Fragen und AntwortenAbgastemperatur DC 18
Vollmar antwortete vor 14 Jahren

Hallo,

ich besitze seit drei Jahren einen DC 18 S. Der Kessel läuft eigentlich prima. Was mich allerdings ein wenig stört, ist das die Abgastemperatur am Anfang doch recht hoch geht, so ca. 250-270 Grad. Ich finde der Feuerzugregler arbeitet ein wenig zu träge. Wenn der Kessel dann Temperatur erreicht hat, pendelt sich die Abgastemperatur so um 200-210 Grand ein. Die Luftklappe ist dann fast geschlossen, ca. 3 mm. Ich habe gelesen, dass man das Gebläse regeln kann, im Bereich zwischen 50-100%. Klingt garnicht so schlecht. Allerdings ist mir hier der Preis etwas zu hoch, wobei die Steuerung dies sicherlich wert ist. Ich würde gern wissen ob es hier vielleicht eine kostengünstigere Alternative gibt.

Gruss schnarchnase



10 Antworten
Feueresel antwortete vor 14 Jahren

…, mein Fehler schau ►klick◄

es grüßt ein Esel und —,

Kessel 1: DC-50-GSE Bj. 2006 jetzt 03.01.2025 bis auf Lüfter-Kondensator noch keine original Teile erneuert, sek. Brennraum auf reduzierte Abgasrückführung optimiert (Brennraumspülung - Selbstregelung), ergibt schnellere u. höhere sek. Brennraumtemperatur bei weniger Gesamtverbrauch
Kessel 2: Oelkessel in Reserve nicht angeschlossen, bei 240m² u. 100m² Keller Hobby - nur mit DC-50-GSE u. 10m² Solarfläche inkl. Brauchwasser versorgt.
Regelung: Standard Festeinstellung: Primär Luftschieber ganz auf / Hartholz / Kiefer sek. Luft 2,0 Umd. auf. / Lüfter durchweg bei 45% | Belimo Drossel-klappe schließt bei >160°C | Abgas steigt 200 bis 230°C| KDT >88°C Lüfter aus | primär Kettenzugklappenanschlag schließt Anschlag 0mm bei >60°C Kessel VL| Kesselpumtentaktung in Gluthaltung-ein KDach >89,5 °C |aus < 88,5°C| = Abgas dann 150°C min / bei Lüfter an 180 bis 190°C max|bei Rest-Glut 100°C Abgas- bei Kessel Dach 85 bis 90°C = KT oben|K-Kreispumpe Stufe 1|Laddomat-Patrone >72°C öffnet
Puffervolumen: 2x1000 Puffer parallel direkt oben / unten Puffer zu Puffer ergibt sehr gute Temp. Schichtung 92/24°C | mit Solarschlange (für 5x2m² Platten) unten - | 1x800WW ..., manche Menschen benutzen ihre Intelligenz zum vereinfachen ... Wissen ist eine Holschuld !!
Vollmar antwortete vor 14 Jahren

Wenn Du ein bißchen warten kannst, könnte Dir geholfen werden.
Ich dachte drüber nach,eine reine Lüftersteuerung zu bauen, die beispielsweise nur auf der Abgastemperatur, oder auch auf einer 0-10V oder 0-20mA-Schnittstelle basiert. Davon hatte ich was geschrieben und seither fragt eine ganze Reihe von Leuten danach.

Also schaun mer mal, wird wohl losgehen.

Thomas Vollmar

schnarchnase67 antwortete vor 14 Jahren

Hallo,

hier besteht kein sofortiger Handlungsbedarf. Ich kann auf Deine Lüfersteuerung ruhig warten. Den Beitrag von Feueresel habe ich mir angesehen. Hier stehe ich noch ein bisschen auf dem Schlauch wie sich die Konstruktion auswirkt.

Gruss schnarchnase

Feueresel antwortete vor 14 Jahren
schnarchnase67:
Hallo,

hier besteht kein sofortiger Handlungsbedarf. Ich kann auf Deine Lüfersteuerung ruhig warten. Den Beitrag von Feueresel habe ich mir angesehen. Hier stehe ich noch ein bisschen auf dem Schlauch wie sich die Konstruktion auswirkt.

