Hallo Leute,
ich war mir gestern eine Holzheizung angucken, die nicht richtig funktioniert.
Verbaut sind ein Vigas 80 (max. 92 kw / 480l Füllraum). Angeschlossen an 4 x 1000l Puffer in Reihe in 1,5 Zoll Schwarzrohr über normalen Laddomat 21.
Alleine die Verrohrungsstrecke der 4 Puffer beträgt ca. 25 – 30m mit mindestens 20 90Grad knicken, also keine Bögen oder sowas. Es geht einfach 90 Grad ums Eck.
Mal abgesehen davon, das die ganze Hydraulik vom Haus (5 Heizkreise, kein Mischer, Mag viel zu klein, alles wild zusammen geschustert, Heißwasser wird in den Öler gedrückt, 8 Pumpen, Mag über WiKu-Rohr angeschlossen usw. usw.) schön verpfuscht ist, mal eine grundsätzliche Frage:
Wenn das alles in Ordnung gebracht wird, meint ihr ein Laddomat 21 ist überhaupt für über 80kw ausreichend? Kann die Pumpe es überhaupt schaffen das heiße Wasser durch die oben beschriebene Rohrstrecke zu drücken?
Ich bin der Meinung, dass man das auch noch alles abändern müßte.
Gruß Manuel
P.S. Das Haus hat eine gaststätte, 5 Wohnungen und insgesamt so ca. 500 – 600 qm zu beheizende Fläche. Alles Altbau. Für WW sind jetzt DLE verbaut worden, der Installateur hatte vorher unten eine Selbstbau-Friwa mit 1,22qm Tauscherfläche installiert. Warum das wohl nicht gereicht hat….
Hab ich noch vergessen:
Das eine HV-Anlage vom Gesamtwirkungsgrad schlechter da steht als Pellet ist ja klar. Hat da jemand eine Prozentwert dazu.
Also pro kg Pellets = maximal kwh im HK und dem gegenüber ca. kwh im HK pro kg Holz?
Da das Holz für 50 – 60 Euro gekauft wird und der Mann von morgends 8 bis abends 8 arbeiten ist, sind Pellets m.E. viel besser geeignet und m.E. auch nicht teurer.
Gruß Manuel
Wie sagt man da so schön?
„hydraulisch völlig OHNE Plan gebaut“
und ohne jede Kenntnis darüber dass Wasser in einem Hydraulischen System auch seinen Platz zum „Leben“ braucht!
Schon bei der Überschrift habe ich mich gefragt was das soll 80 (95) kW und 4000 L Puffervolumen, die sind bei Vollbrand des Kessels in 2 Stunden von 40 auf 80°C aufgeheizt und dann?
Ein Glück für die vielen Hydraulikpfuscher ist ja dass es für Wasser (Heizungs-) leitungen keine Leitungsschutzschalter wie beim Strom gibt denn damit würde ja sofort klar sein wo es hapert!
Ich habe leider schon sehr viele Anlagen erlebt wo das Wasser im wahrsten Sinne des Wortes nicht wusste wo es hin soll!
Grüße Hannes / ESBG
Hallo Manuel,
in meinen Laddomat-Unterlagen steht:
– „bis zu 80 kW“ bei
– Rohrdurchmesser „R40 oder 42 CU“
Ansonsten schließe ich mich der Kritik über diese haarsträubende Anlage an.
Juergen_S
Juergen_S,
Atmos schreibt da was anders unter Website Kesselanschluss
ACHTUNG ! Laddomat 21 ist für die Kessel bis 75 kW vorgesehen, wir empfehlen diesen jedoch nur bis zur Leistung von 50 kW einzusetzen.
Bei solche Anlage würde ich ein Centra Dreiwegemischer verbauen.
Manuel hast du keine Bilder geschossen ?
Kessel 2: Buderus G105U,17kw Öl,WWB 300 ltr.
Regelung: RLA Centra Mischer ZG 32
Puffervolumen: Gruß Manfred
Manfred,
ja, die Äußerung von ATMOS war mir bekannt.
Ich hatte jetzt nur die Angaben von THERMOVENTILER aus den technischen Unterlagen zum Laddomat 21 wiedergegeben.
