Fragen und AntwortenHilfe gesucht
RedDevil antwortete vor 12 Jahren

Hallo zusammen,
ich bin totaler Neuling auf dem Gebiet Vergaserheizung und habe momentan ein paar Fragen zu dem Thema. Ich hoffe, dass ich das verständlich erklären kann und habe mal „kurz“ 😉 folgendes Zusammengefasst:

Meine Familie und ich sind gerade dabei ein Eigenheim zu erwerben, welches mit einer Holzvergaserheizung ausgestattet ist. Momentan sind an der Heizanlage 2 Häuser angeschlossen, jedoch wird die Anlage nach unserem Kauf nur noch für unser Haus genutzt werden. Das Warmwasser wird momentan noch per elektrischen Durchlauferhitzer erwärmt. Nun zu meinem Problem. Ich möchte gerne die Warmwasserversorgung ebenfalls über den HV erledigen und für den Sommer und die Überganszeit eventuell noch eine Solaranlage installieren lassen oder falls mal nicht geheizt wird, über einen Durchlauferhitzer nacherwärmen lassen. Hierzu möchte ich einen zusätzlichen Pufferspeicher in die Heizanlage integrieren lassen, über den dann das Warmwasser läuft. Momentan ist alles recht einfach aufgebaut, nach dem folgenden Schema. Zusätzlich ist noch zu sagen, dass die Anlage außerhalb des Hauses, in einem separaten Heizhaus untergebracht ist. Ich habe die räumlichen Verhältnisse mal in das Schema eingezeichnet:

Die gelb umrandete Heizkreispumpe ist jedoch nicht mit einem Außenfühler oder Raumfühler ausgestattet, sonder läuft nur an, wenn man den HV anheizt oder Wärme in den Puffern steckt. Sobald das Haus keine Wärme mehr abnimmt, wird in die Pufferspeicher geladen.

Nun stelle ich mir vor, dass ich „anstelle des Heizkörpers im Bild“, einen neuen Pufferspeicher im Haus installieren lasse, aus dem dann die Heizung gespeist wird und Warmwasser erzeugt wird. Entweder mit Hygienespeicher oder Frischwasserstation. Zusätzlich soll der Puffer einen Wärmetauscher für Solar haben, dass ich mir entweder gleich oder später eine Solaranlage für den Sommer bzw. die Übergangszeit installieren lasse. Ich habe mal versucht, das Ganze in den alten Pla einzuzeichnen. Verzeiht mit bitte die Qualität der Zeichnung, ich habe das zu ersten Mal gemacht:

Nun ist das dem Heizungsbauer, der die Anlage damals mit installiert hat zu kompliziert bzw. weiß ich nicht, ob er meine Wünsche richtig verstanden hat? Er will halt nur einen 300l Brauchwasserspeicher einbauen und den von Solar bzw. Heizkreis laden. Mir geht es aber auch um den zusätzlichen Pufferspeicher, da der Vergaser 32KW hat und für nur ein Haus etwas überdimensioniert ist. Deshalb hatte ich an 800-1000 Liter „neuen Speicher“ gedacht, damit die Anlage effektiver ist. Wäre denn so eine Änderung der Anlage möglich oder steh ich total auf dem Schlauch? Gibt es jemanden oder eine Firma im Norden Brandenburgs, die mir bei meiner zukünftigen Anlage weiterhelfen kann?

Gruß Marginbln



14 Antworten
Bart9995P antwortete vor 12 Jahren

Ich würde eine Frischwasserstation nehmen.

Zusätzlicher Puffer im Haus wird ein wenig aufwändig aber Machbar.

marginbln antwortete vor 12 Jahren

Hallo Bart9995P,

Danke für die schnelle Antwort.

Ob FRIWA oder Hygienespeicher will ich mir auch erst noch überlegen, ich tendiere aber auch eher zur Frischwasserstation, da wir recht kalkhaltiges Wasser haben(20°DH) und sich das besser entkalken lässt.

Bart9995P:

Zusätzlicher Puffer im Haus wird ein wenig aufwändig aber Machbar.

Was meinst du mit aufwendig? Der Vergaser und die 2 bestehenden Pufferspeicher sollen ja dann nur den neuen Pufferspeicher auf Temperatur halten. Die Leitung vom Heizhaus geht auch direkt am zum neuen Standort des neuen Speichers vorbei und die ersten Verbraucher sind erst danach in der Leitung angeschlossen.

deichweg antwortete vor 12 Jahren

1. Ob die Heizung überdimensioniert ist, kann ich nicht beurteilen.
(m²-Zahl, Isolierung des Hauses)
Wie oft mußt Du denn anheizen?
2. Wenn der Boiler im Haus so groß gewählt wird, könnte es im Sommer schwer werden ihn nur durch Solar auf Temperatur zu kriegen.
Für wie viele Personen soll denn WW erzeugt werden?