Gruss schnarchnase

… also, kannst ganz beruhigt sein, daß letzte Bisschen kommt auch noch, da bin ich mir ganz sicher

… denn —,

Kessel 1: DC-50-GSE Bj. 2006 jetzt 03.01.2025 bis auf Lüfter-Kondensator noch keine original Teile erneuert, sek. Brennraum auf reduzierte Abgasrückführung optimiert (Brennraumspülung - Selbstregelung), ergibt schnellere u. höhere sek. Brennraumtemperatur bei weniger Gesamtverbrauch
Kessel 2: Oelkessel in Reserve nicht angeschlossen, bei 240m² u. 100m² Keller Hobby - nur mit DC-50-GSE u. 10m² Solarfläche inkl. Brauchwasser versorgt.
Regelung: Standard Festeinstellung: Primär Luftschieber ganz auf / Hartholz / Kiefer sek. Luft 2,0 Umd. auf. / Lüfter durchweg bei 45% | Belimo Drossel-klappe schließt bei >160°C | Abgas steigt 200 bis 230°C| KDT >88°C Lüfter aus | primär Kettenzugklappenanschlag schließt Anschlag 0mm bei >60°C Kessel VL| Kesselpumtentaktung in Gluthaltung-ein KDach >89,5 °C |aus < 88,5°C| = Abgas dann 150°C min / bei Lüfter an 180 bis 190°C max|bei Rest-Glut 100°C Abgas- bei Kessel Dach 85 bis 90°C = KT oben|K-Kreispumpe Stufe 1|Laddomat-Patrone >72°C öffnet
Puffervolumen: 2x1000 Puffer parallel direkt oben / unten Puffer zu Puffer ergibt sehr gute Temp. Schichtung 92/24°C | mit Solarschlange (für 5x2m² Platten) unten - | 1x800WW ..., manche Menschen benutzen ihre Intelligenz zum vereinfachen ... Wissen ist eine Holschuld !!
Gust antwortete vor 14 Jahren

@Thomas
so ein Modul wäre sehr hilfreich. Ich bin nicht so der Freund von „alles in einem Modul“ a´la Flammtronik oder auch deiner Steuerung.

Mir wären individuell verschaltbare Einzelmodule lieber.

Es gibt auf dem Markt meines Wissens keinen günstigen Baustein für eine Drehzahlregelung nach der Rauchgastemperatur, zumindest nicht ohne Zwischenschritt wie 0 – 10V oder 4-20 mA.

Wo hast du dieses Modul schon beschrieben?

Gruß
Gust

Vollmar antwortete vor 14 Jahren
Gust:
Wo hast du dieses Modul schon beschrieben?

Direkt BEschrieben hatte ich es nicht. Ev. vor Jahren mal irgendwo. Jetzt hatte ich es nr erwähnt und da zeigte sich Interesse, was komischerweise vor Jahren nicht der Fall war.

Ich habe damals 2007/8 oder so mal so ein Ding angefangen. War eigentlich nur gedacht, als Unterstützung für Naturzugkessel, bei denen der Kaminzug nicht reicht und die deshalb eine Abgaslüfter brauchen. In einem Hutschienengehäuse, wie die Differenzsteuerung war eine Phasenanschnittsteuerung untergebracht, die einzig über einen PT1000 als Abgasfühler gesteuert werden sollte. Keine Anzeige weiter, kein nix. Nur zwei kleine Potis intern, mit denen man eine untere und eine obere Grenztemperatur auf einer Behelfsskala einstellen kann. Das Ganze war dann aber trotzdem so geplant, dass ich etwas mehr „Komfort“ reinbringen kann. Z.B. größeren Controller, LED-Zeile, Tasten und so was.
Es ist damals liegen geblieben, weil einerseits der Compiler(das ist eine Extra-Software zum Programmerstellen) mit dem ausgesuchten Controller nicht zusammen wollte und in Assembler wollte ich das nun nicht auch noch machen. Andererseits wollten das nicht viele haben, sondern das, was später die FS46x wurde.
Dadurch blieb es unfertig liegen.

Inzwischen gibt es aber neue Controller, die letztlich auch in die FS46x Eingang fanden. Dafür gibt es Software-Fragmente, die man nutzen könnte. Beispielsweise die neue Schnittstelle für den Bootlader oder die Steuersequenzen für die Phasenansteuerung und da hab ich jetzt überlegt, ob ich das mache. Wahrscheinlich schon, ist aber eine absolute Zeitfrage und bei Zeit bin ich schwach.

