos sollte ziemlich gerade in den Kamin geführt werden,ist das richtig? Hab ich hier irgendwo gelesen.
Wenn das so ist müsste ich am Haus eine Grube ausschachten die mir erlaubt den E-Kamin so tief zu setzen das ich waagerecht mit dem Kaminanschluß zum Atmos komme.

Und das benötigte Holz ,-naja die schlepperei will ich mir ersparen. Deshalb ist die Außenanlage meine erste wahl.

Danke für deine Meinung.
Flambert

manter antwortete vor 16 Jahren

Machs außen.

Das Abgasrohr sollte so wenig Bögen wie möglich haben. Das ist mit gerade gemeint. Nach Möglichkeit sollte das Abgasrohr Steigung zum Kamin haben. Gefälle erlaubt der Schornie meist nicht.

Der Wärmeverlust bei gut isolierten Puffern ist nicht der Rede wert. Lass das mal 5 oder 6kwh in 24h sein. Die hast du schon wieder drin, wenn du dadurch die Restwärme des Atmos ausnutzt.

Gruß Manuel

Flambert antwortete vor 16 Jahren

manter,…
du meinst die ganze Anlage HV /Puffer usw. nach außen ?
ich würde dann mit einer Erdleitung in den Keller gehen.
Spielt dann der Höhenunterschied keine rolle mehr?

Flambert

manter antwortete vor 16 Jahren

Ja, ist dann egal. Wie lang müßte denn die Erdleitung sein?

Gruß Manuel

Flambert antwortete vor 16 Jahren

@ manter,…
Es werden so ca. 20 m !

Noch eine Frage: geht der DC30GSE auch 2015 noch durch die neue Bimsch ? Muß ein LC nachgerüstet werden?

Tom

420 antwortete vor 16 Jahren

kurze Blickwinkelrichtungsänderung (oder auch nicht):

Zu bedenken ist, dass in Zukunft immer die gesamte Holzlogistik bis in den Keller oder ebenerdig geleistet werden muss. Deine Wahl.

Bei mir ist ei leider so, dass der Puffer in der Garage steht und der HV soll in den Keller. Ich weiß, dass dann dies auch mehr Arbeit bedeutet und zwar immer. Stelle Dir einfach mal vor, dass Du 15 m³ Holz im Jahr bis in den Keller bewegen musst oder das Du dies mit der Karre oder auch auf Rollcontainern zum HV schieben kannst.

Du schreibst, HV willst Du oben ansiedeln und im Keller die Puffer. Schwerkraftprinzip wirst Du wohl nicht fahren und somit ist dies eine akzeptable und auch wohl gute Lösung. Und diese Lösung haben schon einige hier im Forum praktiziert.

Grüße

Franz

Flambert antwortete vor 16 Jahren

420,…

Danke für deine Meinung dazu !
Ich werde erstmal mit dem Schorni reden und hören was der ein oder andere HB dazu sagt.

Gruß
Tom

Volli antwortete vor 16 Jahren

Hallo Flambert,

3 Fragen noch.

Wie willst du Warmwasser machen?

Willst du eine Solaranlage für Warmwasser und oder Heizung dazubauen?

Geht es dir hauptsächlich um die Kosten (Erstellung und laufender Betrieb) oder soll die Anlage 100% optimal funktionieren (keine Kompromisse). Das ist eine Grundfrage!

Flambert antwortete vor 16 Jahren

@ Volli

Kein Warmwasser- kein Solar.!!
Ich möchte nur Geld beim Heizen sparen (vorerst).!!
Anlage muß und soll zuverlässig und sauber laufen (effektiv) !

Gruß

Tom

Volli antwortete vor 16 Jahren

Gut das ist eine klare Aussage.

Dann würde ich das so machen:

Den HV und die Puffer in den Anbau alles so kompakt wie möglich bauen.

Möglichst nur einen Puffer = weniger Rohre daher weniger Wärmeverlust. Betrachte die Rohre als Arme und Beine, da frierst du auch am meisten.

Grosse Rohre im kleinen Kesselkreis und ich sag mal 1 1/4″ zum Puffer. Anlage ausfallsicher auf Schwerkraft auslegen = weniger Technik. Da sollte sogar der Ladomat funktionieren.

Den/die Puffer selbst großzügig isolieren und einhausen.
Das Holzlager direkt nebenan = die übrigen Wärmeverluste trocknen dein Holz (oder wenigstens den Wochenbedarf), kürzeste Wege. Alles ebenerdig ohne Stufen wegen der Holzlogistik.

Einen Schornstein aus Fertigteilen innen neu bauen. So 6m hoch und 180cm Durchmesser sollten reichen.

Kessel auf einen knapp kniehohen Sockel, das ist bequemer beim befüllen und reinigen. Der Schornstein kann dann auch auf einen Sockel. Das spart ein zwei Fertigteile.

Für die Notkühlung brauchst du dort einen stromunabhängigen Wasseranschluss.

Mit Mischer möglichst dicht am Puffer und witterungsgeführter Regelung hältst du die Verluste in der langen Fernwärmeleitung (Fertigprodukt nehmen) klein, weil die Vorlauftemperatur die deine Heizung benötigt geringer ist als wenn der HV 80 C° warmes Wasser zum Puffer im Haus schicken würde.

Das als Grundgerüst und dann kommen noch die Feinheiten.

420 antwortete vor 16 Jahren

Hallo Volker,

da hast Du ja fast eine vollständige Installation beschrieben. Und die Tipps mit Pdest, Mischer usw. Find ich echt gut

Kurze Ergänzung noch:

– Kessel hinten ca. 1 cm höher, damit die Luft besser entweichen kann.
– Mikroblasenabscheider mit einbauen
– Kesselvorwärmung realisieren
…..