Wir sind uns einig, daß das bei so einem großen Kessel nicht optimal ist! Ich würde über 50 kW auch keinen Laddomat mehr verbauen.
Grüße
Juergen_S
Fotos habe ich leider keine. Ich sollte eigentlich erst nächste Woche gucken, war aber in der Nähe und bin dann hin. Natürlich ohne Kamera.
Falls bzw. sobald umgebaut wird liefere ich das natürlich nach.
Ich werde sowieso zu Pellets raten. Die Anlage passend umzurüsten (mindestens 2000l Puffer mehr, eher 4000, andere RLA, noch mindestens 500l Mag, Lambdacheck, Steuerung usw.) wird sicherlich ähnlich teuer, wie eine Pelletanlage.
RLA, Mag, Rohre und Speicher wären ja dann vorhanden. Die Änderungen an der Hausinstallation fallen ja bei beiden Varianten an.
Deshalb auch die Frage weiter oben mit dem Nutzungsgrad. ich denke bei einem Holzpreis von 60 Euro lohnt sich das kaum noch. Dazu noch die Arbeitszeiten des Besitzers, die das kaum möglich machen mit Stückholz.
Bekommt man in einem Mehrparteienhaus 2x Förderung, wenn man z.B. 2 P25 Pelleter aufstellen würde?
Darf man 2 Pelleter gleichzeitig an einem Kamin betreiben?
Ansonsten dachte ich evtl. an einen D45P.
Zufällig jemand hier, der Interesse hat? PLZ-Bereich 54.
Gruß Manuel
Wer hat denn den Murks geplant, der Wirt oder der Heizungsbauer?
Habe bei meinem 14,9er Vigas 1,5″ für den Rücklaufkreislauf, 1 1/4″ für die Heizung (300 m²) und 22 mm Cu für die 3 Pufferleitungen (je 1000 l) verlegt. Viel weniger sollte es nicht sein.
Bei den langen Leitungen würde ich mir auch Gedanken darüber machen, ob ich nicht die Heizkreispumpe in mehrere Pumpen splitten würde, habe selbst die vom HVK und dann eine Weitere im Rücklauf (letztere UVR und PT1000-gesteuert), hat sich bewährt.
60 € sind günstig, wir zahlen hier für Mischholz 80 €/Ster, meinem Nachbar sein Chef nimmt incl. Zufahrt, gespalten und passend gesägt, aktuell 110.
Ohne Zufahrt bekommt man hier in der Sommeraktion die Tonne Pellets für 160+Zufahrt.
Bei den Preisen rechnet sich das dann in etwa so: 1000 kg (bei Mischholz also wohl 2 Ster – 2 FM), bei sagen wir mal 3 kwh Einspeisung je kg. Wären dann also 3000 kwh Wärmeleistung.
Pellet liegt dann etwa bei 4 kwh/kg, wären damit dann 4000 kwh.
Wer keinen eigenen Wald hat, oder gute Bezugsquellen, für den rechnet sich also die Arbeit nur, falls er damit das Fitnessstudio einspart.
Im Gegensatz zu einem HVK kann ein Pellet rund um die Uhr laufen, da man ja nicht dazu nachts aufstehen muß. Von daher würde ich den Pellet nicht zu groß wählen, vor allem dann nicht, wenn evtl. für extreme Minustemperaturen noch ein Reserveofen (Öl oder gar ein 80er HVK) herumsteht. Für einen kleinen Pellet wären 4000 l Puffer optimal.
Sofern eine Süddachfläche vorhanden ist, würde ich mir hier auch mal Solarthermie durchrechnen, wäre hier wohl perfekt.
Aber nicht vom bisherigen Planer, das gäbe eine Katastrophe.
Grüße
Pflaume
Wer hat denn den Murks geplant, der Wirt oder der Heizungsbauer?
Der Installateur, glaube der war nicht mal HB so wie ich das vom Besitzer erfahren habe.
Das die 4 Heizkreise je eine kleine Pumpe haben ist ja ok,
aber das z.B. direkt zwischen Öler Vor- und Rücklauf eine riesige Pumpe sitzt und kurz davor eine im Vorlauf vom Puffer zum Öler sind das mindestens 2 dicke Pumpen um die 5m vom Puffer bis zu den HK-Pumpen zu überbrücken.