Was aber die FS46x angeht, so ist die durchaus modular aufgebaut. In der Grundversion ist nur eine Lüftersteuerung und die Differenzregelung drin. Dafür aber eine Anzeige, die Menü-Bedienung und damit wiederum die Erweiterungsmöglichkeit sowie dass es gerade in den Atmos prima reinpasst. Man muß das Ding nicht mit Lambda, Brauchwassersteuerung, 13 Relais oder sonstwas betreiben.

Sicher, es kostet mehr als ein Conrad-Dimmer. Dafür ist es da und erprobt.

Eine kleine, reine Lüftersteuerung würde sich aber preislich auch irgendwo zwischen Differenzsteuerung und FS46x einordnen.

Gust antwortete vor 14 Jahren

Hallo Thomas,

vielen Dank für deine Erläuterung.

Das auch eine „nur“ Lüftersteuerung nicht ganz billig sein kann, ist mir schon klar.

Mit „Modul“ meinte ich „nur“ die Drehzahlregelung nach der Rauchgastemperatur, mit vielleicht nur einem Poti, wo man die gewünschte Solltemperatur einstellen kann.
Eigentlich fast genau das, was du seinerzeit schon mal entwickelt hattest.

Dann könnte ich das ganze in meinen Schaltschrank einbauen, ohne daß ich einige der Komponenten doppelt hätte. Thermostate, Differenzgeräte, Anzeigen, Zeitrelais und garantiert mehr als 13 Relais zur Automatisierung sind bei mir ja schon vorhanden.

Hätte nicht geglaubt, daß so eine Phasenanschnitt- oder wie auch immer Drehzahlregelung eines Lüftermotors doch so aufwendig in der Entwicklung ist.
Meine selbst gebaute „Drehzahlsteuerung“ steuert ein Motorpoti an, welches mit einem Drehzahlstellermodul verbunden ist.
Das Motorpoti wird über etliche Relais analog von 2 Rauchgasthermostaten, welche die obere und untere Temperaturgrenze darstellen, angesteuert.

Funktioniert zwar, aber es ist halt eine wenig perfekte „Hobbyelektroniker- Lösung“ und da möchte ich doch mal was besser einstellbares und genaueres.

Wenn ich nicht schon so viel Zeit in meine „Eigenbau- Bastlerautomatisierungslösung“ investiert hätte, würde ich mir eine „Vollmarsteuerung mit Lambda“ einbauen.
Meiner Einschätzung nach liegt der Hauptvorteil deiner Steuerung gegenüber der Konkurrenz darin, dass für die Drehzahlregelung kein weiteres Modul mehr notwendig ist, man also den Lüfter direkt anschließen kann.
Ein „anständiges“ Drehzahlstellermodul mit 0-10V Eingang kostet ja schließlich auch was.

Toll wäre es, wenn deine Steuerung eine eigene Lambdaregelung hätte und der Umweg über ein Fremdprodukt und 0-10V wegfallen würde.
Deine Steuerung kann ja auch jetzt schon über den LC einen 3- Punkt- Ausgang für den Stellantrieb der Sekundärluft ansteuern, was ich persönlich super finde, da man dann die „günstigen“ 3-Punkt Stellantriebe verwenden könnte.

So gesehen relativiert sich der Preis für die Steuerung wieder…

Weiterhin viel Erfolg und einen „guten Wirkungsgrad“ beim Entwickeln wünscht

Gust

Vollmar antwortete vor 14 Jahren

Moin Gust,

das ist so eine Sache, mit ganz wenigen Einstellmglichkeiten. Wenn man das so macht, wird der Lüfter in Abhängigkeit dann der Abgastemperatur irgendwie zwischen 0 und 100% geregelt. Klingt gut, dürfte aber in einem Holzvergaser längst nicht alle glücklich machen.
Punkt 1, 0%: Dann steht der Lüfter irgendwann bei hoher Abgastemperatur(also bei viel Holzgas) und in 9 von 10 Fällen macht es anschließend ordentlich Bumm. Will sagen, das führt dann schnell zu Verpuffungen, weil die Glut ja auch ohne Lüfter eine ganze Weile weiter Holzgas produziert.
Man braucht dann also eine Mindestleistung, unter die der Lüfter nicht fällt.