Grüße

Franz

Pflaume antwortete vor 16 Jahren

Hier noch etwas Pflaumenessig:

Ein HVK gibt wesentlich mehr Wärme an die Umgebung ab, als eine Gastherme. Man könnte damit sicherlich eine kleine Wohnung heizen.
Puffer, auch gut isoliert, verlieren beachtliche Mengen an Energie an einem Tag, vor allem, wenn die Temperatur zwischen Außentemperatur und Puffer 50° überschreitet, bitte daran denken, ist eine Exponentialfunktion, was bei Außenaufstellung gerade im Winter reine Energieverschwendung ist.

Habe heute mein Auto durch den Tüv gebracht, ohne erkennbare Mängel, aber mit der 2. Nachprüfung, nachdem mir zwei Werkstätten (nicht ganz frei von Kosten) dokumentiert hatten, daß die von den Tüv-Prüfern angegebenen Mängel keine waren, sondern die TÜV-Prüfer keine Ahnung hatten (oder mich durchfallen lassen wollten, was die in der Werkstatt unter der Hand vermuteten ).

Was hat das mit einem HVK zu tun?
Schau Dir mal die Erstmessungsergebnisse hier im Forum vom GSE an, und dann die neuen Grenzwerte.
Auch wenn ich mal unterstelle, daß Dein Schornie von der Sache Ahnung hat, hast Du den Mut, die Nerven, das übrige Geld, um alle 2 Jahre zu zittern?

Grüße
Pflaume

Volli antwortete vor 16 Jahren

Hallo Tom,

eine kleine Einschränkung muss ich noch erläutern.

Damit die sinnvolle automatische Schwerkraftfunktion des Ladomaten funktioniert muss der Kessel tiefer stehen als der Puffer. Das beisst sich unter Umständen mit einem Kesselpodest.

jupdida antwortete vor 16 Jahren
Flambert:

Dann brauche ich aber 9m Edelstahlkamin .
Das Abgasrohr des Atmos sollte ziemlich gerade in den Kamin geführt werden,ist das richtig? Hab ich hier irgendwo gelesen.
Wenn das so ist müsste ich am Haus eine Grube ausschachten die mir erlaubt den E-Kamin so tief zu setzen das ich waagerecht mit dem Kaminanschluß zum Atmos komme.

es gibt auch 45° anschlüsse bei Edelstahlkaminen, die gehen dann schräg nach unten und ersparen schnell den ein oder anderen meter im Vergleich zum Waagerechten anschluss

Flambert antwortete vor 16 Jahren

@ Volli,..

@ Pflaume,…

Danke für Hilfe und anregungen,….
Aber-nun ist erstmal der Schorni dran…
Am Montag spreche ich mit einem HB Meister und dann gibts da noch so viele Sachen die besprochen werden wollen,…

Nochmal an alle:-Danke für Eure Hilfe-
melde mich natürlich wenn ich weiß wie die Sache weitergeht !

Gruß
Tom

klaena antwortete vor 16 Jahren

Den Loddomat oder die Schwerkraftoption würd ich nun wirklich nicht zur Entscheidungsfindung hernehmen wo der HV hinkommt.
Schwerkraftladung braucht man nur bei Stromausfall und das soll nicht die Regel sein und deshalb keine Entscheidungskriterium. Für das was der Laddomat kostet bekommt macn auch einen Mischer + Motor + Ventil und kann so noch viel besser die Restwärme ausnutzen mit der richtigen Regelung.

Es gibt nichts besseres als das Holz direkt vom Hänger vor den HV kippen zu können. Da kann auch ruhig 1-2 Meter Holz mehr verbraucht werden durch die höheren Verluste in einem Anbau. Die eingesparte Arbeit macht das mehr als wett.
Gruß Klaena

Pflaume antwortete vor 16 Jahren
klaena:
Den Loddomat oder die Schwerkraftoption würd ich nun wirklich nicht zur Entscheidungsfindung hernehmen wo der HV hinkommt.
Schwerkraftladung braucht man nur bei Stromausfall und das soll nicht die Regel sein und deshalb keine Entscheidungskriterium. Für das was der Laddomat kostet bekommt macn auch einen Mischer + Motor + Ventil und kann so noch viel besser die Restwärme ausnutzen mit der richtigen Regelung.

Sehe ich auch so.

Es gibt nichts besseres als das Holz direkt vom Hänger vor den HV kippen zu können. Da kann auch ruhig 1-2 Meter Holz mehr verbraucht werden durch die höheren Verluste in einem Anbau. Die eingesparte Arbeit macht das mehr als wett.

Sehr umweltbewußt hört sich das aber nicht an, ökonomisch auch nicht, höherer Verbrauch führt zu steigender Nachfrage, die zu höheren Holzpreisen, wie wir die letzten Monate sehen konnten.
Auch muß das Holz zuerst wohl wo anders gestapelt werden, denn so schnell trocknet es nicht.
Und nicht völlig trockenes Holz hat einen erstaunlich erniedrigten Brennwert.

Grüße
Pflaume

klaena antwortete vor 16 Jahren

noch umwertbewußter wäre es wenn man den Ofen aus lässt und sich auf dem Ergometer warm macht. Ich hab diesen Winter 8 Meter schlechter Buche verbrannt. Glaube nicht dass ich mehr als 1/2 Meter gespart hätte wenn der Ofen im Haus und nicht im Anbau stehen würde. 1-2 Meter kämen wohl bei 20 Meter Gesamtverbrauch hin. Aber dann ist die umweltsünde auch wo anders. Lieber bischen mehr Holz verbrauchen und bequem viel Öl sparen als den Ofen aus Bequemlichkeit auszulassen und das passiert öfter wenn wenn es zu beschwerlich wird.
Gruß Klaena