Bin momentan am überlegen, wieviel kw. Da in allen Wohnungen je ein Kaminofen vorhanden ist, tendiere ich momentan zu 2 P21. Dann kann einer fast immer voll durch laufen. Ich denke mal, dass das Haus nach Einbau der neuen Fenster noch ca. 40kw Heizlast hat. Evtl. auch 2 mal den P25. Die kann man ja auch auf 20kw einstellen. HV und Öler (auch uralt) kommen dann ganz weg. Sofern dann mal ein Problem an einem der Pelleter besteht, kann man zumindest mal für 1 – 2 Tage mit den 25kw vom 2. P25 und den Kaminöfen die Bude halbwegs warm heizen.
Aber nicht vom bisherigen Planer, das gäbe eine Katastrophe.
Ja, das stimmt. Der macht da nix mehr. Jedes kleine Kind hätte die Anlage besser berechnet.
Gruß Manuel
Manuel,
schade das keine Bilder gibt, wäre was für Bosy Murksbilder Sammlung.
wie alt ist denn HV ?, kommt selten vor das ein HV zu groß gewählt würde ..
Kessel 2: Buderus G105U,17kw Öl,WWB 300 ltr.
Regelung: RLA Centra Mischer ZG 32
Puffervolumen: Gruß Manfred
Der ist gut 2 Jahre alt, sieht aber schon nicht mehr so aus.
Nach einer intensiven Reinigung wird es dann wieder gehen, die Substanz ist noch gut. Dann wird er meistbietend verkauft.
Mit 10.000l Puffer und LC wäre das kein Problem, aber dann stehen dem immer noch die Arbeitszeiten des Besitzers gegenüber.
Wie gesagt, ich denke Bilder kommen noch.
Gruß Manuel
Manuel,
da bin ich mir nicht sicher ob es mit Pellets Heizen billiger wirds, geschweige vom ivestitionskosten.
Ich hätte mit paar Tanks mehr und die Anlage ordnungsgemäß neu aufgebaut oder umgebaut. Dann ist einmal am Tag füllen notwendig. Es gibt fertig Holz in 2RM Boxen oder Holzbriketts kann direkt an Kessel gefahren werden und ist ein Arbeitsaufwand max. 1/2h am Tag.
Hier mein Heizmaterial

Werksfoto

Kessel 2: Buderus G105U,17kw Öl,WWB 300 ltr.
Regelung: RLA Centra Mischer ZG 32
Puffervolumen: Gruß Manfred
Stimmt Manfred, aber da er alles machen lassen muß (wir haben ja unsere Anlagen selbst gebaut) gibt sich das nicht mehr viel.
Falls er 2x Förderung bekommt (Schwester wohnt auch dort, da könnte die auch nochmal Bafa beantragen) wären die Kosten für die 2 Pelletkessel bei ca. 2000 Euro plus Bunker.
Dafür bekomnmt man leider keine 5000l Puffer, plus Flammtronik, neue RLA, großes Mag, usw. usw.
Klar, Briketts sind günstiger als Pellets, aber ohne Ahnung von HVs sind die bei so einem Kessel mit Vorsicht zu geniessen.
Aber die Entscheidung ist noch nicht gefallen, ist ja nur ein Gedanke.
Kann man denn z.B. diesen Kessel fast komplett mit Briketts betreiben?
Gruß Manuel
Habe selbst keine Erfahrung mit Holzbriketts, was ich aber so bisher gesehen habe, so ganz rauchfrei scheint es wohl nicht zu gehen. Und bei so einem großen Kessel würden sich da die Nachbarn wohl auf Dauer bedanken. Müßte man evtl. auch testen, kenne schließlich niemand mit einem 80er, da kann das besser oder schlechter sein als bei einem „Kleinen“.
Daß Pelletheizung billiger ist als Holz, glaube ich nicht, aber bei uns in der Ecke zumindest scheint es kaum teurer zu sein, da die Preise für Holz von Jahr zu Jahr extrem steigen.
Und die Arbeit, vor allem auch die Zeit, muß man immer berücksichtigen.