Punkt 2: So wie bisher gedacht, gab es eine Temperatur, bei der die Abregelung des Lüfters einsetzt(z.B.150°) und eine (z.B.250°)bei der der Lüfter stehen würde(wenn man die Mindestleistung nicht berücksichtigt). Dem einen ist das zu steil/flach, dem anderen ist das zu hoch/niedrig. Dem dritten zu linear. Das wird vor allem dann auftreten, wenn man eine reine Abgasregelung macht, statt sie mit einer Kesseltemperaturregelung zu überlagern, wie derzeit in der FS46x. Also (das wollte ich in die FS46x auch irgendwann reinbringen) sollte eine PID-Regelung her. PID hieße dann aber wieder Soll-, P-, I-, D- und ein Zeitwert müßten irgendwo einstellbar sein.

Jetzt bedeuten allein die zwei Punkte schon 3-5 verschiedene Einstellmöglichkeiten. Mache ich das mit fünf Potis, kosten diese einerseits Geld, andererseits Platz(und davon gibt es in dem Hutschienengehäuse sehr wenig). Dann ist so ein Poteniometer mit einem Verstellwinkel von vielleicht 270° keine wirklich komfortable Sache. Ob es damit überhaupt möglich ist, PID-Werte einzustellen, wäre ohnehin fraglich. Der Ausweg ist dann wieder ein Display und Tasten.
Und schwubdiwub ist man beim Niveau der FS46x angekommen. Da ist das nämlich alles drin.

Bliebe noch eine andere Möglichkeit für die kleine Variante, man schafft die Einstellmöglichkeit über die Verbindung zum PC. Dann braucht man zusätzlich die Schnittstellenbaugruppe(die soll im November/Dezember in den Shop kommen). Das hieße für mich dann aber wieder sehr viel mehr Entwicklungsaufwand. Man braucht die Software in der Lüftersteuerung, die in der Schnittstellenbaugruppe und die PC-Software. Mal von Kosten ganz abgesehen: Zeit!!! Ich komme jetzt schon kaum hinten hoch und vorne runter, mit dem, was ich alles zu machen hätte.
Das hieße dann, es dauert reichlich lang.

Ich müßte mir dann aussuchen, was liegen bleibt. Entweder die kleine Lüftersteuerung oder die Lambdaelektronik. Letztere hatte ich extern in Auftrag gegeben. Das aber scheint nichts zu werden, weil der Ingenieur, der das machen wollte, traurigerweise gesundheitliche Probleme hat. Ich muß es also doch selber zu Ende machen.

Also entschieden habe ich mich noch nicht ob und wann. Im Moment mach ich erst einmal an der FS46x die PC-Kommunikation weiter, dass man die Einstellwerte rü und nü spielen sowie Loggen kann. Dann wahrscheinlich die Lambda-Geschichte.
Da ich solange aber von was leben muß, muß auch die sonstige Produktion laufen. Im Hauptberuf habe ich ja eine Fertigungsfirma. Und so ganz nebenbei bauen wir ein Firmengebäude, wobei das im Moment wegen der Unberechenbarkeit aktueller Thüringer Wirtschaftspolitik stockt. Da wird es erst im Frühjahr weiter gehen.

Gust antwortete vor 14 Jahren

Hallo Thomas,

nochmals vielen Dank für deine Erläuterungen.

Wenn ich nur meine eigene Anlage betrachte; wären hier die Voraussetzungen, wie von dir beschrieben, schon soweit gegeben, daß die „1-Poti-Lösung“ funktionieren könnte.

Eine „kommerzielle“ Version soll aber verschiedene Kesseltypen und Varianten bedienen können, denn von nur 1 Kunden kann man nicht leben.

Insofern ist es nachvollziehbar, wenn zuerst eine bestehende gute Regelung dahingehend perfektioniert wird, was der Markt wünscht und das ist momentan halt „Datenloggen“, wie man ja auch in den Foren sehen kann.

Meiner meiner nach noch wichtiger wäre die Lambda- Geschichte. Und die funktioniert am besten mit einer möglichst genau geregelten Abgastemperatur…

Gruß
Gust

Vollmar antwortete vor 14 Jahren

Hallo Gust,

ich muß halt bestrebt bleiben, zunächst eines Ende zu bringen, bevor ich die nächste Baustelle aufreiße. Da ging auch schon Lehrgeld über den Tisch.
Daher eben die Reihenfolge, zunächst diese Kommunikationsschiene, dann Lambda und dann das nächste.

Es hat am Wochenende aber ein wieder bißchen geruckt in der Angelegenheit. Also schaun‘ mer mal.