HKruse antwortete vor 12 Jahren

moin,

der „Hauspuffer“ kann so nicht sinnvoll genutzt werden,
du würdest eine zweite Pumpen-u Reglergruppe für den Heizkreis brauchen.

Wenn schon so eine „Puffersammlung“ aus Platzgründen notwendig ist,
dann muß dein HZ-Mischer u Pumpe zwischen Hauspuffer und Heizkreis.

Die (HV-Puffer)VL-Leitung wird dann unterhalb des „WW-Bereiches“ angeflanscht,
der untere, „solare“ Teil des Puffers kann vom HV nicht bedient werden.
Vor dem „neuen“ Puffer reicht ein Festwertmischer, auf zB 70°C.

Ohne solare Nutzung kann man den Hauspuffer von „unten“ laden,
dann aber den RL der Heizung erst zwischen Hauspuffer und Festwertset anschließen,
der Hauspuffer „hängt“ nur im Vorlauf des HZ-Mischers.

Gruß Heinrich

Kessel 1: ( 2009.40gse ) > eta (30)20 2024
Kessel 2: (1987.öl) > thermia soleWP 2023
Regelung: (2009< LambdaCheck--BRT > Lüfterdimmer) >ist gut + brauchbar<
Puffervolumen: 3100 L
marginbln antwortete vor 12 Jahren

Also das Haus ist knapp 10 Jahre alt und gut isoliert. Aktuell sind auch noch 2 Indoor-Pools an die Anlage angeschlossen, die aber zurückgebaut werden. Die Wohnfläche sind aktuell ca 130 m² + den Raum mit dem Pool. Nach dem Rückbau kommen wir dann so auf 160-180m². Es wird bei den aktuell kalten Temperaturen einmal am Tag mit 2 Füllungen geheizt und das reicht dann für 2 Häuser und 2 Pools. Ich denke mir halt, dass 2000 Liter Pufferspeicher und nur 1 Haus als Verbraucher etwas wenig sind. Aus diesem Grund hatte ich mir das mit dem zusätzlichen Pufferspeicher gedacht.

2. Wir sind 2 Erwachsene und 2 Kinder. Bei der Größe des Puffers bin ich mir auch noch nicht sicher, 500 Liter sollten eigentlich auch genug sein. Aber nur einen 300 Liter Brauchwasserspeicher finde ich nicht groß genug, falls im Sommer mal ein paar Regentage kommen und die Solaranlage zu wenig Ertrag liefert. Dann hätte ich länger was von der Sonnenwärme und müsste nicht sofort Nachheizen. Und wenn dann mal zuviel Solarwärme da ist, muss die ja irgendwo hin? Dann kann man irgendwo die Heizung aufdrehen und die Temperatur im Puffer sollte runtergehen? Und die BAFA-Förderung gibt’s ja auch nur für kombinierte Warmwasser-/Heizungsunterstützung, wenn ich das richtig gelesen habe.

marginbln antwortete vor 12 Jahren

Hallo Heinrich,

danke für deine Antwort.

Dass ich eine neue Pumpen und Reglergruppe für den Heizkreis benötige, ist mir bewusst. Der Standort für den neuen Puffer im Haus würde ich so wählen, dass die Leitungslänge für das Warmwasser möglichst kurz ist. Würde ich den noch im Heizhaus unterbringen, dann hätte ich sehr lange Wege zu überbrücken. Ich habe mir gedacht, dass die Heizung des Hauses und Warmwasser nur über den neuen Puffer läuft und der dann vom HV bzw. dessen 2 Puffern nachgeladen wird, wenn Energie von der Heizung oder der Warmwasserbereitung abgenommen wird. Der Abnehmer für die Wärme wäre dann halt nicht die Heizung im Haus, sondern nur der Puffer über den die Wärme dann „weiterverteilt“ wird. Im Sommer würde ich den HV/Puffer-Teil ja nicht anschmeißen und nur über Solar laden wollen. Wenns halt zu wenig Ertrag ist, dann müsste man schon mal nachheizen.

Gruß
Marginbln

HKruse antwortete vor 12 Jahren

Hallo nochmal,

wir haben 2009 unsere „neuen“ 2×1000 L Puffer (insg.4100L) im ersten Stock als „Wandschrank“ untergebracht,
vllt eine Möglichkeit.

Der Vorlauf zu deinem Hauspuffer muß unter dem WW-Wärmetauscher einspeisen,
sonst gibts nicht ausreichend warmes Wasser.

Heinrich

Kessel 1: ( 2009.40gse ) > eta (30)20 2024
Kessel 2: (1987.öl) > thermia soleWP 2023
Regelung: (2009< LambdaCheck--BRT > Lüfterdimmer) >ist gut + brauchbar<
Puffervolumen: 3100 L
marginbln antwortete vor 12 Jahren

Die Anschlüsse hatte ich nur einfach an den Puffer rangezeichnet. Korrigiert müsste es in etwa so aussehen:

Gruß
Marginbln

HKruse antwortete vor 12 Jahren

„Vor dem „neuen“ Puffer reicht ein Festwertmischer, auf zB 70°C.“

Ein Problem bleibt bei der Hydraulik :

Wie wird das Brauchwasser warm ohne Sonne wenn HZ-Pumpe aus ist ?