Persönlich würde ich lieber einen Pellet kaufen und als Zweitgerät den HVK behalten (wer kauft schon solch ein Riesenteil? Allein schon der Transport! Dementsprechend gering die Nachfrage, und damit der Preis). Im Notfall hat man dann einen extrem leistungsfähigen Ofen für extreme Winter, so gut wie umsonst, und dann ist die Mehrarbeit auch o.k.
Anstelle eines zweiten Pellet würde ich eher über eine Isolierung des Hauses nachdenken, denn auch Pellets werden, wenn alle Wälder ausgeräumt sind, deutlich teurer werden, wie das geht, sieht man bei uns beim Holz, Verdoppellung in 2 Jahren.
Grüße
Pflaume
Manuel,
das geht ohne prob., es sollte beim Anheizen unten paar Holzscheite liegen, wegen schnellen Glutstock erzeugung, kann danach nur mit Briketts gefüllt werden.
So ähnlich wie Dieters Anheizvideo wird bei mir auch gefüllt nur noch einfacher.
Bei mir ist momentan 50-50 Mix, eine füllung bei 30 auf 85 Grad wird 3500ltr. erwärmt.
Wie ist das mit Briketts oder Holz ranschaffen, Kellertreppe oder kann mit Hubwagen rangeschafft werden ?
Da mußteRundholz Briketts und Holz nur einmal angefasst werden, das wäre dann fast Ölheizung komfort..
Kessel 2: Buderus G105U,17kw Öl,WWB 300 ltr.
Regelung: RLA Centra Mischer ZG 32
Puffervolumen: Gruß Manfred
Holz kann beigekarrt werden.
Gruß Manuel
ACHTUNG ! Laddomat 21 ist für die Kessel bis 75 kW vorgesehen, wir empfehlen diesen jedoch nur bis zur Leistung von 50 kW einzusetzen.
Der Pufferrücklauftemperatur ist hier sehr wichtig. Wie niedriger der Pufferrücklauftemperatur wie grosser die Kesselleistung sein kann.
mfg
alfons
Hallo,
ihr schreibt auch über Holzpreise.
Deshalb möchte ich euch mal unsere Holzpreise hier vor Ort nennen.
Buche (vom Forstamt) in 3 Meter Enden an den Waldrand gelegt kosten 35 € pro Raummeter.
Ich kaufe momentan mein Buchenholz (Schüttraummeter aber) Ofenfertig (gehackt)inklusive Anfahrt auf mein Grundstück für 35 €.
Kiefer weiß ich aktuell leider nicht.
Gruß Thomas
Alfons,
deshalb ist ein Flaschenhals lösung nicht erwünscht.
Kessel 2: Buderus G105U,17kw Öl,WWB 300 ltr.
Regelung: RLA Centra Mischer ZG 32
Puffervolumen: Gruß Manfred
Hallo,
Buche (vom Forstamt) in 3 Meter Enden an den Waldrand gelegt kosten 35 € pro Raummeter.
War bei uns vor 4 Jahren auch so, mit Vitamin B auch noch vor 2 Jahren.
Da die Hackschnitzelproduzenten im Umkreis von 100 km teilweise bis nach Italien Hackschnitzel liefern, werden die wohl demnächst auch über die derzeitigen 100 km Anlieferungsweg hinaus Holz holen. Denn da wird es langsam eng, die alten Pappeln an Bachläufen sind auch schon großteils weg. Und wenn ein Förster alles Restholz direkt an einen Käufer zu einem guten Preis verkaufen kann, warum soll er sich dann noch mit vielen kleinen Krautern herumärgern, wo nun mal immer der Eine oder Andere Mist baut?
Bei immer mehr Arbeitsbelastung je Förster ist aber allein die gewaltige Arbeitsersparnis ein Wert an sich.
Aus ökologischen Gründen sind höhere Preise für Holz allerdings auch notwendig. Selbst beim aktuellen Preis wird mit Holz teilweise immer noch m.E. verschwenderisch umgegangen. Bei Preisen von 30-40 €/m³ wurde das Holz massenhaft in unwirtschaftlichen Öfen sinnlos durch den Kamin gejagt, man denke nur an die Hipe mit den Kaminöfen, wie der Name schon sagt, da geht das Holz durch den Kamin.
Grüße
Pflaume
Bitte melden Sie sich an oder erstellen Sie ein Konto um Antworten schreiben zu können