Dann brauchst du einen „langsamen“ RL vom „WW“Puffer zum RL des Holzpuffers direkt,
also eine „kleine“ Pumpe und Leitung mit „Kurzschluß-Schaltung“.

Heinrich

Kessel 1: ( 2009.40gse ) > eta (30)20 2024
Kessel 2: (1987.öl) > thermia soleWP 2023
Regelung: (2009< LambdaCheck--BRT > Lüfterdimmer) >ist gut + brauchbar<
Puffervolumen: 3100 L
marginbln antwortete vor 12 Jahren

Wie sieht denn so ein Festwertmischer aus? Momentan ist ja alles bis zum Haus schon installiert und daran wollte ich nicht unbedingt etwas ändern lassen, auch wenn es eventuell etwas überdimensioniert ist. Falls der HV nicht in Betrieb ist und die solare Wärme mal nicht ausreicht, habe ich mir gedacht, noch den vorhandenen elektrischen Durchlauferhitzer in die Warmwasserleitung zu integrieren, so dass damit auf die gewünschte Temperatur nachgeheizt wird. Eine zweite Möglichkeit wäre eine elektrische Heizpatrone in den Puffer zu integrieren. Hast du von deiner Anlage einen Hydraulikplan? Dann kann ich mir eher ein Bild davon machen?

HKruse antwortete vor 12 Jahren

Hallo,
für dein Mischventil mit Stellmotor wäre ein 3-Punkt-Regler notwendig,
die Pumpe wird durch einen Flansch ersetzt,
(zB sowas ohne Motor: „Festwertregler Wita SM 4.10 FR“)
funktioniert wie HZ-Regelung ohne Außenfühler.

Ich hab ein taconova-Mischventil zwischen dem Biferral(öler mit auffgeflanschtem Brauchwasser(ca 120 L)und den Puffern.
Dieser „Mischer“ senkt die Puffertemp ab.

AAAABER bei sinkendem Anlagendruck
und/oder sinkender Puffertemp
„fällt“ auch die eingestellte Mischtemperatur.
Ist bei allen anderen nichtelektrischen Herstellern auch so, war mir beim Einbau nicht bekannt,
nu is es drin….

Pc und iNet (einfügen, verlinken u. so Sachen) ist nicht mein Ding,
sorry…, heizen fällt mir leichter.

Heinrich

Kessel 1: ( 2009.40gse ) > eta (30)20 2024
Kessel 2: (1987.öl) > thermia soleWP 2023
Regelung: (2009< LambdaCheck--BRT > Lüfterdimmer) >ist gut + brauchbar<
Puffervolumen: 3100 L
HKruse antwortete vor 12 Jahren

Ich hab da einen entscheidenden Fehler in der Hydraulik „veranstaltet“ :

Der Rücklauf vom HZ-Mischer darf nicht in den WW-Puffer,

der muß in den RL zwischen „Holz“ und „Festwert“ !

Tschuldigung !

Heinrich

Kessel 1: ( 2009.40gse ) > eta (30)20 2024
Kessel 2: (1987.öl) > thermia soleWP 2023
Regelung: (2009< LambdaCheck--BRT > Lüfterdimmer) >ist gut + brauchbar<
Puffervolumen: 3100 L
marginbln antwortete vor 12 Jahren

Also einen Aussenfühler ist da jetzt auch nicht dran, das muss schon sowas ähnliches sein. Das Ding bringt die Wärme von HV ins Haus und wenn der Rücklauf warm zurück kommt und das Haus keine Wärme mehr abnimmt, dann wird in die Puffer geladen und wenn der HV aus ist, wird die Wärme aus den Puffern ins Haus geführt.

Ich überleg mir die ganze Sache nochmal. Eventuell lasse ich es erstmal alles so und baue später um, wenn ich ein paar Werte für den Warmwasserverbrauch über den vorhandenen Elektrodurchlauferhitzer habe. Dann muss ich mir mal durchrechnen, ob sich so ein Umbau für mich lohnt.

Danke auf jeden Fall für die Antworten, die mir auf jeden Fall fürs Verständnis geholfen haben.

Gruß
Marginbln

RedDevil antwortete vor 12 Jahren

Hast du schonmal über eine Luftwärmepumpe nachgedacht? Ich habe meine hinter den Pufferspeicher der Heizung installiert mit einer Solarsteuerung, wenn der Puffer voll ist wird eine Pumpe eingeschaltet und das Brauchwasser wird erwärmt. Im Sommer läuft sie im Wärmepumpenbetrieb, Stromkosten sind deutlich geringer als mit Durchlauferhitzern und das Gerät selber bekommst du für unter 1500Euro.